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alte Mikros Top oder Flop

  • 4711
  • 13. Mai 2005 um 13:28
  • 4711
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    • 13. Mai 2005 um 13:28
    • #1

    Ich habe einige alte Mikrofone "ausgegraben" und hätte gerne eure Meinung dazu, welche noch brauchbar oder sogar richtig gut sind und welche am besten bei ebay zu entsorgen sind.

    AKG D224 (sieht aus wie ein Condenser, ist aber ein dyn. Doppelspulenmikro)

    AKG D190E

    AKG D140E

    AKG D1200E

    Beyer Dynamic M69N

    PZM Realistc (Grenzfläche)

    Danke für eure Hilfe!

  • 4711
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    • 25. Mai 2005 um 11:55
    • #2

    Ich hol das Thema noch mal nach oben?

    Keiner der was über die o.g. Mikros sagen kann?

    Zumindest das AKG D224 oder die PZM Grenzfläche sollten doch geläufige Teile sein.

    Die anderen alten AKG scheiden wohl schon allein wegen der Optik für einen Bühneneinsatz aus.

    Was ist mit dem Beyer M69N, sieht aus wie das Ph.Collins BD-Mikro (wie heißt das noch gleich?).

  • Loloverde
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    • 25. Mai 2005 um 12:07
    • #3
    Zitat von "4711"

    Was ist mit dem Beyer M69N, sieht aus wie das Ph.Collins BD-Mikro (wie heißt das noch gleich?).

    Ich weiß zwar nicht was PC einsetzt, aber das M69N sieht dem M88 sehr ähnlich.
    Ich habe es (M69N) mal in einer Kirche als Sprechermikro gesehen, aber nicht gehört. Ansonsten schwöre ich auf das M88 als Gesangsmikro für Frauen.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • guma
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    • 25. Mai 2005 um 14:24
    • #4

    M69 N :

    Sehr ordentliches dynamisches Mikro für den gleichen Anwendungsbereich wie Sennh. 421/521 ( Git. Toms, Bläser )

    Riesenvorteil gegenüber dem 421:

    Dynamische Micros dieser Preisklasse haben in der Regel eine sehr bescheidene Rückwärtsdämpfung für tiefere Frequenzen, d.h. die Richtcharakteristik geht gegen Kugel. Durch einen einfachen Konstruktionstrick schneidet das 69 hier besser ab als die Mitbewerber. Gitarren klingen zwischen 120 und 300 Hz deutlich präziser, Toms dröhnen weniger und es gibt weniger Übersprechung in diesem Bereich.

    Ich haber daher schon seit Langem 6 Stück M69 TG. Meinen alten M 69 N hat Beyer freundlicherweise den TG Korb spendiert, da der alte Korb mechanisch nicht besonders stabil war.

  • Mechwerkandi
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    • 25. Mai 2005 um 16:54
    • #5
    Zitat von "4711"

    AKG D190E

    Klassisches "Reportermikro".
    Flat, geht immer gut für Sprache, wenn sich der Redner nicht hinter einem Korb verstecken will. :wink:
    Früher noch mit 3-pol DIN Stecker mit Überwurfmutter (dauernd verbeult...), gab's aber bei AKG zumindest bis vor 2 Jahren noch einen Umbausatz auf XLR.

  • logi
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    • 25. Mai 2005 um 22:20
    • #6

    D1200, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Hatte früher mal eins bis der Kronenkranz gebrochen ist (Zacken aus der Krone :D ).

    Hat mir eigentlich immer recht gut gefallen, so aus meiner Erinnerung heraus, universelle Nutzung.

    Gruß Frank

  • Hubert Barth
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    • 25. Mai 2005 um 23:41
    • #7

    D 190 - recht vielseitiges Instrumentalmikro, wurde früher gerne mal für Toms oder Sax genommen.
    D 1200 - etwas teurer, wenn ich mich richtig erinnere wurde das von AKG für die Snare empfohlen. Ampabnahme könnt auch ganz gut gehen.
    Beide Mikros könntest Du mal für Sachen probieren wo man sonst gerne ein SM57 nimmt.
    Das D224 war schon richtig teuer, geht so grob in Richtung Beyer M201 oder Sennheiser MD 441. War das Mikro der Wahl wenn mangels Phantomspeisung keine Condenser einsetzbar waren.

