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Was kann man tun!? Fahrlässigkeiten von Disco-(Kinder)-Teams

  • Berni Ton
  • 23. März 2006 um 22:51
  • Micromann
    Beiträge
    1.622
    • 30. April 2006 um 20:27
    • #41

    Hallo TeRroRbErNd,
    herzlich willkommen hier im Forum, darf man mal fragen welcher Schule du so zuzuordnen bist?

    Bin mir jetzt nicht ganz sicher aber könnte es ganz zufällig sein, das du der Stefan bist, mit dem ich gestern abend übers Pink-Haus-Konzert am 12. Mai gequatsch habe?

    Gruß

    Frithjof


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • haix
    Beiträge
    13
    • 2. Mai 2006 um 22:03
    • #42

    Muss als ehemaliger Schüler auch mal was dazu sagen:
    TeRroRbErNd ich kann dir leider nicht recht geben: Ein 15/2" die nen 7.Klässler am Kopf trifft, gibt erstens ne schöne Platzwunde und wahrscheinlich ne ordentliche Comotio. Danach musst du den Eltern erst mal erklären, wies dazu gekommen ist und wieso das Stativ im Weg stand oder die ganze Konstruktion an der Vorhangstange hing...
    Im Normalfall sind nach meiner Erfahrung Verleiher mit Preisen für Schul- und Schülerverantaltung immer recht human (10% Schulrabatt und keine Anfahrtskosten, Dry-Hire Preis, o.ä.) und lassen sich bei Interesse gern auf die Hände schauen. Da kann man einiges zum Thema "sicherer Umgang mit Equipment" abschauen.

    Die Gesetzestexte sind Geschmackssache, das seh ich ein. Ich hab mir die TA Lärm und dazugehörige DIN-Norm mit genuss reingezogen, da es mich einfach interessiert hat auch die rechtliche Seite der Sache für die ich mich begeistern kann, kennenzulernen. Kenne aber genug Leute die Buchstaben (vielleicht auch auf Grund mangelnder Intelligenz?) skeptisch gegenüber stehen!

    Sollte doch einmal was passieren: Wer trägt die Haftung? Ihr nicht da der größte Teil minderjährig und damit beschränkt haftbar ist. Bleibt der verantwortliche Lehrer oder im Zweifelsfall der Direktor selber. Der wird sich bei euch sicherlich nicht mit Blumen bedanken, denn die Kosten zahlt natürlich nicht die GUV!
    Ehrlich gesagt hab ich auch n Gewissensproblem, wenn ich irgendwas nicht sichere oder unsachgemäß montiere.... :roll:

    :!: Meine Devise zum Thema Schul- und Jugenddiskos: Eigeninitiative der Jugendlichen ist wünschenswert und zu fördern. Es sollte aber eine Kontrolle vor "Doors Open" durch erfahrenes Fachpersonal erfolgen, da diese meist ein Auge für mögliche Gefahrenherde haben.

  • terrorbernd
    Beiträge
    2
    • 4. Mai 2006 um 15:16
    • #43
    Zitat

    Da kann man einiges zum Thema "sicherer Umgang mit Equipment" abschauen.

    Dumm nur , wenns das falsche ist... Es ging bei mir lediglich um eine gegenüberstellung der Gefahrenpotentiale Erwachsene / Jugendliche im Veranstaltungsbereich. Und wenn ein Erwachsener mit Ausbildung scheisse baut, dann ist das m.E. viel gefährlicher ... Scheisse isses , wenn der Junge ne Platzwunde hat. Was ist aber, wenn ihm von Oben ne 10 Zentner Traversenanlage mit Scheinwerfern, Subs und Co aus 5 Metern Höhe entgegenkommt und er drunterliegt ?! Erklären muss der Profi seinen Fehler auch. Nur das Problem mit dem Schulleiter hat er nicht...

    Die Haftung trägt in jedem Fall der Sicherheitsbeauftragte der Schule. Meist ist das der Hausmeister und/oder der Schulleiter. Dieser ist auch für eine Sicherheitsüberprüfung verantwortlich...

    Das Stativ stand in deinem Fall höchstens aus Unachtsamkeit und keinesfalls aus unwissenheit im Weg. Sowas passiert auch bei erfahrenem Fachpersonal : "Routinefehler" heißt das Stichwort. Denn jeder sollte wissen und weiß, dass man sowas nicht mitten auf die Tanzfläche stellt ! Wo ich einlenken würde, ist ,dass eine gewisse Übersicht und angemessenes Interesse unbedingt von nöten ist. Es gibt ja (wie du bereits sagtest) nicht nur in Gesetzestexten was zu lernen...

