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Modeberuf Veranstaltungstechniker?

  • Tobias Zw.
  • 1. März 2005 um 00:39
  • Haytech
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    632
    • 2. März 2005 um 10:45
    • #21

    Hi
    Ich bin der Meinung das durch Medien wie z.B. Fernsehen und die entsprechenden Sendungen wie Fameacademy und Popstars diese Modeerscheinung auch noch "gepushed" wurde Letzenendes bleibt es eine Modeerscheinung und die geht vermutlich genauso schnell vorbei wie Plateuschuhe tragen "in" war.

    MfG
    Sebastian

    MfG
    Sebastian

  • treibsand
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    • 2. März 2005 um 11:58
    • #22

    Sokke:
    Du hast sicherlich recht, daß jeder Betrieb mehr oder weniger die Azubis selbst aussucht, aber es ist schon ein immenser Unterschied, ob man zwischen Gold und Silber oder Pest und Cholera aussuchen kann.
    Die Qualität der Azubis an sich ist m.E. in den letzten Jahren dramatisch gesunken, dazu kommt, daß ein neuer Beruf halt andere Leute anlockt, als früher.
    Vor 10 Jahren kamen einfach (fast) keine Schulabgänger auf die Idee in die VA-Technik zu gehen, heute wird man beim Arbeitsamt dahingehend beraten.
    Früher haben sich nur Interessierte mit VA technik beschäftigt, heute suchen Jugendliche z.T. erstmal überhaupt irgendeinen Ausbildungsplatz.
    Auch die Firmen, die früher alles mit Freelancern erledigt haben müssen sich erstmal darauf einstellen, daß ein Freelancer zwar teurer ist, als ein Azubi, aber der Freelancer weiß auch, warum er mehr wert ist...

    Ich glaube, daß VA-Technik in ca. 10 Jahren ein "etablierter Beruf" ist und auch das übermässige Interesse von "Kiddies" abebbt.
    Hoffentlich steigt aber im Gegenzug die Qualität der Azubis und der Ausbildung (vor allem schulischer Teil).

    Ich hab (nach langjährigem Freelancing) vor 3 Jahren eine kaufmännische Ausbildung gemacht, und war selbst da von den Ansprüchen in der Berufsschule und an die Berufsschüler etwas überrascht. Leider nicht positiv... :cry:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • HaPe
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    • 2. März 2005 um 17:23
    • #23

    Klar bekommt man immer mehr Pappnasen als Auszubildende, was deutlich am Arbeitsamt liegen mag. Dazu ein kleiner Erfahrungsbericht meinerseits, welcher nichts mit der Veranstaltungstechnik zu tun hat, aber dennoch von Interesse sein könnte.

    Mich hat man vor 3 Jahren (nun hab ichs hinter mir) in eine überbetriebliche Ausbildung zum IT-Systemelektroniker "reinüberzeugt", weil einfach nichts anderes da war für mich. Obwohl dies zwar nicht ganz das war, was mir eigentlich vorschwebte, wurde ich dann aber in diese Maßnahme vom Arbeitsamt reingenommen. So wurden dann 20 Leute bei einem grösseren deutschen Bildungsinstitut in eine Klasse gepfercht.
    Die Zusammensetzung der Leute war in etwa so:

    3 Leute konnten überhaupt am PC schrauben.
    10 Leute konnten nur daddeln, wovon die hälfte jeden Tag bekifft kam.
    7 Leute konnten noch nicht mal nen PS2 Stecker von nem Netzwerkkabel unterscheiden.

    Man muss aber sagen, das wir alle eine Ausbildung bekommen haben, die uns kein im normalen Wirtschaftsleben integrierter Betrieb hätte anbieten können.

    Im Laufe der Zeit wurden die Azubis immer weiter dezimiert (Todesfall, Schwangerschaft, Rausschmiss wegen Morddrohung gegenüber Dozenten...), so das am Ende 13 von noch 14 übrigen Leuten bestanden haben.

    Diese Massnahme wurde natürlich in der Zeitung hoch gelobt und angepriesen, das ALLE der Jugendlichen jetzt Arbeit hätten. Die Wahrheit ist, 2 Leute haben Arbeit bekommen - Der Rest kämpft grad um ALG2, weil ALG1 aufgrund des "hohen" Ausbildungsentgeltes für uns grade mal 144€ im Monat darstellen.

