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Spannungsabfall bei langen Schukoleitungen

  • Eisbaer24
  • 4. Dezember 2008 um 03:37
  • Eisbaer24
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    • 4. Dezember 2008 um 03:37
    • #1

    Hallo,
    Ich verwende Konfettiwerfer die bei 230V 100W auslösen und hätte dazu folgende Frage - theoretisch kann ich ja 36 Stk. an eine Schukoleitung 230V 16A (3600W) betreiben. In wie weit sind Kabellängen zu beachten und wie rechne ich aus ob alle meine Konfettiwerfer mit ausreichend Strom versorgt werden um gleichzeitig auslösen? Je nach Veranstaltungsort kommen schon mal mehrere Hundert Meter verlegter Leitung zusammen.

    Mit freundlichen Grüßen, Robert

  • michael eber
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    • 4. Dezember 2008 um 08:05
    • #2

    http://www.nordhimmel.de/

  • JohannesP
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    • 4. Dezember 2008 um 15:04
    • #3

    Hab ich irgendwann mal für verschiedene Leitungen durchgerechnet.
    Alles für VT-übliche C-Automaten.

    http://www.pradler-veranstaltungstechnik.de/download/din18015.pdf

    Gruß
    Johannes

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

    _______________

    http://www.Pradler-Veranstaltungstechnik.de

    Johannes Pradler
    Geschäftsführer
    Meister für Veranstaltungstechnik (Bühne/Studio)

  • UlTraAudio
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    • 4. Dezember 2008 um 15:08
    • #4
    Zitat

    ...die bei 230V 100W auslösen...

    Hallo,

    ist das eine Angabe laut Typenschild,
    oder hast du die Leistungsaufnahme im
    Auslösemoment gemessen?

    Elektrische Betriebsmittel haben im Einschaltmoment
    veränderte Eigenschafte gegenüber ihrem Normalbetrieb.

    Innerhalb sehr kurzer Zeit (<100ms) können die Einschaltströme
    das 5 - 7-fache vom Nennstrom betragen.

    Selbst ohmsche Verbraucher zeigen dieses Verhalten.

    Zitat

    http://www.nordhimmel.de/


    --> klappt nicht, oder irre ich?

    Habe es mit 2 Browsern probiert, alles was die Seite hergibt ist ein*.jpg

    Gruß

    Ulf

    Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen... Aristoteles

  • binson
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    • 4. Dezember 2008 um 15:41
    • #5

    Google ist Dein Freund:

    http://www.nordhimmel.de/strom.htm

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • michael quatmann
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    • 4. Dezember 2008 um 19:13
    • #6
    Zitat von &quot;Ulf Trappmann&quot;


    --> klappt nicht, oder irre ich?

    Oder einfach mal links oben auf "Das Programm" klicken

    Gebt mir Steine! Ich besitze kein Behringer-Gerät mehr :D

  • tufkajaschw
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    42
    • 13. Dezember 2008 um 14:48
    • #7

    Weis jemand ob das Berechnungsprogramm auch die Schleifenimpedanz berücksichtigt?

  • Sound-Klinik
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    • 6. Februar 2009 um 11:58
    • #8
    Zitat von &quot;ulf trappmann&quot;

    ... können die Einschaltströme
    das 5 - 7-fache vom Nennstrom betragen.

    Selbst ohmsche Verbraucher zeigen dieses Verhalten.


    Interessant (ich nehme mal an, daß du Widerstände ohne induktive bzw. kapazitive Anteile meinst ...).
    Kannst du mal ein Beispiel für einen solchen (rein "ohmschen") Verbraucher mit hohen Einschaltströmen nennen ? :)

  • UlTraAudio
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    • 6. Februar 2009 um 13:09
    • #9

    Gerne:

    Das PTC Verhalten einer einfachen Glühlampe währe wohl das einfachste Beispiel für ein rein ohmsches Betriebsmittel.

    Wikipedia:

    Zitat

    Aufgrund der positiven Temperatur-Widerstands-Charakteristik (Kaltleiter) fließt beim Einschalten einer Metalldraht-Glühlampe ein sehr hoher Einschaltstrom (das Fünf- bis Fünfzehnfache des Nennstromes), der die Glühwendel schnell auf die Betriebstemperatur aufheizt. Um diesen Stromstoß geringer zu halten, werden z. B. Bühnenscheinwerfer bei Nichtbenutzung nur herabgedimmt und somit der Glühfaden auf Temperatur gehalten.

    Wikipedia - Glühlampe & Einschaltstrom

    Wikipedia - Einschaltstrom

    Beste Grüße

    Ulf

    Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen... Aristoteles

  • michael quatmann
    Verifiziert
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    • 6. Februar 2009 um 13:56
    • #10
    Zitat von &quot;Sound-Klinik&quot;


    Ich glaub er wolte darauf hinaus das es keine realen Bauteile gibt die ideal sind. Selbst der Glühwendel einer Glühlampe weißt eine geringe Induktivität auf.

