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Soundcheck Reihenfolge

  • hammondfreak
  • 17. April 2006 um 15:02
  • krishan
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    • 28. April 2006 um 23:48
    • #41

    Das ist wirklich interessant, diesen Thread zu lesen, denn er beweist einmal mehr, dass es doch Unterschiede in den Ansprüchen und vor allem Denkweisen der Tonis und der Mucker gibt.

    Ich bin seit mehr als 30 Jahren beides (also sozusagen auch ein Sound-Opa) und habe als Musiker (Leadvocals, Gitarre, Bass) sehr häufig Diskussionen erlebt, wo ich mich mit fremden Technikern heftig habe streiten müssen, um die Klangvorstellungen der Band auf der Bühne durchzusetzen (und wir sind da lautstärkemäßig sehr diszipliniert).

    Pardon, aber leider sind inzwischen mehr als die Hälfte der technischen Dienstleister der festen Überzeugung, selbst so etwas wie Künstler zu sein. Das zeigt sich vor allem an den Ridern, in denen Dinge stehen, die keinen Musiker interessieren und die – ACHTUNG PROVOKATION! – außer dem FOH-Mann erstaunlicherweise niemand hört.

    Ich könnte mich immer kringeln, wenn auf Festivals musikalisch durchaus gute Bands mit superprofessionellen Ridern (unverzichtbar sind natürlich mindestens 2-3 große Lexicon-Maschinen, dazu natürlich no Behringer, no Mackie, no dbx) aufkreuzen und letztlich nur Soundmüll produzieren, weil der Techniker es nicht auf die Reihe kriegt.

    Und davor hat dann ein eher schwacher bis durchschnittlicher Act performt, der sich mit Presets preiswerter Geräte super durchmogelt. Zu dieser Kategorie gehören wir, und bisweilen zwinge ich besonders "kreative" FOH-Leute dazu, die Finger von den Knöpfen unseres selbst mitgebrachten Sideracks zu lassen, indem ich die Maschinen selbst einstelle und dann den Frontdeckel abschließe. Den ersten Teil des Soundchecks verbringe ich nämlich immer mit dem Wireless-Mic am FOH-Platz und höre mir das Gesamtwerk aus der Publkumsperspektive an. Monitor kommt danach und ist meist doch schwieriger.

    Die Sache mit der HiHat statt Kick ist nämlich auch so eine amusikalische Kopfdiskusion, die man mit Technikern führen muss, die in ihrem Leben noch kein Instrument gespielt haben, aber für jedes den Frequenzbereich aufs das Hertz genau auswendig wissen. Ohne Kick geht bei Pop, Rock usw. gar nix. Darüber kann man dann diskutieren wenn einem das KickDrum aus den Fills ohnehin ins Ohr gedrückt wird und man sich auf dieser Basis Gedanken über den Sound von Wedges machen kann. Und bei In-Ear brauchst Du die Bassdrum selbst als Sänger wenigstens im Lowmid-Bereich. Aber zu behaupten, man bräuchte kein Kick, weil es so viel Leistung kostet, ist ja vollkommen schräg.

  • wora
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    • 29. April 2006 um 01:17
    • #42
    Zitat von "Krishan"

    ...und bisweilen zwinge ich besonders "kreative" FOH-Leute dazu, die Finger von den Knöpfen unseres selbst mitgebrachten Sideracks zu lassen, indem ich die Maschinen selbst einstelle und dann den Frontdeckel abschließe. Den ersten Teil des Soundchecks verbringe ich nämlich immer mit dem Wireless-Mic am FOH-Platz und höre mir das Gesamtwerk aus der Publkumsperspektive an...


    ihr stellt also im soundcheck eure effekte selber ein.
    schön, dann ist das natürlich genauso wie ihr das haben wollt.
    das akzeptiere ich durchaus, schliesslich steht ja die musik im vordergrund, sie ist der grund warum wir diesen job überhaupt machen.

    aber jetzt kommt meine (ebenso ketzerische) gegenfrage:
    spielt ihr immer nur einen song?
    habt ihr nicht mal zur abwechslung ne ballade oder ein schnelleres stück im programm, wo es sich durchaus mal lohnen könnte die effekte entsprechend anzupassen?