    Mit diesem Erfahrungsbericht wollte ich mal verdeutlichen, das es dem Arbeitsamt eher *******egal ist, ob jemand für irgendeinen Beruf geeignet ist oder nicht, hauptsache er erscheint nicht auf der Statistik. Und wenn man in so einer Massnahme war, wird man grade vom Arbeitsamt richtig ver*****, wie ich leider momentan jeden Tag mitbekomme, denn auch ich gehöre zu den auf ALG2 angewiesenem Personenkreis momentan. Und ich bin sehr wohl gewillt zu arbeiten.

  • rockline
    Profi
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    • 2. März 2005 um 19:22
    • #24

    Ich finde das dieser Beruf Mode ist. Anders kann ich mir nicht erklären, warum ein junger Mensch einen Beruf ergreift, für den es später kaum Stellenangebote gibt!
    Das ganze Dingen ist eher eine Erfindung der Kammern, um Jugendlichen eine weitere Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Motto "runter von der Straße"!
    Im übrigen kann in Deutschland nicht sein, was nicht sein darf. Also eine Branche ohne geregelte Berufsbezeichnung, ohne Prüfungsgebühren usw.
    Stefan

  • morrigan
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    45
    • 2. März 2005 um 20:00
    • #25

    Hola

    Als Azubi im zweiten Lehrjahr, die immer demotivierter und sämtlichen Illusionen braubt wird - ich weiß nicht, ob es Modeberuf ist. Kann sein. Öfter (und das kam schon in anderen Beiträgen) ist es aber so, dass viele den Beruf als "überhaupt irgendeine Ausbildung" erlernen (wollen) (*räusper* oft nichtmal mehr vorgeben zu wollen)

    So sind in meiner Klasse ebenfalls
    10% DJs,
    20%, die eigentlich was (definiertes) anderes machen wollen,
    ca 50% ungeeignete,
    10%, die in jedem anderen Beruf auch grottenschlecht wären,
    20% Kiffer u.a.,
    30% geeignete - oder jene, wo ein Hoffnungsschimmer am Horizont ist,
    80%, die schlechte Praktikas machen (entweder, weil sie schlechte Praktikanten sind, oder weil sie schlechte Firmen haben - als Hausmeister lernt man eben keine VAT),
    ungefähr 100% schulisch unmotivierte (und dazu zähl ich mich auch, weil ich einfach keine Lust mehr habe, mir von den Pappnasen meine Zeit stehlen zu lassen)

    Ich liebe den Beruf, bin da durch Zufall reingerutscht, bescheuert genug es ernsthaft professionell machen zu wollen und jung genug, den Wunsch noch durch eine Ausbildung zu unterstützen. Aber ich bin erschüttert über diesen unglaublichen Mangel an Allgemeinwissen, Interesse und irgendeiner Art von Anstand. Geschweige denn Fleiß, Disziplin, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewußtsein.

    Gruß
    morrigan

    Real stupidity beats artificial intelligence every time

  • DJ Shane
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    214
    • 2. März 2005 um 20:20
    • #26

    hallo

    ich habs bald hinter mir. 31.05.2005 Prüfung....

    Bin mit meiner Ausbildung eigentlich so weit zufrieden...aber wie gesagt die Schule...

    Wir haben in den letzten Jahren folgende Projekte besichtigt/durchgeführt:

    Besichtigung aller großen Theater bei uns (München)

    Aufbau eines JBL LAs

    Aufbau der Rolling Stones Forty Licks Tour

    Tollwood Musikarena

    Ich kann abschließend nur sagen, die Schule hat mir garnichts gebracht!

    Wir sind letztens durch zufall daraufgekommen, dass von 25 nicht mal 4 an nem Mäuseklavier ne Adresse einstellen können....

    hab mir mein Wissen größtenteils aus Büchern zugelegt.

    Habe in meiner Ausbildungsfirma leider nichts mit Ton zu tun (hab ich aber vor Beginn gewusst...) weiß aber trotzdem bescheid.hätte ich mich im Beschallungssektor auf meine Schulausbildung verlassen, wäre ich jetzt ziemlich aufgeschmissen...