    Ein Gewissensproblem hast du nicht, wenn du gar nicht weisst was du falsch machst. Und sonst gebe ich dir natürlich recht, aber nicht jeder hat unbdingt ein Gewissen , dass dann zuschlägt.... Leider !

    Dann möchte ich abschliessend noch loswerden, dass du vielleicht manchmal ein bisschen mehr aufpassen könntest wie du etwas ausdrückst. Denn ich finde manchmal lässt sich in deinen Beitrag sehr leicht reininterpretieren, dass du mich quasi als stellvertreter für alle siehst, die das falsch machen. Ist jetzt nicht böse gemeint, aber mein Eindruck :!:

    Fragt der Jazzdrummer einen Metalldrummer : "Sag mal, wo hast du eigentlich dein ganzes megageiles Equipment her ?" Darauf der Metalldrummer :"Tja, Geld fürn Unterricht gespaart."

    Einmal editiert, zuletzt von terrorbernd (4. Mai 2006 um 22:14)

  • Sven H
    Profi
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    1
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    727
    • 4. Mai 2006 um 18:56
    • #44
    Zitat von "Manuela"

    [Ich verlange übrigends von allen Riggern das Tragen eines einfachen Bauhelms, den stellen wir kostenlos zur Verfügung (gibts zB bei Figge, imho ist er Bestandteil von "PSA").

    Helmpflicht herrscht im allgemeinen auf ALLEN Baustellen zum Zeitpunkt wo sich Rigger in der Decke oder im Rigg befinden bzw. zur Aufbau/Abbauzeit. Andernfalls darf der Bereich unter dem Rigg nicht betreten werden. Ein Helm gehörrt also auch für nicht Rigger zur PSA!

  • ADMIN
    Administrator
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    • 4. Mai 2006 um 19:11
    • #45
    Zitat von "TeRroRbErNd"

    Die Haftung trägt in jedem Fall der Sicherheitsbeauftragte der Schule. Meist ist das der Hausmeister und/oder der Schulleiter. Dieser ist auch für eine Sicherheitsüberprüfung verantwortlich...

    1.) Haftungsfragen können sehr verzwickt sein. Wenn man sich da nicht wirklich auskennt, äußert man sich da besser nicht.

    2.) Sowohl der Arbeitgeber als auch der Betreiber eines Gebäudes muss eine geeignete Sicherheitsorganisation aufbauen. Wobei viele Schulen von der Gemeinde gebaut wurden und mitgenutzt werden. Da wäre erst mal zu klären, ob bei der jeweiligen Veranstaltung der Bürgermeister oder der Schulleiter die Organisationsverantwortung hat. Für den Arbeitsschutz gilt Analoges.

    3.) Der Inhaber der Organisationsverantwortung kann/muss einen Sicherheitsbeauftragten bestellen. Dies ist dann sein Erfüllungsgehilfe und nimmt ihn nicht aus der Verantwortung.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • attorney
    Profi
    Beiträge
    51
    • 4. Mai 2006 um 22:13
    • #46
    Zitat von "ADMIN"


    3.) Der Inhaber der Organisationsverantwortung kann/muss einen Sicherheitsbeauftragten bestellen. Dies ist dann sein Erfüllungsgehilfe und nimmt ihn nicht aus der Verantwortung.

    Ja, noch ergänzend:
    1. Der Inhaber der Organisationsverantwortung haftet gem. § 278 BGB für seinen Erfüllungsgehilfen und noch nach § 831 BGB mit gewissen Entlastungsmöglichkeiten für die Auswahl seiner Verrichtungsgehilfen, sitzt also immer in kenternden Boot.

    2. Der Sicherheitsbeauftragte haftet zumindest nach den Grundsätzen über den innerbetrieblichen Schadensausgleich ab grober Fahrlässigkeit selbst neben dem Inhaber der Organisationsverantwortung.

    3. Bei grober Fahrlässigkeit oder mehr haftet zudem auch der ausführende Techniker, ggf. sogar die Hand.

    Das heißt:
    1. Sorgfalt zahlt sich aus.
    2. Sorgfältig kann nur sein, wer weiß, was er tut.
    3. Gefahren einschätzen kann nur, wer sorgfältig und erfahren ist.

