Wenn man anfängt und noch mit vielen Sachen beim mischen beschäftigt ist rate ich immer dazu sich auf das wesentliche zu begrenzen. Also lieber erst mal mit dem Pult und den Mikrophonen beschäftigen und dazu vielleicht noch einen EQ für die Summe und die 2 Monitorwege. Die Bands, die man am Anfang seiner Laufbahn betreut, kommen damit meist noch zurecht und die Zahl der möglichen Fehlerquellen ist begrenzt.
Wenn ich dann aber höre, dass jamand der seiner eigenen Einschätzung nach noch nicht erfahren ist überall Kompressoren verbauen möchte gehen bei mir die Alarmglocken an. Da kann man sehr viel kaputt machen am Sound!
Einen Summenkompressor würde ich nur dann einsetzen wenn ich mir ganz im klaren bin was ich tue und dann noch eine unterdimensionierte Anlage vorfinden würde. Ich habe das noch nie gemacht. Hatte aber vor wenigen Tagen mal einen Mischer aus dem Amiland betreut der damit auch bei ausreichend dimensionierter Anlage einen guten (wenn auch etwas lauten) Sound gezaubert hatte.
Kompressoren beschränken ja gewollt die Dynamik des Quellmaterials. Dabei senken sie laute Stellen gegenüber leiseren Passagen ab, der Gainmakeup am Ende der Kompressorschaltung gleicht diese Absenkung wieder aus und so erscheinen leisere Stellen lauter. Aber was erhalten wir aus diesem Regelprinzip? - Eine erhöhte Rückkoipplungsneigung! Wenn anfänger eh schon regelmässig die Hochtöner ihrer billig-China-Boxen mit Rückkopplungen killen und sich dann von einem Kompressor eine bessere durchsetzungsfähigkeit der Gesänge erwarten dann ernten sie am Schluß meistens nur noch mehr Gepfeife (nicht nur aus dem Boxen). Also lieber klein anfangen erstmal die Basics verstehen und dann erst langsam und nachhaltig mit brauchbaren (nicht billigen) Geräten aufrüsten. Vielleicht erst mal bei den Mikrophonen anfangen, dann einen Hall dazu und amm Schluss wenn das Wissen schon etwas weiter ist einen Kompressor und und ein Gate.
Edith sagt: Rechtschreibung beachten