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Handkettenzüge o. Motorkettenzüge?

  • 08151
  • 26. Juli 2005 um 19:06
  • 08151
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    199
    • 26. Juli 2005 um 19:06
    • #1

    Hallo,
    wir haben öfter mal was in einem Zelt (ca. 1000er mit 5m Höhe) aufzuhängen.Natürlich wäre dies mit Kettenzügen wesentlich effektiver und schneller zu realisieren.Haben momentan noch keine.Was könnt Ihr mir denn empfehlen?
    Gehängt sollen 3-und 4-Punkt Traverse mit je etwa 6m Länge.

    Genügen Handkettenzüge???

    Gruß Nils

  • ADMIN
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    • 26. Juli 2005 um 19:44
    • #2

    1.) Vorbemerkung, weil ja hier doch nicht nur entsprechend Qualifizierte mitlesen: In einem Zelt hängt man nur an die Punkte etwas, die im Baubuch entsprechend angegeben sind.

    2.) Wo haben Motorzüge gegenüber Handzügen Vorteile:

    - Wenn an der selben Position mehrmals gefahren wird. Das haben wir im Zelt eher nicht.

    - Bei szenischen Bewegungen (und dann mit entsprechender Ausstattung nach C1), auch das ist im Zelt eher selten.

    - Wenn viele Motoren gleichzeitig fahren müssen, beispielsweise Rigg an 8 Zügen. (Das sollte man ohnehin nicht tun, und wenn, dann Lastmessung, Gelenkträger, oder sonst etwas, um die Gefahr statisch unbestimmter Systeme zu umgehen)


    3.) Wo haben Motoren gegenüber Handzügen Nachteile:

    - schwer

    - teuer (in der Anschaffung und in der Wartung)

    - brauchen Strom. Gerade bei Zeltveranstaltungen ist es nicht ausgeschlossen, dass man zum Aufbau noch keinen Strom oder beim Abbau keinen Strom mehr hat.


    Zeitmäßig gibt sich das nicht viel, wenn der Zug pro Veranstaltung nur einmal hoch und einmal wieder runter muss.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • 08151
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    199
    • 26. Juli 2005 um 20:01
    • #3

    Danke für die schnelle Rückmeldung.
    Ich glaube das waren handfeste Argumente !!!
    Also 1t Handzüge mit TÜV/GS.
    10m Kette dürften ja dann genügen, oder?


    Gruß Nils

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    • 26. Juli 2005 um 21:23
    • #4

    In welches Zelt kannst Du 1to pro Punkt hängen?

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • shark150
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    • 26. Juli 2005 um 21:49
    • #5

    Am besten den Kettenzug auch nur zum hochfahren verwenden anschliessend sollte die Truss richtig gehängt werden mit Steels etc. Wenn der Zug oben bleibt unbedingt Kettensäcke verwenden. War vor drei Wochen in einem Bierzelt in meiner nähe bei einem Bayerischen Mundartkonzert als kurz nach einlass die Steuerkette eines Handkettenzuges nach unten kam . Dass alles bei einer Truss an der die Delay line geflgen war . Die Kette war quasi nur auf den Tops gelegen und mit Gaffa "gesichert". Zum Glück ist nichts Passiert. Um Missverständnisse auszuschliessen muss die Truss natürlich auch wenn sie am Zug hängt zusätzlich gesichert "totgehängt" werden.

    ....If it doesn´t move load it in the truck........

  • ADMIN
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    • 26. Juli 2005 um 23:01
    • #6
    Zitat von "shark150"

    Am besten den Kettenzug auch nur zum hochfahren verwenden anschliessend sollte die Truss richtig gehängt werden mit Steels etc.

    Da es wohl keine Handkettenzüge nach C1 gibt (ich habe zumindest noch keinen gesehen...), sind es Aufbauhilfen nach D8, und somit muss (nicht "sollte") die Last anschließend totgehängt werden.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • flyingbeats
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    • 27. Juli 2005 um 09:16
    • #7

    Wirklich "totgehängt" oder reicht nicht auch safen? Da man ja meist Rundschlingen benutzt, um den Kettenzug an die Truss zu monieren ist es immer schonender, die Last hierauf zu lassen und mit einer ausreichend dimensionierten, feuerfesten Sicherung zu safen. Was sagt die Vorschrift den genau zu dieser Sache?

