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Dummes Gespräch - ich finds zum KOTZEN

  • Steffen
  • 5. Juli 2005 um 20:25
  • Geschlossen
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    Wurst Werner
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    • 5. Juli 2005 um 23:07
    • #21

    Mensch Steffen, zieh Dir doch den Schuh gar nicht erst an. Wenn die Anlage für Headliner ok ist, dann würde ich dem "Kollegen" einfach die Nummer vom Veranstalter geben. Wenn er unbedingt eine Extrawurst haben will, dann soll er doch den Veranstalter fragen, ob dieser ihm (also auf Veranstalterkosten) "eine brät" :wink:

    Entweder der Veranstalter legt nochmals Kohle auf den Tisch für eine Extra-PA (unwahrscheinlich), oder der Veranstalter fragt den Tonmann nach seinem geistigen Zustand (sehr wahrscheinlich) und wird die Kapelle zudem aus seiner Liste streichen.

    Grüße
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • keyboarder
    Beiträge
    29
    • 5. Juli 2005 um 23:10
    • #22

    hi steffen
    ich hab ne klasse idee. schreib mir mal (vielleicht als PN) wann diese band spielt. wohn ja in der nähe (wenn du dich erinnerst, ich war bei dir im lager hab ne VPS420/ML3000 usw. abholt, zusammen mit Mirko, hast uns jka das VPS500 gezeigt da). ich komm dann vorbei und hör mirs an und schreib denen dann ins gästebuch wie megageil ich ihren sound fand.
    "Wow, ich hab euch schon oft gehört, aber diesmal wars echt der hammer...ein großes lob an euren techniker"
    wär doch ein klasse spaß wenn denen ihr tech das mitbekommt hehehe.
    naja, nur mal so ein hirngespinnst.
    btw.: hab das BELL VPS500 ja schon gehört. was soll ich sagen laut und gut! ich komm auf jeden fall nach VK und hör mirs mal live und open air an.
    viele grüße
    Sebastian

    Einmal editiert, zuletzt von keyboarder (5. Juli 2005 um 23:12)

  • brandenburgsound
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    46
    • 5. Juli 2005 um 23:12
    • #23

    Hallo Steffen
    Ich gebe dir in allen Punkten recht - ich hab die gleichen Probleme um das ganze gelabere um das BELL gemäcker, aber komischer weise arbeiten immer mehr mit diesem System Was ich so am Wochende in Mengen in den Verleih gebe ist langsam unklar - 700er EXT am meisten- Reg Dich nicht auf und lache wenn es mal richtig regnet und andere mit Planen in der PA rum klettern weil sie voll absäuft. Ich bin Deiner Meinung.
    Übrigens ich plane auch ein BELL LA zu kaufen als vielleicht erster in Berlin .

    NICE GREETINGS OTTI

    BRANDENBURGSOUND

    150 db ÜBERALL SAUBER UND KEINEN MEHR DER SAGT--MACH MAL LAUTER --

    NICE GREETINGS OTTI

  • Steffen
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    • 5. Juli 2005 um 23:12
    • #24

    Die Reaktion des Veranstalters war genau die von WW prophezeite...

    Das Problem ist aber halt ein Allgemeines, es geht ja nicht nur mir so und auch hier im Forum greift diese Art und Weise halt ziemlich weit um sich (was einer der Gründe dafür ist, daß sich meine Forumsaktivitäten mittlerweile ziemlich auf Lesen und PM und Telefon/E-Mail beschränken)... Deswegen wollte ich halt meine 3 Fragen vom Anfang stellen :)

  • Steffen
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    1.817
    • 5. Juli 2005 um 23:18
    • #25

    keyboarder: Laß Dich mal Donnerstag abend blicken, da sind die Jungs von BELL auch da, weils da ans Einmessen und Einstellen geht. Wir sind ja im Moment alle noch ein wenig in der Versuchsphase... :) (Thilo, der die große Wiesbadener Geschichte gemacht hat, kommt wahrscheinlich auch)

    Wir haben übrigens 12 Tops und 12 Bässe am Start, also genau die Kombination, die auf der Website von BELL auch zu sehen ist und mit der in Wiesbaden ca. 7000 Leute zeitgleich gemacht wurden

  • wora
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    • 5. Juli 2005 um 23:49
    • #26

    als dienstleister sollte man folgendermaßen vorgehen.

