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Neuling sucht passenden Stromverteiler

  • julian.juergens
  • 13. Juli 2009 um 21:55
  • julian.juergens
    Verifiziert
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    9
    • 13. Juli 2009 um 21:55
    • #1

    Hallo!

    Wie im Threadtitel schon angesprochen bin ich Neuling auf dem Gebiet der PA-Technik und das ganze ist/wird auch eher ein Hobby und ich weiß auch, dass ich eher ins Party-PA-Forum gehöre, aber da gibt es ja leider keinen Strom-Thread.

    Hintergrund:
    Ich möchte gerne für meine Anlage (Licht, Musik, Zubehör) einen Stromverteiler haben mit entsprechender Absicherung, damit ich keine bösen Überraschungen erlebe.

    Erste Frage: Besser 16A oder 32A?
    - Von den Dimensionen würde mir ein 16A-Verteiler (derzeit) vollkommen ausreichen und zu Hause hab ich eh nur 16A-Dosen. Aber was mache ich, wenn es irgendwo mal nur 32A-Dosen gibt (Kommt das vor?)? Ist es also besser, sich jetzt einen 16A-Verteiler zu kaufen und bei Bedarf später nen größeren, an den man den 16er dann dranhängt? Oder sollte man lieber gleich in einen 32er investieren und nen Adapter 16A->32A dazunehmen? (Die Lösung hab ich hinten im Strom-Forum mal gelesen.)

    Zweite Frage: Teuer gleich Qualität?
    Es gibt von Eurolite den Stromverteiler SB-1100, der schon ungefähr meinen Vorstellungen entsprechen würde (32A CEE rein, 1x 32A CEE raus, 2x 16A CEE raus, 6x Schuko raus, alles schön abgesichert und mit FI). Mit ca. 200€ auch ein erträglicher Preis. Ein ähnlicher Verteiler von HAMA (STV32/002-6/2K; gleiche Konfiguration nur ohne 32A CEE raus) kostet gut das dreifache. Hat jemand da Erfahrungen gemacht bzw. bedeutet hier teurer auch gleich "besser"? Für mich ist das immerhin ein erheblicher Preisunterschied.

    Dritte Frage: Bauernstrom?
    Das Thema taucht hier so oft im Forum auf, doch eine wirkliche Lösung habe ich bis jetzt nicht gefunden: Gibt es eine Möglichkeit, sich vor fehlgeklemmten Dosen zu schützen? Einige HAMA-Verteiler haben eine "Neutralleiter fehlt"-Leuchte. Ist so etwas sinnvoll? Bzw. gibt es (auch von HAMA - nein ich habe nix mit denen zu tun!!) eine Serie "STV-PAM", die ein eingebautes Messgerät hat. Ist so etwas sinnvoll? Schließlich zeigt mir das die unterschiedlichen Spannungen an und wenn ich zwischen einer Phase und N keine Spannung habe dann stimmt da ja etwas nicht. genauso, wenn ich zwischen zwei Phasen halt keine 400V habe oder ähnliches. Oder habe ich das falsch verstanden? Oder ist das ganz unsinnvoll und nur rausgeworfenes Geld?

    Vierte Frage (die vorerst letzte!): Sicherungen hintereinander schalten?AC
    Ich habe mittlerweile öfters hier gelesen, man soll keine gleichen Sicherungen hintereinander schalten. Also zum Beispiel nicht an einen 32A-Verteiler, der eine mit schön 3x16A abgesicherte CEE-Dose hat einen 16A-Verteiler, der wieder 16A-Sicherungen hat. Ist sowas schlimm? Oder habe ich einfach nur das Problem, dass es mir im Fall der Fälle beide Sicherungen raushaut und ich dann beide wieder reinmachen muss? Oder kann es sein, dass die sich (bitte jetzt nicht lachen) irgendwie stören und ich dadurch eine zusätzliche Gefahrenquelle habe? Verhält sich das mit RCDs genauso?