    Elektrotechnik und Beleuchtung sowie handwerkliche Tätigkeiten hab ich von der Firma bestens vermittelt bekommen.

    Ist eigentlich eine Änderung des Schulsystems in Planung? Ich hoffe doch...

    Es kann doch nicht angehen dass jemand in der Abschlußprüfung auf die Frage: Für was ein Vorschaltgerät bei einer Tageslichtlampe ist, antwortet: Da Drin wird da Strom für die Glühbirne gemacht!

    Erschreckend...

    the band make it ROCK, but the roadie make it ROLL

    Fachkraft für Veranstaltungstechnik / Film-und Fernsehlicht / Messebau

  • hs
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    683
    • 2. März 2005 um 20:21
    • #27
    Zitat von "morrigan"

    Ich liebe den Beruf, bin da durch Zufall reingerutscht, bescheuert genug es ernsthaft professionell machen zu wollen und jung genug, den Wunsch noch durch eine Ausbildung zu unterstützen. Aber ich bin erschüttert über diesen unglaublichen Mangel an Allgemeinwissen, Interesse und irgendeiner Art von Anstand. Geschweige denn Fleiß, Disziplin, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewußtsein.

    Gruß
    morrigan


    das kenne ich all zu gut gerade in der schule! kleines bsp. wir sind eigenlich 28 in der klasse. in der regle sin ca 15-20 anwesend. allerdings wenn die schule wie eigendlich jeden tag um 8 Uhr anfängt sind gerade mal 5-10 anwesend der rest trudelt dann so zwieschen 10 uhr und der letzten stunde ein!

  • Mister.Lange
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    • 2. März 2005 um 21:10
    • #28

    Sinngemäß hab ich folgende Äußerung noch im Kopf:

    "Mein Entschluß diesen Beruf zu erlernen hat sich bei umfangreichen Recherchen im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit gefestigt."

    Hab ich jüngst in der Bewerbung eines 16 Jährigen gelesen. Ist doch sehr Aussagekräftig, oder?
    Warscheinlich hat man wirklich die größte Freude mit AZUBIS, die mindestens Volljährig sind und über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen und sich vielleicht schon vor ihrer Ausbildung mit der Materie beschäftigt haben. Bei denen hat man auch das Gefühl, sie wissen auf was sie sich einlassen, z.B. bei der zu erwartenden Arbeitsbelastung.

  • Hitower
    Verifiziert
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    • 2. März 2005 um 22:57
    • #29

    Gruß dich Tobias und Nabend an den Rest!

    Auch ich bin seit letztem Jahr ein Azubi zu Fachkraft!

    Nach meine Studiumsabbruch war es DER Beruf, den ich einschlagen wollte, da ich da ich es schon Jahrelang kenne und auch Spaß daran habe!

    Ich wusste was auch mich zukommt und das wissen bestimmt einige die den Beruf erlernen wollen nicht...
    15-20h Tage und wenig Schlaf klingt nicht immer verlockend, aber gehört dazu!

    So wie ich meine bisherigen Mitschüler in der Klasse kenne traue ich ihnen wohl alle den Abschluß zu! Ausrutscher gibt es immer und einige sind schon nichtmehr dabei!

    Zitat

    hab mir mein Wissen größtenteils aus Büchern zugelegt.

    Genau das sollte jeder Azubi der ernsthaftes Interesse an dem Job hat auch noch tun!
    Sich halt Privat noch mit dem ganzen beschäftigen, denn der Betrieb kann nicht alles abdecken.
    Wir machen größtenteils Video und "nur" wenig Ton. Licht so gut wie garnicht.
    So wie ich mitbekommen habe werden wir deshalb auch noch andere Örtliche Betriebe besuchen, um halt "mehr zu sehn".

    Bücher und das Internet helfen zusätzlich dabei! Zudem kann man ja noch nebenbei was machen um mehr Praxisbezug zu bekommen...

    Wie das in der Schule gelöst wird, weiß ich nicht!
    Bisher finde ich die Schule ganz ok, auch wenn ich die Grundlagen ET durchs Studium schon mehr als vertieft kenne...

