Hallo,
beim Auswahl des Gehäuses für einen unterhalb der Resonanzfrequenz betriebenen Treiber (na was wohl) habe ich mich gefragt, welches Gehäusevolumen denn den höchsten Wirkungsgrad verspricht.
Habe einfach mal angenommen, daß der Treiber weit unterhalb seiner Resonazfrequenz und zunächst auch als einzelner Treiber (kein stack) betrieben wird (Grenzfall).
Die Herleitung spar ich mir jetzt, wer sie will kann ja mailen.
Aber das Ergebniss hatte ich so eigentlich nicht erwartet:
bei gegebenem Antrieb (BXLXI) wächst der akustische output mit
- dem Volumen der Box zum Quadrat (1)
- umgekehrt ( :o ) zur Membranfläche (!) (2)
(Voraussetzungen: Rückstellkraft im wesentlichen durch die Luftfeder bestimmt; Kraft zur Beschleunigung der Membranmasse noch vernachlässigbar klein)
(1) war ja schon keine so gute Nachricht, :roll:
aber (2) habe ich zunächst nicht geglaubt. :-?
Kann mann zwar rechnen, aber auch am einfachen Beispiel klarmachen:
bei gleichem Verschiebevolumen ist der in der Box erzeugte Druckunterschied beim Langhubchassis mit kleiner Fläche genauso groß wie beim kürzer hubenden Chassis mit großer Fläche.
Die Rückstellkraft ist aber Druckunterschied X Fläche, d.h. beim Chassis mit großem Durchmesser größer. Damit wird aber auch mehr Antriebskraft für dasselbe Verschiebevolumen benötigt. Ist das BXL beider Chassis gleich, dann braucht es daher beim Langhubchassis weniger Eingangsleistung.
Wer´s nicht glaubt: mit dem on-line-Rechner bei Strassacker für ein Chassis mit einfacher/doppeltem Durchmesser und dazu passend einfachem/4-tel Hub P_ak berechnen --> identisch und Verschiebevolumen gleich. Der Rest ist ausrechnen der Luftfeder, aber eher trivial (mal vorausgesetzt das Gehäuse ist nicht so klein, daß mann in den nichtlinearen Bereich kommt).
Ist jetzt der Langhuber mit halbem Durchmesser wirklich besser ?
--> zunächst mal braucht er ja den vierfachen Hub.
Dazu muss aber bei gleichem Verhältnis von Spulenlänge im Luftspalt zu Spulenlänge gesamt der Luftspalt viermal so hoch sein und die Spule viermal so lang.
Das hört sich zunächst nicht so gut an.
Allerdings darf mann jetzt auch unter Beibehaltung der wärmeabgebenden Fläche der Spule (Belastbarkeit !) den Spulendurchmesser auf ein viertel verkleinern.
Bei gleicher relativer Durchmesser-Toleranz der Spule ist damit das Luftspaltvolumen gleichgeblieben. Damit herrscht wieder Gleichstand in Bezug auf die benötigte Größe des Magneten.
Damit wäre nach meinem jetzigen Stand unter der Voraussetzung daß Toleranzen und Führung der Membran und Spule im beherrschbaren Bereich bleiben ein Langhubchassis günstiger wenn maximaler Wirkungsgrad bei gegebenem Boxenvolumen gefordert bzw. geringstmögliches Boxenvolumen bei zu erreichendem Wirkungsgrad.
Das Ganze wird übrigens für die Chassis mit großer Fläche noch deutlich ungünstiger, wenn der Strahlungswiderstand schon konstant ist (z.B. im Großstack mit vielen Chassis).
hmmmm....... :-? :-? :-?
Gruß SRAM
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korrigiert am 24.März (Korrektur)