    Bevor mich irgendjemand verurteilt - bitte denkt an eure Anfänge zurück! Da habt ihr sicher auch Fragen gestellt, die ihr heute für total dämlich haltet. Und: Ich habe schon einige Threads hier gelesen, bin also nicht erst gerade hier reinAgestolpert. Aber irgendwie ist mir noch einiges unklar.

    Ich hoffe, ihr könnt da etwas Licht in mein Dunkel bringen?

    Schon mal vielen Dank!
    Julian

  • bemi
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    • 13. Juli 2009 um 23:00
    • #2

    1. 32A und Adapter
    2. Teuer nicht immer gleich besser - aber meist. Billige Verteiler haben oft schlechtere Verarbeitung, Chinateile und messen Strom z.B. ueber Shunts, wenn ueberhaupt
    3. Es gibt Netzueberwachungen, nicht billig. Und ob sie wirklich helfen weiss ich nicht - ich hab sie in meinen Hauptverteilern
    4. Gefahrenquelle sehe ich keine. Bei Fehlerstrom loesen hintereinander liegende RCDs ggf. alle aus.
    5. Wenn jemand nett fragt und man sieht, dass er sich mit der Frage beschaeftigt hat, dann antworte ich gern ;)


    VG bemi
    der ETS Verteiler empfiehlt und sich seinen naechsten gerade dort anbieten lassen hat und bestellt

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • yamaha4711
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    • 14. Juli 2009 um 01:26
    • #3

    Tacho!

    zu 1.
    In der Regel wird man dort wo 32A vorhanden ist auch 16A vorfinden. Umgekehrt muss das nicht immer sein. Ich schließe mich deswegen BEMI an. 32A Verteiler und Adapter 16A ->32A.
    Andererseits jetzt mit 16A anfangen und später hochrüsten mag auch nicht immer die schlechteste Lösung sein, denn man hat ja dann immerhin noch einen 16A Verteiler in der Hinterhand als Unterverteiler.

    zu 2.
    Es gilt: wer billig kauft, kauft zweimal.
    Wir haben im Lager nur die HAMA Teile stehen und sind sehr zufrieden. Sauber aufgebaut und alle Leistungsschutzschalter bzw. RCD's sind Markteile. Vor allem sind die auch im Bedarfsfall einfach zu reparieren.
    Wie's bei den Billigheimern aussieht? Ich hatte mal ein so'n Teil in den Fingern... einmal und nie wieder.
    Hinweis: es gibt extra einen Überthread zu diesem Thema in welchem alle bekannten Hersteller gelistet sind.

    zu 3.
    Ebenso wie BEMI es beschreibt. In den Hauptverteilern (ab 63A) haben wir in den Verteilern das NEMO drin. Dennoch wird jeder Übergabepunkt vorher mit einem DUSPOL oder noch besser einem entsprechenden Drehfeldmessgerät vermessen, um auf Nummer sicher zu gehen. Ein Drehfeldmessgerät kostet nicht die Welt und ist zudem Idiotensicher.
    Ein Schutz bietet das Mehrfachmessgerät im Verteiler auch nicht, denn wenn jemand mal wieder Bauerndrehstrom anliegt oder N und L verbuchselt wurde, dann ist eben das Messgerät im schlimmsten Fall im Eimer. Dennoch immer noch besser als ne Ladung Dimmer samt Leuchtmittel. Einzig der DUSPOL oder eben das Drehtfeldmessgerät zeigen zumindest sicher und ohne größere finanzielle Verluste im Fehlerfall an, ob der Status Quo in Ordnung ist.

    zu 4.
    Du kannst gerne so viele Leistungsschutzschalter und RCD's hintereinanderschalten wie du willst. Es Artet im Fehlerfall dann eben aus, bis man die alle wieder auf der Reihe hat.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • julian.juergens
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    • 14. Juli 2009 um 02:21
    • #4

    Hey, super! Schonmal vielen Dank für eure schnellen Antworten.

