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Bodhran

  • gacond
  • 23. Februar 2006 um 10:44
  • gacond
    Beiträge
    325
    • 23. Februar 2006 um 10:44
    • #1

    Liebes Forum

    Nach langer mitleserei melde ich mich mal zu Wort... Und zwar geht es um folgendes:

    Ich werde wahrscheinlich in nächster Zeit einige Male mit einer Folk-Band unterwegs sein und es besteht noch Verbesserungspotential in unserem Mic-Setup.

    Mein Hauptproblem ist das Bodhran. Wichtig bei diesem Instrument ist ja, dass einerseits der Rumps des kräftigen, mittigen Schlages sowie die hohen, eher leisen und perkussiven Anschläge oben rum sauber rüberkommen, ausserdem besteht ein gewisses Feedbackpotential wenn das Fell mitzuschwingen beginnt. Wir haben schon mit SM57 mit Gate und Param-EQ ausprobiert, mag mich aber damit nicht wirklich anfreunden. Auch der K&K Kondenserclip hat mir nicht gefallen da untenrum einfach nicht schön.

    Mein Ziel wäre eine fixe Mikrofonierung mit der ich ohne extremem EQ-Murks auszukomme. Am liebsten per Clip direkt am Instrument (mein nächster Versuch wird wohl mit e904 sein). Auch möchte ich, wenns irgendwie geht, nicht mit zwei Kanälen arbeiten müssen, weil wir oft an Minimalsetups ranlaufen und auf kleinen Bühnen unterwegs sind.

    Wer hat Erfahrungen mit Bodhrans und vielleicht den ein oder anderen Mikrofontip, der ein Versuch wert wäre?

    Bin gespannt auf die Antworten...

    Gruss Silvan

  • cheesy
    Beiträge
    579
    • 23. Februar 2006 um 12:33
    • #2

    Hi,

    ich habe beim letzten Gig die Bodhran mit einem WL93 (Lavalier) von Shure abgenommen. Der Schlagzeuger hat dann ein Beltpack an den Gürtel bekommen und war glücklich über die Bewegungsfreiheit.

    Das Wl93 wurde Gaffa (es musste halt schnell gehen) an eine Querstrebe befestigt (die Strebe, an der der Handrücken anliegt).
    Dem ganzen mit dem EQ kräftig (!) mitten gegeben und den Low-Cut eingeschaltet, weil sonst nur noch gerumpel kommt. Schon fertig.

    Viel Erfolg,
    Gruß
    <Cheesy>

    P.S.: Für das Wl93 gibt es auch einen Phantom-Power-Adapter (SM93), dann kannst du direkt ins Pult.

  • gacond
    Beiträge
    325
    • 23. Februar 2006 um 13:38
    • #3

    Leider nein... Soweit ich im Kopf habe, haben wir noch ein Kabelgebundenes Lavalier rumliegen. Werde wohl zuerst damit ausprobieren. Auch habe ich mit der Kugel ein wenig Bedenken bezüglich Feedback auf der kleinen Bühne.

    Aber danke für das Angebot!

    Gruss Silvan

  • Audiowerk
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    • 23. Februar 2006 um 22:45
    • #4
    Zitat von &quot;gacond&quot;

    Am liebsten per Clip direkt am Instrument (mein nächster Versuch wird wohl mit e904 sein).

    Wir sind seit vielen Jahren mit einer Folkkapelle unterwegs, in der es seit einiger Zeit auch eine Bodhran gibt. Da haben wir schon alles Mögliche hineingeschraubt, und zuletzt sind wir beim e604 hängengeblieben - dieses kleine Standard-Tomclip-Mikrofon. So eine Bodhran soll ja an sich wenig Bums machen als vielmehr knochig, definiert und präzise klingen (aber dabei nicht "töck-clap-clap" machen). Naja - und unsere Ohren befinden den Sound mit dem innen angebrachten 604er in der Hinsicht für echt brauchbar. Auch pegelmäßig gibt es gar keine Probleme. Der kleine Standardklassiker macht den Job gut!

  • Campfire
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    1.356
    • 23. Februar 2006 um 23:56
    • #5

    Wir setzen das CC 75 von Thomann ein, unser Bodhranspieler hat eine Metallschelle mit einem kleinen Blech dran an der Querstange amgebracht an die es dann angeclipst wird. Klang ist eigentlich echt gut, Wums untenrum und der Anschlag kommt gut rüber, nur bei relativ lauten Gigs mit fetter Front-PA in kleineren Räumen wennn der Spieler nahe bei den Subwoofern steht und Kräftig Monitor benötigt (sind keine reine Folkband sondern haben auch E-Gitarre, e-Bass und Drumset dabei) wird es manchmal problematisch mit feedback, allerdings werden wir mal ein Gate ausprobieren, dürfte da einiges verbessern.
    Einen Dynamischen AKG-Clip hatten wir auch schon, ist Koppelfester, klingt aber nicht so gut.
    Kommt halt auf den soundgeschmack an, uns gefällt die Bodhran mit Bassanteil und Klick obenrum besser als eine stark mittige.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

    Einmal editiert, zuletzt von Campfire (24. Februar 2006 um 00:45)

  • raumklang
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    403
    • 24. Februar 2006 um 00:27
    • #6
    Zitat von &quot;gacond&quot;

    Mein Hauptproblem ist das Bodhran.

