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Warum halten sich mansche Sänger(innen) die Ohren zu..?

  • buzz
  • 25. Dezember 2007 um 17:46
  • buzz
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    • 25. Dezember 2007 um 17:46
    • #1

    Hallo liebe Gemeinde,

    mir brennt schon lange Zeit die Frage auf den Nägeln, warum sich manche Künstlerinnen (z.B. Christina Aguilera, Mariah Carey und noch so ein paar Talente) beim Singen regelässig ein Ohr (zumeist das rechte Ohr) mit der nicht mikrofonhaltenden Hand zuhalten. Als Besipiel möge man sich das aktuelle Aguilera-Live-Video ansehen (Oh Mother).

    Gibt es dafür eine logische technische Erklärung, oder ist das nur Show..? Sinngemäss gilt dei Frage auch für die Mikrofonakrobatik dieser Damen, bei der der Mikrofonkopf mal direkt an den Lippen anliegt und sich Bruchteile eines Augenblicks später einen halben Meter weit weg vom Mund befindet.


    Also lasst mich bitte nicht dumm sterben udn antwortet mit Fakten, Fakten, Fakten...

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz (der eigentlich Stromer und Industriedienstleister ist und sich daher nicht mit den Marotten einiger Stars auskennt...)

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  • Oliver Derks
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    • 25. Dezember 2007 um 17:53
    • #2

    Um sich selber besser zu hören.
    Einfach mal selber probieren. Singen und (beide) Ohren zuhalten -> du hörst dich selber besser (Körperschall).
    Das funktioniert besonders gut in lauter Umgebung.

    Oft ist es auch so, dass die Künstler ein In Ear System nur in einem Ohr tragen. Dann ist es wie beim telefonieren in lauter Umgebung. Anderes Ohr zuhalten und du verstehst mehr.

  • MatzeRockt
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    • 25. Dezember 2007 um 17:58
    • #3

    Das zugehaltene Ohr ist das, in dem kein In-Ear Stöpsel drin ist. Um sich besser auf das Monitorsignal konzentrieren zu können wird es zugehalten.

    Varierende Mikrofonabstände dienen der Dynamik beim Gesang. Man kann so beispielsweise einen Fade-Out machen ohne leiser zu singen und damit die Klangeigenschaft der Stime zu ändern. Man arbeitet bewusst mit den Mikrofoneigenschaften.

    Grüße

    "...stört es sie, wenn ich ein bisschen klatsche..."

  • treibsand
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    • 25. Dezember 2007 um 18:29
    • #4

    Zum Ohrzuhalten ist fast alles gesagt, beim Mikrofonabstand kommt noch die Varianz der eigenen Stimme dazu.
    Ein gehauchtes Wort klingt anders, als das gespochene, laut gesungene oder gebrüllte.
    In einer leisen Passage wird also der/die/das Künstler das Mikro eher an den Mund heranbewegen, um die eigene Stimme besser verständlich zu machen. Beim Brüllen oder laut Singen wandert das Mikro dann gerne etwas weiter weg.
    Funktioniert quasi wie ein mechanischer Kompressor. :wink:

    Weiterhin haben viele Vocalmics einen "Nahbesprechungseffekt".
    Im Nahfeld ist der Bass lauter, als bei einem weiter entfernten Mic. Auch das kann man zur Klangverbung nutzen - oder eben vermeiden wollen.


    by the way: ich hab' da noch nie so drauf geachtet, aber müsste das nicht eher das linke Ohr sein? Halten die ihre Mics nicht alle mit Rechts?

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • gurkendoktor
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    • 26. Dezember 2007 um 12:47
    • #5

    …auch die linkshänder? ;)

    wenn sich jemand öfter ein ohr zuhält, ist wahrscheinlich der monitor zu leise. profis sagen sowas nicht zwingend vor publikum. also: augen auf.

