Der Mix wird natürlich weniger dynamisch, die Energie wird dichter. Das bedeutet für den Amp dann aber auch mehr Arbeit.
Genau so sehe ich das auch. Ich gehe davon aus, dass Peaks eingedampft werden und das Gesamtniveau angehoben wird.
Der Mix wird natürlich weniger dynamisch, die Energie wird dichter. Das bedeutet für den Amp dann aber auch mehr Arbeit.
Genau so sehe ich das auch. Ich gehe davon aus, dass Peaks eingedampft werden und das Gesamtniveau angehoben wird.
Einfach ausgedrückt:
- Bei lebhaft bis z.B. + 2dB zappelnden Master-VU-Metern werden die Verstärker thermisch weniger belastet, als wenn
- 0dB quasi dauernd leuchtet und +2dB nur flackert (totkomprimiert...)
Zur SPL-Messung, Gewichtung usw. wurde ja schon was gesagt.
konventionelle amps werden thermisch am meisten bei halber leistung belastet. bei digitalen also class d ist das eigentlich egal, da die ja auch ein schaltnetzeil haben sollten.
letztlich sollte man sich bei solchen überlegungen aber nach einer größeren pa umsehen. es geht doch nichts darüber, das man leise passagen mit normaler laustärke abspielt und dann eben für die lauten passagen noch genug headroom da ist.
Wer sich bei der Dynamikkompression irgendwelche Gedanken um etwas anderes als den guten Klang macht, hat seinen Job verfehlt.
Anfang der 2000er war ich bei meinen ersten beiden Wolfsheim Konzerten, dem Ersten und dem Letzten. Eine einzelne Synthesizer Fläche war genau so zulaut wie die gesamte Band. Es hat nur gepumpt, einfach unerträglich. Der FOH-Tech hat mit Gehörschutz gemischt, wußte also, daß das was er da verursacht gehörschädigend ist. Ich bin nach den ersten Songs gegangen.
grob Interessant in den Rahmen auch:
* Lautheit
* Loudness War
Da spielen viele Faktoren rein. Zum einen das Thema Empfundene Lautstärke, da taugen VU Meter und selbst Leq Messungen nur sehr bedingt. Im Broadcastbereich versucht man das mit LUFS zu messen, dass kommt der Realität schon näher.
Dann spielt neben der Leistung natürlich auch die Dauer der Leistungsabgabe eine Rolle. 'D.h. ich kann eine Endstufe auf zwei Wegen ans Limit bringen. Zum einen, indem ich kurzzeitig zuviel Spannung fordere und zum anderen, dass ich eine Leistung zu lange anfordere. Moderne Endstufen sind (im Gegensatz zu früher) im Normalfall auf Musikwiedergabe getrimmt, d.h. sie können kurzzeitig viel Spannung abgeben (was sehr hohe Leistungsangaben für das Prospekt ermöglicht), können aber die nötige Leistung nicht lange 'halten'. Für normale, dynamische Musik ist das sinnvoll. Bei Musik, das sehr lange konstante Töne im Bass enthält und somit konstant hohe Leistung benötigt kommen sie bereits bei weniger Pegel an ihre Grenzen.
Wenn ich also durch excezisve Kompression aus einem dynamischen Signal eine mehr oder weniger statisches Signal mache, dann passt das weniger gut zu dem Leistungsverlauf/profil, für das die Endstufe optimiert ist.
Im Broadcastbereich versucht man das mit LUFS zu messen, dass kommt der Realität schon näher
Nur die Studiorealität.
Es wird ja leider die komplette Wiedergabekette beim Empfänger ausgeklammert.
Man versucht hier ein möglichst homogenes und vorhersehbares Wiedergabeverhalten sicherzustellen.
Das ist ja im Live Bereich prinzipiell auch erwünscht, aber der Dreh an der Verstärkung des Amps
(ob im Fernseher, am Radio oder bei der PA) ändert dann den Schalldruck
ohne das sich LUFS Werte (im oder nach dem Pult) geändert haben.
Die Kombination aus LUFS und Leq kombiniert mit Sachverstand sollte zielführender sein.
Sich immer auch ein kurzes Mittelungsintervall für den Leq (ich hab gehört es gibt da spezielle Software für sowas
) und einen elektrischen Pegel anzeigen zu lassen kann sehr hilfreich sein.
Wenn ich also durch excezisve Kompression aus einem dynamischen Signal eine mehr oder weniger statisches Signal mache, dann passt das weniger gut zu dem Leistungsverlauf/profil, für das die Endstufe optimiert ist.
Genau so. Darum mit ausreichend Headroom kalkulieren.
Ok…. Ich habe wahrscheinlich einen Denkfehler… und ich glaube, dass ich die Frage wahrscheinlich falsch gestellt habe.
Sie ist etwas schwammig formuliert... diese 99dB sorgen für Verwirrung.
Und die Erwähnung von Arbeit...
Wenn du diese 99dB als Leq zugrunde legst, dann wird die gleiche (elektrische) Arbeit geleistet. Das liegt ja in der Natur des Messwerts.
Dieser wird ja über einen definierten Zeitraum gemittelt.
Gleicher Mittelungspegel (99 dB Leq) bei gleichem Mittelungsintervall.
Dann sollte sich aber auch der Lautheitseindruck der beiden angesprochenen Bands erheblich unterscheiden. Was du ja scheinbar festgestellt hast.
Das bedeutet aber auch, das der unkomprimierte Mix die höheren Spitzenwerte enthalten kann.
Und dann kommen auch noch die üblichen Bewertungskurven (Frequenzgewichtung) dazu.
Basslastiger Mix mit hoher Dynamik kann dann zu ähnlichen Leq Werten führen wie ein dichter Mix mit ausgewogenem Frequenzgang.
Viele Pausen im Programm, seien es Ansagen oder wirkliche Stille, beeinflussen den Leq ja auch.
Zusammenfassend kann man sagen, das, was man misst, spiegelt immer nur einen Teilbereich vom Gehörten wider. Und Lautstärke ist etwas sehr Subjektives.