    ... jajaja, ich weiss - off topic 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Seven
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    • 29. April 2006 um 01:42
    • #43

    Ein Song pro Abend....da gibts dann wohl nen Controller in der Band.... :twisted:

  • Sound-Klinik
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    • 29. April 2006 um 08:30
    • #44

    wora

    ... vielleicht meint krishan ja die Grundtendenz (Schlagzeugsound, E-Bass-Sound, Gitarrensound ...).

    Es gibt nun mal Tontechs, die immer "ihre" Soundvorstellungen durchdrücken ... manchmal klingt dann ein Folklore-Ensemble oder eine Bluesband - soundtechnisch (Schlagzeug, Gitarren ...) - wie eine Heavy-Metal-Band.

    Ehe ich mich auf einem Stadtfest als Musiker irgendeinem Tontech (den ich nicht kenne) soundmässig gesehen "ausliefere", mische ich dann auch lieber selbst (... und auch schon mal mit dem Mischer auf der Bühne - zumal meine Mitmusiker - alles "alte Hasen" - sehr diszipliniert spielen !) ... :wink: ... und häufig unterstellt man uns dann sogar, daß wir nicht live spielen würden ... :D

  • Seven
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    • 29. April 2006 um 08:49
    • #45

    Zum Thema "selbst-von-oben-mischen". Ich hab in all den Jahren nur EIN Konzert erlebt, wo ich sagen würde, dass war wirklich gut. Gut, Gigs wo nur ne Gesangsanlage steht ausgenommen. Und auch bei dem einen guten Gig hätte ein Mixer noch mehr rausholen können.

  • tufkaklto
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    • 29. April 2006 um 10:32
    • #46

    Hallo

    Ich habe kein Problem, mit einem Musiker seine Soundwünsche einzustellen.
    Im Gegnteil, das ist für mich Teil derr Kommunikation zwischen Tech und Musiker.

    Aber wenn mir jemand ins Pult oder in die Sideracks greift, eventuell noch den Deckel verschließt, damit ich im Zweifelsfall keinen Zugriff mehr darauf habe, dann würd ich mit demjenigen klarstellen, wer das Pult bedient.
    Und im Zweifelsfall würd ich den FOH sofort dem anderen überlassen.

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  • LC2412
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    • 29. April 2006 um 11:03
    • #47
    Zitat von "Krishan"


    Die Sache mit der HiHat statt Kick ist nämlich auch so eine amusikalische Kopfdiskusion, die man mit Technikern führen muss, die in ihrem Leben noch kein Instrument gespielt haben

    bezeichne mich als leidlichen Musiker (Saiten-, und Blasinstrumente), habe auch schon gesungen. Daher treffen Deine Pauschalisierungen zumindest auf mich nicht zu. Generell wurde schon festgestellt, dass vieles auch subjektiv ist und manches auch unterschiedlich aufgefasst wird.
    Beim Monitor denke ich, dass es mehr darauf ankommt, wie der Musiker dem Tech vertraut und wie das Zusammenspiel ist. Dann "hört" ein Musiker teilweise auch, dass der Tech den Monitor lauter gemacht hat, dabei hat der nur an einem leeren Kanalzug rumgespielt. Das ist das eine.

    Das andere ist: Wenn ich bei einer Band Soundcheck mache, bei dem jemand aus der Band mich unterstützt, warum nicht? Dann weiß ich schnell, wie die Band z.B. das Drumset klingen haben mag, da man da am meisten rumschraubt und "Sound" auch am Pult kreiert. Klar kann ich dann, wenn es der Gitarrist ist, der beim Soundcheck unbedingt einen fetten Bass haben will, den auch wieder rausnehmen, wenn er auf der Bühne steht.