  • buzz
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    • 27. Juli 2005 um 09:28
    • #8

    Die Aufbauhilfen sind aus der Last zu nehmen!

    Hier geht's weiter...

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    • 27. Juli 2005 um 12:42
    • #9
    Zitat von "flyingbeats"

    Wirklich "totgehängt" oder reicht nicht auch safen?

    Laut Vorschrift sind die D8-Züge vollständig aus der Last zu fahren. Hintergrund ist der, dass es zu immens hohen Stoßbelastungen kommen würde, wenn der Zug versagt und die Truss in's Safety fällt. Das muss ja nicht nur das Safety abkönnen, sondern auch die Traverse und alles, was da dran hängt.

    Es wäre ja möglich, die Traversen in eine zweite Schlinge zu fahren, und diese dann noch mal eigens zu safen. (Da macht sich dann um die Stoßbelastung keiner Gedanken... :roll: (Ja, ich weiß, Safety ist ordentlich zu dimensionieren, aber das Problem dürften eher die anderen Sachen sein....))

    Man kann auch ordentliche Traversenaufnahmen nehmen, das ist auch schonender als "Stahl um die Truss".

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • shark150
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    • 27. Juli 2005 um 20:55
    • #10

    Also ich persönlich finde dass mt Kettenzügen im Zelt sehr umständlich aufgrund mangelnder hängepunkte. die Zelte die ich kenne haben pro Binder nur ein "Loch" durch dass ich was hängen darf. Das wird dann sehr eng Kettenzug, Safety, Steels, Rundschlingen etc.. Nimm doch lieber zwei Traversenlifte ala WORK VMB Genie etc. die gehen alle mindestens bis 5,30m. Lifte gestellt, Truss drauf, Truss fertig gemacht , Hochgefahren , Richtig gehängt und gesaft, Lift weg FERTIG. Dass sie wesentlich teurer sind als Züge weiss ich auch aber da du ja auch Motoren ein Betracht gezogen hast wirst du mit Liften sicher Billiger weg kommen.

    ....If it doesn´t move load it in the truck........

  • willi2
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    • 4. August 2005 um 22:01
    • #11

    hi,
    interessantes thema.
    es gibt also keine handkettenzüge die nicht totgehängt werden müssen.
    welcher elektrozug ist dann für eine last von 150kg geeignet der nicht zusätzlich totgehängt werden muss - und welches eigengewicht hat dieser inkl. kette?
    ... dieses gewicht ist ja im zelt auch nicht ganz unwichtig
    danke für jeden tipp!

    Gruß
    willi2
    ... lass mal das mit der richtigen LS Auswahl, Physik brauch mer nimmer, regelt alles unsere Wunderelektronik

  • Stephan Schewe
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    • 5. August 2005 um 01:14
    • #12

    SHARK: wenn es eng wird, dann nimmste nen C1 Schäkel (Mutter und Splint) und einen O-Ring. dann haste ganz viel Platz für alle Komponenten.

    willi: Glaube einen 150kg Motorzug gibt es gar nicht. Der Zug muss auf jeden Fall BGV C1 sein und somit ist er auch ziemlich teuer. Glaube nicht das es sich für dich lohnt. Wenn doch...dann nimm dir einen Katalog (Lightpower, LMP usw) und such dir einen schönen C1 Zug aus. Steuerung nicht vergessen!

  • skyper
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    • 5. August 2005 um 17:14
    • #13

    http://www.stagemaker.com/Page01.htm

    unter Characteristics -> Seite 2 befinden sich die C1-Züge mit den relevanten Daten, gibt es ab 125 kg.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
    PA-Forums-Treffen: täglich 13:00 bei mir am Stand A2/F06

  • AES-Light
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    • 11. Dezember 2007 um 09:35
    • #14
    Zitat von "ADMIN"

    Laut Vorschrift sind die D8-Züge vollständig aus der Last zu fahren.


    Steht das in der BGV D8?
    Ich habe bis jetzt noch keinen gesehen, der D8-Züge aus der Last gefahren hat, oft einfach Stahl drum.
    Was ich auch bedenklich finde ist ein Rigg mit Mischung aus D8 und D8+ Motoren, weil der Verleiher nicht genug von einer Sorte hat.

