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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Aktivtrennung eines Tops mit einfacher Aktivweiche

  • dout
  • 7. Februar 2010 um 19:41
  • dout
    Beiträge
    156
    • 7. Februar 2010 um 19:41
    • #1

    Sers,

    gibt es bereits entwickelte Tops die aktiv getrennt werden, aber keinen ganzen Controller brauchen, sondern einfach nur eine Aktivweiche? Eq sollte auch keiner benötigt werden.

    Ich schätze einfach mal nicht, dass mann sich einen beliebigen Hochtöner kaufen kann, ein passendes mid/low chassi und dann nur eine passende Trennfrequenz einstellen braucht und das wars. Aber vielleicht gibt es ja solche Kombinationen, die ganz gut funktionieren.

    Meine Idee ist, dass man da hohe Pegel mit relativ wenig Geld und vor allem wenig Bauaufwand und keiner Entwicklungsarbeit für eine passiv Weiche erzielen können sollte, bei sogar einigermaßen akzeptablem Klang.

  • skyworker
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    • 7. Februar 2010 um 20:31
    • #2

    Tja - das

    Zitat

    Meine Idee ist, dass man da hohe Pegel mit relativ wenig Geld und vor allem wenig Bauaufwand und keiner Entwicklungsarbeit für eine passiv Weiche erzielen können sollte, bei sogar einigermaßen akzeptablem Klang

    ist nicht nur deine Idee - und leider bleibts in der Regel auch dabei ^^.

    Schade - aber ohne ein paar Minimalismen wird das nichts, insbesondere, wenn auch das Budget nicht exorbitant sein soll. Einfach eine Trennfrequenz eingeben und gut ists hat nichts mit einem Weichendesign zu tun. Einstiegsdroge ist wenigstens etwas ala Digisynthetics-Controller, der ja auch nicht viel Geld kostet, dafür aber ganz sauber arbeitet. Der Forenliebling DCX geht natürlich auch, kostet aber gleich schon deutlich mehr. Dazu etwas aus der TSA 4-700 Liga - das kann sehr gut funktionieren.

    Merke: aktiv etwas zum Klingen zu bringen ist zumindest was das Know How angeht auch nicht einfacher, als passiv. Aktiv spart nur Lot, Bauteile und verbrannte Fingerkuppen. Da in der Regel auch bei billigeren Controllern die Möglichkeiten bereits deutlich größer sind als bei einer passiven Weiche hat man auch deutlich mehr Möglichkeiten, Fehler zu machen. Nur weil die EQ-Kurve gut aussieht, muss es nicht automatisch gut klingen

    Best

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • dout
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    • 8. Februar 2010 um 09:01
    • #3

    hm, also dass die sache mit digitalcontroller funktioniert, war mir klar, dass das setup hier nicht so einfach zu finden ist, auch.

    wo liegen denn die probleme? was mir bis jetzt so in den sinn kommt, wären: phase, flankensteilheit und/oder frequenzgang, trennfrequenz

    laufzeitunterschiede sollte normal ja kein problem sein, es sei denn, Endstufen arbeiten verschieden "schnell", wenn es sowas gibt

    und andere sachen, wo probleme auftreten können, fallen mir eigentlich auch gar nicht ein, nicht das ich jetzt glaube die probleme oben wären sehr einfach in den griff zu kriegen, aber so dramatisch hört sich das für mich jetzt auch wieder nicht an

  • skyworker
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    • 8. Februar 2010 um 09:07
    • #4

    Guten Morgen - definiere deine Ansprüche, das ist schon mal ein erster Schritt. Was willst du erreichen? Und was willst du einsetzen?

    Mit billigen Komponenten wird das auch mit Controller nix, mit besseren Komponenten steigen die Möglichkeiten - aber wie ich schon sagte: ein Weichensetup, dass aus einer Trennfrequenz mit der Steilheit x und eventuel einem phasengedrehten Hochtöner besteht, dürfte nicht wirklich erfolgversprechend sein. Zudem ist sowas passiv immer noch besser umzusetzen. Eine aktive Weiche kann ja in der Regel auch nicht mehr. Solltest du jedoch mehr wollen - wirst du auch mehr einsetzen müssen...

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • dout
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    156
    • 8. Februar 2010 um 09:51
    • #5

    ok, dann danke ich dir derweilen und werde wohl doch auf die passive lösung zurückgreifen, bzw. einfach tops kaufen. meine situation ist die, dass ich bereits aktivweichen und endstufen habe, allerdings noch keine tops dazu. wäre das aktive trennen jetzt einfach so gegangen, dann hätte ich mir recht günstig schön laute tops zusammenbasteln können und mir keine kaufen zu brauchen, was ja doch eher ins geld geht. eine passivweiche selbst bauen will ich nicht, und bausätze mit fertigen weichen sind meist teuerer oder genauso teuer wie gebrauchte tops, und dann muss man sich die boxen auch noch selbst zusammenbaun...

    weitere anregungen sind aber dennoch stets erwünscht

  • FF
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    • 8. Februar 2010 um 10:32
    • #6
    Zitat von "dout"

    wo liegen denn die probleme?