    Ich bin mal gespannt wie es weitergeht!

    Ob nun Mode oder nicht. Da kann ich mich nicht festlegen! Für mich war es keine Frage welcher Beruf....

    Gruß nach Marburg und in den Rest der Republik
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • morrigan
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    • 3. März 2005 um 00:40
    • #30

    Mensch Hitower, das klingt ja traumhaft bei Euch...

    generell:
    Klar, selber lesen und sich in der Freizeit damit beschäftigen, Jobs machen, ausprobieren usw. ist wichtig. Aber erklär das mal den "Pappnasen". No way. (Sind ja nun wirklich nicht alle so, aber doch ein erschreckend großer Teil)

    Gruß
    morrigan

    Real stupidity beats artificial intelligence every time

  • vsvo82
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    • 3. März 2005 um 02:00
    • #31

    Hi Hitower,
    von Deinen Intentionen her ( s. Posting) könntest Du ja fast als lebende Azubireferenz-Wanderausstellung Dein Brot verdienen :wink:
    Im Ernst, VT-Mensch ist kein reiner Lernberuf für Jedermann, sondern muß, wenn man die Gesamtanforderungen souverän bewältigen will, eine Berufung sein. ...Und dazu muß man geboren und vom Typ her geeignet sein.
    Wie sonst kann man selber einen Sinn drin sehen, u.Umständen eine Arbeitswoche von 120 Std (!), was bei einem Selbständigen schon mal vorkommen kann, als befriedigend und erfolgreich zu betrachten ?? Trotz Problemen auf der Baustelle, trotz " unpassender" Kunden, trotz abgesagter Privattermine....
    Dann kommt ja auch noch das private Umfeld mit Freunden, privaten Interessen etc dazu.
    Und später vielleicht eine Familie mit einer ( zu Recht) fordernden Frau und Kindern, die heranwachsen......dann ist es mit dem Kleinkurs für Team- und Projektleiter nicht mehr getan.
    Resumee für mich: entweder man ist es und kann es ( echter VT-Holic mit gutem Selbstmanagment)...
    .....oder man erledigt als normaler Worker nach Stunden zugewiesene Arbeiten aus dem Bereich VT.
    Ein Riesenunterschied, wobei eines der beiden Extrema ( je nach Typ) eher passen kann, allerdings eine gesunde Mischform sicherlich oft sehr viel mehr Sinn macht. Und dann ist Flexibilität angesagt.
    Jörg
    PS: Noch ein sehr wichtiger Aspekt von Dir: Eigentlich ist letztendlich jeder selbst für die Summe seines Wissens, seines Könnens und seiner Erfahrung zuständig. Dafür hat er zum Teil die Holschuld beim Betrieb ( fragen !! und kognitiv verarbeiten), und dieser sollte sich seiner Bringschuld bewußt sein ( antworten und Erfolg kontrollieren !!) Den Nürnberger Trichter gibt es leider nicht :cry:

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • treibsand
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    • 3. März 2005 um 09:51
    • #32

    Entschuldigt bitte, wenn ich mich mit einem Mecker-Posting beteilige, aber wenn ich lese:

    Zitat

    hab mir mein Wissen größtenteils aus Büchern zugelegt.


    krieg ich nen tierischen Hals.
    Das ist ein AUSBILDUNGSBERUF !!!
    Nix Studium!
    Abgesehen davon, daß ein VTler natürlich nur in Bestimmten bereichen arbeitet (und logischerweise auch lernt) wie Ton, Licht, Rigging, Viedeo etc. und eigentlich ein Spezialist für 'seinen' Bereich sein sollte, kann er sich sein Fachwissen aus anderen Bereichen eigentlich nicht anlesen.
    Abgesehen von ein paar wirklich guten Büchern ist so viel Mist auf dem Markt (den ADMIN klammern wir mal schnell aus :D ), wo von irgendwelchen Theoretikern unmengen von Halbwissen verbreitet wird.
    Bei der Ausbildung geht's aber um Praxis.
    Nicht umsonst gibts auch ein Studium für VA-Technik.

