Ich behaupte, den unterschied zwischen 2 9m Kabeln kann man sehr wohl hören.
Aber gerade weil haufenweise unterschiedliche Kabellängen und vor allem Kabelsysteme (Multicore, Subcore etc.) mit unterschiedlichsten Steckern (Harting, XLR, etc.) auf ein und derselben Baustelle verbaut werden macht es wenig Sinn über Klangliche Feinheiten zu diskutieren.
(Natürlich kein Billigschrott...)
Und wenn die Kabel wenigstens alle gleich neu wären wärs auch OK, aber die meissten von uns machen RocknRoll, will sagen: der eine oder ander Stecker leidet etwas mehr und bringt schlechhtere Kontakte als ein ungebrauchter...
... und über vergoldete Stecker für PA anwendungen zu diskutieren halte ich für müssig... allein schon der Menge wegen.
Mikrofon-Kabel
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Hallo,
es gibt Fälle, wo das Kabel tatsächlich aufgrund seiner Kapazität den Klang mitgestaltet. Nämlich im direkten Kontakt mit passiven Magnet- oder Piezotonabnehmern, also bei passiven Gitarren resp. Bässen.
Bei Mikrofonkabeln tut sich unter einem knappen Kilometer difinitiv nichts hörbares.
In der Vergangenheit durfte ich zu diesem Tehma für Tools 4 Music zwei Tests durchführen:http://www.t4m-online.de/archiv/vgl_gitarrenkabel.doc
http://www.t4m-online.de/archiv/vgl_mikrofonkabel.docViel Vergnügen bei der Lektüre
Martin -
Ich habe mal einem Gitarristen, der zuvor nur mit Billigkabeln gearbeitet hat, ein richtig ordentliches Gitarrenkabel von Sommer verkauft.
Am nächsten Tag kam er zu mir und erzählte, das neue Kabel sei ja sowas von genial und seine Gitarre würde soooo viel besser klingen! :shock:Ich hab mir da nichts weiter zu gedacht. Vielleicht war ja auch einfach nur sein altes Kabel verdammt schlecht :wink:
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Gitarre, Kabel und Amp bilden ein System, das eben einen gewissen Klang hat. Der mag einem nun gefallen oder nicht. Ändert man etwas an diesem System, ändert sich eben acuh der Klang des Systems. Und gerade bei Gitarristen führt das eben zu der einen oder anderen subjektiven Wahrnehmung. "Genial" hat hier wenig mit der Qualität, vielmehr mit dem klanglichen Einfluß eben dieses Kabels auf das Gesamtsystem zu tun.
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Das mit dem Gitarrenkabel kann man aber jetzt nicht so auf Mikrofonkabel übertragen. So ein niederohmiges System ist viel unanfälliger für Kabelkapazität.
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Unanfälliger schon, aber eben nicht immun.
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Zugegeben, in Punkto "Kabel" bin ich kein Fachmann, aber es gibt was, das mich stutzig macht.
Ich hänge also ein sauteueres "Monsterkabel" zwischen Mikro und Pult, und dann schaue ich mit die interne Verdrahtung im Pult an. Da gehen dann "Klingeldrähte" von der XLR Buchse ab und die ganzen Signale laufen über millimeter dünne Flachbandkabel. Das wirkt für mich als Kabel-Laien in etwa so, als ob ich einen Ferrari mit Fahrradreifen bestücke. Oder wird das Signal automatisch besser, wenn es erst einmal im Pult angekommen ist :wink: ?Mal im Ernst: Macht das Sinn? Oder gibt es kaum Verluste innerhalb des Pultes, oder sonstigen Siderack Eqipment, weil die Kabellängen kurz sind? Bitte um Aufklärung!
Viele Grüsse
WW -
Klingeldraht ist jetzt in Punkto Kapazität und Dielektrikum (in diesem Fall dann Luft) jedem Mikrofonkabel weit überlegen.
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Wie ich bereits schrieb, gibt es Fälle, wo das Kabel klanggestaltend wirkt, z.B. die passive E-Gitarre. Die Erklärung hierfür ist denkbar einfach (siehe Test).
Auch ein Mikrofonkabel hat Kapazität, Induktivität, Wellenwiderstand etc.
Nur wirken sich diese Größen hier nicht im hörbaren Bereich aus, solange das Kabel nicht einen knappen Kilometer misst. Somit ist die Diskussion über Kabelklang bei dieser Anwendung müßig, solange wir mit zig Metern hantieren.Sollte mir jemals ein Blind A/B Vergleich vorgeführt werden, in dem ein Mensch reproduzierbar einen Unterschied zwischen verschiedenen Mikrofonkabeln hört, werde ich alle meine Behauptungen widerrufen, bis dahin bleibe ich allerdings standhaft.
Gruß
Martin -
ich pflichte MK bei:
wissen ist der bessere glaube.
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Naja, mit 100m Multicore, 20m Subsnake, 10m Mikrokabel, vielleicht nochmal 10m Patch usw. kommen zwar keine Kilometer zustande aber schon ca. 20% davon.
Und gerade eine Mischpultausgangsstufe oder sonst ein elektronisch symmetrierter Ausgang klingt deutlich anders, wenn er mal mit 150m Kabel und mal mit 5m Kabel betrieben wird. Das kann sich jeder "daheim" anhören. -
klingeldraht ist ja auch meistens verdrillt, was der induktivität zu gute kommt
und vom prinzip ist ja auch nicht zwingend das material(wobei silber schon toll wäre), sondern genauso aufbau des kabels entscheident..... -
Zitat von "tonzwerg"
Und gerade eine Mischpultausgangsstufe oder sonst ein elektronisch symmetrierter Ausgang klingt deutlich anders, wenn er mal mit 150m Kabel und mal mit 5m Kabel betrieben wird. Das kann sich jeder "daheim" anhören.
Das ist gut möglich, wenn der Ausgang zu hochohmig ist. Das hat nichts mit symmetriert oder unsymmetriert zu tun, sondern lediglich mit Tiefpassverhalten, und dieses folgt einer ganz einfachen Gesetzmäßigkeit: fg = 1 / (2 x Pi x Za X Ck)
fg = Grenzfrequenz
Za = Ausgangsimpedanz
Ck = KabelkapazitätBei 150 pF je Meter und einer Ausgangsimpedanz von 600 Ohm kommen wir mit ca. 12 kHz langsam in den hörbaren Bereich. Wenn man also mit solchen Kabellängen hantiert, sollte man beim Kauf eines Mischpults tatsächlich auf dessen Ausgangsimpedanz achten, oder einen Verstärker dahinterhängen. (das kann auch eine kleine Endstufe oder ein KH-Verstärker sein, wer´s nicht glaubt, soll´s probieren) Solche Verstärker werden oft auch als "Cue-Verstärker" angeboten, hinter denen sich nichts anderes als eine "Ein paar Watt - Endstufe" mit dem Verstärkungsfaktor 1 verbirgt.
Gruß
Martin -