    Gebt mir Steine! Ich besitze kein Behringer-Gerät mehr :D

  • TomyN
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    • 7. Februar 2009 um 11:34
    • #11

    Nee.. auch Heiß- oder Kaltleiter können rein ohmisch sein, aber ihren Widerstand je nach Betriebszustand deutlich variieren.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 7. Februar 2009 um 17:43
    • #12
    Zitat von &quot;ulf trappmann&quot;

    Das PTC Verhalten einer einfachen Glühlampe währe wohl das einfachste Beispiel für ein rein ohmsches Betriebsmittel.


    Ob Kalt- und Heißleiter aufgrund ihrer teilweise drastischen Temperaturabhängigkeit als "rein ohmsch" angesehen werden können, ist Definitionssache - zumal: Ein PTC oder NTC würde in einer elektronischen Schaltung nie als "ohmscher Widerstand" verbaut werden. Eine ideale resistive Last sollte unter üblichen Betriebsbedingungen* weder frequenz- (d.h. reaktiv) noch temperaturabhängig sein. Strenggenommen wären nicht einmal Drahtwiderstände als "rein ohmsch" anzusehen ... ebenso wie sich einige Kondensatoren nicht immer nur "rein kapazitiv" (dto. Spulen nur "rein induktiv") verhalten. :wink:

    * unter "üblichen Betriebsbedingungen" würde ich bei einer Glühlampe sowohl den Einschaltmoment (schließlich wird sie üblicherweise - z.B. in Wohnungen - OHNE Strombegrenzung geschaltet) als auch den Dauerbetrieb gleichermaßen rechnen ...

  • michael quatmann
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    • 7. Februar 2009 um 17:52
    • #13
    Zitat von &quot;TomyN&quot;

    Nee.. auch Heiß- oder Kaltleiter können rein ohmisch sein, aber ihren Widerstand je nach Betriebszustand deutlich variieren.

    Tomy

    Das Stimmt so nicht. Alleine die Anschlussbeinchen des Bauteils weisen eine geringe Induktivität auf, also is das Bauteil schon mal nicht mehr rein ohmsch. Hinzu kommt das 90% der Widerstände Anschlusskappen besitzten (an denen die Beinchen angeschweißt werden) die eine Kapazität verursachen. Ähnlich verhält es sich auch bei Spulen und Kondensatoren.

    Gebt mir Steine! Ich besitze kein Behringer-Gerät mehr :D

  • UlTraAudio
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    479
    • 7. Februar 2009 um 18:46
    • #14

    Das ist mir alles bekannt,

    ich habe zu anfangs nur darauf hinweisen wollen,
    dass sich Betriebsmittel im Einschaltmoment anders
    verhalten können, eine erhöhte Stromaufnahme mit
    eingeschlossen.

    Ich ging eben bei der Anfangsbetrachtung

    Zitat

    die bei 230V 100W auslösen

    ... theoretisch kann ich ja 36 Stk. an eine Schukoleitung 230V 16A (3600W) betreiben

    davon aus, dass man einfach mal weit unten ansetzen könnte.

    Gruß und schönes Wochende

    Uf S.T.

    Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen... Aristoteles

  • michael quatmann
    Verifiziert
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    • 7. Februar 2009 um 20:09
    • #15
    Zitat von &quot;ulf trappmann&quot;

    Das ist mir alles bekannt,

    ich habe zu anfangs nur darauf hinweisen wollen,
    dass sich Betriebsmittel im Einschaltmoment anders
    verhalten können, ...

    Das ist natürlich uneingeschränkt richtig.

    Gebt mir Steine! Ich besitze kein Behringer-Gerät mehr :D

  • Midi-Rakete
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    • 8. Februar 2009 um 01:50
    • #16

    Ob die Induktivität von Anschlussbeinchen noch was mit der Anzahl der 100W Konfettimaschinen zu tun hat...... :D wird das nicht etwas OT?

    Wolfgang Dunczewski
    65934 Frankfurt
    Tel: 0700/TONSTUDIO

    DMX Selbstbau Projekte auf http://www.dmx4you.de

    FOH und Technik

  • chw
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    839
    • 8. Februar 2009 um 17:43
    • #17

    Geht auch von Hand, Offline - ganz ohne Computer, Internet und Javascript:

    dU = ( 2* l * I)* cos(phi) / ( k *A)

    dU = Spannungsabfall [V]
    l = länge der Leitung [m]
    I = Strom [A]
    cos(phi) - berücksichtigt den nicht ohmschen Anteil -> Handbuch
    k = Materialkonstante für Kupferleitungen 56 Einsetzen, ( Leitwert= Kehrwert des spezifischen Widerstandes, bei kupfer ist das (0,0178 Ohm * mm² /m)^-1 = 56,179 S*m/mm²
    A = Querschnitt des Leiters, Fläche in mm²

    Anmerkung: Ohne Berücksichtigung der Temperatur. Erwärmen sich die Leitungen ändert sich der Widerstand.
    Anmerkung II: Formeln in phBB sind Furchtbar darzustellen und mies zu lesen.