  • skyper
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    • 14. Juli 2009 um 02:31
    • #5

    dann gebe ich auch noch eine "halb drei Uhr früh"-Meinung ab:
    - 1: mach das Ding 32A.
    Kostet mehr (weil in einem 16A-Verteiler normalerweise außer der Steckverbindung und den Steckdosen nix dran ist)
    kann aber mehr (da Du bei 16A ODER auch bei einer 32A-Dose an der Wand spielen kannst)
    Adapter 16 auf 32A sollte ja wirtschaftlich vertretbar sien...

    - 2: kann sein, muss aber nicht. Eine losgerüttelte Klemme an einem 1000 EUR-Verteiler macht mehr Schaden als ein perfekt funktionerender Low-Budget-Verteiler.
    Bei "Markenprodukten" ist allerdings die Chance deutlich höher, dass da die einzelnen Komponenten irgendwelchen Normen entsprechen.
    (Bzw. der Hersteller die Prüfplakette aus gegebenem Grund draufpappt,
    und man im Zweifelsfall Beanstandungen auch geklärt bekommt...)

    Bisweilen folgt der China-Krempel auch irgendwelchen nicht praxistauglichen Logiken,
    mein persönliches Fazit lautet daher:
    lass es lieber. (selbst wenn es eine rein subjektive Entscheidung ist. Das ist wie mit zwei Schraubenziehern -
    Auch wenn beide die Größe "PZ2" aufgedruckt haben wirst Du nach jeweils 50 Schrauben einen Favoriten zwischen
    "Werkzeughandel" und "Schießbude" gefunden haben, selbst wenn die Schrauben alle unbeschadet im Holz verschwunden sind...

    - 3: wenn die Bedingungen ungünstig sind (z.B. vorgeschalteter Verteiler mit Phasenkontrollanzeigen)
    kann selbst ein Duspol/Unitest einen nicht vorhandenen Neutralleiter im Zweifelsfall nicht definitiv dedektieren.
    Trotzdem ist das Nachmessen mit einem zweipoligen Spannungsprüfer nach wie vor die beste Versicherung für die Anlage.
    (Mein bevorzugter Stromversorger übergibt mir jeden Steckplatz einzeln gecheckt - selbst wenn es eine Verteilung 125A auf 99x Schuko ist)
    Ich behaupte dass man mit einer einmaligen Investition von vielleicht 90 EUR in einen "amtlichen" zweipoligen Spannungsprüfer
    wirtschaftlich letztlich besser dasteht als mit einem Messgerät in jeder Stromverteilung.
    Vorher messen, und dann ist auch gut.
    (Wenn während der Show was abfault stehen die Chancen statistisch betrachtet sowiso schlecht
    noch rechtzeitig Kenntnis davon zu nehmen...)

    - 4: Selektivität heißt nur, dass man abschätzen kann, wo das Schutzorgan im Fehlerfall anspricht.
    Wenn mehrere Sicherungen/RCDs gleicher Dimensionierung hintereinandergeschaltete werden ist es eben
    nicht klar, wo nun "was fliegt" - im Zweifel suchst Du nur länger.
    Es ist außerdem nicht zwangsweise gegeben dass (nur) das am schwächsten ausgelegte Schutzorgan nachgibt...

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
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  • uncelsam
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    • 14. Juli 2009 um 06:46
    • #6

    Hallo!

    1.: Auf jeden Fall 32A, zwar in der Anschaffung teurer aber Du hast auf "längere Zeit" Ruhe, falls Du mal mehr Strom brauchst...

    2.: In 90% der Fälle ja!

    3.: Messungen mit einen Duspol, bringen sicher mehr wie ein eingebautes Messgerät!
    Problem an dem "Multifunktions" Messgeräten ist einfach, der viel zu hohe Innenwiderstand, damit kannst Du den Sternpunkt nicht verschieben. Wenn Du nichts angeschlossen hast, scheinen die Spannungen ok zu sein, aber sobalt du was ansteckst, verschiebt sich der Sternpunkt, das siehst Du dann zwar aber dann ist es schon zu spät!

