Immer wieder gerne angeführt um Schallführungen mit inhärenter Tief- oder Hochpassfunktion gegenüber CB schlecht darzustellen:
DAS GROUP DELAY
Ohne jetzt auf die Theorie einzugehen (die vesteht sowieso nur 5% der hier Mitlesenden) simuliert einfach mal folgendes:
Kappa 15 LF (ja, ja, viel gescholten und dennoch am meisten eingesetzt)
eine CB:
140 Liter / Hochpass 2.Ordnung mit +6 dB Entzerrung bei 45 Hz und 140 Hz Tiefpass 3. Ordnung bei 140 Hz
einen Bandpass:
100 Liter 35 Hz zu 40 Liter 90 Hz mit 1.Ordnung Tiefpass bei 180 Hz
eine BR:
140 Liter 40 Hz / 140 Hz Tiefpass 3. Ordnung bei 140 Hz.
Das Ganze simuliert Ihr mal schön parallel (Winisd geht das Ganz gut).
Und jetzt vergleichen wir mal:
a) Frequenzgang: im großen und Ganzen identisch (sinn der Übung). Wer meint die Frequenzgänge ganz angleichen zu müssen: bittesehr, die folgende Aussage wird nur noch härter !
b) group delay: auch fast identisch (was den Kenner der Materie nicht weiter verwundert, nicht wahr :wink: )
Lehre 1: willst Du den identischen Frequenzganz, dann hast Du auch das identische group delay (wers anders schafft sollte sich schon mal für Stockholm vorbereiten)
c) und nun --> Membranhub !
Muss ich noch was sagen ? Oder sind wir uns einig, dass das Teil umso mehr klirren wird, je größer der Hub wird ?
Warum schreibe ich das ? --> weil immer wieder der gleiche Fehler gemacht wird:
1) Äpfel mit Birnen vergleichen (weder gleiches Gesamtvolumen noch gleicher Treiber)
2) AES mit DIN PS vergleichen (so unwichtige Nebenaggregate wie Frequenzweichen HABEN AUSWIRKUNGEN !!!!)
3) mit viel zuviel Elektronik das hingebogen wird, was uns die richtige Schallführung schon mechanisch geben kann.
Gruss SRAM