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Schwimmbad

  • Detlef
  • 29. November 2002 um 13:46
  • Detlef
    Profi
    Beiträge
    611
    • 29. November 2002 um 13:46
    • #1

    Hallole,

    habe da eine etwas undankbare Aufgabe:

    ehemalige Fabrik-Halle ca. 25m x 20m
    Boden: Fliesen
    Seitenwände: beides durchgehende Fensterfront
    Stirnwände: Beton
    Dach: Stahlprofilblech
    Bestuhlung: Sperholz ohne Polster

    In dem Raum ist nichts, aber gar nichts was dämpft. Sound schlimmer wie im Schwimmbad, bei Unterhaltung in 5m Entfernung versteht man sich kaum noch.
    Da drin sollen Bands mit Schlagzeug usw. spielen!
    Ich sehe nur 2 Möglichkeiten:
    1. Alle kriegen Kopfhörer auf. -> Wird leider nicht gewünscht.
    2. Welche Massnahmen haltet Ihr für sinnvoll?
    Ich habe empfohlen: Dicke Vorhänge an die Fenster, Wandteppich an die Stirnwand (wollen sie eher nicht), Segel an die Decke. Gibts sonst noch n tipp, oder ist Euch sowas noch gar nie untergekommen (oh Ihr Glücklichen).

    Grüsse

    Detlef

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 29. November 2002 um 13:51
    • #2

    segel an die decke ist gut.

    fette stoff decko.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 29. November 2002 um 15:44
    • #3

    Grüsze!

    Ja, eine ordentliche Decken"verstoffung" sollte einiges helfen. Schön tief "abhängen" Und vielleicht darunter auch noch Noppenschaumstoff oder ähnliches.

    Und auch die Bühne "bedämpfen", damit man ins Puplikum wirklich nur gut gerichteten Schall der PA bekommt.

    mfg
    JF

  • Carm
    Profi
    Beiträge
    2.715
    • 29. November 2002 um 18:17
    • #4

    hatte sowas auch schon - war allerdings als "lichtler" auf dem job und von daher fein raus :smile:)
    unsere "tonis" hatten auch den vorteil dass 2 der wände quasi "falsch" gemauert waren und die löcher der mauerziegel horizontal liefen was klanglich wahrscheinlich sehr von vorteil war. ansonsten lief's mit einer molltondekorierten wand ganz gut und das publikum dämpft ja auch nochmal

  • AMLB
    Beiträge
    1.101
    • 29. November 2002 um 18:44
    • #5

    Wir haben bereits mehrfach Schwimmbäder beschallt. Dabei setzten wir immer mehrere Delay-Lines ein, um nicht zu laut werden zu müssen. Das hat dann recht gut geklappt!

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • Adam Selene
    Profi
    Beiträge
    2.271
    • 29. November 2002 um 23:26
    • #6

    Dämpfen: was das Zeug hält.

    Ansonsten: entweder viele kleine Speaker mit Delays u. am Besten gleich mono, oder Topteile mit horngeladenem MT (und natürlich HT) nehmen, auch wenn´s oversized ist. Abstrahlwinkel möglichst eng, aber so, dass noch alle drin sitzen und directivity möglichst konstant.

    Adam

    "Dave...my mind is going...I can feel it...I can feel it."

  • tonzwerg
    Profi
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    1.068
    • 30. November 2002 um 00:57
    • #7

    Wenn's geht, die Bühne asymetrisch stellen, damit die PA nicht direkt gegen die Rückwand "kachelt" - im wahrsten Sinne des Wortes.
    Ansonsten Wände mit gerafftem (!) Molton abhängen, Deckensegel ist auch eine gute Idee.
    Und dann - Ohren zu und durch !! :smile:

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • Wurst Werner
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    4.616
    • 30. November 2002 um 08:35
    • #8

    Ohne Dämpfung hast Du keine Chance! Wenn der Drummer einmal auf die Snare haut, dann ist meist schon alles vorbei. Ohren zu und durch ist ein guter Rat, ein anderer ist die Bühnenlautstärke so niedrig wie möglich zu halten. Schlagzeug wenn geht hinter Plexiglas (geht meistens nicht). Alles was unverstärkt unangenehm knallt und schrill klingt schön mumpfig über die PA schicken und hoffen, dass es zusammen erträglich klingt. Delay Lines helfen. PA mit enger Abstrahl Charkteristik (90x60 kommt da gar nicht gut!) verwenden. Bühne mit Teppich auslegen. Was noch? Schön Zeit nehmen den SummenEQ zu tunen, lieber ein wenig mumpfiger als >normal< fahren. 10 Bierstände in der Halle aufbauen und die VA ausverkaufen :wink: Viel Glück!