    Im nichtlinearen Übertragungsverhalten der Chassis im Gehäuse. Tieftöner werden nach obenhin gewöhnlich lauter, HTs zeigen nach oben oft einen fallenden Frequenzschrieb und der Bafflestep redet auch noch ein Wörtchen mit. Dann hat das ein oder andere Chassis noch ein paar Resonanzpeaks im Bereich um die angestrebte Trennung und schon klappt´s nicht mehr mit der einfachen Trennung

    Gruß FF

  • dout
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    156
    • 8. Februar 2010 um 21:26
    • #7

    Danke FF, deine Antwort hat deutlich zu besserem Verständnis beigetragen. :!:

  • sabbelbacke
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    • 9. Februar 2010 um 09:02
    • #8

    Eine aktive Trennung hat gegenüber der passiven Lösung natürlich noch den Vorteil, dass einem die Lautsprecherimpedanz nicht in die Quere kommt - eine Subwoofer Weiche z.B. aktiv auf 120 Hz 12dB/BW gesetzt, macht dann auch genau das - passiv muss man sich da schon einiges einfallen lassen - Frequenzweiche nach Bauteilerechner haut da extrem daneben. Im Mittelton gibt es dann die Phänomene genau so..

    Nichts desto trotz bleiben aber natürlich alle oben von den Kollegen erwähnten Probleme trotzdem bestehen. Ohne Messequipment, viel Zeit, das nötige Ohr für sowas und viel Hintergrundwissen wird man in der Regel da nur Kraut und Rüben zusammenstellen - wenn es so einfach wäre würde die ganze PA Welt einfach nur seperate Chassis kaufen, aufeinanderstellen und "mal eben einstellen"... Schwupps... fertig... (Es gab mal Zeiten, da wurden PAs viel nach dem Prinzip zusammengewürfelt, so mancher Kollege hier mit ein paar Länzen auf dem Buckel tauschte noch vor wenigen Jahren munter die Hochtonhörner - in Cases montiert - aus und fabulierte, dass der eine besser als der andere...)

    Selbst erfahrene Tonmänner, die live einen Super Mix einer Band hinbekommen und virtuos mit Siderack und Pulten umgehen, tun sich oft schwer bei einer fertig abgestimmetn Anlage eine Einstellung des Komplettsystems zu finden, die wirklich 100% auf den Raum passt.... Wie stellt sich da erst ein Novize an, wenn er das komplette Frequenzweichensetup aller einzelner Wege machen will?

    Wenn DU also nicht viel Lust, Zeit und Muße hast Dich da reinzufuchsen, bist Du mit einer fertigen Lösung viel schneller an einem Zielt - welches auch immer das genau sein soll...

    edith: grad lese ich:

    Zitat

    ok, dann danke ich dir derweilen und werde wohl doch auf die passive lösung zurückgreifen


    Nicht, dass das falsch verstanden wird.... Der Weg, selber eine Frequenzweiche zu stricken, ist passiv nicht wirklich leichter, da die oben erwähnte, meist nötige Impedanzkorrektur noch einen zusätzlichen Klotz ans Bein nagelt. Also nicht, dass Du jetzt mitnimmst: "Aktiv zusammebnstöpeslen = kompliziert. Also mach ichs passiv"... :)

    hornresp

  • Jobsti
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    • 10. Februar 2010 um 05:46
    • #9

    Um FF's Beitrag etwas zu verdeutlichen, eine Simulation vom bekannten Oberton Hochtöner am H100 in Kombi mit Kappa 12, am gleichen Amp mit ner Behringer AktivWeiche auf 2kHz gestellt:

    Verpolt man den HT und macht ihn etwas leiser, schaut das ganze schon besser aus (rein vom Frequenzgang her +-6dB), allerdings könnte es auch je nach Kombi noch viel schlimmer ausfallen.
    Aber wie gesagt, ein gerade Frequenzverlauf heißt noch lange nicht, dass eine Kiste auch klingt und funktioniert. Und andersrum ;)

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • Matze_Müller
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    • 16. Februar 2010 um 19:21
    • #10
    Zitat von "Jobsti84"

    Um FF's Beitrag etwas zu verdeutlichen, eine Simulation vom bekannten Oberton Hochtöner am H100 in Kombi mit Kappa 12, am gleichen Amp mit ner Behringer AktivWeiche auf 2kHz gestellt:

    Hallo Jobsti,

    das sieht mir aus wie eine Simulation mit BoxSim, stimmts?

    Nur mal so aus reiner Neugierde, wo bekommst du die TSPs von den Hochtönern her? Misst du die selbst? Wenn ja, würdest du sie auch veröffentlichen?

    Ich würde nämlich auch mal gerne ein bisschen probieren, finde aber nie die Daten für BoxSim.

    Gruß

    Matze

  • matthias falke
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    • 16. Februar 2010 um 19:45
    • #11

    Beim HT ist es mal schlecht mit TSP. Die Frequenzgänge sind sicher gemessen, und dann zur Simu. geladen.

  • Jobsti
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    7.942
    • 16. Februar 2010 um 21:54
    • #12

    Die TSPs vom Hochtöner sind absolut unwichtig für die Simulation.
    Naja, ich messe halt RE und die Reso, RE1-4 und LE1-4 werden durch die Impedanzmessung errechnet.

    Die TSPs benötigt man ja eigentlich nur zur Gehäuseberechnung bzw. Tuning vom TT Chassis, sind also nur dort wichtig,
    wobei ich Boxsim dafür net pralle finde.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • mike j.
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    • 19. Februar 2010 um 23:35
    • #13

    Es gibt da schon einiges, das man mit Weiche und ohne EQ betreiben kann und es noch akzeptabel klingt. Jedoch ist das weniger bei Direktstrahlern zu finden sondern eher bei Hörnern, da man hier bei dementsprechender Entwicklung sehr viel mit dem Frequenzgang machen kann. Das tun sich heute leider nur noch die wenigsten Firmen an.

    Eine Firma steht in meiner Signatur und eine zweite nennt sich Funktion One.

    TSPs kann man messen, bei Hochtönern zwar etwas schwerer und nicht vollständig, da Hochtöner schon ein Volumen angeschlossen haben und die Membrane kann man für die Messung auch nicht gut fremdbedämpfen.

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