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Klavier-Pickup?

  • Georg_Koeln
  • 2. August 2006 um 17:39
  • Georg_Koeln
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    529
    • 2. August 2006 um 17:39
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich suche momentan eine Lösung, um ein Klavier (wohlgemerkt: keinen Flügel!) auf einer lauten und engen Bühne so abzunehmen, dass ich es halbwegs rückkopplungsfrei verstärkt bekomme. Das Klavier steht am linken Bühnenrand, der Spieler sitzt mit dem Gesicht zur Bühne hin und schaut quasi über das Klavier hinweg auf die restlichen Mitspieler. Die Rückseite des Klaviers zeigt also zur Bühne hin.

    Leider steht direkt hinter der Rückseite des Klaviers das Drumset. Ich habe versucht, 2 Mikrofone von hinten an den Resonanzboden des Klaviers zu bringen und habe dort mehr Drums als Klavier auf den Mikros. Dann habe ich die Mikros ins Klavier gehängt und hatte dort das Problem der sich aufschaukelnden Bass-Rückkopplungen; der Bass-Amp steht halt direkt auf der anderen Seite neben dem Drumset, und die Bühne ist nicht wirklich groß,außerdem ist der Amp (leider) so laut, dass ich ihn nicht abzunehmen brauche.

    Mit der Suchen-Funktion bin ich bis jetzt nur auf diesen Thread gestoßen:

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=22536

    hilft mir aber nicht wirklich weiter. Jetzt habe ich mal ein wenig bei McT gestöbert und bin auf das hier gestoßen:

    http://www.thomann.de/de/fishman_fmpsbthar.htm

    Hat damit schon jemand Erfahrungen irgendwelcher Art gemacht?

    Wohlgemerkt: Ich habe als Mikros bis jetzt verschiedene Sorten KM-Condensers benutzt (ging alles gar nicht, nahm immer viel zuviel Schall von der restlichen Bühne mit auf, egal wo die Mikros standen bzw. hingen) und SM57 (geht von der Feedbackresistenz her etwas besser, aber auch noch keine wirklich befriedigende Endlösung). Es muss nicht der perfekte Hi-End-Sound sein, wichtig ist großes (!!!) Gain before Feedback, da sich das Klavier gegen eine nett laute Combo durchsetzen muss, und der Pianist auf dem Monitor auch noch etwas hören möchte. Deswegen suche ich bevorzugt eine Pickup-Lösung, die natürlich (wieder mal :roll:) möglichst wenig kosten darf (kleiner Club halt...)

    Danke für Tipps,

    Georg

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

  • karel noon
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    • 2. August 2006 um 18:00
    • #2

    bei akkustischen istrumenten die laut sein müssen nehme ich immer das AKG C411, ist ja im prinzip ähnlich wie das thomann teil.

    Der sound vom C411 ist zwar nicht der beste/natürlichste, aber es geht eben laut. evtl. kann man das ja mit kondensern noch kombinieren (für leisere/schönere passagen).

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Georg_Koeln
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    529
    • 2. August 2006 um 18:11
    • #3

    Kombinieren geht leider nicht, ich habe nur 2 Kanäle auf dem Pult fürs Klavier zur Verfügung, und der Club besitzt halt nur ein 16er Pult, das schon komplett belegt ist.

    Nimmst du einen oder zwei von den C411, wenn du Klavier oder Flügel abnimmst?

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

  • jogi
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    497
    • 2. August 2006 um 18:13
    • #4

    Ich habe vor kurzem durch Zufall entdeckt, daß es die Helpinstill Piano Pickups wieder gibt. Das wäre wahrscheinlich die Lösung für dein Problem.
    http://www.helpinstill.com/products.html

    Lautsprecher, Hörner und Treiber zu verkaufen

  • karel noon
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    • 2. August 2006 um 18:27
    • #5

    im prinzip reicht eins, relativ mittig, aber ein zweites kann nicht schaden.
    ich nehme meistens eins, aber dann gestützt durch kondenser, also nicht mit deiner andwendung vergleichbar

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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    Application Support Engineer - HK Audio

  • SMPTE
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    430
    • 2. August 2006 um 20:04
    • #6

    sorry aber wie wäre es denn auch mal mit einer anderen bühnenaufteilung ?

    Haste ma Gaffa?
    Haste ma n Leatherman?