  • Volker Holtmeyer
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    • 26. Dezember 2007 um 13:37
    • #6

    Es gibt auch singende Gitarristen die gerne mal, anstatt das Mikro weg zu ziehen (wie auch - haben ja beide Hände voll), den Kopf leicht drehen und etwas am Mikro vorbei singen. Bryan Adams praktiziert das sehr exzessiv.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • dasich
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    • 26. Dezember 2007 um 13:57
    • #7

    ÄHH Moment, da hält sich keiner das Ohr zu.
    Da wird die Hand (Fingerspitzen) in die Ohrmuschel gelegt, das hat zwar dann trotzdem mit Körperschall aber nichts mit besser, sondern Richtig hören zu tun.
    Man hört so mehr Obertöne, der eigenen Stimme und trifft somit genauer den Ton. (Stichwort: größere Hörmuschel)
    Mit welchem Ohr man das macht, hat auch weniger mit dem InEar, als mehr mit den Gehirnhälften zu tun.
    Dies geschieht intuitiv. Bei den meisten Menschen ist das entgegengesetzt ihrer Schreibhand.
    Achtet mal drauf, die meisten Rechtshänder nehmen ein Telefon ans linke Ohr. Besonders wenn es laut um einen rum ist.
    Lässt sich schön mit einem Kopfhörer mal testen. DJs werden es auch kennen.
    Jetzt mal einen Rechtshänder angenommen. Kopfhörer ans linke Ohr und du kannst sowohl das Signal im Kopfhörer, wie auch das Signal um dich rum wahrnehmen.
    Kopfhörer ans rechte Ohr, und du nimmst fast nur den Kopfhörer war.

    Es grüßt der Stephan

  • buzz
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    • 26. Dezember 2007 um 14:03
    • #8

    Danke mal einstweilen, zumindestens das Grundprinzip des "Ohrzuhaltens" habe ich wohl verstanden... :wink:

    Ich kann also davon ausgehen, dass die angesprochene Mikrofonakrobatik auch ein hörbares Ergebnis liefert..?
    Dann bin ich nämlich taub, oder sehr viele Live-Mitschnitte haben alles andere, als den original-Live-Ton...

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

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  • treibsand
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    • 26. Dezember 2007 um 15:53
    • #9
    Zitat von "DasIch"

    Dies geschieht intuitiv. Bei den meisten Menschen ist das entgegengesetzt ihrer Schreibhand.
    Achtet mal drauf, die meisten Rechtshänder nehmen ein Telefon ans linke Ohr. Besonders wenn es laut um einen rum ist.
    Lässt sich schön mit einem Kopfhörer mal testen. DJs werden es auch kennen.


    Das hat aber weniger damit zu tun, dass das Ohr gegenüber der Schreibhand besser hört/empfindlicher ist, sondern damit, dass man die Schreibhand zu anderen Dingen braucht (Tasten drehen, Knöppe drücken...)
    Damit kann man sich mehr auf das Hören konzentrieren, als wenn man sich zeitgleich auf die Bewegung der "Nichtschreibhand" konzentrieren muss.


    Zitat von "buzz"

    Ich kann also davon ausgehen, dass die angesprochene Mikrofonakrobatik auch ein hörbares Ergebnis liefert..?
    Dann bin ich nämlich taub, oder sehr viele Live-Mitschnitte haben alles andere, als den original-Live-Ton...


    Ich wette mit dir, die Livemitschnitte haben da noch einen elektronischen Kompressor im Gesang.
    Auch beim Mikrofon bleibt die Physik in Kraft; Entfernungsverdoppelung Mund->Mikro = -6dB... (onAxis/ohne NBE)

    Is übrigens im Aguilera Video deutlich zu hören: achte mal auf die Stimmeeigenschaften: bei jedem Wort, welches sie betont oder lauter schreit wandert das micro weiter weg. Die Stimme klingt härter & gepresster, aber sie wird nicht lauter! Das weiche, geflüsterte ist nicht leiser.
    Die Komps im Signalweg haben wohl deutlich weniger zu tun...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • dasich
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    • 26. Dezember 2007 um 16:27
    • #10
    Zitat von "DasIch"

    Dies geschieht intuitiv. Bei den meisten Menschen ist das entgegengesetzt ihrer Schreibhand.
    Achtet mal drauf, die meisten Rechtshänder nehmen ein Telefon ans linke Ohr. Besonders wenn es laut um einen rum ist.
    Lässt sich schön mit einem Kopfhörer mal testen. DJs werden es auch kennen.