    Bevor ich falsch verstanden werde: Natürlich hat jeder Azubi die Pflicht (wie im übrigen auch jeder andere Selbstständige oder Arbeitnehmer) sich selbst bei seiner 'Berufung' weiterzubilden und über den Tellerrand zu schauen, aber bitte nicht im stillen Kämmerlein, sondern praxisnah im aktiven Austausch mit anderen.
    Das gilt insbesondere für die, die das Wissen anderen weitervermitteln sollen (Berufsschullehrer).
    Auch wenn ich letzteren sicherlich noch einige Zeit geben muss, um in einem neuen Berufszweig genügend Fachwissen anzusammeln, denn die, die das Wissen haben ärgern sich bestimmt nicht freiwillig den ganzen Vormittag mit Lernunwilligen rum.

    So, genug gepöbelt für heut vormittag.
    Bis später,
    Peter

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Sokke
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    • 3. März 2005 um 14:38
    • #33

    Wissen darf man sich ruhig anlesen (es schadet im Übrigen nicht im Geringsten!), Erfahrung muss man selbst machen.

    Dass jemand in Fachbüchern liest sollte man ihm aber nicht vorwerfen.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • Tobias Zw.
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    • 3. März 2005 um 18:10
    • #34

    Das sehe ich so ähnlich wie Sokke. Es geht mir ehrlich gesagt ziemlich auf die Nüsse, daß praktisch niemand mehr dazu bereit ist, sich Wissen in Eigeninitiative anzueignen. Und damit meine ich nicht nur die Azubis! In meinem derzeitigen Meisterkurs beschwert sich ein Großteil über den lückenhaften und / oder zu anspruchsvollen Unterricht, aber kaum einer ist dazu bereit, mal ein paar Euro in ein Buch zu investieren und sich selber dazu zu motivieren, es auch zu lesen.
    Ähnliches bei den Azubis: Die Ausbildungsbetriebe bilden nicht aus, was sie interessiert, die Berufsschullehrer sind sowieso doof... aber fragt mal nach, was der Beschwerdeführer selbst getan hat, um diesen Mißständen abzuhelfen.
    Von daher bin ich froh über jeden, der erst mal - statt rumzumosern - sich ein bißchen in der einschlägigen Literatur umtut, oder sich vielleicht in Eigenregie um ein Betriebspraktikum oder eine überbetriebliche Ausbildung kümmert. Leider werden diese Azubis auch oft von ihren eigenen Ausbildungsbetrieben torpediert; ärgerliche Begleiterscheinung des Umstandes, daß zur Zeit jeder dahergelaufene Garagenbeschaller ohne pädagogische Ausbildung ausbilden darf.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • treibsand
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    • 4. März 2005 um 09:11
    • #35

    Uiuiui.
    Jetzt ziehe ich mir doch den Zorn anderer Forumsnutzer zu, obwohl ich ursprünglich auf was ganz anderes rauswollte:
    Natürlich sollte jeder sich Wissen auch aus Büchern aneignen, aber

    Zitat

    hab mir mein Wissen größtenteils aus Büchern zugelegt.


    DAS kann doch wirklich nicht für einen AUSBILDUNGSBERUF gelten, oder ?!?
    Da muß es doch haupsächlich darum gehen, irgendetwas reell, in Farbe und zum Anfassen mal gemacht zu haben. Was nutzt es mir, wenn ich aus einem Buch weiß, wie ein Soundcheck abläuft oder welche Frequenzen ein Instrument hat nutzt mir das leider in der Praxis garnischt. (naja, Ihr wisst was ich meine... :D )
    Persönlich bemühe ich mich mehr, aus Büchern Basiswissen zu erlesen und den Hauptteil in der Praxis zu erlernen.
    Letzteres heisst aber, daß man wesentlich mehr persönliches Engagement in seine Berufung reinsteckt. Nicht nur Stumpf zur arbeit gehen und alles machen, was der Chef (oder Auftraggeber) sagt, sondern mehr links und rechts über den Tellerrand hinaussehen.

    Deswegen auch vollste Zustimmung Tobias Zw. , aber ein eindeutiges NO zu einer Ausbildung, wo ein Azubi sich das Wissen überwiegend anlesen muß. Das ist m.E. keine Ausbildung, sondern entweder ein Studium oder ein Witz (leider kein guter...)