    1. der mischer der band stellt seine forderungen (egal ob vorband oder headliner)
    2. man errechnet, was das mehr kosten würde
    3. man informiert den veranstalter über die mehrkosten.

    akzeptiert der veranstalter die mehrkosten, besorgt man das material.
    leht er jedoch ab, dann gibt es drei möglichkeiten:

    1. die band benutzt das vorhandene material
    2. die band bringt was eigenes mit
    3. die band spielt nicht

    ist doch eigentlich ganz einfach...


    am wochenende habe ich mit meiner vorgruppe auf einem showco prism system gearbeitet. mir blieb glatt die spucke weg. das werde ich in zukunft immer fordern... und vermutlich ein paar jahre auf den nächsten job warten müssen :shock:
    der letzte satz war natürlich blödsinn...


    ich kann nur immer wieder das obengesagte wiederholen.
    dabei wird keiner benachteiligt, also ist es die fairste vorgehensweise für alle.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Steffen
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    • 5. Juli 2005 um 23:51
    • #27

    Hallo, wora,

    das Problem ist nur, wenn sich so jemand 2 Tage vor VA meldet, das Budget absolut ausgereizt ist und es außerdem im ganzen Saarland kein Stück Material mehr girbt...

  • Steffen
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    • 5. Juli 2005 um 23:53
    • #28

    By the way, wir betreuen die komplette Veranstaltung mit 2 Bühnen sowie Sprachbeschallung für Drachenbootrennen über ca. 1km am Wasser entlang

  • ADMIN
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    • 5. Juli 2005 um 23:55
    • #29

    Wir sollten das Problem systematisch in zwei Teilprobleme trennen:

    1.) Was macht man, wenn vergleichsweise unbedeutende Künstler bzw. deren technisches Personal illusorische Forderungen stellen?

    Ich würde dem Veranstalter ganz nüchtern und freundlich die Situation beschreiben und ihm ein Ergänzungsangebot zukommen lassen ("Lieber Veranstalter, der Band xy reicht das vorgesehene Equipment nicht aus, die fordern noch 1., 2., 3., ich kann das für 1234,56 Euro anbieten")

    Der Veranstalter trifft dann eine Entscheidung.


    2.) Warum werden Produkte abgelehnt, die unbekannt sind?

    Ganz einfach: Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.

    Und was tut man dagegen?

    Im Falle des Coda LA 5 hätte ich den Kollegen auf den Bericht vom Forumstag Linearraytest geschickt, da hätte er gesehen, dass es so verkehrt wohl doch nicht ist...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Steffen
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    • 6. Juli 2005 um 00:05
    • #30

    @ Admin: Du hast noch was vergessen, und das ist das, was hier am Ehesten zutrifft:

    Das Problem in unserer Branche, der Werbung mehr zu trauen als den eigenen Ohren (oder Augen, siehe Lichtbereich)

    und das Problem, daß einfach zu viele inkompetente Leute einfach irgendwas nachbrabbeln, wovon sie keine Ahnung haben (siehe hier mittlerweile leider sehr viele Forenthreads)

  • wora
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    • 6. Juli 2005 um 02:35
    • #31

    hallo steffen,

    wie auch ADMIN schon sagte:
    wenn ein künstler (oder dessen tech) eine forderung stellt, dann ist das mit dem veranstalter abzuklären. ich sehe da kein problem.

    wenn jemand 2 tage vorher meint, alles sei ihm zu wenig und er will ne ganz andere PA, dann ist das nicht unmöglich!
    es ist lediglich eine frage des preises, den der veranstalter aber mit hoher wahrscheinlichkeit nicht erfüllen will und kann. vor allem für die vorband nicht.
    also kommen nur die punkte 2. oder 3. in frage.
    falls die band dann wegen überzogener forderungen nicht spielen wird, hast du ja einen stressfaktor weniger...
    aber sie hatten wenigstens ihre chance.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Wulfson
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    • 6. Juli 2005 um 09:02
    • #32

    tja was soll man sagen...knorkator spielen auch nicht über acl (nein, es gab keine typangabe, sondern generell acl)..aber es gibt auch anderes positives...da gibts vorgaben, was die front pa können muß und fertig. keine marke oder so (dabei handelt es sich um keine unbekannte band :P )

  • Sound-Klinik
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    • 6. Juli 2005 um 09:07
    • #33
    Zitat von "Steffen"

    Das Problem in unserer Branche, der Werbung mehr zu trauen als den eigenen Ohren (oder Augen, siehe Lichtbereich) und das Problem, daß einfach zu viele inkompetente Leute einfach irgendwas nachbrabbeln, ...

