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  5. Boxen und Amps

dumpfer Sound im Bandraum...

  • bernd1989
  • 9. November 2008 um 14:05
  • bernd1989
    Beiträge
    226
    • 9. November 2008 um 14:05
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich mische seit einiger Zeit eine Coverband, bis jetzt nur im Bandraum... Live Auftritte stehen bald an.

    Technik besteht aus 2 Bell V2.300, eine A&H GL2200, eine Behringer Endstufe und ein Behringer EQ.

    Mikros werden überwiegend SM58 verwendet. Es sind auch 2 AKG Kondensatormics vorhanden, die etwas schöner klingen aber verdammt anfällig für Feedback sind...

    Micros habe ich alle auf Gruppe 1/2 geroutet und den EQ als Gruppen Insert hergenommen. So kann ich die Feedbackanfälligen Frequenzen bei den Mikros rausziehen, ohen den Rest (Key, Synth, Piano, CD, Saxofon...) zu beeinflussen. Sind nur 4 Frequenzen die ich um paar db absenken musste... Bandraum is eben doch sehr anfällig für Feedback.

    Alles in allem habe ich aber das Problem, dass der Gesang irgendwie dumpf klingt. Ich hätte gern einen aggresiven Sound vorallem was die Höhen angeht. Wenn ich an den Kanal EQ drehe wirds zwar etwas besser aber noch nicht gut. Effektgerät hilft auch nur bedingt, ist aber nicht das, was ich will.

    Gibt es irgendwelche Tipps wie ich einen aggresiven, aufdringlichen aber nicht kreischigen Hoch und Mittelton hinbekomme?? Liegt es an den Boxen oder an den Preamps vom Pult?? Eigentlich war ich mit den Bell Tops bislang sehr zufrieden...

    Hier noch ein Bild von EQ Einstellung...

    http://web1.v3.ncsrv.de/images/IMG_09882.jpg

    Ich hoffe ihr könnt mir parr Tipps geben...

    gruß Bernd

  • yamaha4711
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    • 9. November 2008 um 14:17
    • #2

    Tacho!

    Die Boxen kenne ich nicht, aber die das Pult und das ist soweit eigentlich in Ordnung. Das SM58 könnte mitunter ein Grund sein, da es doch oben rum recht dumpf ist. Evtl. liegt es auch am Raum (hallig?!).
    Für einen crispen Sound könnte man mit einem Exciter im Gesangsweg nachhelfen.

    Dennoch: ich rate dringend davon ab einen aggressiven, aufdringlichen Sound zu mischen, da das Gehör der Zuschauer und auch deines sehr schnell ermüdet und es oftmals dann auch weh tut. Wenn die Balance des Mixes nicht stimmt und die hohen Mitten (1.6 - 5 kHz) überbetont sind (ich denke das ist was du machen möchtest) führt das sehr schnell zu einem unruhigen Publikum.
    Versuch einfach mal die "fehlenden" Frequenzen in den restlichen Kanälen zu maskieren damit im Gesang dafür Platz ist.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • slaytalix
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    1
    • 9. November 2008 um 16:15
    • #3

    http://www.bell-audio.de sind eigentlich ganz gute Boxen. Die V2.300 ist schon der Nachfolger bzw. eine überarbeitete Version

    Vielleicht hast Du den Hochtöner gekillt ?

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • bernd1989
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    226
    • 9. November 2008 um 16:28
    • #4

    das glaube ich nicht... bei Keyboard und CD Sound sind die Höhen vorhanden :) Die Stimme an sich ist ja auch sehr mittenlastig, meine Frage bezieht sich ja eher darauf wie ich die Stimme möglichst klar und Höhenbetont rüberbringe... Ich möchte dass die Stimme etwas besonders klingt und nicht im allgemeinen Mittenmatsch untergeht...

    Ich werd mal schaun ob es vielleicht am Behringer EQ liegt. Vielleicht klingt der ja so dumpf...

  • tufkajck
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    • 9. November 2008 um 17:06
    • #5

    Bevor man jezt versucht, akkustische Probleme elektronisch zu lösen, musst du dir bewusst sein, dass du in nem Raum bist. Jede Schallwelle, die erzeugt wid, wird da erstmal ihr Wesen und Unwesen treiben. Sie wird an den Begrenzungsflächen reflektiert und je nach deren Oberfläche absorbiert werden. Das ganze frequenzselektiv.
    Meist wird in Bandräumen zu laut gespielt, Drums können auch sehr laut sein. Das erklärt die feedbackanfälligkeit, weil erstens Vocals zu ser aufgedreht werden müssen, und zwetens alle Instrumente ins Gesangsmikro streuen und auch lauter werden. Wenn du ein anderes Mikro als das SM58 nimmst, kann es durchaus schlimmer weden.
    Man muss sehen, dass Gitarristen nicht zu laut spielen, dass Keyboards wirklich nur spielen was Sinn macht, dass jedes Instrument mal in seinem Frequenzbereich spielt, Git nicht zu viele Bässe, die dem Bassist seinen Job schwer machen, Keys nicht zu breibandige Flächen, Drums zur Not auch etwas isolieren. Dann kann man langsam anfangen mit mischen.
    Interesant wäre eure Bandaufstellung und die Beschaffenheit der Wände, Boden, Decke des Proberaums. Auch die Dimmensionen. Dann könnte man mal eine Feranalyse machen.