    Insofern also bitte lieber mehr Vorsicht als Nachsicht.

    Bernd Schiele
    (Rechtsanwalt mit kleiner Technikerseele und Eventrecht als Job & Hobby)
    Sofern ich in meinen Beiträgen zu rechtlichen Fragen Stellung nehme, handelt es sich um allgemeine Diskussion, NICHT um Rechtsberatung!

  • franz45
    Beiträge
    72
    • 6. Mai 2006 um 02:34
    • #47

    Ich glaube Ihr liegt da etwas falsch über eure Meinung im Punkt Haftung des Sicherheitsbeauftragten:
    Aufgaben - Stellung - Verantwortung

    Der Sicherheitsbeauftragte hat die Aufgabe, den verantwortlichen Vorgesetzten bei der Durchführung der Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten zu unterstützen. Außerdem hat er sich von dem Vorhandensein und der ordnungsgemäßen Benutzung vorgeschriebener Schutzeinrichtungen und persönlicher Schutzausrüstung zu überzeugen. Er hat dem Verantwortlichen technische Mängel an Gebäuden,
    Einrichtungen, Maschinen und im Betriebsablauf die zu einem Unfall führen können zur Kenntnis zu bringen. Er nimmt an Begehungen seines Bereiches durch Vertreter der Aufsichtsbehörden und dem Stabsbereich Arbeits- und Umweltschutz teil. Soweit er keine Vorgesetztenfunktion erfüllt besteht keine rechtliche Verantwortung für den Sicherheitsbeauftragten. Diese obliegt allein dem weisungsbefugten Fachverantwortlichen. Zur Erfüllungseiner Aufgaben ist dem Sicherheitsbeauftragten die erforderliche Zeit einzuräumen und den Besuch von Schulungs- und Informationsveranstaltungen zu ermöglichen. Er darf durch die Übernahme seiner Aufgaben keinerlei Benachteiligungen ausgesetzt sein.


    mfg franz45

  • Criz
    Beiträge
    468
    • 9. Mai 2006 um 12:42
    • #48

    Zum Thema Universitäre Veranstaltungen:

    Vor etwa einem halben Jahr, Universität Stuttgart, K2, VA der Fachschaft Maschinenbau.
    Material kam von der Firma mit den 4 Buchstaben und einem Sonderzeichen aus Reutlingen - kennen sicher einige aus dem Kreis ;)

    > Sixbars am Geländer an 2 Safeties aufgehängt
    > Sixbars im Rig mit zwei doppel-C-Haken eingehängt, ohne Schrauben (also selber gebogene Stahlbleche) - kein Safety. Drunter standen gut 1000 Menschen.
    > Trusscarrée aus 3-Punkt Dekotruss - hochgezogen an 4 Handzügen, allerdings alle vier um 2m nach Innen versetzt - also extremer Zug auf dem Carrée nach Innen - nach den aktuellen Vorschriften definitiv nicht mehr zulässig. Da hat man Kräfte und Momente, die nicht berechenbar sind.
    > Gesafet war ebenfalls gar nichts.

    Ich hab mir das angeschaut, hab mir eine Digicam organisiert und ein paar Bilder geschossen. Dann bin ich zum Chef von dieser "bekannten" Firma und hab ihn mal gefragt, ob das eigentlich sein Ernst ist.

    Zur Info, der Herr ist bei der IHK Reutlingen Prüfer für F.f.VT. und Meister d.VT.!

    Seine Antwort: Warum is doch gesafet, bei Sixbars ist es zulässig, dass das Safety durch das Hartingkabel ersetzt wird.

    *HändeÜberKopfZusammenschlag* Ist das wirklich sein Ernst?

    Leider kann man direkt auf der VA nichts ausrichten - wenn ich die Blau-Weißen (eine neue Farbe haben die jetzt ;-)) anruf bekomm ich was zu hören wie "Die wissen schon was sie tun" oder "Ja da kann ich jetzt auch nichts machen - der Zuständige vom Ordnungsamt ist leider nicht mehr im Büro" oder sowas wie "Welche Vorschriften? Die kennen wir leider auch nicht"...das zum Thema Staatsgewalt.

