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Mischpultnetzteil Katastrophenschaltung

  • audio-pip
  • 24. April 2006 um 17:08
  • audio-pip
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    • 24. April 2006 um 17:08
    • #1

    Hallo verehrte Bastelgemeinde,

    mich würde mal interesieren wie bei den häufig verbreiteten Mischpulten die Netzteile aufgebaut sind. Nun nicht ansich das Netzteil sondern die Schaltung die im Notfall greift wenn das eine "abschmiert".
    Ich habe mir da auch schon meine Gedanken gemacht, die einfachste Lösung wären Relais nur habe ich bedenken das es zum Knacken kommt wenn einmal kurz die Betriebsspannung abfällt. Oder ist die Schaltzeit eher unbedenklich?
    Oder schaltet man das über Triacs?

    Grund meiner Frage ist, das ich ein Netzteil habe und ein zweites dazubauen möchte welches diese Sicherhaitsfunktionen beinhaltet. Pult ist ein altes 1986 D&R-38 Kanal welches ich schon zum größten Teil restauriert habe :)

    ...Sebastian

  • manuela
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    • 24. April 2006 um 17:30
    • #2

    sowas macht man mit dioden parallel. Dabei schaltet garnichts.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • audio-pip
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    1.412
    • 24. April 2006 um 17:46
    • #3

    :shock: hmm... klingt logisch :idea:

    hätte ich aber auch selber drauf kommen können. :oops:

    ...Sebastian

  • ADMIN
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    • 24. April 2006 um 18:59
    • #4

    Ergänzend bleibt anzumerken, dass es auch die Strategie gibt, das Spare-Netzteil gar nicht anzuschließen und im Ernstfall umzustöpseln. Wenn nämlich "abweichende Netzversorgung" (P und N vertauscht, N Wackelkontakt, Aggi geht durch...) das Netzteil schrottet, dann erwischt's nur eines und man kann mit dem anderen (nach einer Umsteckpause von 'ner halben Minute) weitermachen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • TomyN
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    • 1. Mai 2006 um 17:52
    • #5

    ADMIN klingt auf den ersten Blick logisch, aber bei 380V ist
    das Siderack ist dann ja auch hinüber.
    Bei einem Netzteilfehler hat man das Problem, dass das Einstecken des neuen Teils ja koordiniert werden muss (Endstufen aus / Controller muten o.ä) damit die Zuhörer und das Material das überleben.
    Daher würde ich schon beide betreiben, aber auf Überspannungsschutz achten.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
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  • Insomnia
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    • 5. Mai 2006 um 12:50
    • #6

    Um wirklich redundant zu sein sollte man ja beide Netzteile auf eine getrennte Phase legen.

    Es ist ja nicht nur eine Redundanz falls mal das Netzteil stirbt.

    Grüße

    Insomnia

  • niggles
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    • 6. Mai 2006 um 14:07
    • #7
    Zitat von "Insomnia"

    Um wirklich redundant zu sein sollte man ja beide Netzteile auf eine getrennte Phase legen.

    Es ist ja nicht nur eine Redundanz falls mal das Netzteil stirbt.

    Grüße

    Insomnia

    Zitat von "TomyN"

    ADMIN klingt auf den ersten Blick logisch, aber bei 380V ist
    das Siderack ist dann ja auch hinüber.
    Bei einem Netzteilfehler hat man das Problem, dass das Einstecken des neuen Teils ja koordiniert werden muss (Endstufen aus / Controller muten o.ä) damit die Zuhörer und das Material das überleben.
    Daher würde ich schon beide betreiben, aber auf Überspannungsschutz achten.


    Alles nette Ideen, in der Praxis bringts aber gar nichts. Da ist nach einem N-Bruch oder einem amoklaufenden Aggregat meistens erst mal Pause, bis der Fehler gefunden und abgestellt wurde. In der Zeit kann ich auch problemlos mal ein paar Universal-Steckernetzteile im Siderack verbauen, Sicherungen wechseln und vor allem mein 100%ig intaktes zweites Pultnetzteil anstöpseln. Und das ist eben nur dann zu 100% intakt, wenn es zum Zeitpunkt des "Netzfehlers" nicht angeschlossen war...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Insomnia
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    • 8. Mai 2006 um 07:25
    • #8