    Ziel einer Veranstaltung sollte immer sein, dass die Band auf der Bühne Spass hat, dann geht das aufs Publikum und wieder zurück. Aufgabe des Techs ist, das, was auf der Bühne geboten wird, klangtechnisch zu einer runden Sache zu machen. Ich habe schon Leute gemischt, da hat man nach dem Soundcheck außer ein paar Hallräume an die Lieder anzupassen, nichts mehr machen müssen. Ich habe aber auch schon Bands erlebt, bei denen immer alle alles spielen müssen und der Git auch nicht merkt, wenn keine Saite mehr zur anderen stimmig ist. Da bin ich dann schon der Ansicht, dass man Schadensbegrenzung machen muss.

    Wer dann aber nach 30 Jahren Banderfahrung schildert, dass er die Sideracks verschließt, erntet nur mein Kopfschütteln. Was machst Du mit einem Compressor oder einem Effekt oder einem sich ändernden Raumklang, weil sich die Halle füllt und die Luftfeuchtigkeit steigt? Solche Bands habe ich noch nie gemischt und würde es auch nicht.
    Ansonsten finde ich die Beiträge bisher recht informativ.

    HTH
    Carsten

  • wora
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    • 29. April 2006 um 11:44
    • #48
    Zitat von "Sound-Klinik"

    ...
    Es gibt nun mal Tontechs, die immer "ihre" Soundvorstellungen durchdrücken ... manchmal klingt dann ein Folklore-Ensemble oder eine Bluesband - soundtechnisch (Schlagzeug, Gitarren ...) - wie eine Heavy-Metal-Band...


    nun ja, ich kenn tatsächlich auch nen mischer aus unserer ecke bei dem das genau so ist. dessen mixe muss ich mir zum glück nur alle paar jahre anhören ;)

    um diesem problem aus dem weg zu gehen, gibt es sogenannte "Bandmischer"
    die meisten bands bringen ihren eigenen mischer mit (wir haben bei meiner "hauptband" mittlerweile sogar unseren eigenen monitormann dabei).
    nur so kann man eine gleichbleibende qualität sicherstellen.
    das schont die nerven der musiker, weil sie wissen das sie genau das bekommen was sie möchten.
    die mehrkosten sind natürlich da, dann muss man als musiker eben abwägen was einem wichtiger ist...
    nur mal so als tipp :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • donut
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    • 29. April 2006 um 18:13
    • #49

    Hallo Arndt.

    Sound Opi hat breits auf der ersten Seite das weentlichste berichtet.

    Der Soundcheck beginnt mit der Stimme. und zwar lange bevor die Musiker auf die Bühne kommen. Der FoH Mann checkt das System auf Sprachverständlichkeit mit seinem eigenen Mikrofon und seiner eigenen Stimme dort, wo später das Publikum alles hören soll, nämlich im Zuhörerraum! Mit dem Abspielen von bekannten Musikstücken wird ausserdem der Frequenzgang und die Transparenz des Systems nach Gusto getuned.

    Und erst dann kommen die Künstler. Womöglich weil das Schlagzeug bei POP und Rock das umfangreichste Instrument ist, fängt man damit an. Beim mischen von Klassik Orchestern sieht das übrigens völlig anders aus!

    Und nun interessiert mich, ob Du bei deiner unkonventionellen Soundcheck Abfolge die anderen, bereits bedienten Musiker bei Laune und Ruhe halten konntest, während Du anschliessend mit dem Schlagzeuger rumgespielt hast!?