    Manchmal verzweifel ich einfach nur...wenn ich z.B. sehe, dass in einer Halle mit 60m Länge Zweipunktalu die komplette Breitseite entlang gespannt ist.
    Spräche ja nichts dagegen...allerdings ist des Hallenmeisters Hobby: Alu Selberbasteln - sehr beruhigend...

    Ich denke es liegt in unserer Verantwortung, den Veranstalter und auch den potentiellen Kunden darauf aufmerksam zu machen, dass es auch SAFE geht!
    Wir geben z.B. an unsere Kunden (hire-only) Sicherheitshinweise raus. Da steht dann drauf, was Sie beim Aufbau beachten müssen und was nicht zulässig ist.

    Wenn ich dann mal so eine Horror-VA zufällig besucht habe, bekommt der VA hinterher immer ein Angebot von mir mit meinem Preis (wie hoch der Preis vom anderen war ist mir eigentlich egal) und erläutere Ihm in einem Beiblatt, was wir anders machen, was wir besser machen als sein bisheriger Technikzulieferer. Da stehen leider immer weniger konzeptionelle Dinge drin sondern immer mehr Sicherheitstechnische Aspekte.

    Traurige Welt...

    ->>> SHOP ONLINE http://www.cst-media.de/shop/ <<<-

    CST media Sales
    Groß- und Einzelhandel für
    Veranstaltungs- und Medientechnik
    72458 Albstadt
    http://www.cst-media.de

  • hausmeister
    Verifiziert
    Beiträge
    1.075
    • 15. Mai 2006 um 15:47
    • #49

    na nochmal ....

    Dem VA ist das völligst egal wie da was hängt ....

    Hauptsache der Preis passt ...

    Leider ....

    Hatte letztens auch so ne VA ...

    fgdsgfd Discoteam bei ner VA in nem Saal ...

    12 Meter 3Punkt ... Vorhang ( zum auf und zu ziehen ) 2 6er Bars . 3 Movings etc ....

    Ich habe dann mal angemerkt das dieses schon ein wenig grenzwertig ist was die sie da machen ...
    Da kam die Aussage das es überhaupt kein Problem ist : Der von dem sie die Truss ausgeliehen haben hat gesagt sie können da 12 Meter machen und die "voll" belasten .......

    Wenn die nicht mal wissen was sie reinhängen dürfen .. nanananananananan

    Aber wie immer .. Hauptsache der Preis basssstttt ..

    Zumindest waren Savetys drum.

    Schlimm

    Grüße Michael

    Wo is na des Hirn........endlich ONLINE !


    http://www.audio-events.de

    http://www.stage-audio.de
    http://www.pedro-online.de

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 16. Mai 2006 um 13:54
    • #50

    Jungs, bleibt mal locker. Bitte keine Aufregung wegen Manuelas Statement. Wie hier ja schon ein paar Mal angeklungen ist, läuft man mit seinen Bescheidenen "Sicherheitshinweisen" gegen die Wand!

    1) Die Grünen interessiert es meist nicht, weil sie nicht wissen, wovon man redet. Gefahr für Leib und Leben? Wie soll das einem unwissenden Polizisten klar gemacht werden? Und was sollen die Grünen dann machen? Die ziehen sich nicht den Schuh an und brechen die VA ab!

    2) Die VA-Firmen selbst bzw. die Techs, die vor Ort sind, tun meist gutgemeinte Ratschläge ab nach dem Motto "was will der Schwätzer". Gut, kann ich nachvollziehen, es könnte ja jeder kommen, der mir irgendwie einen reindrücken will, woher soll ich wissen, das er vom Fach ist und auch weiss, von was er redet? Noch haben wir das nicht in die Stirn tätowiert. Also, was passiert? Die "Profis" werden meinen Ratschlag oder Hinweis ignorieren, denn sie sind ja "Profis" und wissen was sie tun. Siehe auch den IHK-Prüfer. Bestes Beispiel, ganz toll. Was nützt mir ne Fachkraft, die von einem solchen Prüfer geprüft oder ausgebildet wurde? Sorry, aber DEN Schein kann man dann getrost als Ofenanzünder verwenden...
    Den Kiddies dagagen kommt man meistens noch bei, da die eben meistens auch gewillt sind, noch etwas zu lernen und es einfach aus Unwissenheit nicht ordnungsgemäß ausgeführt ist.