    Der beste Schutz gegen solche Fallen, bietet immer noch eine Messung nach VDE100, allerdings kostet das entsprechende Messgerät schon um die 1000€....

    Grüße Holger

  • Campfire
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    • 14. Juli 2009 um 09:15
    • #7

    ich finde das interne Messgerät recht praktisch, ne ordentliche Last (Scheinwerfer oder so) auf eine Phase und schauen ob sich der Sternpunkt verschiebt (OK, vor Abriss unter Betrieb schützt das nicht, aber davor schützt auch keine Messung).....

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • julian.juergens
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    • 14. Juli 2009 um 12:24
    • #8

    Vielen Dank für eure schnellen und umfassenden Antworten.

    Also ich fasse zusammen: 32A-Verteiler + Adapter (stimmt, der treibt den Preis dann auch nicht mehr nach oben ;) ), am besten doch von einer Markenfirma. (Trotzdem nochmal die Frage: Hat einer mit dem oben genannten Eurolite-Verteiler schon Erfahrungen gemacht?)

    Was ist denn (in euren Augen bzw. eurer Erfahrung nach) sinnvoller an einem solchen Verteiler: ein 32A CEE Ausgang oder zwei 16A CEE-Ausgänge?

    Und dann die Frage: Woran erkenne ich einen guten Duspol? Reicht so ein Teil von Reichelt oder Conrad (wobei auch da die Spanne recht weit gestreut ist)?

    Danke!
    Julian

  • skyper
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    • 14. Juli 2009 um 13:26
    • #9

    - Ausgänge: kommt darauf an, was Du vorhast.

    Sinn macht sowohl eine 32A wie auch eine 16A Buchse...
    Ich würde ggf. aber eher zu 6x Schuko + 1/2x CEE16A tendieren, einen separaten 32A-Split bekommt man recht günstig,
    (allerdings müsste dann ggf. ein weiterer RCD mit integriert werden,
    wenn der zusätzliche Verbraucher wie z.B. Dimmer keinen eigenen RCD hat, und die Wandsteckdose ohne RCD ist)

    - zweipoliger Spannungsprüfer:
    erfahrungsgemäß steht auf den "ordentlichen" Benning, Beha und neuerdings auch Fluke drauf (baugleich Beha)
    Wichtig ist eine ausreichende (Modellabhängig zuschaltbare) Last, um auch einen RCD mal zu "kicken", also etwa 50-100mA.
    Ferner finde ich neben einer LED-Kette eine beleuchtete digitale Spannungsanzeige wichtig.
    Auch wenn die toleranzbedingt um wenige Volt danebenliegen sollte, hat man doch eine brauchbare Hausnummer.
    Die LED-Kette kann zwischen 180V und 250V nicht wirklich unterscheiden...
    Zumindest von den günstigen Tauchspulen halte ich nix, die kann man im dunkeln nicht ablesen, sie sind recht ungenau und von der Lage des Messgerätes abhängig.
    (nicht immer liegt die zu messende Buchse so, dass man das Messgerät waagerecht halten kann...)

    Mein persönlicher Favorit sind die Benning Unitest. Welches Modell ist dann natürlich Budgetabhängig.

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  • 4Art
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    • 14. Juli 2009 um 13:58
    • #10

    Bei den Verteilern empfehle ich im Uebrigen gerne auch noch die Kisten vom Huss. Gute Ware! Das bescheuerte Logo kann man ja mit Gaffa überkleben.

  • Reini
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    • 14. Juli 2009 um 15:11
    • #11

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=1&t=50760
    hier die Bilder dazu
    http://www.hifi-reini.de/unknow2

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • julian.juergens
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    • 17. Juli 2009 um 15:27
    • #12

    Ui, das ist ja der Hammer. OK, überzeugt.

    Es wird dann wohl der HAMA STV32/002-6 werden. Den gibts beim T für 550€.

    Danke an alle für die informativen Antworten! Ich sehe schon bedeutend klarer.