  • LOL
    Gast
    • 9. November 2008 um 19:56
    • #6

    Ist der Compressor den ich da sehe der DBX266?
    Und ist der auch im regel weg der Gesänge?
    Ich frage nur weil ich beim 266 das gefühl habe der sound kommt immer so ein bisschen matschiger rüber oder wie andere hier schon geschrieben haben als währe ein nassen Badetuch über den Speakers.

    Gruss

  • bernd1989
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    226
    • 9. November 2008 um 20:28
    • #7

    Ja ist ein 266er aber gar nicht angeschlossen. Finde den Sound nicht besondern schön und wenn anfange zu komprimieren und den Gain anschließend weiter aufziehe habe ich fast nur noch Rückkopplungen. Meiner Meinung nach brauche ich im Bandraum keinen Kompressor (könnt mich gern eines besseren belehren ;) ) Einziges Dynamikgerät ist das 1. Gate im Signalweg der BaseDrum. Mit dem verhinder ich dieses lästige "nachdröhnen" und krieg eine schöne satte und trockene basedrum hin :)

    Generell ist es so dass der Proberaum schon sehr schön gedämmt ist. An die Decke wurden große, stoffige Holzplatten schräg abgehängt, an den Wänden sind Stoffleinen und ein Teppichboden wurde verlegt. Der Gesang ist eigentlich auch laut genug, es ist nur so dass der Gesang nicht besonders schön rüber kommt. Aber ich denk ich muss einfach noch viel rumprobieren und solange alles mal durchtesten bis es mir gefällt :) An der Stimme des Sängers liegt es definitiv nicht...

    Trotzdem Danke dass ihr so viel geantwortet habt auch wenn Ihr mir nicht weiterhelfen könnt. Ich muss einfach selber weiterprobieren und schaun dass ich meine Vorstellung in die Tat umsetzen kann...

    lg bernhard

  • oton
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    • 9. November 2008 um 21:27
    • #8
    Zitat von "bernd1989"


    Generell ist es so dass der Proberaum schon sehr schön gedämmt ist. An die Decke wurden große, stoffige Holzplatten schräg abgehängt, an den Wänden sind Stoffleinen und ein Teppichboden wurde verlegt. Der Gesang ist eigentlich auch laut genug, es ist nur so dass der Gesang nicht besonders schön rüber kommt...

    Klingt sehr nach einem totgedämmten Raum ... so wie ungefähr 95 % aller Bandräume. Vielleicht mal an zwei Wänden (nicht gegenüberliegend) den Stoff entfernen und sehen was passiert.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • tufkajck
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    • 9. November 2008 um 23:36
    • #9

    Deshalb frage ich nach der Akustik.
    Auch wenn es der junge Kollege noch nicht glauben will, das Problem ist mit drehen an Knöpfen nicht zu lösen.
    Wenn die hohen Töne überdämpft sind, fehlen die "early reflexions" ohne die unser hören etwas unromantisch ist. Die 120 Hz - 200 Hz donnern rum und sind nicht sehr hilfreich. Wenn auch die Stimme recht o.k. die Box verlässt.
    Ich würde auch zusehn, dass etwas an Reflexionen im Präsenzbereich möglich ist. Du hörst dann auch wieder in Stereo und musst weniger aufdrehen. Die totale Absenkung in den ersten Bändern des EQ ist eher schädlich. Du solltest für sowas den Hochpassfilter nehmen, es passieren unschöne Sachen, wenn man mehrere Bänder so absenkt.

  • audiobo
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    • 9. November 2008 um 23:51
    • #10
    Zitat von "bernd1989"


    Ich hoffe ihr könnt mir parr Tipps geben...

    Geh mit der Band raus und bringt Live-Gigs hinter euch - ne Menge Livegigs.
    Was ihr euch in einem üblichen Proberaum zurechtschraubt, wird auf der Bühne später keine Chance haben sich durchzusetzen - das gilt für Vocal-Einstellungen wie auch für Gitarrenverstärker (typisches Anfänger/Amateur-Problem - Gitarrensound ohne Mitten, zuviel Bass und/oder Höhen, viel zu viel Verzerrung) und Keyboardsounds.

    Nur die Bühnenerfahrung wird euch zeigen, was funktioniert und was nicht, die Akustik eines Proberaums ist dafür nicht geeignet (es sei denn, euer Proberaum ist mindestens 150qm gross mit einer Deckenhöhe von 4m und akustisch optimiert.


    Zitat von "bernd1989"

    Gibt es irgendwelche Tipps wie ich einen aggresiven, aufdringlichen aber nicht kreischigen Hoch und Mittelton hinbekomme??

    Ohne den Sänger gehört zu haben? Nein.

