....
-
-
----
-
Zitat von "Hörnli"
Entweder konstruiert man eine z.B. 12"/1" als Fullrange BR für die Wiedergabe von Musik, das ergibt einen eher wenig senstiven Lautsprecher mit einem geringen SPL- max. Oder man konstruiert ein geschlossenes Top für eine sinnvolle Trennfrequenz, verzichtet auf die Fullrangetauglichkeit für Musik und erhält einen Lautsprecher hoher Sensivity bis hinab zur Trennung.
Seit wann hat ein BR einen schlechteren Wirkungsgrad oberhalb der Tuningfrequenz als CB?
Mir ist klar, dass der Pegel im gesamten Wiedergabebereich auf das Niverau, das der TT vorgibt, reduziert werden muss - davon ist CB aber genauso betroffen (es sei, man gibt sich mit utpisch hohen Trennungen zufrieden) wie BR. -
Inspiron hat den Nagel auf den Kopf getroffen.
Erich könnte aus eigener Erfahrung berichten,... wenn er das noch mag nach der Art wie hier teilweise Diskussionen geführt werden.
Geschlossen würde ich nur bauen, wenn die Trennfrequenz sowieso schon sehr hoch liegt.
BR muß im Mid-Bass nicht schlecht klingen, EV hatte sogar mal einen Mitteltöner mit integriertem BR Topf........
Gruß SRAM
-
Um das ganze mal zu konkretisieren, Eminence Deltalite 12 im 50 Liter BR und im 20 Liter CB (Qtc=0,7) jeweils mit 0,2 Ohm Vorwiderstand:
Was man sieht: Der Wirkungsgrad bleibt oberhalb ca. 100 Hz völlig gleich. Man kann den Wirkungsgrad durch eine höhere Einbaugüte zwar steigern, aber erstens in nur geringem Maße (bei 10 Litern z.B. zw. 100 und 200 Hz nur 2 dB mehr), verschlechtert das Impulsverhalten und erfordert höhere Trennungen.
-
----
-
ich glaube, Du verstehst, was ich meine. Man kann sich auch anstellen.
Solange die Güte nicht extrem hoch ist, bleibt die geringfügige Überhöhung noch harmlos. Aber wie schon geschrieben, im Interesse eines annehmbaren Impulsverhaltens sollte sie ohnehin deutlich unter eins liegen.
-
----
-
Soweit sinnvoll - bei den meisten Treibern mit kräftigem Antrieb (der Deltalite aus der Simulation ist eher ein schlechtes Beispiel dafür) ergeben sich dann aber sehr kleine Volumina.
Dazu kommt noch die Volumenvergrößerung durch das Absorbermaterial (das ja auch irgendwie untergebracht werden will - das Volumen sollte also nicht so klein sein, dass der Treiber gerade so eben reinpasst!) und die Wechselwirkung mit der Weiche - kurz, mit der Trennung sollte man nicht zu sehr knausern.
-
Moin,
CB/BR, und schon wird fleißig simuliert.
@ SRAM: Das habe ich schon vor über einem Jahr mit Erich diskutiert, nachdem sein 12" in CB nicht klingen wollte. Fazit: Er konnte sich keinen Reim drauf machen warum. Damals wurde einfach konstatiert CB ginge nicht, das war jedem recht. Ob schlicht das kunstvoll trichterförmig ausgeführte Volumen ungünstig war...er hat dann das Volumen vergrößert, wodurch es natürlich eine andere Geometrie bekam und Löcher reingesägt. Ob er jetzt durch die Löcher, oder aber die geänderte Geometrie zur gewünschten Box kam ist ungeklärt.
>> BR muß im Mid-Bass nicht schlecht klingen, EV hatte sogar mal einen Mitteltöner mit integriertem BR Topf........<< hast Du den mal gehört ??Danke A. Tetzlaff für das Einstellen der Simu. Man erkennt den sagenhaften Zuwachs des SPL- max mittels Loch von 3 dB um 55 Hz recht gut. DAS ist was ich meine. Um die BR wirklich als Fullrange nutzen zu können muß man ein seehr langhubiges Chassis verwenden, sonst verhungert die bei 55 Hz.
100dB SPL- max :lol:
Ein sinnvoll langhubiges Chassis hat jedoch eine geringere Sensivity. Und ist somit, als Top genutzt, deutlich leiser. Schiebt man mittels Endstufenleistung nach, brennen die Schwingspulenenden ab. Ein echter Fullrangelautsprecher eignet sich also nicht für Topbetrieb.Ein lautes Top wird durch das Einbringen eines Helmholtz- Resonators nicht fullrangetauglich, denn der SPL- max reicht nur auf der Abstimmfrequenz für Kinderdisko, schon knapp obendrüber ist nur noch Wohnzimmerbeschallung denkbar.
Als Bühnenmonitor...das bisschen Bass, was aus dem BR- Loch kommt geht im Bühnenlärm unter. Über der Abstimmfrequenz, naja... 3 dB höherer SPL- max.