  • guma
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    • 4. Oktober 2013 um 22:33
    • #8

    Ich hole den alten Thread wieder hoch, da die angefragten Mikros durch das Threadalter nicht schlechter werden:

    D224E: sehr aufwändig konstruiertes dynamisches Mikro, welches zu seinen Herstellungszeiten mal um 1000,- DM gekostet hat. Zweiwege-Mikro mit zwei getrennten Systemen für Bass und Höhen. Auf Achse linear wie ein Kleinkondensatormikro. Einsatzgebiet wie MD441, etwas linearer als das M201 von Beyerdynamic.
    Die Besonderheit der zwei Wege dient vor allem der Reduktion des Naheffekts durch die grössere Laufzeitdifferenz im Antrieb des Teilsystems für die Tiefen und dem besseren Einhalten der Richtcharakteristik über die Frequenz, wobei dieses Design noch aufwändiger ist als das zum gleichen Zweck konstruierte Variable D Prinzip von Electro Voice. Die Idee, den Antrieb selbst als akustische Filter einzusetzen, ist sinnvoller als die Sennheiser-Lösung mit den elektronischen Filtern, weil die akustische Lösung auch die Richtcharakteristik "linearisiert". ( Aus genau diesem Grund erlebe ich seit 30 Jahren auch ein RE20 bei gleicher Anwendung immer als das weniger Feedback-anfällige Mikrofon als das MD441 :wink: ) Ein spezieller Anwendungsfall für das D224E wäre dort, wo Resonanzphänomene bei Beschallung ein tieffrequentes Feedback anregen, also akustische Guitarre ohne/oder zur Ergänzung des Pickups oder für Flügel in der "SM57" Position. Ich habe beide Anwendungen gerade getestet und für gut befunden. Das Mikro klingt sehr neutral, jedoch nicht so seidig wie ein gutes Kondensatormikro ( aber allemal besser als manche Billigkondenser :wink: )

    Zum D1200 hatte ich in einem SM 57 Thread mal geschrieben:


    Zitat

    Das D1200 hat definitiv etwas weniger Höhen dafür aber neutralere, "ehrlichere" Mitten und klingt weniger nach "Badewanne" ähnlich wie mir das schon bei etlichen anderen Mikrofonen auch bei Kondensator-Modellen gegenüber dem SM57 aufgefallen war. Sehr gut vorstellbar ist daher, dass ein solches Mikro mit "ehrlichen" Mitten durch etwas wie einen Martin Rasierer oder eine 4560 mit einem JBL K130, wie das damals üblich war, sich einfach zu trötig angehört hat und zuviel "töck" hatte, wofür das Mikro aus heutiger Sicht definitiv nichts konnte ! Eine "Zweiband" - Klangregelung der alten Stramp-Mischer oder selbst die Vierband-Klangregelung des Soundcraft Serie 1 ohne Parametrik konnte daran ebenfalls nichts ändern. Das war das Problem ! Die Nichtlinearitäten der alten PAs vor allem in den Mitten passten einfach besser zum sm57.

    Auf modernen PAs unserer Zeit klingt das D1200 an der Snare richtig gut und lässt sich klasse mit EQ bearbeiten. Das SM57 hatte damals einfach Glück und wurde dann zum meiner Meinung nach heute nicht mehr haltbaren Mythos.

    Das Mikro macht für Snare oder E-gitarre auch heute noch eine gute Figur. Sie sind gebraucht sehr günstig zu erstehen. Es sind jedoch auch leider "halblebige" Exemplare im Umlauf, die zwar noch gehen, allerdings nur noch Mitten reproduzieren.