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Haytech
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    • 4. März 2005 um 13:02
    • #36

    Eine Berufsausbildung bei der der mutmassliche AZUBI von alleine auf die Idee kommt etwas für seine Ausbildung zu tun ?
    Eine höchst amüsante Vorstellung - zum Glück gibt es ausnahmen die sich mit der umfangreichen Materie auseinander setzen. Aber meine Erfahrung mit Azubi´s zur Fachkraft der VT die z.B.: von einem Theather geschickt werden um bei uns ein Praktikum sozusagen "on road" zu machen. Sind teilweise alles andere als Hochmutiviert oder gar Arbeitswütig.
    Ich behaupte mal das diejenigen Azubis die sich hier im Forum ein Bild machen und sich daran beteiligen schon einen sehr grossen schritt näher an dem sind was zukünftige Arbeitgeber sich wünschen.

    MfG
    Sebastian

  • Urs
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    184
    • 4. März 2005 um 16:27
    • #37

    Ich denke doch das das ein allgemeines Problem ist. Wo findet man den heutzutage noch unmengen motivierte Azubis? Auch wenn ich keine Ausbildung im VT Bereich habe, so kenne ich die dort üblichen Arbeitszeiten aus eigener Erfahrung un dbitte, welcher Azubi ist sich den da im Vorraus drüber im klaren? Die Fachkraft ist ein im "Publikum" schöngeredeter Beruf. Auch das ist eine vollkommen bodenständige Arbeit, nichts extravagantes. Ich fand das Beispiel mit dem Autogrammholen sehr passend, was stellen die sich den vor? Genauso die total sinnlosen Fragen von Bekannten und Freunden wenn man sich auf einer VA triift: "Warum gehst du denn ich ab bei dieser Mucke?" - "Tschuldigung das ist meine Arbeit, ich verdiene hier Geld in dem ich meine Arbeit mache." Natürlich kann ich auf keinem Fall sagen das ich nicht glücklich bin und das es mir keinen Spaß macht. Ich mache zwar nur so 1-2 Sachen im Monat auf günstigem Material, doch liefere ich gute Arbeit weil ich sehr interessiert bin und mich jede Woche aufmache und im Lager ein paar neue sachen ausprobiere die ich vielleicht anwenden kann oder die mich auf einer vorangegangenen gestört haben. Interesse und Motivation sind sehr wichtig, genauso wie ein bisschen logisches Denken und Vorwissen, das ist kein Beruf für dumpfnasen --> vielleicht mal die Zugangsbestimmungen etwas ändern und in jedem Fall ein VORPRAKTIKUM bei der Firma, bei denen man lernen möchte.dies gilt allerdings grundlegend auch für alles andere im Leben! Da sollte ein Ruck durch Deutschland gehen.

    MfG
    Urs


    Ich muss jetzt los, Material laden.

    Ing. M.Sc. Urs Obernolte

  • Sokke
    Beiträge
    939
    • 4. März 2005 um 17:17
    • #38

    Mal ehrlich, wer sich erst darüber aufregt wenn Azubis sich Fachwissen aus Büchern aneignen und sich dann womöglich genauso aufregt, dass der eigene Azubi nicht mal die einfachsten Dinge auf die Reihe kriegt, dem ist ja wohl nicht mehr zu helfen???

    Natürlich kommt es in der Ausbildung stark auf die praktische Erfahrung an, die man sich wie schon gesagt weder anlesen, noch mit Löffeln fressen kann. Aber wer Ambitionen hat, wirklich tiefes Verständnis und fundiertes Wissen zu erlangen, der wird es nicht allein durch Praxis bewerkstelligen können. Stecke 1000 Drehstromstecker, dennoch wirst du nicht wissen was Drehstrom eigentlich ist und warum man den Strom überhaupt auf drei Phasen aufteilt.

    Ganz nebenbei, die Ausbildung ist eine duale, also zum einen eine praktische im Betrieb und zum anderen eine theoretische in der Schule. Und da das z.T. lachhafte Berufsschulniveau wohl den Wissensdurst so manchen Jünglings nicht gänzlich zu decken vermag, ist es doch wohl verständlich und lobenswert, wenn man nach der vierten Woche Ohmsches Gesetz mal ein Fachbuch zur Hand nimmt, um sich wirklich brauchbares, tiefgehendes Wissen selbst anzueignen.