    3) Aus Sicht der Veranstalter ist die Prozedur ganz klar: Die wollen Profit machen! Ja, Herrgott, von uns geht ja auch keiner NUR aus Spass an der Freud arbeiten. Das ist soweit legitim. Also versucht der, seine Kosten so gering wie möglich zu halten, was ihm ja zusteht. Und woher soll er denn wissen, dass der günstigste Anbieter "unsicher" arbeitet? Dass er mit einem Bein schon im Knast steht, wenn er Firma XYZ beauftragt? Sorry, aber das kann der VA nicht beurteilen. Und da er Kosten sparen will (oder auch muss), wird der günstigste Anbieter gebucht.

    Sieht es mal aus diesen Blickwinkeln. Wenn ICH dann zu nem VA gehe oder die VA dann durch den Gang zu den Behörden platzen lasse (wenn das am WE überhaupt möglich ist), dann spricht sich das ganz schnell rum und ich wäre gut bedient, wegen "Mittäterschaft" oder unterlassener Hilfeleistung oder was weiss ich ebenfalls in den Knast zu gehen, da bekommt man wenigstens täglich sein Brot... ;)

    Das Problem ist doch nicht, dass keiner etwas sagen will oder mangelnde Zivilcourage. Das Problem ist doch eher die Ignoranz (bei den werten "Kollegen") oder einfach das Unverständnis bei den Veranstaltern.

    DENN: Auch ich habe irgendwann aufgehört, den "Besserwisser" zu spielen, denn das einzige Ergebnis waren dumme Sprüche. Und der Standardspruch lautet dann ja nachher "es ist doch nichts passiert, was willst Du denn". Oder "hier war schön öfters was und es hat schon öfters XYZ gemacht, das hat immer funktioniert und es ist nix passiert".

    Stefan: Auch wenn Du einen eigentlich nicht erträglichen Zustand bemängelst (da teile ich durchaus Deine Ansichten), verzweifelt man irgendwann, denn solange nichts passiert, ist man der Pessimist und der Schwätzer und sonstwas. Und sorry, darauf habe ich gar keine Lust mehr. Denn eigentlich passieren viel zu wenige Unfälle, als dass sich in den Gehirnwindungen der Veranstalter, der Techniker und "Kollegen" etwas ändert und ein anderer Denkprozess einsetzt! Noch mehr Vorschriften und vermehrter Einsatz der Staatsbehören ändert daran nix, es passiert eher das Gegenteil.

    So, das genügt mal, denn das ist ja eigentlich eine unendliche Geschichte... :roll:

    Gruss
    Alex

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 16. Mai 2006 um 14:11
    • #51

    Ach so, wollte noch was zu Michaels (ADMIN) Sicherheitsflyer los werden:

    Eure Arbeit in Ehren, aber welcher Veranstalter ließt sich DAS durch??? Der versteht zu 80% nur Bahnhof. Zuviel Text. Zu kleine Schrift. Zu viele für den Veranstalter uninteressante Themen. Überschriften, mit denen die wenigsten Veranstalter etwas anfangen können.

    - Was ist ein Schutzleiter?
    - Was soll ich mit Windlasten in einer Halle? Was ist das überhaupt?
    - etc. pp.

    Am VA-Tag hat KEINER dafür Zeit, es interssiert gar nicht. Da sind andere Dinge wichtiger (für den Veranstalter).
    An anderen Tagen? Da wird einjeder Veranstalter denken, dass er ja ne Profi-Firma gebucht hat oder buchen wird, die schon wissen wird, was sie tut.

    Also, wie gesagt, Eure Arbeit und Euren Enthusiasmus in Ehren, finde ich bewunderswert. Aber aus Erfahrung ist das wie vieles andere auch unnötige Zeit und unnötiges Geld verschwendet.

    Grüssle
    Alex

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 16. Mai 2006 um 23:18
    • #52

    Ich habe immer einen Stapel neben dem Mixer liegen, damit der Va sowie alle anderen "FOH-Gaffer" sehen, daß sie es hier mit einer Firma zu tun haben, die auf sowas Wert legt. Nicht wenige nehmen sich auch so ein Ding und lesen es durch.

    Und spätestens, wenn jemand fragt, warum die kleine Box denn an 3 dicken Seilen hängt, bekommt er es in die Hand gedrückt.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 17. Mai 2006 um 07:13
    • #53
    Zitat von &quot;AFi&quot;

    Jungs, bleibt mal locker. Bitte keine Aufregung wegen Manuelas Statement. Wie hier ja schon ein paar Mal angeklungen ist, läuft man mit seinen Bescheidenen "Sicherheitshinweisen" gegen die Wand!