    Hatte gestern abend wieder 2 Mädels da dachte ich nur: Lasst es einfach bleiben - und ausnahmsweise lag´s mal nicht an der Intonation (die immer noch verbesserungswürdig war) sondern nur an den Stimmen...
    Anders und auch etwas extrem ausgedrückt (nach bisherigen Beobachtungen): Eine gute, angenehme (auch aggressive) Stimme hat Anteile in allen Frequenzlagen, hier kann man mit Mikrofon und Equalizer die wichtigen Bereiche hervorholen oder "unwichtige" Bereiche absenken, um Luft für andere Instrumente/Stimmen zu haben. Bei einer "kreischenden" Stimme ist nur in einem recht schmalen Bereich überhaupt Energie vorhanden, ein drehen am EQ gleicht da schon fast dem am Lautstärkeregler. Aber angenehmer wirds nimmer, da darunter und darüber vom Sänger nur heisse Luft abgegeben wird. Wie gesagt extrem ausgedrückt. Die menschliche Stimme ist halt eines der komplexesten Instrumente überhaupt von ihrer tonalen Zusammensetzung.

  • audiobo
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    • 10. November 2008 um 00:18
    • #11

    ach so zur Akustik: nach deiner Beschreibung sind bei euch praktisch nur die Höhen gedämpft (dämmen ist die Isolierung nach aussen). Schnappt euch mal nen Riesenhaufen Schaumstoff, Kissen, Decken und ähnlichen Kram, der nur nicht zu fest und zu schwer sein darf (für eine feste Konstruktion eignet sich hevorragend Mineralwolle, die muss nur aus gesundheitlichen Gründen (s. Verpackungs-Beschreibung) von einem Stoff z.B. Molton o.ä. umschlossen werden) und türmt das mal in ner Ecke an, so dass ihr dort eine wirksame Bassfalle habt. Muss aber viel sein. Das macht den Gesamtsound wesentlich transparenter, da dein Ohr dann nicht mehr die ganze Zeit die Dröhnfrequenzen vom Raum verarbeiten muss (Maskierungseffekt).

  • tufkajck
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    • 10. November 2008 um 01:20
    • #12

    audiobo
    Was bewirken denn die Kissen in der Ecke?
    Bassfalle ist ja ein Resonator, der durch mitschwingen den tiefen Frequenzen Energie entzieht. Entweder ein Helmholzresonator oder ein Plattenschwinger. Wie funktioniert denn der Haufen Schaumstof und Decken?

  • audiobo
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    • 10. November 2008 um 05:52
    • #13

    moin

    naja, funktioniert halt genau wie im Hochtonbereich - die Schallwellen müssen durchs Material, in welchem wiederum durch leichte Bewegung Reibung entsteht und somit letztlich die Schallenergie in Wärme umwandelt. Es muss halt aufgrund der Schallwellenlänge recht gross sein und die Wirkung ist am besten in einer Raumecke, da sich dort alle Raumresonanzen ansammeln.

    Vorteil: es ist einfach zu bauen und muss nicht berechnet werden - ein falsch berechneter (und nicht per Messung kontrollierter) Helmholtz macht mehr kaputt als er hilft...

    Übrigens gibt´s sogar so grosse Eckwürfel aus Schaumstoff fertig zu kaufen, ist aber m.M.n. zu teuer - lieber nen Haufen Rockwool, 2-3 Dachlatten und n Rest Molton, der noch über ist, fertig.

  • ibkoeppen
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    • 10. November 2008 um 12:51
    • #14

    Hi -

    fast hätte ich mich nicht getraut, hier so etwas simples zu posten (zumal ich auch kein Beschallungsprofi bin) -
    aber wie wäre es, aus dem Gesang mal so im Bereich 200 - 400 Hz was rauszufiltern?

    Michael

    P.S.: bzw. im Summen-EQ

  • wikinger
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    • 10. November 2008 um 13:12
    • #15

    Könnte es evtl. sein das der Übungsraumsound einfach zu laut ist! ein weiterer Faktor könnten zu giftige Gitarren sein. Das Gehör ist ja sehr subjektiv, dann kann es durchaus auch sein das viele höhenbetonte Sounds (Gitarren/Keyboards) den Gesang als Dumpf erscheinen lassen. Ein SM58 ist ja auch nicht gerade der Brüller.

    Ich würde zuerst mal versuchen die Lautstärke zu minimieren. So hast Du auch weniger Probleme mit Feedbacks. Allenfalls bei anderen Instrumenten die höhen etwas filtern.

    Manchmal hilft es auch ein Signal leiser zu machen damit ein anderes presenter sein kann.

    Gruss WK

    können Sie nicht ein bisschen leiser machen...???

  • fabio hermann
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    • 14. November 2008 um 14:44
    • #16

    lass den sänger mal singen ohne das der rest der band spielt und schraub dir dann den sound zurecht, beibedarf ohne boxen nur mit kopfhörer und danach bauste das ganze in deinen mix ein

    http://www.sound-light-bonn.net/

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