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  4. Selbstbau und Reparatur Technik

Einschaltstrom am Amp zu hoch! Was kann man dagegen tun?

  • pcman132
  • 30. Oktober 2003 um 13:57
  • pcman132
    Beiträge
    46
    • 30. Oktober 2003 um 13:57
    • #1

    Hallo Leute,

    ich habe ein paar Fragen an die (wirklichen :wink: ) Amp-Spezialisten, also an alle die, die wissen wie was im Detail funktioniert:

    An meinem guten, schon etwas älteren, Citronic PPX900, fliegt neuerdings direkt beim Einschalten der 16A-Sicherungsautomat meiner Wohnungssicherung (nicht nur bei mir zuhause!). Lasse ich den Hauptschalter des Amps dann auf ON und drücke meinen Sicherungsautomaten 2-3 mal wieder rein, springt der Amp an und alles ist okay. Ist natürlich ein bisschen nervig auf Dauer.....

    zur Info, der Amp leistet echte 900 Watt, der Ringkerntrafo des Amps wiegt ca. 17 KG und es sind 4 dicke Siebelkos dran (den genauen Wert kann ich im eingebauten Zustand nicht erkennen)
    Schaltbild habe ich leider momentan noch keins, ist aber bei Citronic in England angefordert.

    Grundsätzliche Fragen, die ich geklärt haben müßte um das Phänomen zu verstehen:

    wie funktioniert prinzipiell eine Einschaltstrombegrenzung oder -verzögerung in einem Power-Amp und welche Bauteile sind da involviert?
    Welcher Umstand (oder Defekt) kann dazu führen, daß die Stromaufnahme im Moment des Einschaltens über 16A liegt?
    Was kann man dagegen tun, daß dies nicht mehr auftritt?
    Wie kann ich den Fehler eingrenzen und lokalisieren?

    Ich bin auch gerne bereit mich in die Theamtik einzulesen, wenn jemand vielleicht ein paar Links zu diesem Thema hätte.

    Ansonsten hoffe ich auf Eure Unterstützung!

    so long
    Jürgen

  • dahorst
    Beiträge
    186
    • 30. Oktober 2003 um 14:26
    • #2

    Hallo!
    Du brauchst die einschaltoptimierung für großverbraucher
    bis 4000VA kauf sie bei http://www.elv.de! Achtung, es gibt auch
    eine einschaltverzögerung, du brauchst aber die optimierung.
    Ich hab auch das teil, des tut was es soll! Lohnt sich!
    Servus

  • pcman132
    Beiträge
    46
    • 31. Oktober 2003 um 08:43
    • #3

    dahorst:

    vielen Dank für den Tipp.

    Ich denke aber, das sollte für mich nur dann die Lösung sein, wenn es nicht gelingt, den Amp wieder so hinzukriegen, wie er früher einmal war.
    Es hat ja schließlich jahrelang einwandfrei funktioniert, also muß nach meiner Meinung irgend eine Veränderung am Amp stattgefunden haben.

    Also Leute, bitte nochmal auf meine ursprünglichen Fragen eingehen.

    Oder ist mein Thema so uninteressant, weil es sich dabei nicht um einen T-Amp handelt??? :wink:

    so long
    Jürgen

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 31. Oktober 2003 um 10:15
    • #4

    Im allersimpelsten Fall (mein erster Eigenbau, es war ein Siemens Vorschlag vor 20 Jahren...) sah das so aus:

    Beim Einschalten fliesst der Strom zunächst über einen dicken Hochlastwiderstand an's Netzteil und wird dadurch auf einen moderaten Wert begrenzt.
    Nach Ablauf einer kurzen Zeitspanne (das wurde, so ich das richtig erinnere, mit einer einfachen Kondensator-Geschichte geregelt) wird der Widerstand mit einem Relais gebrückt. Fertig.

  • TTJS
    Profi
    Beiträge
    53
    • 31. Oktober 2003 um 11:13
    • #5

    Der hohe EINSCHALTSTROMSTOSS Deiner Endstufe ist normal. B16 Automaten haben da oft keine Chance. Physikalisch kann man den Strom folgendermassen erklären: wenn die Spannung in einem bestimmten Moment eingeschaltet wird, dann erreicht der fliessende Strom sehr hohe Werte, wenn das Magnetfeld im Trafo und der Stromfluss in einem bestimmten Verhältniss zueinander stehen. Das mehrmalige Einschalten nacheinander erzeugt ein gewisses Restmagnetfeld- und irgendwann ist der Stromfluss beim erneuten Einschalten ok.
    Aber wenn der Amp früher funktioniert hat, dann würdeich die Elkos mal näher betrachten, ob die nicht tot sind. Elkos werden alt und lassen dann stark nach