    Zitat von "treibsand"


    Das hat aber weniger damit zu tun, dass das Ohr gegenüber der Schreibhand besser hört/empfindlicher ist, sondern damit, dass man die Schreibhand zu anderen Dingen braucht (Tasten drehen, Knöppe drücken...)
    Damit kann man sich mehr auf das Hören konzentrieren, als wenn man sich zeitgleich auf die Bewegung der "Nichtschreibhand" konzentrieren muss.


    Doch hat wohl damit zu tun.
    Die meisten denken, dass unsere beiden Ohren gleich sind und gleiche Funktionen haben, was bei weitem nicht stimmt.
    Unsere Körperhälften sind mit den jeweils gegenüberliegenden Hirnhälften verknüpft.Die rechte Gehirnhälfte ist für Kreativität, Musik, Gefühle, Intuition zuständig; die linke steuert Sprache und Logik.


    Musik aktiviert aber auch Teile des Thalamus, des limbischen Systems und des Kleinhirns - was nichts anderes bedeutet, als dass die Verarbeitung von Musik für unser Denkorgan extrem kompliziert ist. Einige der Aufgaben teilen sich linke und rechte Hemisphäre. Wenn das Gehirn Rhythmen verarbeitet, sind vor allem Bereiche auf der linken Seite aktiv.

    Dies gilt interessanterweise nur für Nicht-Musiker oder Laienmusiker. Bei Profis haben Melodie- und Rhythmuszentrum die Seiten gewechselt, wofür man noch keine schlüssige Erklärung hat. Es hat wahrscheinlich mit der Art und Weise wie Profimusiker Musik hören zu tun. Wir verarbeiten Musik in Abhängigkeit von unserer Erfahrung und unserem musikalischen Training.

    Es grüßt der Stephan

  • christian_thomas
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    • 27. Dezember 2007 um 08:38
    • #11

    Guten Morgen.

    Diese Beobachtung machte ich auch - allerdings nur bei Künstlern, die tatsächlich singen können und ihr Geld an Theatern und auf Gala`s verdienen müssen.

    Bei Schlagersängern kann man meistens wenig bis gar keine Mikrofon-Handhabungstechnik und noch weniger den Willen feststellen, den "richtigen" Ton zu treffen.

    Erklärt man diesen dann mal ein Mikrofon, dessen Handhabung, dass man nicht den Korb mit den Fingern zuhält und da reinspuckt oder das man nicht zu Testzwecken mit der anderen Hand auf den Mikrofonkorb einschlägt, wird man meistens als "Besserwisser" oder "blöder FOH-Mann" bezeichnet. Schlimm sind auch die besonders Beratungsresistenten Sänger, die bei ihren Live-Gigs ständig das Mikrofon 30 bis 50 cm von ihrem Munde fernhalten und sich dann wundern, daß man sie nicht hören kann, weil sie ständig damit vor den Frontlautsprechern abhängen...

    Bei so manchem Schlagersänger wäre das "Zäpfchen in das Ohr drücken", um den Körperschall der eigenen Stimme wahrnehmen zu können, auch sinnlos. Hier denke ich an die jenigen, die mehr Monitor-und Sidefillleistung benötigen, als Front, weil bereits taub vom eigenen BummBumm...

    Hierzu noch ein Zitat:

    Zitat von "Akustikfuzzi"

    Kommt die Ehefrau eines mittelmäßigen, französisch-sprechenden lokalen Sangesbarden zum FOH-Mann und beschwert sich über den "schlechten Sound" ihres Mannes.

    Antwort des FOH-Manns:
    "Gnädige Frau, dies ist ein Mischpult, keine Kläranlage, wenn da Scheiße reingeht kommt auch Scheiße raus."

    Dreht sich um und läßt die Frau stehen.

    Passiert September 2002 im Saarland.

    Auch wenns nicht ganz zum Thema gehört - das musste ich mal loswerden.

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  • christian_thomas
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    • 27. Dezember 2007 um 09:06
    • #12
    Zitat von "gurkendoktor"

    …auch die linkshänder? ;)

    wenn sich jemand öfter ein ohr zuhält, ist wahrscheinlich der monitor zu leise. profis sagen sowas nicht zwingend vor publikum. also: augen auf.