    Du sprichst mir aus der Seele :wink:
    Was bei den Statements völlig außer Acht gelassen wurde ist der Umgangston. Eine Veranstaltung ist sprichwörtlich ein Wald, wie man hineinruft so schallt es heraus. Wenn da ein Kolege freundlich sagt du hast da eine Kanne hängen die macht mir etwas Angst, dann sag ich lieb danke und laß das Ding überprüfen. Wenn er mir was von "Lebensgefahr" und "Polizei rufen" vorgeigt, laß diesem Kolege nach Erstattung seines Eintrittsgeldes die Tür weisen mit der Begründung daß er uns bedroht: Hausverbot. Und das finde ich auch völlig korrekt so !
    Es gibt zwischen Theorie und Praxis große Unterschiede. Das wird immer so sein und so bleiben.
    Mal ganz am Rande hatte ich letzte Woche die lustige Idee unter den Mitarbeitern Fahrschulbögen auszuteilen "theoretische Prüfung". Inklusive mir selber sind 4 "durchgefallen", nur eine Frau hat das bestanden. Soll ich jetzt losschreien das Bewegen der Firmenfahrzeuge durch euch ist ein lebensgefährlicher Wahnsinn? Oder eine Nachschulung verlangen und selbige auch selbst antreten?
    Das ist die Theorie. Die Summe von 3 Knöllchen, bezogen auf das Vorjahr und uns alle, ist die Praxis.
    Es gibt wirklich Menschen die solche Dinge ausnutzen; sie besuchen Veranstaltungen um sich die technischen aufbauten anzusehen, Bilder zu machen, und sie schleichen manchmal sogar in abgesperrten Bereichen herum wo sie garnichts verloren haben. Was soll man davon halten? Und genau diese Leute sind es, die diese ablehnde Haltung gegenüber solchen Dingen geschaffen haben.
    Nichts dagegen einzuwenden wenn ein Gast beim Genuß der Darbietung etwas bemerkt und dies freundlich mitteilt, ich möchte nicht falsch verstanden werden. Aber bitte keine "Sicherheitsüberprüfungen und Recherchen", dafür sind unsere Gäste nämlich wirklich nicht zuständig, das bekommen sie auch umgehend gesagt falls sie es nicht wissen sollten :D

    in diesem Sinne
    Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • rbp-duo
    Beiträge
    247
    • 17. Mai 2006 um 12:26
    • #54

    Hausverbot ohne triftige Gründe (wie z. B. Randalieren und so) wird immer als Schuldeingeständnis desjenigen gewertet, der es erteilt.

  • AFi
    Profi
    Beiträge
    119
    • 17. Mai 2006 um 13:27
    • #55
    Zitat

    Hausverbot ohne triftige Gründe (wie z. B. Randalieren und so) wird immer als Schuldeingeständnis desjenigen gewertet, der es erteilt

    Also, das ist ja der größte Quatsch, den ich je gehört habe! Der "Hausherr" hat das sagen, der darf entscheiden, wer denn nun rein darf oder nicht! Mietest Du ne Halle oder nen Saal, so hast Du das Sagen. Natürlich auch die Haftung und die Verantwortung. Das mit dem Schuldeingeständnis ist absolut lachhaft.

    Desweiteren hat schonmal keiner etwas an irgendwelchen Bühnengerätschaften oder in abgesperrten bzw. nicht für die Allgemeinheit bestimmten Bereichen zu suchen! Vollste Zustimmung an Manuela (nein, wir haben uns nicht abgesprochen ;-)). Wer hier was anderes behauptet, sollte mal drüber nachdenken. DENN: Auch wenn mir einer was "vom Fach" quasselt, heißt das noch lange nicht, dass er z.B. am Trussing oder den Ampracks irgendwas zu suchen oder gar zu kontrolieren hat! Da könnte nun wirklich einjeder daherkommen, oder?