    ... diese Problematik wird sich aber nicht ändern, denn es gab immer und wird immer Leute geben, die bei einem LS-System genaus das hören, was sie sehen.

    Beispiel:
    Zeig von einem (gut abgestimten und ggf. ordentlich eingemessenem) LS-System eine (gefakte ...) Messung mit ... sagen wir mal: einer Überhöhung bei 2 kHz ... dann werden "es" viele Techs auch "hören" (... denn : man hat ja schließlich "goldene Ohren" und hört sowieso "alles" ... :D:D:D ).
    Ich hab dieses "Spiel" übrigens schon gemacht (... ich weiß: es ist eigentlich irgendwie "gemein" ... :cry: ).

    Bei einigen besonders ausgefuchsten "Experten" funktioniert es sogar umgekehrt - d.h.: Eine "nicht so gute" PA mit einer gezeigten "glatten Messung" wird dann für "gut" bzw. äußerst "neutral" befunden ... :)

    Es fehlt vielen "Tontechs" einfach an Hörerfahrung ... d.h. viele wissen gar nicht, wie bestimmte Musikinstrumente "in natura" (richtig ...) klingen.
    Nicht wenige dieser "Tontechs" scheitern kläglich, wenn z.B. Holzbläser oder ein Kontrabassist auf die Bühne stapfen ... :? ... es wird dann viel zu viel "gekurbelt", anstatt auf eine vernünftige Mikrofonierung zu achten.

  • Steffen
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    • 6. Juli 2005 um 09:47
    • #34

    @ Soundklinik:


    Thema fehlende Hörerfahrung: Das ist ein gaaaaannnnzzzz großes Problem, gerade was natürliche Instrumente betrifft. Ich z.B. mische sehr viel Klassik und Jazz, komme selbst auch instrumentemäßig aus der klassischen Ecke. Viele wissen ja noch nicht einmal, wie z.B. eine Geige überhaupt reell klingt - Also Verkurbelungen übelster Art. Meine Erfahrung ist gerade im Klassikbereich, daß ich mit passender Mikrofonierung und vore Allem passender Mikrofonposition den EQ praktisch nicht anzurühren brauch, wenn ich ein vernünftiges PA vor mir habe (in diesem Zusammenhang ist mir z.B. die Vorliebe mancher Klassikkollegen für das C4 ein absolutes Rätsel, weil man das Horn bei dem System einfach hört, was jetzt nicht heißen soll, daß die C4 schlecht ist, im Gegenteil!!!)

  • mischpultschorsch
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    • 6. Juli 2005 um 09:51
    • #35
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... diese Problematik wird sich aber nicht ändern, denn es gab immer und wird immer Leute geben, die bei einem LS-System genaus das hören, was sie sehen.

    Beispiel:
    Zeig von einem (gut abgestimten und ggf. ordentlich eingemessenem) LS-System eine (gefakte ...) Messung mit ... sagen wir mal: einer Überhöhung bei 2 kHz ... dann werden "es" viele Techs auch "hören" (... denn : man hat ja schließlich "goldene Ohren" und hört sowieso "alles" ... :D:D:D ).
    Ich hab dieses "Spiel" übrigens schon gemacht (... ich weiß: es ist eigentlich irgendwie "gemein" ... :cry: ).

