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Einsatz der Busse für den Mix

  • Loloverde
  • 21. September 2025 um 20:07
  • audiobo
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    • 24. September 2025 um 10:37
    • #21

    Stream in 4 Sprachen, Recording, N-1, Nebenraumbeschallung, Dolmetscher...

  • wora
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    • 24. September 2025 um 11:21
    • #22
    Zitat von duplobaustein

    Kein Kanal geht direkt an LR. Selbst wenn ich nur einen Bass Kanal habe, geht der in eine Bass Gruppe. Vocal Gruppen gehen gar nicht an LR, sondern direkt in die Matrizen. LR ist also ein reiner Musik Mix.

    Ich musste in meinem Leben schon sehr oft Frontmixe per Kopfhörer machen, weil die FOH Position so ungeeignet war, dass man von dort aus nicht hören konnte, was man tut.

    Deshalb eine Frage: wie kannst du den Gesamtmix per Kopfhörer kontrollieren, wenn du den LR Bus nur für Instrumente benutzt?

    Ich denke da gerade ein ein ganz unschönes Erlebnis: ich war mal als mitreisender FOH Mischer mit einer Band in Berlin. Dort stellte uns eine Firma vor Ort eine Digico Konsole (ich glaube, es war damals eine SD8). Auf der Bühne gab es einen getrennten Monitormix - zum Glück!
    Der FOH Pultplatz war dabei sehr ungünstig gewählt - weit außerhalb der Sitzreihen der Leute und sogar noch etwas tiefer - und weil die Bühne ein alter Pavillon aus den frühen 1900er Jahren war, wurde die PA dort relativ niedrig gestackt.
    Ich hatte schnell erkannt, dass das eine sehr ungünstige Konstellation für einen Frontmix war - aber wir waren wegen Stau auf der 700km Anreise relativ spät dran, sodass hier keine Änderungen mehr machbar waren. Also schnell Soundcheck machen, bevor der Platz komplett voll ist...

    In der ersten Hälfte des Gigs konnte ich trotzdem einen Mix machen, denn die Leute saßen an ihren Biertischen und wenn ich mich gestreckt habe, konnte ich die PA noch gut hören. Aber später begannen die Leute aufzustehen - und ich habe dann nichts mehr gehört! Und auch nichts mehr von der Bühne gesehen...
    Also dachte ich: OK, dann mache ich eben mal wieder einen Kopfhörermix.

    Aber: Pustekuchen!

    Der Kollege hatte seine SD so eingerichtet, dass Gesänge, FX und Instrumente auf unterschiedlichen Matrix-Wegen aus dem Pult ausgespielt wurden. Diese Vorgehensweise verhinderte, dass ich im Kopfhörer einen Gesamtmix abhören konnte! Und während des Gigs ließ sich das auch nicht mehr ändern...
    Somit war die zweite Hälfte vom Konzert für mich am FOH ein kompletter Blindflug! Etwas schlimmeres hatte ich zuvor (und auch später) nie wieder erleben müssen! Kotz*

    Nach dieser Nebengeschichte kannst Du meine Frage vielleicht besser nachvollziehen ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wora
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    • 24. September 2025 um 11:42
    • #23

    zu den Mixbussen:

    Zu Anfang meiner Digitalzeit, vor allem mit meiner iLive, habe ich auch oft erstmal "aus dem vollen geschöpft".

    Dann gab es hier aber mal eine Diskussion, in der, durchaus gut begründet, geraten wurde: "keep it simple!"

    Danach habe ich dann tatsächlich begonnen, meine Setups zu reduzieren - einfach um die Verarbeitungswege einfacher zu gestalten und die Übersicht zu behalten. Im laufe der Jahre war ich immer bestrebt, das beizubehalten.
    Natürlich nutze ich auch einige Vorzüge, die uns die Digitaltechnik bringt, wodurch meine Setups trotzdem komplexer ausfallen als das früher mit den Analogpulten der Fall war. Aber ich fand diese Idee, trotz überbordendem Angebot an Bearbeitungsmöglichkeiten das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und das Setup trotzdem möglichst einfach zu gestalten, sehr logisch und hilfreich.

    Im Falle von Jürgens Vorgehensweise mit den vielen Subgruppen, die vor allem auch für die IEM Mixe verwendet werden, sehe ich aber auch, dass dies eine logische Vorgehensweise darstellt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 24. September 2025 um 12:42
    • #24
    Zitat von wora

    "keep it simple!"

    Deswegen ja auch der Ansatz selbst einzelne Kanäle in einen separaten Bus zu schicken.

    Verwirrung entsteht ja nicht per se durch Quantität, sondern durch fehlende oder vermischte Strukturen. Das ist auch das Problem mit Workarounds, weil diese idR ein Aufbrechen von Strukturen bedingen.

    Und separate Ausspielwege für bestimmte Quellen kann akustisch sinnvoll sein, das so einem Gastmischer ohne richtige Einweisung zu übergeben ist aber fragwürdig.

  • guma
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    • 24. September 2025 um 12:48
    • #25
    Zitat von wora

    Deshalb eine Frage: wie kannst du den Gesamtmix per Kopfhörer kontrollieren, wenn du den LR Bus nur für Instrumente benutzt?

    ….

    Der Kollege hatte seine SD so eingerichtet, dass Gesänge, FX und Instrumente auf unterschiedlichen Matrix-Wegen aus dem Pult ausgespielt wurden. Diese Vorgehensweise verhinderte, dass ich im Kopfhörer einen Gesamtmix abhören konnte!

    Zur Frage die Gegenfrage:

    Kann man in der dLive als Quelle für den Abhörbus nicht einfach alternativ die Matrix wählen, die als Stereo Hausausgang genutzt wird?