    Wenn ich an nem Rohbau rumturne, bekomme ich auch "Hausverbot", aber absolut sofort! Da wirste dann umgehend vom Gelände geworfen. Ist dann die Baufirma schuldig? In Bezug auf was schuldig? Ach so, sie will nicht, dass der Murks zu tage kommt, bevor die Hütte zusammenfällt oder was? NEIN!!! Sie macht einfach nur Ihren Job und sorgt dafür, dass keine Unbefugten dumme Sachen machen oder gar zu Schaden kommen!

    Und genau aus diesem Grund würde ich JEDEN, der mir irgendwo an meiner Baustelle in Bereichen rumstolpert, wo er nunmal als GAST nix zu suchen hat, auch des Feldes verweisen. Ob das gleich mit Hausverbot geahndet werden muss, ist was anderes. Aber nach der Verwarnung gibt's die rote Karte!

    Ist eigentlich schon unfassbar, dass hier über solche Dinge diskutiert wird... :roll:

    Gruss
    Alex

  • pearl_paiste
    Beiträge
    96
    • 17. Mai 2006 um 18:22
    • #56

    erst mal vonrweg: es ist immer situationsabhängig, ob man was sagt oder nicht.

    hinter absperrungen hat niemand was zu suchen, klar. allerdings sind grobe verstöße im zuschauerraum (fliegende pars mit kabelbinder befestigt oä) durchaus kein grund eines hausverbots. und baustelle schimpfe ich ne VA nur solange, wie gebaut wird. sobald gäste da sind, dann is der vergleich mit ner baustelle nicht mehr wirklich tragbar ;)

    bei ner offensichtlichen gefährdungn würd ich durchaus überlegen nen verantwortlichen anzusprechen, sofern diese so erkennbar sind etc. pp. und es sollte auch auf den ton geachtet werden. wurde glaub ich auch schon gesagt.

    persönliches erlebnis: dresden-lan, alles geflogen, kein einziger safety. spieler keine zwei meter vom truss entfernt. ordnungsamt war da (wurde zumindest so gesagt) und hat nichts bemängelt...soviel dazu.

    außerdem (is schon gesagt worden) wäre ne statistik über unfälle wegen fehlender safeties oä mal interessant. wills jez auch net beschreien, dass was passiert...

    COsinus Veranstaltungstechnik
    http://cosinus-vt.de

    in diesem sinne pp

  • fschleif
    Beiträge
    950
    • 1. Juni 2006 um 15:48
    • #57

    Vielleicht sollte man bei der ganzen Diskussion auch die Art der VAs unterscheiden. Der Threadstarter sprach zu Beginn etwas von Disco-Trupps, die sich solche Schnitzer leider häufig erlauben. Meistens ist es aber doch so, dass ich das magels besseren Wissens machen. Das typische Szenario ist doch so: Zwei Kumpels machen einen auf DJ auf privaten Geburstagen und haben auch etwas an eigenem Zeug. Über irgendwelche KOnnektions bekommen sie jetzt den ersten "grossen" Auftrag - vielleicht in einer Turnhalle oder einem kleinen Zelt (es gibt da einen Fourmsuser, der ein Biild auf seiner Page betitelt hat "in der grossen Halle" - das spiegelt genau das wider), und sind zurecht auf diesen Auftrag stolz. Da sie den aber auch bekommen haben, weil sie das für sehr kleines Geld machen (viel mehr verlangen können sie ja auch nicht - haben nicht so das Mat und vor allem nicht die Erfahrung, die wollen sie sich ja so aneignen), müssen sie in vielen Bereichen einfach improvisieren. Dazu kommt, dass, und das ist vielleicht der wichtigste Punkt, diesen Akteuren meistens die Vorschirften nicht bekannt sind. Wenn ich einige Jahre zurückdenke, als bei mir dieser Prozess gerade akut war, wusste ich auch nicht, dass gesafed werden muss etc. Woher auch? (Klar, mit gesundem Menschenverstand wird man keine Kanne an einen Kabelbinder hängen oder Boxen an Seilchen fliegen, aber es gibt Sicherheitsbestimmungne, die man einfach kennen muss, weil man sonst nicht drauf kommen würde). Diese angesprochenen Kandidaten sind aber in aller Regel sehr dankbar, wenn man sie freundlich auf die Probleme hinweist. Veilleicht ist es so, dass an dem Missstand bei dieser VA ncihts mehr geändert werden kann, die Jungs werden den Fahler später aber bestimmt nicht mehr machen - ist zwar nicht die optimale Lösung, aber man hat durchaus schon einiges erreicht.
    Ich bin auch heute noch dankbar, wenn mich jemand auf Fehler hinweist und versuche sie so gut es geht zu beheben.