  • tufkacaho
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    418
    • 11. Dezember 2007 um 14:14
    • #15

    also meines wissens reicht in jedem fall eine entsprechend dimensionierte sekundärsicherung ohne fallweg. ob man dazu den motor nach dem sichern aus der last fahren muss, ist dann ja egal. so eine sicherung kann zb eine kette mit clutch ( kettenverkürzungsklaue), die zwischen anschlagpunkt in der decke und anschlagpunkt am zu fliegenden teil (also gismo oder o-ring am truss) quasi am hebezeug vorbei angebracht wird. so vermeidet man dann im versagensfall des motors/hkz den fangstoss.

    allen empfehle ich dazu die studie des SR 2.0, da ist recht genau beschrieben was was ist und was geht und was vor allem nicht geht.
    http://www.media-academy.de/uploads/media/…R2.0.D.2004.pdf


    mfg

  • ADMIN
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    • 12. Dezember 2007 um 09:23
    • #16
    Zitat von "Carlo Hohmann"

    also meines wissens reicht in jedem fall eine entsprechend dimensionierte sekundärsicherung ohne fallweg.

    Und "ohne Fallweg" geht eigentlich nur, wenn man den Motor aus der Last fährt.


    Wobei ein mit geringem Fallweg übersicherter Motor auch keine relevante Gefahrenquelle mehr ist.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • dennis vilcu
    Beiträge
    69
    • 12. Dezember 2007 um 12:57
    • #17
    Zitat

    Wobei ein mit geringem Fallweg übersicherter Motor auch keine relevante Gefahrenquelle mehr ist.

    Angenommen ich ziehe ein rigg über den Topbully eines Towers. Wenn die Rundschlinge der Schäkel oder die kette selber den Geist aufgibt würde selbst bei geringer Falltiefe ins Safty die Kette hoffnungslos durch die halle Peitschen...


    Also ich für meinen Teil habe es von mein Meister so gelernt das D8 tot gehängt wird. So praktizieren wir das auch immer...

    Hochklettern zum Safty anschlagen muss ich ja eh, dann kann ich auch gleich die Züge entlasten.


    MFG. Dennis Vilcu

  • audionrg
    Beiträge
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    • 29. Dezember 2007 um 16:07
    • #18

    Es müssten aber nicht unbedingt C1 züge sein,
    D8+ reicht hier doch auch.

  • stroti
    Gast
    • 29. Dezember 2007 um 19:02
    • #19

    Hallo zusammen,

    bei den D8-Zügen reicht eine Sekundärsicherung aus, die Kettenzüge müssen nicht mehr aus der Last gefahrten werden.

    Das komplette "aus der Last nehmen" wurde in der SP25.1,2-1 "Punktzüge" gefordert, welche von In-Kraft-Treten der neuen BGI 810-3 "Lasten über Personen" abgelöst wurde.

    Damit gibt es keine gültige Rechtsquelle mehr, welche explizit das "Tothängen" von Lasten fordert.

    Somit ist, die SR2.0 als Stand der Technik relevant, und hier wird auf Seite 11 nur von Sekundärsicherungen, nicht aber von entlasten gesprochen.

    Es sind auch Sekundärsciherungen möglich, welche einen Falweg erlauben, anbei der entsprechende Auszug aus der SR2.0:

    Zitat:
    "Zum Halten von Lasten über Personen sind beim Einsatz von D8-Zügen Sekundärsicherungen erforderlich.
    Hierzu sind nur metallisch formschlüssige Sicherungen zulässig.
    Die Dimensionierung von Sekundärsicherungen, die keinen Fallweg zulassen (Sicherung mit Kettenverkürzern
    oder Spannschlössern), kann nach den vorgenannten Festlegungen erfolgen.
    Sekundärsicherungen, die einen Fallweg zulassen (Drahtseil oder Kette ohne Verkürzungselement),
    sind unter Berücksichtigung der dynamisch auftretenden Kräfte rechnerisch nachzuweisen."

    D8+ Züge sind, wenn entprechend angeschlagen bei temporären Installationen auch ohne Sekundärsicherung einsetzbar, wenn diese nicht
    szenisch verfahren werden.

    Beste Grüße
    Stroti

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