    Ein befreundeter Bodhran-Spieler verwendet eines unserer Pro35x mit Taschensender und ist damit sehr zufrieden.
    Das Mikro wird mit zwei kleinen Kabelbindern an einer Querstrebe befestigt.


    Zuendi

  • karel noon
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    • 24. Februar 2006 um 00:49
    • #7

    Hi,
    also ich habe das trommelchen schon erfolgreich mit folgenden mics abgenommen:
    SM58, KMS105, C535 und zu guter letzt als einizges fixes mikro Pro35x, was sehr gut ist.
    Mir persönlich sind die anderen optionen lieber, da der spieler selber agieren kann, und am sound drehen wie es gewünscht ist, was mit einem clip nicht geht. Setzt aber auch einen guten musiker voraus.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • gacond
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    • 24. Februar 2006 um 07:57
    • #8
    Zitat von &quot;mediennutte&quot;

    Mir persönlich sind die anderen optionen lieber, da der spieler selber agieren kann, und am sound drehen wie es gewünscht ist, was mit einem clip nicht geht. Setzt aber auch einen guten musiker voraus.

    Da ich noch nicht so oft mit den Jungs unterwegs war, bin ich froh wenn ich das selbst in der Hand habe... Darum bietet sich ein Clip schon an.

    Was ich aus der Diskussion so raushöre, scheinen mehrere Wege nach Rom zu führen. Also werde ich halt auch noch mehr ausprobieren mit dem was da ist... Sicher mal das 904, vielleicht ein Lavalierkügelchen und vielleicht noch ein anderes Kleinmembran. 57 auf dem Steg hab ich auch schon gehabt (hat ein anderer Musiker so mitgebracht), war aber überhaupt nicht überzeugt davon (viel Brummer und Rumps, aber wenig Attack).

    Danke vielmals für die Ideen und Meinungen!

    Gruss Silvan

  • cheesy
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    • 24. Februar 2006 um 08:35
    • #9

    Moin,

    wie "starstage" schon sagte (oder schrieb) ist der eigentliche Sound eher trocken und mittig (um nicht zu sagen pappig). Da macht es also nichts, wenn man die Koppel-Frequenzen rauszieht und das ganze dann nur noch sehr flach klingt. Weil so soll es eigentlich sein :)

    -OT-
    Wie das ganze früher als Kriegstrommel verwendet werden sollte ist mir noch unklar...

    Also ein schönes Wochenende, für alle die unberhaupt eins haben...
    <cheesy>

  • Patric A.
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    562
    • 24. Februar 2006 um 09:35
    • #10

    Mehr Attack könnte vielleicht ein Beta 98 bringen, falls ihr gerade eines da habt.

    Klingt imho etwas weniger "pappig" als der Sennheiser-Clip.
    (kostet allerdings halt auch weniger erfleulich viel :-/)

    MfG
    Patric Ackermann
    (ehemals AES-Light [Xenith])

    Auf der Suche nach dem guten Ton ;)

  • karel noon
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    • 24. Februar 2006 um 12:40
    • #11

    attack ist aber bei eine bodhran überhaupt nicht gefragt (zumindest nicht im klassischen sinne).
    Es soll ein eher spürbares als hörbares rumpeln sein, dann bist du auf dem richtgen weg. hör dir die scheibe mal aus zwei metern entfernung na, und versuche das zu reproduzieren.

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  • gacond
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    • 24. Februar 2006 um 13:22
    • #12

    Also so wie dieser Bodhraner (Bodhranist, Bodhranspieler, ...?) spielt, will er bewusst auch perkussive, hohe Elemente in seinem Sound haben (Schlag mit härterem Stick an die Kante oder ganz nah an den Rand).

    Einfach mittiges gerummel ist nicht, was ihn glücklich macht. Vorallem auch weil er sonst in der eher lauten Kapelle untergeht und eigentlich der Rythmusträger der Combo ist.

  • Campfire
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    • 24. Februar 2006 um 17:38
    • #13

    Also unser Bodhranspieler will sowohl rumpeln als auch ein Schmatzen obenrum, also eher Badewanne als Mittenbrett.
    Aber das sind halt die unterschiedlichen Geschmäcker. auch Naturbodhrans können sich je nach stimmung sehr unterschiedlich anhören, manchmal gibt es ja auch mehrere die Zusammenspielen, da sind dann unterschiedliche Sounds gefragt, die zum einen über unterschiedliche Trommel(stimmung) und unterschiedliche Schlegel und Spielweise, im Fall einer Abnahme aber eben auch vom Tontechniker erreicht werden.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • krishan
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    130
    • 6. März 2006 um 19:11
    • #14

    Als alter Folkie würde ich auch mal die Schwanenhals-Mikros aus der Opus-Serie von Beyerdynamic ins Gespräch bringen. Da die eigentlich genialen Rimklemmen der Beyer-Drummikros für Bodhran nicht so geeignet sind, nimmt man hier besser die Bläserversionen mit Clip: Opus 62 (dynamisch) und 82 (condenser). Ist ein bisschen Geschmacksfrage, welches man für diesen Zweck besser findet. Sind beide auch recht preiswert.

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