    Hä? Seit wann ist "Ohren zu halten" das Zeichen an den FOH/Monitormann, den Monitor lauter zu machen? :shock:

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  • djobi
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    • 27. Dezember 2007 um 10:44
    • #13

    wurd doch schon gesagt
    a)
    .. wenn es sich damit den In-Ear-Knopf weiter ins Gehirn drückt, hört sich der Künstler so vll lauter
    b) ich schotte ein Ohr ohne In-Ear gegen Aussenlärm ab, um nur das Ohr mit In-Ear zu hören
    :wink:

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • christian_thomas
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    • 27. Dezember 2007 um 12:11
    • #14
    Zitat von "djobi"

    wurd doch schon gesagt
    a)
    .. wenn es sich damit den In-Ear-Knopf weiter ins Gehirn drückt, hört sich der Künstler so vll lauter
    b) ich schotte ein Ohr ohne In-Ear gegen Aussenlärm ab, um nur das Ohr mit In-Ear zu hören
    :wink:

    Ach so ist das! Ich dachte immer, am InEar-Empfänger gibt es einen Lautstärkeregler. Wusste nicht daß da nur Attrappen dran sind.

    Ich mok min Hos' ooch imma mitte Kneifzang' zu... :D

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  • gurkendoktor
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    • 27. Dezember 2007 um 20:34
    • #15
    Zitat

    Hä? Seit wann ist "Ohren zu halten" das Zeichen an den FOH/Monitormann, den Monitor lauter zu machen?

    ja, wenn man es nicht verstehen will…

    "ohren zuhalten" im sinne von "blocking ears" im sinne von "zu laut" ist NICHT GLEICH "ein ohr zuhalten" bei besonders kniffligen oder besonders tiefen (hier hilft lowcut aufmachen) gesangspassagen.
    den unterschied bemerkt man schnell. glaub mir, bei mir hat sich noch niemand darüber beschwert, dass ich nicht-explizite zeichen interpretiert habe. aber das waren leute, denen man nicht erklären musste, zu was ein mikrofon da ist.
    in den meisten fällen kam das bis jetzt (bei mir)bei klassischem monitoring vor, aber wer sich bei in-ear-monitoring "die ohren zuhält", dem ist es bestimmt NICHT zu laut - oder er hat das gedöns noch nicht lange.

    weiterhin könntest du, wärest du mit den grundlagen eines monitormixes vertraut, leicht erahnen, warum ein griff zum "lautstärkeregler des in-ear-monitoring-empfängers" vielleicht für den vorführenden kontraproduktiv ist, da dieses ja gemeinhin den ganzen bereits vorhandenen mix verstärkt, wo doch lediglich das instrument "meine stimme" explizit lauter/deutlicher vernommen werden möchte. der vorführende gewänne hier also nichts weiter, als vielleicht einen kleinen gehörschaden, weil dem schlagwerker just in diesem moment der besenstiel aufs kehrblech rutscht - das jeder musiker gern als anhaltspunkt für timing in seinem mix hat.
    (ok - das ist jetzt konstruiert, aber das prinzip ist klar).

    wenn ich also oben schreibe "monitor lauter", meine ich: der darbietende möchte gern seine stimme deutlicher vernehmen, also sollte sie in dem für seinen monitorkanal relevanten mix von den anderen darin vorhandenen signalen vermittels einer lautstärkeänderung schärfer abgegerenzt werden. vulgo: "er/sie braucht mehr [sich im] monitor"

  • christian_thomas
    Verifiziert
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    1.001
    • 28. Dezember 2007 um 03:10
    • #16
    Zitat von "gurkendoktor"

    ja, wenn man es nicht verstehen will…

    "ohren zuhalten" im sinne von "blocking ears" im sinne von "zu laut" ist NICHT GLEICH "ein ohr zuhalten" bei besonders kniffligen oder besonders tiefen (hier hilft lowcut aufmachen) gesangspassagen.
    ...

    Im Kontext mit Deinem Folgebeitrag verstehe ich es nun auch, was Du meintest.