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • Wurst Werner
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    • 30. November 2002 um 08:35
    • #9

    Ohne Dämpfung hast Du keine Chance! Wenn der Drummer einmal auf die Snare haut, dann ist meist schon alles vorbei. Ohren zu und durch ist ein guter Rat, ein anderer ist die Bühnenlautstärke so niedrig wie möglich zu halten. Schlagzeug wenn geht hinter Plexiglas (geht meistens nicht). Alles was unverstärkt unangenehm knallt und schrill klingt schön mumpfig über die PA schicken und hoffen, dass es zusammen erträglich klingt. Delay Lines helfen. PA mit enger Abstrahl Charkteristik (90x60 kommt da gar nicht gut!) verwenden. Bühne mit Teppich auslegen. Was noch? Schön Zeit nehmen den SummenEQ zu tunen, lieber ein wenig mumpfiger als >normal< fahren. 10 Bierstände in der Halle aufbauen und die VA ausverkaufen :wink: Viel Glück!

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  • Hami
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    • 30. November 2002 um 12:37
    • #10

    Hatte letztens eine ähnliche Halle. Dämpfen ist natürlich das wichtigste, auch am besten über und um die bühne, das bringt schon was. aber sollte das nicht drin sein, musst du wirklich mit delaylines arbeiten und den pegel so gering wie möglich halten. und die front nicht stellen und geradeaus pusten lassen, sondern nach unten ins publikum gewinkelt. und natürlich direkt die musiker auf das probolem ansprechen. ab und an gibt es welche, die das problem verstehen und einsicht zeigen...

  • tufkajck
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    • 30. November 2002 um 12:42
    • #11

    Detlef
    Wenn da was mit licht gemacht wird, hast du die Chance, dass die Bühne mit Traversen umrahmt wird. Wenn dann die Bühne auf den Seiten und hinten mit Molton oder sonst nem schweren Zeug umhängt wird, hast du seitlich und hinten wenigstens keine Reflexionen, wenn der Stoff schwer ist, werden auch auch die tiefen Mitten bedämpft. Das hilft bei Livemusik schon mal sehr.
    Dann P.A. (Tops) unbedingt hängen und gut nach unten richten, auch wenns 15/2er wären.
    Bloss nicht stacken und noch geradeaus!
    Einer deiner Feinde ist der Bassist mit seinem Verstärker auf der Bühne. Mit einer freundlichen Annäherung kannst du vielleicht den Pegel mitbestimmen.
    Dann die Monitore: cutten bei ca 100 Hz. Ich weiss klingt dann ein wenig "schlank", aber mach den Fehler nicht, dass du den Musikern den Monitorsound OHNE aufgemachte Front zeigst, die verwechseln da gern was.
    Mit diesen Massnahmen hast du die Chance, dass du nur noch den P.A. Sound in der Halle hast, und zwar grösstenteils im Publikum. Wenn dann das nicht da ist, ja dann bist du wirklich im Elend.
    PS. Ich habe jetzt nicht über die Auswahl der P.A. gesprochen, denn wer von uns kann da schon gross auswählen ausser aus deem was er hat??

  • gobogeek
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    • 30. November 2002 um 19:05
    • #12

    naja wenn investitionen in verbesserung der akustik möglich sind dann evtl so schallzerstreuer-- also "zacken vor der wand" :wink: schlecht zu beschreiben jetzt aber ich denke sowas kennt man eh aus studios zb.

    das sind die zacken-> ///
    da ist die wand->----------------

    aus holz mit stoff bespannt oder so. bin kein akustiker, aber ich denke das würde auch helfen.
    ansonsten soviele fetzen reinhängen wie möglich. wurde ja schon zahlreich erwähnt :wink:

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: gobogeek am 2002-11-30 19:07 ]</font>

    drop movinglights, not bombs! ;)

  • tufkajck
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    • 1. Dezember 2002 um 01:09
    • #13

    @Geek
    Zerstreuen würdich hier nicht, sondern absorbieren. Akkustik geht nicht mit dem Auge, Fetzen bringen nix. Wenn du den ganzen Raum mit weichem einpackst, hast du immer noch die Nachhallzeit im Tieftonbereich. Und da helfen nur noch Bassfallen, die so schwer nicht zu machen sind.

  • Fränkie
    Profi
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    • 2. Dezember 2002 um 10:31
    • #14
    Zitat


    Jack schrieb am 2002-11-30 12:42 :
    Detlef
    Dann die Monitore: cutten bei ca 100 Hz. Ich weiss klingt dann ein wenig "schlank", aber mach den Fehler nicht, dass du den Musikern den Monitorsound OHNE aufgemachte Front zeigst, die verwechseln da gern was.