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  • krishan
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    • 29. April 2006 um 20:19
    • #50
    Zitat von "wora"

    ihr stellt also im soundcheck eure effekte selber ein.
    schön, dann ist das natürlich genauso wie ihr das haben wollt.
    das akzeptiere ich durchaus, schliesslich steht ja die musik im vordergrund, sie ist der grund warum wir diesen job überhaupt machen.

    aber jetzt kommt meine (ebenso ketzerische) gegenfrage:
    spielt ihr immer nur einen song?
    habt ihr nicht mal zur abwechslung ne ballade oder ein schnelleres stück im programm, wo es sich durchaus mal lohnen könnte die effekte entsprechend anzupassen?

    Die Frage ist ja berechtigt - und mein Posting sicher auch ziemlich provokativ. Aber bei solchen Tonis, bei denen man echte Katastrophen befürchten muss, werden zwei Hallprogramme fest gespeichert, und man hofft, dass die Auxwege und Returns nicht zu weit aufgerissen werden. Bei solchen Jungs verzichten wir dann auch vollständig auf Delays. Kompressoren haben wir auch immer für vier Insertwege dabei.

    Das ist aber auch die absolute Ausnahme, normalerweise arbeiten wir gern und gut mit dem vorhandenen Personal und Equipment zusammen und drehen nicht selbst an den Knöpfen. Bei professionellen Leuten ist das nun auch wirklich kein Problem, erstaunlicherweise auch nicht bei relativen Anfängern, die hören aufmerksam zu und geben sich Mühe, die Wünsche der Musiker zu erfüllen. Problematisch sind meist "Semiprofis" oder fortgeschrittene HKS, die laufen zum Strunzen mit nem L300 oder 960L am FOH auf (weiß der Himmel, was sie damit wollen und wer ihnen das geliehen hat) und machen einen auf dicke Hose.

    Eine befreundete Sängerin, die mit zwei sehr professionellen Bands abeitet (einmal rockig, einmal akustisch), ist nach fünf Festival-Jahren inzwischen so entnervt, dass sie überhaupt keinen Effekt mehr auf ihrer Stimme will.

    Ich wollte hier keine Werbung dafür machen, als Beifahrer ständig ins Lenkrad zu greifen. Das ist nur dann eine Option, wenn der Wagen in die Schlucht zu stürzen droht und der Fahre es nicht merkt.

  • KREISS
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    • 29. April 2006 um 20:53
    • #51
    Zitat von "Krishan"

    Die Frage ist ja berechtigt - und mein Posting sicher auch ziemlich provokativ. Aber bei solchen Tonis, bei denen man echte Katastrophen befürchten muss, werden zwei Hallprogramme fest gespeichert, und man hofft, dass die Auxwege und Returns nicht zu weit aufgerissen werden. Bei solchen Jungs verzichten wir dann auch vollständig auf Delays. Kompressoren haben wir auch immer für vier Insertwege dabei.

    Das ist aber auch die absolute Ausnahme, normalerweise arbeiten wir gern und gut mit dem vorhandenen Personal und Equipment zusammen und drehen nicht selbst an den Knöpfen. Bei professionellen Leuten ist das nun auch wirklich kein Problem, erstaunlicherweise auch nicht bei relativen Anfängern, die hören aufmerksam zu und geben sich Mühe, die Wünsche der Musiker zu erfüllen. Problematisch sind meist "Semiprofis" oder fortgeschrittene HKS, die laufen zum Strunzen mit nem L300 oder 960L am FOH auf (weiß der Himmel, was sie damit wollen und wer ihnen das geliehen hat) und machen einen auf dicke Hose.

    Eine befreundete Sängerin, die mit zwei sehr professionellen Bands abeitet (einmal rockig, einmal akustisch), ist nach fünf Festival-Jahren inzwischen so entnervt, dass sie überhaupt keinen Effekt mehr auf ihrer Stimme will.

    Sehr hilfreich dagegen ist, wenn man sich einen eigenen Tonschrauber mitbringt - bei einer professionellen Band sollte das durchaus auch finanzierbar sein.