    Mir kam es nur recht seltsam vor - den Gesamt-Monitor lauter zu machen, wenn Troubadix so schon seine eigene Stimme nicht richtig hört...

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  • markus olk
    Beiträge
    210
    • 29. Dezember 2007 um 19:20
    • #17
    Zitat von "Christian_Thomas"

    Guten Morgen.

    Diese Beobachtung machte ich auch - allerdings nur bei Künstlern, die tatsächlich singen können und ihr Geld an Theatern und auf Gala`s verdienen müssen.

    .

    Hier in der Gegend wird das teilweise sogar in der Gesangsausbildung beigebracht, wie man mit dem Mic "aktiv" arbeitet.
    Die Herren und Damen landen dann nicht zwangsweise am Theater oder in der Gala sondern auch in diversen Coverbands, wo sie einem das Leben sehr erleichtern können.
    Zum einen durch erträglichen Gesang :wink: , zum anderen aber auch durch die gezielte Begrenzung des Dynamikumfangs ohne stimmliche Einbußen. Wenn das gut gelernt ist, bin ich immer sehr froh darüber, denn auch die Verständlichkeit der Stimme bleibt oft über das gesamte Spektrum gewahrt.
    Das gezielte Ausnutzen bzw auch mal Vermeiden des Nahbesprechungseffektes hat einen ähnlich großen Nutzen, da der Bassanteil in Passagen wegfällt, in denen er mehr vermatschen als unterstützen würde und umgekehrt der Stimme an den richtigen Stellen mehr Volumen verleiht.

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • christian_thomas
    Verifiziert
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    1.001
    • 29. Dezember 2007 um 23:03
    • #18
    Zitat von "Markus Olk"


    Hier in der Gegend wird das teilweise sogar in der Gesangsausbildung beigebracht, wie man mit dem Mic "aktiv" arbeitet.
    Die Herren und Damen landen dann nicht zwangsweise am Theater oder in der Gala sondern auch in diversen Coverbands, wo sie einem das Leben sehr erleichtern können...

    Ich verstehe nur zu gut, was Du meinst.

    Am Lager der Fa, bei der ich arbeite, haben 2 Bands ihre Proberäume. Band 1 ist eine Country/Rocknroll-Band - bestehend aus z.T. ehemaligen Berufsmusikern, die schon in Rente sind. Die proben 2 mal die Woche für 4 Stunden, um ihr Programm fürs WE zu erweitern.

    Band 2 besteht aus irgendwelchen "Kreaturen", die in der Lage sind, ein Instrument laut zu machen. Sie proben täglich von morgens 9 oder 10 Uhr bis abends 22 - 23 Uhr, an 5 bis 7 Tagen in der Woche, und spielen von Herzilein, Kufsteiner Lied über Schalager und im Original sehr schöne internationale Rock-Titel bis hin zu Grönemeyer/Westernhagen, einen Titel von den Soulsisters erkannte ich auch noch.

    Diese Band hat mehrere "Sänger" - deren Gesang erinnert an eine völlig verstimmte Geige, in deren Geigenbogen statt Roßhaar ein Sägeblatt eingespannt ist, welches von einem Esel über die Saiten gezogen wird.

    "What a feelin" von Irene Cara - gecoverd von einem männlichen Sänger, der Dur nicht von Moll unterscheiden, geschweige die Stimme halten kann..

    Für so einen gräßlichen, grauenhaften Gesang gibt es keine Beschreibung - ich glaube die Leistungen eines Zlatko um 2000 rum wären im Vergleich dagegen Weltstarverdächtig, und eine Maschine, die pausenlos ratatata Zong - Klick - ratatata Zong - Klick... macht, halte ich dagegen auch für sehr musikalisch.

    Wenn diese Band (scheinbar kommen die Mitglieder aus Bochum) mal einen der Kollegen um Technikunterstützung bitten sollte: Setzt bitte das Schmerzensgeld 10mal so hoch an als beim bisher schlechtesten Act, den Ihr hattet, und nehmt Gehörschutz mit.

    Schon jetzt an den Kollegen mein aufrichtiges Beileid... - aber bei solcher Band an der Technik zu stehen grenzt fast an Rufschädigung.

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