    Wer darüber meckert, hat ehrlich gesagt auch nur entsprechende Pappnasen als Azubis verdient. Hart Anpacken und Malochen ist eine Sache, aber das allein genügt nicht um ein guter Techniker zu werden. Meine Meinung.

    [Hier die Signatur einfügen]

  • Monokultur
    Beiträge
    210
    • 4. März 2005 um 18:10
    • #39

    Hey Leute,
    hab mir das ganze hier auch mal zu Gemüthe geführt. Bin ja eher ein Außenstehender Interessierter, kann also nichts genaues zur Ausbildungssituation sagen.
    Als ich allerdings das mit der wohl "mangelhaften" Berufschulausbildung gelesen habe, kam ich ein wenig ins grübeln. Sind die Lehrenden an den Beruflichen Schulen eigentlich auch wirklich im Fach, sprich der Veranstaltungstechnik ausgebildet. Oder handelt es sich da wie so oft um Lehrkörper, die man in anderen Fächern "zu viel" hat und die das kürzere Streichholz gezogen haben. Wodurch sie nun VA-Tech unterrichten dürfen?! ;)
    Aber im Ernst, wie sieht es an den Berufsschulen aus? Lehrberufe muss man ja studieren, kann man auch direkt ein Berufschul-Lehramtsstudium Fachrichtung Veranstaltungstechnik machen? Wäre ja wohl sinnvoll. Denn auf E-Technik und so kann man sich ja auch "spezialiesieren"!?
    Hab mich auch schon mal ein wenig im Netz umgeschaut, bin aber nicht wirklich fündig geworden.

    Irgendwie ist es mir nämlich in den Sinn gekommen, der Branche und den entnervten Ausbildern zur Hilfe zu kommen und die Qualität der beruflichen Schulausbildung zu erhöhen. :)
    Interessiere mich eben sehr für VA-Technik und alles drum rum, hab auch schon mit dem Gedanken gespielt, diesen Studiengang an der FH Berlin anzutreten. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass mir das Leben bzw. die Arbeit(szeiten) in der VA-Branche mit der Zeit nicht so liegen werden. Auch in Hinblick auf familiäre Entwicklungen... ;)
    Dann wäre der Berufschullehrer für Veranstaltungstechnik doch ideal für mich. Mehr (Frei-)Zeit als wenn ich direkt in der VA-Technik arbeiten würde, aber immernoch der direkte Bezug dahin! :D So stell ich mir das vor.

    Was meint Ihr, ist so eine Einstellung/Vision halbwegs realistisch oder nur ein "dumme-Jungen-Geistesblitz-ohne-großen-Denkvorgang"?

    Übrigens, sorry für Off-Topic (passt ja nicht mehr so ganz zum Topic, aber IMHO zum besprochenen Thema ;) ).

    Viele Grüße,
    André

    "Das hält, das haben wir schon immer so gemacht..."

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 4. März 2005 um 18:37
    • #40

    Monokultur:

    Zitat

    Lehrberufe muss man ja studieren, kann man auch direkt ein Berufschul-Lehramtsstudium Fachrichtung Veranstaltungstechnik machen

    Muß man nicht, man kann auch als Seiteneinsteiger unterrichten, dann fehlt allerdings die Laufbahnbefähigung.

    Allerdings sollte man schon ein Studium haben, damit es mit der Bezahlung einigermaßen aussieht.

    Zitat

    Mehr (Frei-)Zeit als wenn ich direkt in der VA-Technik arbeiten würde

    Das dürfte für die ersten 2-4 Jahre ein kapitaler Fehlschluß sein. Je nachdem, wieviele Fächer Du unterrichtest, kannst Du Dich fürs Erste darauf einrichten, daß Du für jede gehaltene Stunde 2 Stunden vorbereitest und eine Menge Knete in Ordner, Bücher, Folien,... steckst. So, bei einem Soll von 27h...

    MfG

    DirkB

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