...an die sich ein Techniker nicht wieder erinnern möchte ![]()
ich fang gleich mal an:
und zwar war das erst gestern abend. aushilfweise war ich als monitor-tech eingesprungen. stilrichtung rolling-stones cover (handwerklich vom feinsten!).
bin selbst beim aufbau nicht dabei gewesen, von daher erst pünktlich kurz vorm soundcheck eingetroffen. etwas erstaunt war ich über die location: ein wirklich kleiner club mit einer bühne von schätzungsweise 7m x 5m größe. max. besucherzahl in etwa 200 mann, also wirklich klein. habe mich deswegen erst einmal gewundert, warum hier zwingend ein monitorplatz gefordert wurde. als sich der erste gitarrist eingespielt hatte, wusste ich, warum... monitor-pult war ein mackie sr32.8 nebst üblicher peripherie, wedges komplett kme fm1152 (die aktiven). davon 6 stück auf vier wegen + hk-actor als sidefill.
nun, durch den arg begrenzten raum auf der bühne hatte man sich entschlossen, dass schlagzeug nicht mittig, sondern rechtsseitig aufzubauen, also mir genau gegenüber. dafür standen links neben dem drumset ein marshall-fullstack nebst swr-megoliath (1. gitarrist + bass). ist blöd zu beschrieben, auf jeden fall zeigten diese beiden sachen, mit ihren vielen schönen papptellern direkt auf mich und meinen monitorplatz und was dort an pegel hinauskam, war alles andere als schön. das zweite marshall-fullstack stand übrigens genau rechts vorn neben meinem monitorplatz...
in der tat habe ich sowas noch nicht wirklich erlebt, eine dermaßen hohe bühnenlautstärke (gott sei dank hat man nen hearsafe)... zur diskussion mit den musikern fehlte leider jegliche zeit und ein wenig schlecht wurde mir in anbetracht dieser tatsachen zugegebenermaßen schon.
der monitor-mix an sich war dann der absolute blindflug. den amp für meine beiden tms-2 - die ich als abhöre gestellt bekommen hatte - konnte ich ausgeschaltet lassen. gründe: siehe oben. das einzige, was mir meinen mix halbwegs offenbaren konnte, war mein schöner, geschlossener kopfhörer. auf sämtliche fx im mix habe ich dann konsequenterweise verzichtet und mich im wesentlichen darauf konzentriert, die gesänge auf den einzelnen wedges durchsetzungsfähig zu bekommen (was mir nach etlicher schrauberei dann wohl ganz gut gelungen zu sein scheint) sowie einen annehmbaren drum-sound auf den sidefills zu reproduzieren. zu allem überfluss gesellte sich während des soundchecks eine mir bis dato nicht bekannt gewesene sängerin zur ohnehin 'völlig unproblematischen' combo hinzu. hier bin ich wirklich dankbar dafür, dass ich zufällig vom freitag her noch ein tgx-58 im gepäck hatte. jedenfalls war ihr mikro (flüsterstimme) knallhart an der feedbackgrenze, da ging wirklich absolut nichts mehr.
der gig selbst verlief dann problemlos, eine kurze intercom-verständigung mit dem foh-tech in der pause beruhigte mich zusätzlich dahingehend, dass sich die arge bühnenlautstärke wohl nicht zu negativ auf den saal-sound auszuwirken schien.
dennoch alles in allem etwas, an das ich mich so schnell nicht wieder erinnern möchte. föhnen mag ich mich demnächst nicht mehr mit marshall, megoliath & co ![]()