  • tufkaklto
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    • 2. August 2006 um 20:47
    • #7

    hi

    Was auch gut funktioniert, ist Grenzfläche reinkleben, wenn vorhanden

    greez

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • *christoph*
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    • 2. August 2006 um 20:55
    • #8

    Hallo,

    evtl. könnte das interessant sein.

    viele Grüße
    Christoph

  • oton
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    • 2. August 2006 um 20:58
    • #9
    Zitat von "klauston"

    Was auch gut funktioniert, ist Grenzfläche reinkleben, wenn vorhanden

    schliesse mich an, und dann Deckel zu, und du bekommst es einigermassen laut. Viel Bass wirst du trotzdem nicht rüberbekommen, bevor es koppelt. C-Ducer Pickups funktionieren ebenfalls gut, von den billigen Thomann Teilen würde ich abraten.

    Allerdings (meine Meinung) klingt ein Klavier eh NIE gut mikrofoniert, egal mit was und wie man es anstellt, am ehesten geht es noch wenn man möglichst viele Wände strippt, was bei vielen Klavieren geht, hilft dir in deinem Fall aber auch nicht. Und Klavier richtig laut auf dem Monitor ... tut auch eher nicht ...

    Wie wäre es denn mit einem guten E-Piano? Klingt doch für diesen Fall wie die perfekte Lösung, und ist billiger als ein Klavier ...

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • hoernix
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    • 2. August 2006 um 21:03
    • #10

    Also ich kann mich nur meinen Vorrednern anschliessen. Akg C411 geht wirklich sehr laut, ich klebe da immer 2 an den corpus, kein Übersprechen kein Feedback, besser klingt die Grenzflächen Variante, aber halt auch mehr Feedbackgefahr.

    Georg Hrauda, Österreich

  • guma
    Moderator
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    6
    • 2. August 2006 um 21:41
    • #11

    Jetzt mal egal ob Grenzfläche oder gutes Kontaktmikrofoniesystem, was Du haben möchtest, hängt natürlich mindestens genau so viel vom Rest Deiner "Übertragungskette" ab:

    Hast du einen ordentlichen parametrischen EQ, mit dem Du die Probleme von Resonanz und Nahmikrofonie korrigieren kannst ?

    Hat das System "Endstufe-Lautsprecher" genug Headroom ?

    Hat das Lautsprechersystem eine für den Club geeignete Richtwirkung und wird diese auch konstant und gutmütig eingehalten ?

    Ist das Impulsverhalten der Lautsprecher hinreichend gut um ein Piano zu übertragen ?

  • spirou
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    120
    • 2. August 2006 um 23:30
    • #12

    Ich find das alles einen ziemlichen Witz: Da macht man alle möglichen Klimmzüge, nur um ein echtes Klavier benutzen zu können, und bei all den feedbackdämpfenden Massnahmen klingt das ganze dann wie ein Akkordeon in einem Marmeladeneimer. Jedes noch so schlecht gesamplete Klavier (wie oTon schon erwähnt hat) klingt garantiert besser. Wenn's um die Optik geht, baut halt aus ein paar Sperrholzbrettern ein Klaviergehäuse um das E-Piano, das dürfte die billigste Lösung sein und besser klingen als alles andere.

    Alternative: Alles andere soviel leiser machen, daß es funktioniert. Die Physik setzt nunmal Grenzen. Wenn die Musiker nicht bereit sind, das einzusehen, muß der Pianist entweder damit leben, daß man ihn nicht hört oder daß es beschissen klingt.

    Grüßle
    Spirou :D

    Ich mache keine Vorhersagen und werde das nie tun.

  • Georg_Koeln
    Profi
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    • 3. August 2006 um 01:17
    • #13

    Erstmal danke für die vielen Antworten.

    Eine andere Bühnenaufteilung hatten wir vorher, da stand das Klavier am rechten Rand, und der Pianist saß halt immer mit dem Rücken zur restlichen Band, was der Kommunikation beim spielen eher abträglich war.

    Helpinstill dürfte zwar gut funktionieren, ist jedoch zu teuer. Eine Grenzfläche besitze ich (noch) nicht.

    Die Tipps auf der SAE-Seite beziehen sich wohl eher aufs Recording, wobei das Klavier wohl in den meisten Fällen akustisch vom Rest isoliert stehen sollte. Das ist live natürlich nicht gegeben (s.o., übersprechen ohne Ende...)

    Und nun zum Hauptproblem: Das Klavier steht im Club und kann benutzt werden. Mein Auto (Ford Fiasco) ist schon bis unters Dach voll (Amp-Backline etc.), ich hätte zwar Zugriff auf ein E-Piano (Kurzweil), aber das auch noch dahin zu transportieren, ist mit dem Auto einfach nicht mehr drin. Und dass ich dem Wirt dafür auch noch mehr Geld aus dem Kreuz leiern soll... vergeßt es.