    Bei einigen besonders ausgefuchsten "Experten" funktioniert es sogar umgekehrt - d.h.: Eine "nicht so gute" PA mit einer gezeigten "glatten Messung" wird dann für "gut" bzw. äußerst "neutral" befunden ... :)

    Es fehlt vielen "Tontechs" einfach an Hörerfahrung ... d.h. viele wissen gar nicht, wie bestimmte Musikinstrumente "in natura" (richtig ...) klingen.
    Nicht wenige dieser "Tontechs" scheitern kläglich, wenn z.B. Holzbläser oder ein Kontrabassist auf die Bühne stapfen ... :? ... es wird dann viel zu viel "gekurbelt", anstatt auf eine vernünftige Mikrofonierung zu achten.

    ...mit ein Grund, weshalb mir irgendwelche Meßdiagramme ziemlich egal sind. Klingen muß das Zeug und nicht auf dem Papier gut aussehn.

    Den von Dir angesprochenen "Tontechs" fehlt es nicht nur an Hörerfahrung, sondern auch an der Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinauszugucken. Wie oft erlebe ich es, daß zu ner Blaskapelle in böhmischer Besetzung eine Metallica-like Kickdrum und ne 80er Rocksnare inklusive SPX90-Hall dazugedreht wird. :roll:

    Zu der eigentlichen Thematik von Steffen stimme ich Wora und Wurst Werner völlig zu. Der Vorband-Hampelmann wird mit seinem Anliegen an den Veranstalter verwiesen ==> Veranstalter kriegt dann auf Nachfrage ein Angebot über den Mehrpreis, welches aber recht großzügig kalkuliert ist, der Mehraufwand muß sich ja im Auftragsfalle auch lohnen.
    In der Regel wird das Gehabe des Vorbandtonmannes aber am Veranstalter abprallen und die Kapelle kann dann doch plötzlich über das gehängte Zeug spielen...

  • Sound-Klinik
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    • 6. Juli 2005 um 09:57
    • #36
    Zitat von "mischpultschorsch"

    Wie oft erlebe ich es, daß zu ner Blaskapelle in böhmischer Besetzung eine Metallica-like Kickdrum und ne 80er Rocksnare inklusive SPX90-Hall dazugedreht wird. :roll:

    :lol: :cry:

    ... noch ein (... bereits von einigen Kollegen gemachter ... :wink: ) "Tontech"-Test:
    Summen-EQ nicht in den Signalweg einschleifen und "mal sehen", ob er es überhaupt merkt ... :lol:

  • mischpultschorsch
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    • 6. Juli 2005 um 10:16
    • #37
    Zitat von "Sound-Klinik"

    noch ein (... bereits von einigen Kollegen gemachter ... ) "Tontech"-Test:
    Summen-EQ nicht in den Signalweg einschleifen und "mal sehen", ob er es überhaupt merkt

    ...schlimmer sind diejenigen, die mit wichtiger Miene am DN360 das Großglockner-Plateau nachbilden, dabei aber leider übersehen, daß die Kiste auf Bypass steht....

  • slv
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    • 6. Juli 2005 um 10:18
    • #38
    Zitat von "Sound-Klinik"

    :lol: :cry:

    ... noch ein (... bereits von einigen Kollegen gemachter ... :wink: ) "Tontech"-Test:
    Summen-EQ nicht in den Signalweg einschleifen und "mal sehen", ob er es überhaupt merkt ... :lol:

    Jetzt holst Du ja die ganz gemeinen Tricks aus der Schublade... :wink:

  • Tobias Zw.
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    • 6. Juli 2005 um 10:22
    • #39

    Wo ich gerade Blaskapelle lese... ein kurzer Erfahrungsbericht zum Thema vom letzten Wochenende.

    Wir betreuten ein Stadtfest in einer nordhessischen Kreisstadt mit drei Bühnen. Kurzfristig war auf einer der kleineren Bühnen (8m x 6m, zwei Sechserbars vorne, zwei Sechserbars hinten, eine Powerbeamgruppe und gut is') eine Humpta-humpta-Bierzeltband ausgefallen und durch eine ebensolche der untersten Kategorie aus dem schönen Franken ersetzt worden. Drei Tage vor der Veranstaltung rief mich ein Mitarbeiter der Band an, der kaum dazu in der Lage war, sich zu artikulieren, und wollte mit mir die Technik dort klären.