  • Sound-Klinik
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    • 3. Mai 2006 um 08:12
    • #52
    Zitat von "Kai Reiss"

    Sehr hilfreich dagegen ist, wenn man sich einen eigenen Tonschrauber mitbringt - bei einer professionellen Band sollte das durchaus auch finanzierbar sein.

    ... von der Logik sicher richtig, nur gibt es zahlreiche Top40-Bands, die - besonders in der Zeltsaison - nicht einmal mehr mit eigener Anlage "aufschlagen" (verschärfte Marktsituation wg. DJs) ... geschweige denn (überhaupt noch) einen eigenen Techniker mitbringen/haben.

    Es werden dann - entweder vom Veranstalter (häufig) oder der Band selbst - Verleihfirmen engagiert, die für die Ton- und Lichttechnik zu sorgen haben. Mit manchen dieser Firmen bestehen dann (seitens der Band) auch längere Vereinbarungen (mit z.T. preisdumpenden Verleihfirmen ... :? ), die dann z.B. für die Dauer einer Saison abgeschlossen werden ...

    - - - - - -

    Jüngstes Erlebnis: Letztes Wochenende wurde ich für den Soundcheck einer Top40-Band engagiert (nach 2 ... 3 Sets bin ich dann vereinbarungsgemäss verschwunden und habe die Regler für die restlichen Stunden an einen Kollegen übergeben ... :) ).

    Ich fragte den Schlagzeuger nach dem FOH-Check, was er denn auf seinem Moni haben will - seine Anwort: "ALLES außer Becken" (d.h. er wollte nicht nur BD, SD, sondern auch die Toms "drauf" haben) !
    Der Tonverleiher (der mich gut kennt) sagte dann auch: "Mach es einfach so, wie die Band es haben will - und sag sonst bitte nichts ..." :wink:

    Die übrigen Musiker brauchten dann aufgrund der Bühnenlautstärke natürlich "entsprechend" mehr Dampf auf ihre Monis (... und es fehlte dann auch nicht an "mach mich noch ein bißchen lauter" :lol: ) ...

  • Schrumpeln
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    • 3. Mai 2006 um 10:09
    • #53

    Hallo,

    ich denke hier geht es um den Soundcheck und nicht um die frage wer welchen Techniker wo mitbringt.

    Also zurück zum Thema:
    Ich beginne den Soundcheck auch schon bevor die Band kommt mit der Check der PA und dem Hören der Monitore. Wenn dann der Sound aus den Monitoren laut und druckvoll klingt lasse ich die Gesangsmikros stehen und lege jedem Sänger auch schon mal was auf den Monitor. Eigendlich steht meistens der Monitor sound schon zu 80% bevor die Band aus dem Auto steigt.
    Ich finde es auch gut wenn die Gesangsmikros offen sind wärend des Checks, denn dann kann der Musiker auch mit mir reden wie er was mag. Und das ist auch sehr wichtig finde ich. Nach dem die Kick, HH und Snare steht bitte ich oft schon den Basser dazu, denn ich finde einen gesunden Groove der Rhythmussektion ist schon mal die Grundlage für einen guten Sound. Dann Mache ich das Schlagzeug fertig. (Also nicht einfach in der Reihenfolge wie die Kanäle am Pult ankommen, da bin ich fexibel ;-)).
    Der Sänger ist je nach Musikrichtung natürlich das wichtigste, aber was wäre eine Metall-Band ohne mächtigen Gitarrensound und einer sehr präsenten Stimme. Ja richtig nicht anzuhören!

    Also der Sound wird für die BAnd gemacht und Musiker sind nun mal Musiker weil sie Kreativ sind und diese kann man nicht immer zu logischem Denken zwingen. Will heissen ein Gitarrist spielt halt meisten wenn er eine Gitarre um den Hals hat und ein Trommler haut auf allem rum was ihm in den Weg kommt aber es git Zeiten da müssen sie halt ruhig sein oder nach Backstage gehen un da daddeln.

