Wir liebäugeln zur Zeit mit neuen Bässen, die mit Neodym-Chassis bestückt werden (wie es heute allgemein Mode ist). Wie sind denn Eure Erfahrungen mit solchen Subwoofern im 15" und 18"-Bereich: Gab es auffällig mehr Ausfälle im Vgl. zu Ferrit-Versionen?
Verstärkt Ausfälle von Neodym-Bass-Chassis?
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Hallo!
Womöglich bin ich ja einfach zu blauäugig in der Sache, aber dem Grundsatz nach sollte es doch völlig egal sein, ob die Legierung, aus der mein Magnet besteht, nun ein besonders effektives Seltenerdmetall enthält, oder nicht. Für den Antrieb eines Lautsprechers spielt doch die Stärke des Magneten eine Rolle; ob die nun durch einen 3 kg schweren Stahlmagneten (oder meinetwegen eine Legierung, die auch Aluminium, Nickel und Cobalt enthält...) oder durch einen 1 kg schweren, Neodym enthaltenden Magneten erzeugt wird, spielt doch keine Rolle.
Interessant würde es nur werden, wenn die Curie-Temperatur des Magneten so viel tiefer liegen würde, dass Gefahr besteht, dass sich der Magnet durch die Erwärmung beim Betrieb entmagnetisiert.
Davon habe ich aber noch nichts gehört...lg
M.K. -
Ich denke eher es gibt einen Unterschied in der Entsorgung der Abwärme des Chassis. Sie muß irgendwohin, und ein dicker schwerer Magnet ist nunmal nicht so einfach auf Temperatur zu bringen wie ein schlankes Neodymium-Päckchen, er hat auch eine größere Oberfläche um die Wärme an die Umgebung abgeben zu können.
Die Abwärme der Tauchspule wird ja über die Ferrofluidfüllung an den Magneten übertragen, der muß sie dann irgendwie loswerden. -
wir haben jetzt seit einem halben jahr ne-treiber im einsatz. bis jetzt gab es keine probleme
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Zitat
Die Abwärme der Tauchspule wird ja über die Ferrofluidfüllung an den Magneten übertragen
Ach ja ? Habe ich das was verschlafen, aber mir fällt jetzt kein Chassis ein, dass FF verwendet.
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HH CD 400
HH HF 200Das war vor dreißig Jahren.
Gruß
Lok1414 -
Jedenfalls wissen alle wie es gemeint ist bevor die Kleinkrämerei wieder ausbricht.
Die Hersteller werden sich allerdings ihre Gedanken darüber gemacht haben keine Sachen zu verkaufen die den technischen Daten nicht entsprechen. Insofern glaub ich kaum daß es erwähnenswerte Unterschiede gibt. -
Zitat von "druid314"
Ach ja ? Habe ich das was verschlafen, aber mir fällt jetzt kein Chassis ein, dass FF verwendet.
Ist zwar nicht unbedingt üblich aber z.B. Community verwendet z.B. Konuschassis und Treiber mit Ferrofluid siehe hier bei der SLS-Serie
Das Problem mit den Neodym-Magneten ist zum einen natürlich die kleinere Oberfläche, die Magnetmasse an sich puffert nur die Wärmeleistung.
Wegen der relativ kleine Magnetoberfläche werden bei vielen Chassis Kühlkörper (siehe JBL) angebracht.
Man kann mit Nd-Magneten kein so hohes Temperaturgefälle zw. Magnet und Luft zulassen, da Nd-Magnete eine niedrigere Curie-Temperatur besitzen.
Das ist die Temperatur bei der das Magnetmaterial seine magnetischen Eigenschaften komplett verliert -> DefektGruß
Michael -
Nun ja, so unberechtigt finde ich die Frage garnicht. Immerhin hat Emi einen Teil der Produktion von Neodyms eingestellt, da es häufig zu defekten führte. Ob dies nun wirklich am Neodymmagneten lag oder an einer anderen Fehlkonstruktion mag ich nicht zu behaupten.
Grüße,
KaischeKS
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bei basslautsprechern setzen wir weiterhin auf die altbewährte magnettechnik.
da diese speaker in der regel auf rollen sind, beim gig auf dem boden liegen und seltenst mal geflogen werden müssen spielt das mehrgewicht wirklich keine große rolle...
neodym ist in meinen augen lediglich für topteile wirklich interessant, da diese immer auf stative gehoben oder im rigg geflogen werden müssen. hierfür spielt das gewicht natürlich eine große rolle.
EDIT: nur ne kleine korrektur...
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Durch verstärkte Entmagnetisierung (Betrieb und Erschütterungen) muss beim ND ja befürchtet werden, dass dieser Antrieb mit der Zeit an Leistung verliert, und vermutlich werden die NDs noch nicht lange genug eingesetzt, um eine Antwort auf meine Frage geben zu können.
Vielleicht hat ja jmd. NDs in Subwoofern im Power- bzw. Dauereinsatz - Discofestinstallation bspw. - und kann hier über seine Erfahrung berichten?
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Moin,
Wora:
Zitatneodym ist in meinen augen lediglich für topteile wirklich interessant, da diese immer auf stative gehoben oder im rigg geflogen werden müssen. hierfür spielt das gewicht natürlich eine große rolle.
So isses. Ich setze Neodymchassis/Treiber in Topteilen ein, die nur 8 kg die 12"/1" wiegen.