    Warum dieses?
    Was verwechseln die da?

    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • jimmy_punk
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    • 2. Dezember 2002 um 13:56
    • #15

    moin
    Fränkie: die sagen dann immer: der tech is unfaehing mir bass aufn monitor zu geben, obwohl ich den doch so dringend brauche fuer meine kunst.
    die verwechslung: die haben nie soviel bass auf monitor, wie sie denken (da sind wir uns doch einig, oder?!?).

    gruesse
    henrik

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: jimmy_punk am 2002-12-02 13:59 ]</font>

  • Fränkie
    Profi
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    • 2. Dezember 2002 um 21:05
    • #16

    Daher der witz:

    Sagt der Bassist: "Ja, ich hör mich auf der Bühne."

    Hab ich glaube auch schon mal erwähnt:
    Bei einem Soundchek hab ich mal einem Bassisten gesagt (leichtsinnig wie ich war)
    "ok, ein bissel platz is noch kannst dich ein wenig lauter machen"
    Und schon war der Bass unerträglich laut
    sag ich"das war zu viel" mindestens die Hälfte zurück"

    Ihr glaubt gar nicht wie SENSIBEL und FEINFÜHLIG bassisten sein können. Ich war sowas von von den Socken.

    Aber das ist dann wohl doch zu offtopik

    Fränkie

    Nicht laut, lieber schön.

    Fränkie

  • Detlef
    Profi
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    • 3. Dezember 2002 um 10:38
    • #17

    Vielen Dank Leute für Eure Tips.
    Ohren zu und durch geht nicht, das Zeug bleibt dauerhaft dort stehen.
    Bierstände sind leider auch keine Alternative, weil es ein Gemeindezentrum ist. Man hat da nicht so gern das Klappern der Masskrüge im Gottesdienst.
    Wir haben uns jetzt auf folgendes geeinigt:
    - Segel an die gesamte Decke
    - dicke Vorhänge an die Fenster
    - Teppich auf der Bühne
    Wenn das drin ist richte ich die Speaker nochmal neu aus und dann hoffen wir auf Besserung und immer viiiiiele Besucher, die dämpfen so schön.

    Dank und viele Grüsse

    Detlef

  • Volker Holtmeyer
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    • 5. Dezember 2002 um 20:46
    • #18

    Nun, wenn die halle dauerhaft derart genutzt werden soll, solltet ihr vielleicht einen Akustiker hinzuziehen.

    Geheimtipp für eine Interimslösung für lau:
    Mineralwolle-Ballen (ISOVER etc.)!!! (sowas ist im Grunde das gleiche, wie die Baffel von ILLBRUCK)
    Zum nächsten Baustoffhandel, 2-3 mal den 7,5er voll machen und die Rollen (vorsichtig, nicht aufreißen!) überall in der Halle verteilen. Wo die Dinger stehen ist zur Senkung der Nachhallzeiten relativ egal (wenn man nicht gezielt Reflexionen, die störende Echos verursachen, dämpfen möchte). Am besten an freien Wandbereichen senkrecht nebeneinander stellen, ggf. noch eine zweite Reihe drauf und (aus optischen Gründen) Molton drüber. Evtl. Europaletten drunter, damit das Ganze sich nicht etwa mit Bier vollsaugt - schließlich wollen wir dem Baustoffhändler die Rollen ja wieder unversehrt zurückbringen!

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Monokultur
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    210
    • 5. Dezember 2002 um 21:01
    • #19

    nen bisschen off-topic!!

    zu den Bassisten:

    Ihr habt bisher glaub ich immer nur mit den falschen Bands gearbeitet!?! Es gibt auch FEINFÜHLIGE und SENSIBLE Bassisten... Mich zum Beispiel!! *fg*

    "Das hält, das haben wir schon immer so gemacht..."

  • Oliver
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    Beiträge
    2.639
    • 5. Dezember 2002 um 21:07
    • #20
    Zitat


    Monokultur schrieb am 2002-12-05 21:01 :
    nen bisschen off-topic!!

    zu den Bassisten:

    Ihr habt bisher glaub ich immer nur mit den falschen Bands gearbeitet!?! Es gibt auch FEINFÜHLIGE und SENSIBLE Bassisten... Mich zum Beispiel!! *fg*

    Hast du auch einen Kippschalter als Lautstärkeregler am Bass? *g*


    Ausgebildete Elektrofachkraft für Veranstaltungstechnik aus der Nähe von Braunschweig.

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