    Meine Sänger nutzen das meistens sich schon mal ein bischen warm zu singen und das hinter der Bühne. Sie kommen dann gut eingesungen als letztes dran und dann gehts auch meistens schon los. Das weiss auch das Publikum auf Open airs und anderen Festivals. WEnn der Sänger fertig ist gehts los!

  • tufkaklto
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    • 3. Mai 2006 um 19:30
    • #54

    hi

    Frage: warum nicht Toms in die Monitore legen ?
    Zum einen kommt das öfters vor, zum anderen sind wir alle Dienstleister, die dazu da sind, unseren Kunden ( und das sind auch die Musiker ) ein angenehmes Konzert zu ermöglichen. Und wenn sich damit wer wohl fühlt,...
    Und das mit dem Bandtechniker macht sehr wohl Sinn. Dieser schafft für die Band eine Vertrauensbasis, das egal was passiert und welche Anlagen da stehen, dieser immer das Beste rausholt. Und die Band kennt und somit den entsprechenden und gewünschten Sound schafft. Dass heist auch, das dieser beim Soundcheck im Regelfall schon genau weiß, wie Instrumente klingen und klingen müßen und was welcher Musiker gern im Monitor hat.

    Und für mich beginnt der Soundcheck auch mit der Band.
    Davor stelle ich normalerweise die Anlage ein, bzw pfeif mir mal die Monitore ein.
    Das sind Arbeiten, die man im Idealfall vor Soundcheck erledigen sollte.

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  • Sound-Klinik
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    • 3. Mai 2006 um 19:54
    • #55
    Zitat von "klauston"

    Frage: warum nicht Toms in die Monitore legen ?

    1. Weil dies die Bühnenlautstärke, die bei vielen Bands ehe schon in einem Bereich liegt, bei dem die Kontrolle der Vocals heikel wird, noch mehr erhöht wird.

    2. Weil sowas dann - quasi als Kettenreaktion - zu noch größeren Abhörpegeln bei den anderen Monitoren führt und das erhöhte Übersprechen auf die Mikrofone zu einem zunehmend verwaschenen, unpräzisen Gesamtsound führt (vom höherem Feedbackrisiko mal abgesehen ... :wink: ).

    3. Weil einige Gitarristen sich dann "noch lauter machen" ... was dann wiederum zu "noch lauteren" Gesangsmonitoren (Sänger/in: "Ich hör mich nicht ...") führt ... usw.


    Die Alternative:
    Diszipliniert spielende Bands haben nicht nur eine erheblich bessere Kontrolle (besonders: Gesang !!!) auf der Bühne, sondern ermöglichen dem FOH-Menschen auch, einen erheblich besser auflösenden, weniger matschigen/breiigen Frontsound zu realisieren.

    Ab einer gewissen Bühnenlautstärke ist das menschliche Gehör zudem auch nicht mehr in der Lage, einzelne Instrumente getrennt und (besonders bei sehr hohen Pegeln ...) tonal richtig wahrzunehmen.

    Ein Monitoring von Drums macht erst Sinn, wenn - gerade bei großen Bühnen - zwischen den Musikern größere Distanzen liegen (... was dann auch das Übersprechen von Monitoren und Gitarrenamps auf Mikrofone insgesamt verringert ...).

  • tufkaklto
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    • 3. Mai 2006 um 20:41
    • #56

    Da hast Du schon recht, wenn es sich wirklich um kleine Bühnen handelt.
    Da geht das Problem aber schon damit los, das man eigentlich alles in den Gesangsmicros hat, speziell das Blech.
    Die Toms im Monitor alleine machen aber auch noch kein Problem in der Bühnenlautstärke.
    Bei einer disziplinierten Band sollte das auch kein problem sein.
    Rein prinzipiel bin ich persönlich der Meinung, das ein guter Monitorsound den FOH unterstützt, schlechter Sound aber auch mächtig zerstören kann.
    Und das liegt nicht nur alleine daran, was in welchen Monitoren wo ist.