    100% Sicherheit wirst Du nie haben/bekommen, oder hast Du auch eine Ersatzband dabei falls mal der Sänger ´n Frosch im Hals hat :lol: :lol: :lol:
    Spaß beiseite, es gibt Fälle da hat man verloren. Da hilft es nur im Vorfeld alles richtig zu machen, will damit sagen, Aggregate halt nicht vom hinterhof Verleiher, Verteiler und Stromkabel nur aus bekannter, sicherer Quelle ( am besten die eigenen)
    Wenn Du wirklich einen N-Bruch hast, dann ist ja nicht nur das Pultnetzteil am A...., sondern wie gesagt alles das mit auf der Phase lag. Wenn Du über CEE gefahren bist sogar alles das an den drei Phasen lag.

    Insomnia

  • tufkadib
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    • 8. Mai 2006 um 08:42
    • #9

    Hallo,

    um das Kleinleistungsgerümpel vor dem plötzlichen Stromtod durch N-Abriß zu bewahren, könnte man einen Dreiphasentrafo mit Dy-Schaltung mitnehmen. Der ist auf Dauer bestimmt billiger als hin und wieder paar Effektgeräte oder -netzteile zu tauschen.

    So ein Ding früher ohnehin notwendig, wenn man mit dem Funkzug in einem Dorf aufschlug, das 3x220V mit geerdetem Außenleiter hatte...


    MfG

    DirkB

  • ADMIN
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    • 8. Mai 2006 um 09:44
    • #10
    Zitat von "Insomnia"

    Wenn Du wirklich einen N-Bruch hast, dann ist ja nicht nur das Pultnetzteil am A...., sondern wie gesagt alles das mit auf der Phase lag. Wenn Du über CEE gefahren bist sogar alles das an den drei Phasen lag.

    1.) Bei 1-Phasen-Wechselstrom richtet ein Nulleiterbruch keinen Schaden an.

    2.) Bei 3 Phasen können jeweils nur zwei Phasen deutlich Überspannung haben (halbwegs ohmsche Verbraucher mal vorausgesetzt). Oft ist es auch so, dass zwei Phasen stark (und in etwa gleich stark) belastet sind, beispielsweise Amprack links und rechts, und eine dritte weniger (FOH). Da tritt dann auf der weniger belasteten Phase die Überspannung auf, während die anderen beiden Unterspannung haben.

    3.) Ein Konzert ohne Effektgeräte, ohne Dynamics und ohne EQs ist zwar alles andere als lecker, aber noch hinzubekommen.

    Ein Konzert ganz ohne Mischpultnetzteil...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • manuela
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    • 8. Mai 2006 um 11:11
    • #11

    Da die Preise dafür eh völlig am Boden sind ist eine USV zum Füttern der Konsolennetzteile sowas wie die Endlösung. Dieses ding schluckt nichtnur Überspannungen runter, es liefert auch den ausgleich bei Unterspannung und läßt die Konsole an (Digitaltische lieben das besonders....) während der Generator mal ausgegangen ist und wiederbelebt werden muß 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • tufkadib
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    • 9. Mai 2006 um 13:57
    • #12

    Hallo Manuela,

    Zitat von "Manuela"

    Da die Preise dafür eh völlig am Boden sind ist eine USV zum Füttern der Konsolennetzteile sowas wie die Endlösung.


    auch USV gehen bei einem Neutralleiterabriß hoch wie ein bengalisches Feuerwerk. Für das Kleinleistungsgerümpel würde ich wirklich einen Dy-Trafo vorschalten. Dann evtl. eine USV.

    MfG

    DirkB

  • audienceblinder
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    • 9. Mai 2006 um 14:33
    • #13

    hast Du mal einen Link zur Funktionsweise eines DY Trafo?

    rein theoretisch...
    wenn es um Neubau gehen würde, könnte man doch 2 Trafos nehmen, die für 400V gedacht sind, aber nur mit 230V im normalfall füttern (ausreichend dimensionieren) und sekundärseitig gleichrichten und spannung stabilisieren und nachher mit dioden zusammenführen. Somit würde auch das Umstecken entfallen. Natürlich müßte die Spannungsstabilisierung eine ordentliche spannungsschwankung verkraften können.