    Bei Deiner geschilderten DiGiCo Situation wäre die Lösung wie folgt gewesen:

    Wenn es keinen dezidierten Stereo Master Out gibt sondern die Beschallmatrizen aus Gruppen unterschiedlich angefahren werden, nimmt man eine weitere Stereo-Matrix, macht sich dorthin ein Stereomix-Äquivalent aus den Gruppenbussen und nutzt das als Abhörquelle für den Non-Solo Betrieb.

    So mache ich es als Standard bei meinen Wing Snaps, eigentlich weil es dort bisher keinen pre-insert Abgriff für den Kopfhörer-Bus gibt aber ich schlage mit dieser Klappe auch die Fliege, die ich damit erzeuge. dass ich die Stereomaster des Wing zu Subgruppen umfunktioniert habe.

  • wora
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    • 24. September 2025 um 14:14
    • #26
    Zitat von audiobo

    Und separate Ausspielwege für bestimmte Quellen kann akustisch sinnvoll sein, das so einem Gastmischer ohne richtige Einweisung zu übergeben ist aber fragwürdig.

    das sehe ich genau so.

    die Sache mit dem getrennten Ausspielen der Signale kam erst auf den Tisch, nachdem ich bemerkte, dass ich auf dem Master-Bus gar keine Stimmen hören konnte...


    Zitat von guma

    Zur Frage die Gegenfrage:


    Kann man in der dLive als Quelle für den Abhörbus nicht einfach alternativ die Matrix wählen, die als Stereo Hausausgang genutzt wird?

    das würde ja auch auf der Digico funktionieren... allerdings hatte er wohl verschiedene Teile der PA mit unterschiedlichen Signalen versorgt. Und dann gibt es eben nicht "den Hausausgang", sondern mehrere gleichzeitig.

    In meiner dLive (und anderen Pulten) löse ich es einfach so, dass ich alles auf den LR-Bus zusammenmische.
    Die Nearfills bekommen dann, je nach Anwendung, eventuell nur die Gesangsgruppe, Zu den Subs gehen auch nur ausgewählte Kanäle. Aber den Hauptmix trenne ich ansonsten nicht auf.

    Zitat von guma

    Bei Deiner geschilderten DiGiCo Situation wäre die Lösung wie folgt gewesen:

    Wenn es keinen dezidierten Stereo Master Out gibt sondern die Beschallmatrizen aus Gruppen unterschiedlich angefahren werden, nimmt man eine weitere Stereo-Matrix, macht sich dorthin ein Stereomix-Äquivalent aus den Gruppenbussen und nutzt das als Abhörquelle für den Non-Solo Betrieb.

    Mag sein, dass man es so hätte lösen können. Doch leider hatte er diese Idee damals nicht (ist schon über 10 Jahre her) und ließ mich mit meinem Problem einfach ziemlich alleine...

    Aber hey, ich wollte hier jetzt nicht darüber diskutieren, ob und wie man das hätte lösen können. Die Sachde ist ja längst gelaufen. Die Geschichte diente nur als Beispiel für meine Frage.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 24. September 2025 um 14:53
    • #27

    wora

    Du hast meine Gegenfrage nicht beantwortet. Vielleicht hat jemand anderer Lust? z.B.

    duplobaustein

    Kann man in der dLive nicht einfach eine Stereomatrix als “Ersatzsummenbus” für den Abhörweg nehmen?

  • steffenr
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    • 24. September 2025 um 14:56
    • #28

    Ja kann man.

  • duplobaustein
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    • 24. September 2025 um 15:12
    • #29
    Zitat von wora

    Deshalb eine Frage: wie kannst du den Gesamtmix per Kopfhörer kontrollieren, wenn du den LR Bus nur für Instrumente benutzt?

    Ich höre die PA Matrix in Kopfhörer. Aber in dem Fall würde ich mit Tablet raus gehen.

    music is the best - Zappa

  • guma
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    • 24. September 2025 um 15:18
    • #30
    Zitat von steffen r

    Ja kann man.

    Zitat von duplobaustein

    Ich höre die PA Matrix in Kopfhörer. Aber in dem Fall würde ich mit Tablet raus gehen.

    Na also!

    Zitat von wora

    Aber hey, ich wollte hier jetzt nicht darüber diskutieren, ob und wie man das hätte lösen können. Die Sachde ist ja längst gelaufen. Die Geschichte diente nur als Beispiel für meine Frage.

    Äh, doch! Denn es ist die Antwort auf Deine Frage und klärt zudem, wie es prinzipiell zu lösen ist egal ob dLive, DiGiCo oder Wing. ;)

  • wora
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    • 24. September 2025 um 15:21
    • #31
    Zitat von duplobaustein

    Ich höre die PA Matrix in Kopfhörer. Aber in dem Fall würde ich mit Tablet raus gehen.

    ah so, du führst das also anschließend wieder auf eine Matrix zusammen.
    Klar, damit kann man dann stressfrei einen Kopfhörermix machen.

    Über ein Tablet mischen ist nach wie vor nicht meine Sache. Für Soundcheck finde ich es unentbehrlich, aber als Mischerersatz kommt es meiner Arbeitsweise nicht entgegen. In solchen Fällen (also wenn das Pult mal wieder an einem ungeeigenten Ort steht) mache ich daher immer einen Kopfhörermix.

    Aber das geht jetzt wieder am Thema vorbei... :)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • duplobaustein
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    • 24. September 2025 um 16:22
    • #32

    Klar, in der PA Matrix kommt alles zuammen, was auf die PA geht. ;)

    Ja, Tablet ist für mich auch ein Soundcheck Tool. Wirklich draußen stehen/sitzen, oder auf der Bühne das Monitoring machen, ist Gold wert. Während des Gigs bin ich aber schon lieber am Pult.

    music is the best - Zappa

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