    Und da No Input No Output ist, halte ich es nicht unbedingt immer richtig ( clubgigs, jazz,... usw ausgenommen ), unbedingt Die Amps immer zu sehr runterzudrehen.
    Ich hab nix davon, wenn der Gitarrist brav leise spielt und der Drummer ums Eck reinhaut als gäbs kein Morgen.
    Da hab ich dann auch nur Drum im Git Mic, wenn ich das aufziehe.

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  • Sound-Klinik
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    • 4. Mai 2006 um 06:41
    • #57
    Zitat von "klauston"

    Da geht das Problem aber schon damit los, das man eigentlich alles in den Gesangsmicros hat, speziell das Blech.


    ... bei kleinen Bühnen verzichte ich meistens ganz auf OH, weil sowieso alles gnadenlos in die Gesangsmikros knallt ...

    Zitat von "klauston"

    Ich hab nix davon, wenn der Gitarrist brav leise spielt und der Drummer ums Eck reinhaut als gäbs kein Morgen.
    Da hab ich dann auch nur Drum im Git Mic, wenn ich das aufziehe.


    ... sowas wäre sicher das andere Extrem - obwohl Gitarristen (besonders die Top40- und Rock-Fraktion) eher zu hohen Lautstärken tendieren.

    Bei Jazzbands habe ich übrigens noch nie erlebt, daß der Drummer nicht auch leise spielen kann ... :wink:

  • Seven
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    • 4. Mai 2006 um 09:11
    • #58
    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... von der Logik sicher richtig, nur gibt es zahlreiche Top40-Bands, die - besonders in der Zeltsaison - nicht einmal mehr mit eigener Anlage "aufschlagen" (verschärfte Marktsituation wg. DJs) ... geschweige denn (überhaupt noch) einen eigenen Techniker mitbringen/haben.

    Was ist daran nicht normal, auszusetzen oder gar schlimm? Es ist doch für eine Band schwachsinnig sich eine eigene Anlage zu kaufen die für 45% der Auftritte zu groß und für 45% der Auftritte zu klein ist und für 10% der Auftritte passt. Daher wird mit einem Verleiher zusammengearbeitet. Bei unserem Beispiel: Wenn wir die Anlage, die wir bei meiner Band standardmäßig leihen, kaufen würden, hätte die Band in den 10 Jahren ihres Bestehens noch NIE Gage ausgezahlt sondern wäre immer noch munter dabei die PA abzubezahlen. Und eine vor 10 Jahren gekaufte PA wäre dann heute keinen Meter mehr "up-to-date" und man hätte den Ärger mit Verschleiss etc.

    Zitat von "Sound-Klinik"


    Es werden dann - entweder vom Veranstalter (häufig) oder der Band selbst - Verleihfirmen engagiert, die für die Ton- und Lichttechnik zu sorgen haben. Mit manchen dieser Firmen bestehen dann (seitens der Band) auch längere Vereinbarungen (mit z.T. preisdumpenden Verleihfirmen ... :? ), die dann z.B. für die Dauer einer Saison abgeschlossen werden ...

    Und was ist daran schlecht? Ich buche für ein Jahr eine Firma und mache einen Deal. Der Verleiher hat seinen Krempel garantiert für x Veranstaltungen draußen und ich hab ein Jahr lang dasselbe Equipment und zumindest hier die gleiche Qualität. Das rechnet sich für beide Seiten und natürlich gibts hier dann noch ein paar Punkte.