    Eine Frage habe ich noch: Was ist besser - ein 20m Kabel oder zwei 10m-Kabel, die ich zusammenstecke? Oder extremer gefragt: 1x20m oder 10x 2m? (OK, das macht nicht wirklich Sinn, aber ich will wissen, ob die Steckverbindungen in der Praxis einen negativen Einfluss haben?) dabei geht es mir sowohl um die 6mm²-CEE-Kabel als auch um die normalen Schuko-Kabel (1,5mm²)
    Hintergrund: Ich würde mir lieber ein paar kurze Kabel zulegen, damit ich bei Bedarf variabler bin, frage mich jetzt aber, ob sich da vielleicht durch mehrere Steckverbindungen bei langen Leitungen der Widerstand bemerkbar erhöht?

    Danke,
    Julian

  • yamaha4711
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    • 17. Juli 2009 um 22:29
    • #13

    Jede Steckverbindung hat einen Übergangswiderstand und ist eine potentielle Fehlerquelle (Aderabrisses, Eindringen von Feuchtigkeit, angerosteten oder abgenutzte Pins). Gerade bei längeren Strecken können sich zu viele Verlängerungen, die aneinandergereiht werden negativ durch einen zu hohen Spannungsabfall bemerkbar machen.

    Nehmen wir mal einen miesen Fall an: Die Pins sind angerostet oder in sonst einer Weise elektrisch gehemmt und machen einen Widerstand von 1Ohm. Bei einem Strom von 24A (was im Mittel schnell zusammenkommt) muss am Übergangspunkt eine Verlustleitsung von P = R I^2, also 576W abgeführt werden. Das wird verflucht warm.

    Andererseits sind 2x 10m praxisgerechter, denn der Übergabepunkt sollte in der Regel nicht mehr als 10-20m entfernt liegen (zumindest bei Verwendung des genannten Querschnitts) und bei näher liegendem Übergabepunkt muss man nicht so viel Leitung verteilen, denn wenn man von 20m nur 5m benötigt und die restliche 15m sauber als Ring zusammenlegt bastelt man sich eine prima Luftspule, welche durch den gegengerichteten Induktionsstrom ebenfalls sehr warm wird. Da hat sich schon des öfteren mal das Gummi verflüssigt.

    Grüßle,
    michael

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  • skyper
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    • 18. Juli 2009 um 07:14
    • #14
    Zitat von "yamaha4711"


    und bei näher liegendem Übergabepunkt muss man nicht so viel Leitung verteilen, denn wenn man von 20m nur 5m benötigt und die restliche 15m sauber als Ring zusammenlegt bastelt man sich eine prima Luftspule, welche durch den gegengerichteten Induktionsstrom ebenfalls sehr warm wird. Da hat sich schon des öfteren mal das Gummi verflüssigt.

    Grüßle,
    michael

    Schon erlebt, oder ist das jetzt komplettes Hörensagen???
    (Wüsste ich nur gerne, dann mache ich mir Gedanken mal ernsthaft Lotto zu spielen,
    da bei mir bisher diese Art von Fehlerfall trotz längerer Jobzugehörigkeit nicht aufgetreten ist,
    auch bei größeren angehäuften Leitungslängen als 15m...)
    Außerdem: was ist eigentlich ein "gegengerichteter Induktionsstrom"?

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  • yamaha4711
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    • 18. Juli 2009 um 10:57
    • #15

    skyper
    Ja ich habe das schon erlebt... bei einer Veranstaltung, bei welcher zwecks Raumerhellung mal kurz 48kW Licht eingesetzt wurden, da die eigentliche Raumbeleuchtung für Instandsetzungsarbeiten abgeklemmt wurde. Die Prüflinge des Elektrolehrganges (ca. 180 Teilnehmer) hatten alle Solartaschenrechner, die auf das Licht angewiesen waren. Ergo musste es hell werden und die Dödel haben die gesamten Lastleitungen auf einen Haufen geknubbelt mit dem Ergebnis, dass der Haufen vor sich hin schmorte und es einen Kurzschluß gab.