    Die Induktivität der Glühwendel in einem (Kunstlicht) Leuchtmittel ist in weiten Bereichen der VA-Technik
    in der Praxis durchaus vernachlässigbar. Das wäre sicherlich eine tolle Übung für E-Technik Studenten an
    einer Uni....

    Was nicht vernachlässigbar ist:
    Wenn diese Konfettiwerfer mit großen Spulen (z.B. Elektromagnete)
    arbeiten solltest Du Dir mehr Gedanken machen. Am einfachsten ist es den cos(phi) im Handbuch nachzuschlagen
    oder zu messen. Geeignete Messgeräte kann Dir jeder Elektriker leihen.

    Zur Dimensionierung der Absicherung eine Art Faustregel für die Praxis:
    Nutze die Angaben auf den Sicherungen nicht voll aus, rechne mit einem Faktor 0,8.
    Also ca. 2900W = 12A pro 16A Automat. Wenn möglich verwende Automaten mit "C" Charakteristik.
    Die können höhere Einschaltströme ab als die im Haushalt üblichen "B" Automaten.

    Wenn Du die Leistung ausrechnen willst die jedes Gerät zieht oder den Strom
    nach dem Du die Sicherung und Geräte pro Sicherung dimensionieren musst
    kannst Du obige Formel umstellen.
    P = U * I und natürlich U = R * I, jeweils erweitern mit cos(phi) falls nicht rein ohmsch'.

    Mehr Details findest Du in jedem Hand- Lehr- oder Tabellenbuch der Elektrotechnik
    Im Internet wird man wie so oft auch bei Wikipedia fündig:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinleistung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Blindleistung
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wirkleistung

  • Beffel
    Profi
    Beiträge
    283
    • 9. Februar 2009 um 09:50
    • #18

    chw:
    .... wir mussten tatsächlich mal die Leitungsbeläge (R,L und C) der Stromzuführungen einer 60W Glühbirne im Studium bestimmen! Sowohl messtechnisch als auch rechnerisch. Man fand ich das damals öde! :lol:

    Ich möchte trotzdem einen ganz anderen Lösungsansatz vorschlagen!
    Es geht ja eigentlich um ein ganz einfaches Leitungsbemessungsproblem. Dafür gibt es auch eine einfache Lösung:

    Tabellenbücher!

    Da kann man relativ schnell und überall (auch ohne Internet) den notwendigen Leitungsquerschnitt in Abhängigkeit der Verlegeart bestimmen.

    Apropo Verlegeart Verlegeart. Auch dies beeinflusst die tatsächliche Belastbarkeit (Wirk, Blind und Temperatur)

    Da man auf der Baustelle kaum für jede Leitung einen Nachweis rechnen kann, ist das Nachschlagen wesentlich effektiver und meines Erachtens für einen Tech, der nicht über die Vorzüge eines elektrotechnischen Hochschulstudiums verfügt, am praktikabelsten.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • michael quatmann
    Verifiziert
    Beiträge
    649
    • 9. Februar 2009 um 20:35
    • #19
    Zitat von &quot;Midi-Rakete&quot;

    Ob die Induktivität von Anschlussbeinchen noch was mit der Anzahl der 100W Konfettimaschinen zu tun hat...... :D

    Das stimmt wohl. Und damit es nicht zu sehr OT wird siehe die beiden vorhergehenden Posts. Das wäre auch meine erste Wahl. Formel und/oder Tabellenbuch.

    Gebt mir Steine! Ich besitze kein Behringer-Gerät mehr :D

  • jannik strakeljahn
    Beiträge
    101
    • 9. Februar 2009 um 22:04
    • #20
    Zitat von &quot;Beffel&quot;

    Ich möchte trotzdem einen ganz anderen Lösungsansatz vorschlagen!
    Es geht ja eigentlich um ein ganz einfaches Leitungsbemessungsproblem. Dafür gibt es auch eine einfache Lösung:

    Tabellenbücher!

    Da kann man relativ schnell und überall (auch ohne Internet) den notwendigen Leitungsquerschnitt in Abhängigkeit der Verlegeart bestimmen.

    Apropo Verlegeart Verlegeart. Auch dies beeinflusst die tatsächliche Belastbarkeit (Wirk, Blind und Temperatur)

    Da man auf der Baustelle kaum für jede Leitung einen Nachweis rechnen kann, ist das Nachschlagen wesentlich effektiver und meines Erachtens für einen Tech, der nicht über die Vorzüge eines elektrotechnischen Hochschulstudiums verfügt, am praktikabelsten.

    Dem kann ich auch nur zustimmen. Dennoch sollte man grob >60m schonmal das rechnen anfangen und gucken ob man noch den höchstzulässigen Spannungsfall einhält. Oder gleich mal > 1,5² verlegen ;)

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