    Tontechnik Joern Schindelbeck
    Lessingstraße 23a
    09380 Thalheim
    Fon: +49 3721 84564
    Fax: +49 3721 271548
    Funk: +49 172 3721116

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 31. Oktober 2003 um 12:52
    • #6

    Moin,

    im ungüstigsten Einschaltmoment können gerade Ringkerntrafos einen Strom von ein bis mehreren hundert Ampere ziehen. Dies würden sie natürlich nur für einen Bruchteil einer Sekunde machen, aber da hat die Sicherung schon aufgegeben. Wenn früher die Sicherung nie rausgeflogen ist, würde ich auch auf die Elkos tippen (etwas anderes ist eher unwahrscheinlich, wenn sonst alles funktioniert) oder deine Haussicherung ist gealtert. Dann werden die nämlich immer flinker. Wie alt ist denn die schon? Fliegt die evtl. auch beim Anwerfen eines Staubsaugers raus? Eine Endstufe dieser Größe sollte aber eigentlich eine Einschaltstrombegrenzung drin haben, vielleicht ist auch einfach die kaputt gegangen. Aber das siehst du ja dann auf dem Schaltplan!?
    CU,
    AmpChamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • fruehkoelsch
    Beiträge
    25
    • 10. Februar 2004 um 19:22
    • #7

    Hab ein ähnliches Problem mit meiner Endstufe. Ist ne V-4000 von American Audio, lief bis gestern einwandfrei, NIE Probleme gehabt beim Einschalten oder im Betrieb...
    Einschaltvorgang lief so ab: Knopf an, Lüfter fangen an zu laufen, dann kurzes Klacken (hierbei hat die Raumbeleuchtung immer ganz kurz gezuckt), und schon war sie einsatzbereit... nachAusschalten haben dann 2 LEDs noch eine Weile geleucht, geh ma davon aus, dass sich die Kondensatoren restentladen haben
    Wollte eben wie gewohnt einschalten, Lüfter liefen kurz hoch, aber dann Sicherungsautomat raus... auch nach mehrmaligen Versuchen nichts, aber die beiden LEDs haben danach wieder für ne Zeit geleuchtet...
    mittlerweile is direkt beim Schalten der automat weg...
    Woran kann das liegen?!? Was kann ich dran machen?

  • weissnicht
    Beiträge
    962
    • 10. Februar 2004 um 20:42
    • #8

    @ fruehkoelsch:
    Schonmal die Taktik ausprobiert die oben steht? Also Amp ein -->sicherung fliegt raus --> zum Automaten gehen und die Sicherung immer wieder rein bis sie dann din bleibt?
    Wenn das auch GARnichtmehr klappt würd ich mal drüber nachdenken ob dein Amp defekt ist.. Kannst ja erstmal gucken ob die Sicherung von der Endstufe durch ist.. Oder geht die kurz an? Ich hab auch nen Amp der noch keine Einschaltsstrombegrenzung hat, ich hab aber glücklicherweise fürs Schweissgerät in der Garage ne träge Schmelzsicherung...

  • fruehkoelsch
    Beiträge
    25
    • 10. Februar 2004 um 20:46
    • #9

    Alles schon probiert... mehrmalige Versuche bringen auch nix... es sei denn, die 15s bis ich den Automaten wieder drin hab wären entscheidend...
    nee, also ein Defekt ist da definitv, da er ja gestern noch einwandfrei funktioniert hat... Hauptsicherung des Amps is ok, sonst ließe sich ja auch kein Stromkreis mehr herstellen und der Automat würde nicht rausspringen...
    Hatte auch mal den Deckel ab, es ist nichts offensichtlich defekt oder durchgebrannt, stinkt auch nix...

  • weissnicht
    Beiträge
    962
    • 10. Februar 2004 um 20:53
    • #10

    Und was ist mit den Sicherungen im Inneren? Sind zB die Module noch mal einzeld abgesichert? Ansonsten : Bist du bewandert in Sachen Endstufen Elektronik und Reperaturen/ hast schon Erfahrungen? Wenn nicht würd ich es lassen rumzuprobieren..
    Aber wenn keine Garantie mehr hast kannste ja mal Transistoren auf kurzschluss messen oder die Gleichrichter durchmessen.. Da kann einem ja nichts passieren (solange die Elkos leer sind)..