    Ich denke, dass es letzten Endes auf die C411-Variante hinauslaufen wird, denn die sind auch nicht viel teurer als die billigen Thomann-Pickups, und mittlerweile von einigen Leuten hier als Empfehlung für meinen Fall ausgesprochen worden. Außerdem kann ich die dann auch noch auf anderen Baustellen bei anderen akustischen Instrumenten einsetzen (Geige, Ak-Git. etc.)

    Wer sich das Ganze mal ansehen will: Es handelt sich um den Herbrand's Club in Köln-Ehrenfeld, ich beschalle dort an jedem ersten Dienstag im Monat eine Open-Stage-Session, d.h., ständig wechselnde Besetzungen auf der Bühne, und meistens der Bassist zu laut (der Amp gehört halt auch dem Club, das Ding ist sowas von mörderlaut...) Nächste Session ist am 5. September 06.

    Ich will halt nicht noch mehr mitschleppen müssen als unbedingt nötig, was an Anlage dort vorhanden ist, wird gnadenlos mitgenutzt.

    Ach ja: PA ist HK Lukas (1 15"-Subwoofer, 2 kleine Satelliten), für den Raum genau richtig dimensioniert (ich war beim ersten Mal sehr positiv über den guten Sound von dem Ding überrascht, hätte ich nicht erwartet).

    Das Pult ist ein altes (> 20 Jahre...) Dynacord 16-Kanal-Pult mit einer parametrischen Mittenfrequenz und Bass- und Höhen-Kuhschwanz pro Kanal. Ist natürlich kein Midas, tuts aber für den Zweck. PA und Pult gehören ebenfalls dem Club und werden mitgenutzt.

    Übrigens: Wenn ein Keyboarder mit einem eigenen Keyboard auftaucht und das benutzen möchte, bin ich der Letzte, der was dagegen hat. Allerdings sind die meisten gerade über das echte Klavier begeistert, weil es sich doch nochmal ne Ecke besser anfühlt als ein "Schlüsselbrett".

    Kleine Anekdote am Rande: Gestern hatten wir zwischendurch einen kurzen Stromausfall, Klavier, Drums und Bläser spielten einfach weiter, der Sänger sang halt für ca. eine halbe Minute ohne Mikro laut in den Raum. Als der Strom dann wieder anging, war ich froh, kein Digitalpult da stehen zu haben... 8)

    Danke, liebe Grüße,

    der Georg :)

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

  • cheesy
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    • 3. August 2006 um 09:40
    • #14

    Moin,

    also ich kann dir auch nur zur Grenzflächen-Lösung raten. Ich klebe zwei Shure-Flächen in die Abdeckung über den Pedalen (läst sich mit ein/zwei Klammern lösen). Dann haben die Mikros direkt "sicht" auf die Saiten vom Klavier. Mit zwei Flächen kannst du auch schön zwischen Bässen und dem Rest mischen.

    Mit dieser Version bekommst du das Klavier auch einigermaßen laut, weil du recht nah am Rahmen bist.

    Klanglich ist es vielleicht nicht perfekt, aber du must halt einen Kompromiss zwischen "laut" und "schön" machen :wink:

    In diesem Sinn viel Spass...
    <cheesy>

  • derautor
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    • 3. August 2006 um 13:44
    • #15
    Zitat

    baut halt aus ein paar Sperrholzbrettern ein Klaviergehäuse um das E-Piano

    Oder andersrum: Ein altes Klavier, dessen Restaurierung nicht mehr lohnt, auseinanderbauen (wollte erst "ausschlachten" schreiben, doch das tut irgendwie weh :( ), Innenleben und Tastatur raus und in das leere Gehäuse ein Keyboard rein. Hab' ich gerade bei Bands auf Tour schon häufig gesehen, auch Flügel werden häufig so gefaket.

    Eine Idee hätte ich noch, die scheidet dann aber doch aus, weil Dein Pult ja schon voll ist: Für den Monitor ausschließlich das Signal eines Kontakt-Pickups verwenden, für Front ausschließlich die Mikrofone (oder auch mal eine Mischung probieren).


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • guma
    Moderator
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    • 3. August 2006 um 19:54
    • #16

    In Anbetracht von Dynamikumfang und anderen Eigenschaften der zur Verfügung stehenden Beschallungsanlage sowie den begrenzten Filtermöglichkeiten kommt ein eigentlich klanglich besseres Grenzflächenmic eher nicht in Frage.
    Meine Empfehlung: Das 411 System einfach mal ausprobieren.

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