  • wora
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    • 17. Oktober 2013 um 15:03
    • #9

    zum thema "alte mikros" möchte ich mal folgeden film verlinken:
    http://www.youtube.com/watch?v=kXGMYpBilrY
    zu anfang ein bisschen viel text (typisch schauspieler), weiter hinten gibt es auch nette musik - und die mikros ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 18. Oktober 2013 um 06:46
    • #10

    Mal abgesehen davon, dass es sich hier um eine reine recording Mikrophonie handelt und man mit den Preisen für die hier am meisten zu sehenden aufgebauten Antiquitäten in der Summe locker ein schönes Eigenheim erwerben könnte ..... immerhin lässt sich erkennen, dass sich in diese erlauchte Gesellschaft auch ein D12, ein beta52 und mehrere M160 eingeschlichen haben :D:D:D:D:D:D

  • habu
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    • 18. Oktober 2013 um 10:42
    • #11

    Die Qualität dieser Schätzchen lässt sich auf der CD noch besser Hören (Quasi lofi Blues in hifi Qualität) :D

  • Tobbes
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    • 14. November 2013 um 01:29
    • #12

    nach einem netten plausch mit einem kunden in meinem früheren beruf übergab er mir mit den worten "du kannst damit sicher was anfangen" ein beyerdynamic M640N. wusste nicht so recht was ich damit anfangen soll, nutze es mittlerweile mit nem tuchel auf xlr adapter und meist nem schwanenhals als talkback mik

  • Audiowerk
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    • 14. November 2013 um 18:15
    • #13
    Zitat von "Tobbes"

    nutze es mittlerweile mit nem tuchel auf xlr adapter und meist nem schwanenhals als talkback mik


    Ist das vom Sound her so gut? :D:D

  • wora
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    • 15. November 2013 um 02:04
    • #14

    warum sollte ein talkback-mikro von sound her gut sein?
    wenn die möglichkeit besteht mache ich das sogar so, dass ich den frequenzumfang des TB eingrenze. es SOLL ruhig nach "regie-mikro" klingen, dann bekomme ich auf der bühne mehr aufmerksamkeit.
    aber eines ist natürlich schon wichtig: es sollte eine gute sprachverständlichkeit bieten!

    gerade für diesen zweck dürfte es also unglaublich viele alte mikros geben, die sich eignen ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Audiowerk
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    • 15. November 2013 um 13:55
    • #15

    Jetzt hab' ich schon zwei grüne Smilies dahintergemacht... :D

    Nee, im Ernst - die Reise in die Welt der Talkbackmikros ist doch stets skurril, auf was für Gurken man da auf den Baustellen so trifft. Billig-Sm58er, Schwanenhals-ELA-Gezumpel, völlig verrottete Gesangsmikes jeder Couleur... das AKG-Teil mit dem Sintermetallkorb hatte ich da auch schon in der Hand, D190 oder was das war. Einmal hatte ich auch ein Bassdrummikro da liegen - die Company hatte nichts anderes mehr übrig :D

  • e-on
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    • 15. November 2013 um 22:29
    • #16

    Na und... Für TB kann man jedes Drecksmic nehmen, wenn man, wie wora es beschrieb, den Fgang einstellen kann. Wenn nicht und du steckst dir das BDmic halb in den Hals, dann ist es kein Wunder das man dich auf der Bühne nicht versteht.

    :?:

  • Audiowerk
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    • 15. November 2013 um 23:34
    • #17

    Ja.

  • wora
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    • 16. November 2013 um 02:16
    • #18

    ich benutze als talkback seit knapp 20 jahren ein monacor-schwanenhalsmikro, das hat damas 33,-DM gekostet!
    für den ursprünglich angedachten zweck hat es überhaupt nicht getaugt, aber den talkback-job macht es ziemlich gut ;) das ding funktioniert immer noch und klingt einfach super nach "regie". damit wissen die musiker auf der bühne immer sofort wer da spricht ;)

    aber ich glaube da liegen unsere meinungen überhaupt nicht weit auseinander.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Audiowerk
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    • 16. November 2013 um 10:28
    • #19

    Natürlich nicht :)

    Die Talkbackmikros sind üblicherweise die, mit denen in Ermangelung anderen Werkzeuges auch mal die Trusspins rausgeholt werden. Ich habe seit Jahren eine SM-Kopie von Monacor, die ausschaut, als habe sie mal einen Winter lang draußen auf der Terrasse gelegen. Es funktioniert :D

  • guma
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    • 16. November 2013 um 19:52
    • #20

    Schön, dass jetzt die Themen "Talkbackmikros" und "Trusspinhammer" ebenfalls abgevespert sind. :D

    Dann können wir ja darauf zurück kommen, welche alten Mikros tatsächlich den weiteren Audio/Bühneneinsatz verdient haben. :roll: :wink:

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