    Wenn Profis sich nicht an Bestimmungen halten, wirds allerdings brenzlig. Ich habe das bisher allerdings auch kaum gesehen. Man kann da IMHO auch päpstlicher sein als der Papst. Wenn z.B. ein kleiner Pinspot an G-Haken in 2 Meter Höhe nicht gesafed ist, kann man da ruhig drüber hinwegsehen, auch wenn es streng genommen nicht gestattet ist.

    Es gibt jaauch Dinge, die lassen sich nciht safen: Bei In-Ear Monitoring habe ich die Ambient Mics gerne oben in der Fronttruss, an Manfrottoaufnahmen befestigt - sieht chique aus, ist akustisch top und eine absolut zuverlässige Lösung. Kann aber eben wie gesagt nicht gesafed werden. Und nun? Handel ich grob fahrlässig, oder sind das Risiken, die man einfach eingehen darf? Sonst müsste man ja anfangen, jedes Schukokabel in der Truss zu safen, denn der Stecker könnte sich lösen und das baumelnde Ende jemandem an den Kopf knallen...

  • Berni Ton
    Beiträge
    247
    • 2. Juni 2006 um 08:29
    • #58

    Hi!

    Naja...es geht mir in dem Thread auch hauptsächlich um die, die sich prof. schimpfen und alles andere als das sind.
    Dem Verein, dem Club, der Asta, der Fachschaft ist's wurscht.... Hauptsache es kostet nix. Und wenn wir mal ehrlich sind, es fällt an so einem Abend genug Kohle an um ordentliche Arbeit auch zu bezahlen.

    Klingt krass, is aber so: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!" Darüber sollten sich alle bewusst sein.

    Auch ich habe früher, wenn ich mal so an meine Anfänge denke, so einige dinge gemacht, bei denen ich heute die Hände über'm Kopf zusammen schlage.....und das geht sicher vielen so. -Das will ich ja garnicht bestreiten. :roll: das ist gerade mal 10 Jahre her. Nur ich hätte NIE große Veranstaltungen ausgerichtet. Mit einem Praktikum bei einer großen Firma usw. kann man auch schon viele Gefahren im Keim ersticken.

    Was auf Grillhüttenparties passiert ist mir sch.. egal (Spaxt ruhig alles an die Decke ran)...das juckt mich nicht die Bohne. Das is eh eine andere Liga. 8)

    Was mich sauer macht ist die Tatsache, das ich sowas ständig auf Events sehe, wo locker mehr als 500 Leutchens sind und eine Menge Geld gescheffelt wird. Wenn da was passiert, kommen alle in Teufels Küche! Und die Branche bekommt wieder mal einen schlechten Namen! :evil:

    Wir leiden dann alle darunter Und das alles für einen Spottpreis.....

    Also egal was andere davon halten werden. Ich zeige Zivilcourage und weise die vermeindlichen Kollegen auf die Fehler hin....hilft das nicht, mache ich ernst! Das meine ich genau so, wie ich's geschrieben habe.
    Wenn ich dabei jemandem auf den Schlips treten sollte, ist mir das in Zukunft völlig egal.

    Gruß, schöne Pfingsten,
    Berni

  • Criz
    Beiträge
    468
    • 2. Juni 2006 um 13:12
    • #59

    @Berni:

    Amen!

    ->>> SHOP ONLINE http://www.cst-media.de/shop/ <<<-

    CST media Sales
    Groß- und Einzelhandel für
    Veranstaltungs- und Medientechnik
    72458 Albstadt
    http://www.cst-media.de

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 9. Juni 2006 um 22:05
    • #60

    @Berni: Richtig so. Unsere ganze Branche ist völlig unterbezahlt WEIL so viele Unprofis den Markt kaput machen. Warum darf nur jemand mit entsprechender Ausbildung Autobremsen reparieren, Rechtsberatungen anbieten und Menschen medizinisch behandeln (finde ich gut so) aber jeder Schüler darf statisch nicht berechnete Traversen über einer Schulklasse Überbelasten?? Da muss etwas passieren. Gut wäre eine Meisterpflicht für VA-Betriebe - ein KFZ-Betrieb braucht auch einen Meister, ein Artz eine Zulassung und der Anwalt auch einen Schein.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

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