  • tufkadib
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    • 9. Mai 2006 um 15:38
    • #14

    Hallo,

    Dy: einfache Dreiphasennetztrafos mit primärer Dreieckschaltung (400V) und sekundärer Sternschaltung (230V). Da käme dann ein eigener Neutralleiter raus.
    An sich kann man die Sekundärseite aber auch im Dreieck schalten.

    Da man mehrere Verbraucher dran hat, ist es keine Schutztrennung, sondern eher ein kleines IT-Netz.
    Einen PE für Schutzklasse 1-Geräte bräuchte man dann schon noch. Ob man den ohne weiteres vom speisenden Netz nehmen kann, dazu müßten sich mal die Sicherheitsprofis äußern. Ich habe hier leider nicht die nötigen Vorschriften greifbar.

    MfG

    DirkB

  • audienceblinder
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    • 9. Mai 2006 um 16:04
    • #15

    danke für die Info, weiß jetzt auch wofür d und y steht,
    eigentlich auch sinnig, allerdings erst im Nachhinein.

    Und mit dem Trafo hängt man primärseitig ja schon an 400V,
    schlimmer kann es in den meisten Fällen nicht werden.

    Wäre es nicht im Stern sekundärseitig ein TT Netz?
    Im Dreieck sekundärseitig dann IT Netz? aber wie soll man dann die Schukos verkabeln, jegliche Entstörsache gegen PE wäre nicht mehr aktiv etc..

  • TomyN
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    • 9. Mai 2006 um 16:22
    • #16

    Hi,

    wie wäre es denn, wenn man ein Schaltnetzteil für das Pult baut, dass halt nicht 100V - 240V sondern 200V bis 400V kann. Das müsste doch auch möglich sein, oder?

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • Michael D
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    • 9. Mai 2006 um 16:31
    • #17

    Schalt doch einfach nen 230:110V Trafo davor. Son Teil direkt für 400V zu bauen is glaub ich nicht ganz so einfach (bzw. billig) weil dann die Primärgleichspannung schon recht gross wird und damit die Halbleiter die das vertragen recht teuer.

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • tufkadib
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    • 9. Mai 2006 um 17:14
    • #18
    Zitat von "audienceblinder"

    Und mit dem Trafo hängt man primärseitig ja schon an 400V, schlimmer kann es in den meisten Fällen nicht werden.


    Viel wichtiger: Du brauchst den N nicht.

    Zitat

    Im Dreieck sekundärseitig dann IT Netz? aber wie soll man dann die Schukos verkabeln, jegliche Entstörsache gegen PE wäre nicht mehr aktiv etc..

    Naja, man müßte den PE weiterführen, der von der Einspeisung kommt. Diese Diskussion wäre jetzt schon fast verschiebenswert ins Strom-Brett :) .

    MfG

    DirkB

  • test
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    • 9. Mai 2006 um 17:56
    • #19

    mal hand aus herz: wem ist denn hier schon mal ne null während der va gestorben? ich wette nicht mal 20 leuten. ich würde dieses risiko nicht überbewerten und wo gibt es d nicht im umkreis von sagen wir 100km ein ersatzpult. gut es gibt sicher nicht immer ein spare midas aber halt ein pult um die baustelle nach hause zu fahren.

    mir ist erst einam bauerndrehstrom untergekommen und noch kein abgebrannter null in 16 jahren va-verleih

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • audienceblinder
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    • 9. Mai 2006 um 19:51
    • #20

    test
    es geht ja noch nicht darum ob sinnvoll oder nicht, es ist einfach ein Gedankenspiel. Mischpult ist gerettet, ähhh aber Endstufen sind hinüber?Am einfachsten wäre ein Stromverteiler der solche Schutzmaßnahmen schon onboard hat und im Fehlerfall abschaltet.
    TomyN
    genau so etwas wird in der Messtechnik gemacht, zB Universalmessumformer, die kannst Du an 24V-230V Wechselspannung anschließen!, diese Teile funktionieren sogar mit Gleichspannung!, Anschlußbelegung ist gleich.
    DirkB
    IT Netz kann theoretisch nicht funktionieren, welche Phase nimmst Du denn als N (und als PE)? Ich würde ,wenn schon, den trafo sekundär in Sternschaltung betreiben und einen PE basteln, wie auch immer das aussehen wird?!

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