    Andererseits, völlig trivial und alltäglich: hast wohl noch nie ne Kabeltrommel rauchen sehen. ;)

    Gegengerichter Induktionsstrom ist eigentlich doppelt gemoppelt, denn der Induktionsstrom (eigentlich und das hast du vermutlich gemeint die induzierte Spannung) ist ja generell der Ursache gegengerichtet: U = - d phi / dt. Was meinst du welches Vorzeichen der dazugehörige Strom hat? Das ist der Grund weswegen eine Leitung als Luftspule (z.B. Kabeltrommel) warm wird, von Wirbelströmen im Leiter mal abgesehen.

    Grüßle,
    michael

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  • chris216
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    • 18. Juli 2009 um 11:50
    • #16

    Stimmt so nicht ganz. Dier Strom, der durch die Leitung zum Verbraucher fliesst, kommt ja auf einer unmittelbar daneben geführten Leitung gleichzeitig auch wieder zurück. Folglich überlagern sich die elektrischen Felder so, dass nur wenig Restfeld übrig bleibt, und nur wenig Strom induziert wird. Der führt nicht zum Erwärmen der Leitung.

    Was aber durchaus zum Problem werden kann, ist die fehlende Kühlung der Leitung, der Wärmeaustausch mit der Umgebung. Das ist der massgebliche Grund der Überhitzung der Kabel, wenn man eine Kabeltrommel nicht abwickelt und mit voller Last betreibt, oder ein Lastcore eng aufeinandergelegt mit maximaler Belastung erhitzt. Mit der Induktion hat das aber praktisch nichts zu tun.

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • yamaha4711
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    • 18. Juli 2009 um 13:27
    • #17

    Stimmt auch wieder... Denkfehler meinerseits.

    Ich wollte lediglich auf den Umstand der schon gesehenen Überhitzung von Leitungshaufen hinweisen, was ja die eigentlich Frage zuletzt war.

    Grüßle,
    michael

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  • skyper
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    • 18. Juli 2009 um 19:25
    • #18

    naja, Laka und 32A CEE sind ja jetzt nochmal zwei Paar Stiefel...

    Da spielen ja u.A. die Wärmeleitfähigkeit sowie die Lage der Adern in Bezug auf den Mantel eine nicht unerhebliche Rolle,
    ferner sind in der Summe mehr belastete Adern zu beachten, da der Neutralleiter je Kanal separat geführt wird,
    und sich nicht am Verbraucher mehr oder weniger neutralisiert.
    Insbesondere die Innenleiter sind in Bezug auf Wärbeableitung stark benachteiligt, das fällt bei Drehstromleitungen ja weg.

    Versprödete, verbackene, mechanisch dauerhaft verformte (z.B. Kabelpick) oder an die Auflagefläche (Kabelpritsche)
    "angeschmiegte" Lastkabel hatte ich durchaus schon in der Hand,
    bei CEE hingegen ist mir das Problem für "des öfteren" bisher einfach zu wenig untergekommen, daher die etwas provokante Fragestellung.

    Beim "gegengerichteten Induktionsstrom" war dann letztlich die Google-Suche mit exakt 0 Treffern ausschlaggebend da mal nachzuhaken ;)
    Ferner halte ich die fehlende Oberflächenkühlung bei einer Kabeltrommel für mindestens so ursächlich für Erwärmung wie induktive Effekte...


    Um dem Threadstarter noch mal einen konstruktiven Denkanstoß zu geben:
    ein Kabel hat immer die falsche Länge. Vielleicht wäre aber die Überlegung 5m und 15m eine
    alternative zu "einmal immer zu lang" oder "zwei mal gleich aber unpassend" :)
    Ob Du bei 20m nun eine Verbindung hast oder auch nicht wird sich in der Praxis höchstens als mechanisches Hindernis unter einer Gummimatte
    bzw. optisch störender roter Knubbel an der Wand bemerkbar machen. Elektrisch fällt das eher weiter hinter dem Komma ins Gewicht,
    solange die Kabel technisch in Ordnung sind.

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