    Folgender Dialog ist schon lesebereinigt:
    Q: "Ja, ääh, ich, ääh, wir, also, was ist denn da für eine Konsole?"
    A: "Soundtracs Megas Stage II, 36 Kanäle."
    Q: "So, äh, ja, äh, die kenne ich jetzt nicht... äh, und was für ein PA ist da?"
    A: "Martin Modular, komplett horngeladen."
    Q: "Ja, ääh, des kenn I aa net."
    A: "Da gehen Sie auf unsere Website, da finden Sie eine genaue Beschreibung dieser Anlage."
    Q: "Aha, jo, da bin i auch schon. Ääh, und was für eine Monitorkonsole?"
    A: " Da gibt es keinen Monitormix auf dieser Bühne, da haben wir nur vier Wege von vorne."
    Q: "Ja wie, vier Wege? Mir san doch sieben Musiker!"
    A: "Ja, wir haben ja auch genug Wedges, halt nur vier Mischungen vom FOH aus."
    Q: "Ja aber, mir san doch sieben, und da muß sich doch jeder hören."
    A: "Ja, es sind ja auch genug Monitore für jeden da."
    Q: "..." (anscheinend intensives Nachdenken)
    A: "Nur gibt es halt nur vier getrennte Mischungen."
    Q: "... und was für Köpfe sind da?"
    A: "?!? Da gibt's kein bewegtes Licht, da gibt's zwei Sechserbars vorne und zwei hinten.
    Q: "Jo, des ist ja aber Sch***e!!!"
    A: "Aber genau das, was der Veranstalter bezahlt."
    Q: "Ja, aber, aber... mir brauchen des."
    A: "Dann müssen Sie's mitbringen."
    Q: "Ja, aber, aber... könnt's Ihr kein Monitorpult mitbringen?"
    A: "Wenn Sie's bezahlen... ist aber knifflig, da die Veranstaltung schon geladen im Container ist."
    Q: "Aha, ja, hm."

    Einen Tag (!) vor der Veranstaltung (da war unser Lager schon so leer, daß das Tumbleweed durch die Halle trieb) rief der Techniker (?) nochmal an, um ein Monitorpult zu mieten... da hatten wir leider kein's mehr frei. Also einigte man sich darauf, daß wir ihm einen Split hinlegen, und er sich einen eigenen Monitormischer mitbringt. Gottseidank mußte ich diese Bühne nicht betreuen.

    Als ich abends nach dem Curfew meiner Bühne zu der anderen Bühne fuhr, um die Kollegen abzuholen fand ich vor:

    - die am schlechtesten spielende Band, die ich je gehört habe. Wenn aus zwölf Tönen der Tonleiter immer mindestens sieben richtig sind, wie kann man dann so viele falsch klingende Noten spielen? Das ist doch statistisch unmöglich.
    - zwei Hosentaschenmovingheads (150W?) auf dem Drumriser stehend und im free run vor sich hindudelnd.
    - zwei 250W-Scanner auf der Bühne stehend, auch frei vor sich hindudelnd.
    - ein resignierter Monitormann, der abwechselnd an seinem Mitec Stage Server zwischen extremen Feedback und allen Wegen aus wechselte.
    - ein FOH-Mann, der nach viermaliger (!) Unterweisung am TC M-One den Tap-Taster nicht fand und ständig auf "Utility" oder "Routing" hackte.
    - noch fünf besoffene Figuren vor der Bühne.
    - eine Band, die über 75 Minuten überzogen hatte.
    - UND EIN VERANSTALTER, DER DIESE BAND NIE WIEDER BUCHEN WIRD.

    Wir halten fest:
    Die Ansprüche einer Band müssen in gesundem Verhältnis stehen zu
    - dem Niveau, auf dem die Band steht (musikalisch / Bekanntheit)
    - dem Budget (Bandgage 1000,- €, Mehraufwand 5000,- € kann nicht gehen)
    - der Situation, in der sie spielt (Stadtfest! J.W.D.!) und
    - dem Ton, in der sie diese Ansprüche stellt.

    :D

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Steffen
    Profi
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    • 6. Juli 2005 um 10:26
    • #40

    Mach ich öfter, wenn irgendwelche Möchtegerns am Pult schrauben - in bestimmt 50% der Fälle fällts nicht auf ;)

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