Baut man Bässe in herkömlichen Holzgehäusen macht Ferrit den Kohl nicht fett. Wer also beim Gehäuse kein Gewicht einspart braucht keine Neo- Chassis. Meine projektierten 18" Flugbässe werden 10 kg nicht überschreiten.
Die Geschichte mit der Curie- Temperatur ist für "Dauergrenzlastfahrer" durchaus relevant. Für seriöse Beschaller kaum, wenns lauter sein soll stelle/hänge ich mehr hin. 100°C heiße Magnete haben miesen Klang zur Folge, alle Parameter ändern sich... auch bei Ferrit.
Die Emmi- Neos haben schlicht merkwürdige TS- Parameter, wer sollte was damit bauen?
Gruß
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Na es ist ja nicht nur die Temperatur - stichwort: erschütterungen, spielen ja durchaus auch eine rolle :wink:
Gibts hier keine begabten Werkstofftechniker? -
Der Stefan (TBF) ist ja nicht mehr hier. Der könnte euch was über NdFeB Magneten erzählen. Vor allem wenn es um die Erschütterungsanfälligkeit geht. Jeder Bassschlag bei entsprechender Leistung stellt ja eine solche Erschütterung da. Wie sich das auf Dauer auf die Eigenschaften des Magnetes auswirkt, kann wohl noch keiner richtig beurteilen. Temperatur ist kein Problem, wie Hörnli schon geschrieben hat. Vorausgesetzt, die Kühlung ist ordentlich realisiert. NdFeB Magneten verlieren erst ab etwa 130Grad ihre magnetischen Eigenschaften. Kurzzeitig überstehen sie bis zu 230Grad.
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Moin,
@ flyingbeats: >>NdFeB Magneten verlieren erst ab etwa 130Grad ihre magnetischen Eigenschaften. Kurzzeitig überstehen sie bis zu 230Grad.<<
hast Du da eine Quellenangabe?
Mit den Erschütterungen bin ich mir nicht so sicher, ob es einen Beschleunigungsgrenzwert gibt. Dann würde der Neo wohl "weiche" Vibrationen des Betriebs wegstecken und nur auf Hammerschläge entmagnetisieren. Gibt es keinen, hm... wer weiß was?
Gruß
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Zitat von "flyingbeats"
NdFeB Magneten verlieren erst ab etwa 130Grad ihre magnetischen Eigenschaften. Kurzzeitig überstehen sie bis zu 230Grad.
Und bei welchen Temperaturen schmilzt Kupfer?
(laut Wikipedia 1084,4 °C)
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Wie gesagt. Über die Erschütterungsempfindlichkeit weiß ich nichts genaueres. Da musst den Stefan kontaktieren. Der weiß da mehr. Im normalen gebrauch bei stationären Maschinen soll es keine nennenswerten Nachteile von NdFeB Magneten im Vergleich zu Ferrit-Eisen geben, in Bezug auf Erschütterungen. Vorteile sind hingegen allseits bekannt. Aber die werden auch nicht ständig transportiert und auch mal unsanft aufgesetzt. Die Temperaturangaben stammen aus einem Vorlesungsskript. 130Grad Angabe ist eine Dauerbetriebstemperatur. Es wird auch über erhöte Korrosionsgefahr bei diesen Magneten geschrieben. Das Nd in der Legierung ist da sehr anfällig und deshalb ist es wichtig, die Magneten z.B. mit einem Lack zu schützen. Was soll die Schmelztemperatur von Kupfer in diesem Zusammenhang aussagen?
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Zitat von "flyingbeats"
Was soll die Schmelztemperatur von Kupfer in diesem Zusammenhang aussagen?
Wenn geschrieben wird, dass diese Magneten erst (!) ab 130°C ihre magnetischen Eigenschaften verlieren, dann möchte ich einfach mal darauf hinweisen, wie warm es im Umfeld einer Schwingspule werden kann.
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Leider finde ich die Seite nicht mehr, in der die Betriebstempereaturen verschiedener Neodym-Magnetarten beschreiben war. Aus der Erinnerung gab es eine Spanne von ca. 120 Grad C bis 250 Grad C, wohingegen Ferritmagnete durchaus Betriebstemperaturen größer 350 Grad C aufwiesen. Interessant in dem Zusammenhang war, daß die besonders stark magnetischen Legierung des Neodym die geringste zulässige Bertriebstemperatur hatten.
Hier noch ein anderer Link, nur um zum zeigen, daß manchmal nur 80 Grad C (wo auf der Tastatur ist dieser kleine "Grad"-Kringel???) zulässig sind.
http://www.rheinmagnet.com/technische_inf…ische_info.html
etwa auf der Mitte der Seite.Zu Schwingspulentempereaturen: Aus einem Selenium-Datenblatt: "Maximal voice coil operation temperature 275 Grad Celsius"
Gruß
Lok1414 -
Hier noch ein link zu einem anderen Magnethersteller:
Ferrit
http://www.bomatec.ch/angebot/magnet…rit-magnete.phpNeodym
http://www.bomatec.ch/angebot/magnet…erd-magnete.phpZusammengefaßt:
Ferrit: Curietemp. 450 C
Einsatztemp. 250 CNeodym: Curietemp. 310 C
Einsatztemp. 80 -180 C -