  • fruehkoelsch
    Beiträge
    25
    • 10. Februar 2004 um 22:03
    • #11

    Ja, die Module sind einzeln abgesichert, aber soweit ich das erkennen konnte, sind die Schmelzsicherungen im Innern in Ordnung...
    Wirklich bewandert bin ich (noch) nicht, was Endstufen Reparieren angeht... hab auch wenn nicht vor, alleine rumzuprobieren, würde da schon entsprechend erfahrene Hilfe hinzuziehen...
    könnt auch sein, dass noch Garantie drauf is, das muss ich morgen mal klären.
    Hatte halt nur mal den Deckel abgenommen, um zu sehn, ob irgendwas offensichtlich kaputt is... dran gemacht hab ich nix, dafür reichen meine Kenntnisse in Sachen Elektronik noch nich aus... abgesehn davon is das ohne Schaltplan sowieso nich ganz einfach, würd ich sagen...
    Naja, für wie wahrscheinlich hälst du denn die Möglichkeit, dass es am zu hohen Einschaltstrom liegt, also die Einschaltstrombegrenzung ne Macke hat?

  • weissnicht
    Beiträge
    962
    • 10. Februar 2004 um 22:20
    • #12

    Also wenn man genug Ahnung hat braucht man nicht unbedingt einen SChaltplan...Meistens ist sowieso nichts in den Bereichen kaputt, die besonders verstrickt sind..JEdenfalls war es bei mir meistens so, manchmal auch mal ne gebrochene Platine oder so..
    Aber wenn du es dir nicht zutraust ist es wohl klüger das ganze nciht alleine zu machen, vorallem sicher keine PA-Endstufe als Anfangs"werk"...
    Zu deiner Frage: Glaube nicht das es an der Strombegrenzung liegt, sonst würde es wohl irgendwie klappen... Ist meine Meinung / Erfahrung, vielleicht haben andere ja noch ne Idee...
    Gruß
    David

  • fruehkoelsch
    Beiträge
    25
    • 10. Februar 2004 um 22:28
    • #13

    Ok, danke dir schonmal für deine Hilfe! Mal sehn, vielleicht muss ich ja auch nix selbst dran machen, wenn's ein Garantiefall ist...

    Gruß :)
    Ben

  • aw-audio
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    4.243
    • 10. Februar 2004 um 23:41
    • #14

    probier ma den amp an versichidenen dosen im aus , und der Scherungs pump action.

    wenns ne biestige schnelle sicherung ist, kanns schon lange dauern, bis es mal klappt.

    bei uns im Haus (grrrrr :evil: danke liebe eltern) sind auch so ziemlich miese und flinke sicherungen verbaut, da kann ich nichtma nen 1,5kw Strobe auf full on stroben lassen.

    Je nach gewöhnlichen einschaltstrom, ist der amp nicht zu betreiben ohne Ein....begrenzung.

    ich erinnere mich da an die alten Tamps , die vor 3jahren.

    war ne TAxxxxx ka. weis nicht mehr genau welche.
    die hatte 2x700w @4ohm und war innem 3He guss gehäuse optisch genau wie ne Warwick W-6500, nur besser halt.

    aufjedenfall brauchte selbst die rund 21A einschaltstrom.
    die Thomänner meinten damals "ja normal schliesst man die ja in Turnhallen an, die sind sowiso selten mit 16A abgesichert" *löööl*
    naja aber umtausch ging da auch.

    bei der ersten *fernost* Tamp lieferung hab ich mir mittels eines kleinen Wiederstandes geholfen, war glaub ich 20Ohm oder so, den ich nach 10sec einschalt manuell wieder ausgeschaltet hab.
    So ist die sicherung auch vor dem Aus bewahrt worden. wenig später kamen ja die neuen Container voller einschaltBegrenzten amps.

  • chb
    Beiträge
    895
    • 11. Februar 2004 um 08:26
    • #15

    mal ganz blöd gefragt, nachdems bis jetzt immer funktioniert hat mit einschalten und dann plötzlich nicht mehr:
    könnte es vielleicht sein, dass ein zusätzlicher verbraucher an die selbe phase angeschlossen wurde, der vorher nicht dran war, sodass nun die summe den auslösestrom des lss übersteigt?

    grüße
    christoph

  • fruehkoelsch
    Beiträge
    25
    • 11. Februar 2004 um 14:15
    • #16

    Nene... die Möglichkeit is ausgeschlossen, hab's ja auch an verschiedenen mit 16A abgesicherten Stromkreisen probiert...

    Danke euch für eure Hilfe... hab zum Glück noch Garantie drauf, d.h. zunächst mal isset nich mein Problem! :wink:
    Wenn ich was Neues weiß, klär ich mal auf, woran's letztendlich lag...
    Gruß
    Ben

  • DJheini 16. Februar 2021 um 13:11

    Hat das Thema aus dem Forum Boxen und Amps nach Selbstbau und Reparatur Technik verschoben.

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