Als AV- Utility- Lautsprecher kann man so ein Top nutzen, doch für den real nutzbaren Pegel gibts billigere, leichtere Lösungen.
Den Lärm, der aus dem Loch dringt zeigt die Simulation nicht...
FF hat Schaumstoff vorgeschlagen, gute Idee...Gruß
PS schiebt man die Abstimmung des Resonators nach oben geht nicht nur die Fullrangetauglichkeit flöten... insofern ist die Simu mit 40 Hz die einzig sinnvolle für die Fullrangenutzung.
-
----
-
Eine tiefe Abstimmung, die nicht gleich hörbar ist, ist aber nicht auch wirkungslos.
Wenn bei fullrangebetrieb Bässe reingeschraubt werden, und das passiert noch schnell, dann ist die Membran bei fb bedämpft.
Es gibt ja auch die Möglichkeit, ein kleines BR Gehäuse zu tief abzustimmen und dann bei fb elektronisch anzuheben.
So falsch nicht. Durch die Positionierung der Ports lässt sich einiges an
Ärger durch Abstrahlung von Resonanzen vermeiden. -
Nochmal zur Verdeutlichung: Der Deltalite ist kein Musterbeispiel eines typischen PA-Treibers (er bleibt auf halbem Wege zum HiFi-Teil stehen).
Treiber mit kräftigerem Antrieb liefern mehr Wirkungsgrad, bei einer mustergültigen BR-Abstimmung kommt aber auch weniger Tiefbass dabei raus. -
Zitat von "Hörnli"
Das ist doch Blödsinn, übliche Trennungen liegen weitab der üblichen BR- Abstimmungen. FFs Vorschlag verhindert, daß Lärm durch das ohnehin inaktive Loch nach außen dringt.
... rechne mal für ein Chassis einmal eine CB und einmal ein BR ... und dann schau mal, wobei Du weniger Volumen brauchst ... :wink: ... wenn Du bei einer optimal abgestimmten BR die Löcher dichtmachst, fängst Du dir i.d.R. eine fehlabgestimmte CB ein. -
Das ist korrekt - z.B. Kappa-12:
BR optimal bei ca. 40l
CB bei 40l hätte Güte von unter deutlich 0,5
CB optimal bei ca. 20lGruß FF
-
... weiteres Beispiel: 12 LW-1400
BR
... Gehäuse ca. 26 Liter, f-3 etwa 63 Hz, fb ca. 56 HzCB
... bei 0,7 Güte liegt fs über 100 Hz ...
... bei 0,5 Güte liegt fs etwa bei 74 Hz (Gehäuse ca. 31 Liter) ... -
Was heißt denn bitte "fehlabgestimmte CB"?
CB ist mit die fehlertoleranteste Gehäusevariante, die man haben kann.Eine Güte von 0,5 wird von einigen Theoretikern als ideal angesehen, weil sie die beste Impulswiedergabe ermöglicht - braucht aber eben in etwa soviel Volumen wie BR.
-
Zitat von "A. Tetzlaff"
Was heißt denn bitte "fehlabgestimmte CB"?
CB ist mit die fehlertoleranteste Gehäusevariante, die man haben kann.Eine Güte von 0,5 wird von einigen Theoretikern als ideal angesehen, weil sie die beste Impulswiedergabe ermöglicht - braucht aber eben in etwa soviel Volumen wie BR.
GENAU das lag mir auch grade auf der zunge!
-
Zitat von "F.A.Bi.A.N."
GENAU das lag mir auch grade auf der zunge!
In der Praxis sind mir persönlich Güten von 0,8-1 wesentlich lieber. Was bringt mir eine theoretisch super Impulswiedergabe wenn kein Schalldruck produziert wird, oft kommen dann ja noch Filtersauereien steilflankiger Tiefpässe hinzu.
Für einen Autosub haben wir ein leckeres Pioneer-Chassis hergenommen und in 20 Liter CB versenkt. Bei einer Güte von knapp 1 ist das Teil ungeheuer präzise und drückt richtig derb. Wenn es um subjektive Genauigkeit geht kommen eher Dinge wie extreme mechanische Stabilität von Membran und Sicke und ein starker Antrieb mit geeigneten Parametern zum tragen.
-
Zitat von "A. Tetzlaff"
Was heißt denn bitte "fehlabgestimmte CB"?
CB ist mit die fehlertoleranteste Gehäusevariante, die man haben kann.
... bei dieser "Einstellung" würde ich Dir empfehlen, nur noch geschlossene Kisten zu bauen. Das Ausrechnen oder Simulieren wäre überflüssig, weil CB "fehlertrolerant" sind.
Manche CarHiFi-Freaks bauen auch Kisten mit Güten weit oberhalb von 1 ... und wem sowas es gefällt, der kann sich gerne solche "fehlertoleranten" Kisten ins Auto oder sonstwo hinschrauben. :wink:
-