    Zitat von "Sound-Klinik"


    Ich fragte den Schlagzeuger nach dem FOH-Check, was er denn auf seinem Moni haben will - seine Anwort: "ALLES außer Becken" (d.h. er wollte nicht nur BD, SD, sondern auch die Toms "drauf" haben) !
    Der Tonverleiher (der mich gut kennt) sagte dann auch: "Mach es einfach so, wie die Band es haben will - und sag sonst bitte nichts ..." :wink:


    Ja und? Bassdrum auf dem Monitor ist nun einfach das normalste der Welt und Toms sind generell auch eher zu leise bei RnR.
    Für das Spielgefühl ist es meistens einfach besser so. Es macht einfach deutlich mehr Spass. Je nach Bühnengröße ist da halt abzuwägen mit dem Monitor und auch dem FoH Sound, da ist das dann eher kontraproduktiv.
    Aber die Trommeln sind da meist nicht das schlimmste, sondern eher die Becken, weil die einfach in einem ekligeren Frequenspektrum erklingen und deutlich länger klingen als die perkussiven Trommeln.

  • donut
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    • 4. Mai 2006 um 10:38
    • #59

    sehr geehrte Kollegen.
    letztendlich ist das ganze Thema lediglich eine Frage der Disziplin und der Einsicht.
    1. Wir arbeiten als Team, immer, alle!
    2. mit dem Ziel, dem Publikum angenehme Unterhaltung zu bieten!

    ergo: auch die "Künstler" sind hier Dienstleister!

    und wenn wir gut waren, werden wir wieder gebucht und bejubelt.

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  • Sound-Klinik
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    • 4. Mai 2006 um 12:46
    • #60
    Zitat von "Seven"

    Was ist daran nicht normal, auszusetzen oder gar schlimm? Es ist doch für eine Band schwachsinnig sich eine eigene Anlage zu kaufen die für 45% der Auftritte zu groß und für 45% der Auftritte zu klein ist und für 10% der Auftritte passt. Daher wird mit einem Verleiher zusammengearbeitet.

    ... wie kommst Du eigentlich darauf, daß ausgerechnet ich daran "etwas auszusetzen" habe ? :?
    Ich habe wohl schon oft genug hier empfohlen, daß das Leihen für manche Bands manchmal wirtschaftlich die weitaus bessere Alternative ist ...

    Zitat von "Seven"

    Und was ist daran schlecht? Ich buche für ein Jahr eine Firma und mache einen Deal. Der Verleiher hat seinen Krempel garantiert für x Veranstaltungen draußen und ich hab ein Jahr lang dasselbe Equipment ...

    ... wie kommst Du darauf, daß ich sowas schlecht finde ?
    Da ich selbst häufig Aushilfsjobs bei Top40-Bands mache, beobachte ich diesen Trend und habe dies lediglich hier mal beschrieben ... :)

    Zitat von "Seven"


    Ja und? Bassdrum auf dem Monitor ist nun einfach das normalste der Welt und Toms sind generell auch eher zu leise bei RnR.
    Für das Spielgefühl ist es meistens einfach besser so. Es macht einfach deutlich mehr Spass.

    ... diese "Praxis" ist aber bei kleinen (Zelt-) Bühnen häufig einer der Gründe, warum das Monitoring auf der Bühne (gerade für Gesang) zusätzlich verschlechtert wird ... die hohe Schlagzeuglautstärke (manche "Schmiede" spielen sogar in Plastikkabinen ... :? ) führt dann zu höheren Pegeln bei den übrigen Instrumenten (Gitarre, Bass, Keys ...) und letztendlich dann zu hohen Monitorpegeln für den Gesang. Und ob es sinnvoll ist, für "deutlich mehr Spass" den FOH-Sound durch das verstärkte Übersprechen zu verschlechtern, mag jeder für sich selbst entscheiden. 8)

    Und da ich "beide Seiten" sehr gut kenne (ich spiele seit Mitte der 70er Jahre auf großen und kleineren Bühnen in Bands ... :wink: ), ist mir diese Problematik auch sehr geläufig - und ich werde dann regelmässig bei Aushilfsjobs wieder daran (bzw. an diese "Unsitte") "erinnert" ... :)

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