Wie und mit welchen Geräten messt ihr die Verzögerungszeiten für eure Delaylines?
Es geht mir um Geräte die auch in etwas kniffligen Situationen, also fehlender Sichtkontakt, große Entfernungen weiterhelfen.
Wie und mit welchen Geräten messt ihr die Verzögerungszeiten für eure Delaylines?
Es geht mir um Geräte die auch in etwas kniffligen Situationen, also fehlender Sichtkontakt, große Entfernungen weiterhelfen.
Morgen - immer noch mit dem Rimshot bei "Fields of Gold" von Sting ;O)
Oder einem Speckt, das funktioniert auch. Ich weiß grad nicht, worauf du raus willst, hab also scheinbar ein kleines Delay im Hirn...
Was musst du denn delayen? Wie kniffelig ist die Situation?
Fragend - SKY
...du brauchst lediglich ein messsystem, welches auch im zeitbereich messen kann. die verzögerung der delayline bestimmt sich dann einfach über den tatsächlichen laufzeitversatz (der in manchen übertragungssystemen größer sein kann als der rein physische versatz der schallquellen) plus haaszeit.
alles, was man dazu braucht, ist ein (mess-)mikrofon, eine zweikanalige soundkarte und eine geeignete software. viel spaß.
p.s.: alternative, rein gehörmäßig: knackfrosch an´s mikro halten und so lange verzögern bis die orientierung nicht mehr verwirrt wird. dauert aber länger und klingt auch nicht so schön (die lichtler sind ja immer so empfindlich
).
Hab das bisher auch immer mit Songs gemacht die ich gut kenne und das hat auch immer geklappt. Habe jetzt eine Sache wo ich gestern dranrumgeschraubt habe und mit dem Ergebnis überhaupt nicht hinkommen bin.
PA vorne, dann in etwa 35m Entfernung erste Line und in ca. 80 in einem kleinern Zelt eine weitere. Bis auf das Zelt ist der Rest Open Air aber der Platz hat gegebüber der Bühne eine Kirche und schallt auch ein wenig. Die erste Line draußen klappt wie gewohnt recht gut aber die im Zelt gefällt mir überhaupt nicht deshalb habe ich mit dem Messen nachgefragt. Hier Soundkarte, Messmikro; seit mir nicht böse aber ich halte es ziemlich unpraktikabel wenn man auf einm hundert Meter langen und 40m breiten Gelände ständig hin und her rennen muss, dann noch das Geraffel hinter mir her zu ziehen.
Naja das Ding läuft ja noch bis Montag, werde mal schauen ob ich das mit meinen Ohren bis heute in den Griff kriege.
Zumal ich eh Kilometer laufen muss ohne Ende weil die Controller unter der Bühne stehen, aber das tut der Figur mal ganz gut.
Moin
Vielleicht einfach mal die entsprechende Distanz abmessen (schreiten) und die Werte am Gerät eingeben. Feintuning nach Gehör. Warum immer so kompliziert?
Dieter
Zitat von "ds-audio"Moin
Vielleicht einfach mal die entsprechende Distanz abmessen (schreiten) und die Werte am Gerät eingeben. Feintuning nach Gehör. Warum immer so kompliziert?
Dieter
Hi Dieter,
weils dann einfacher ging. Der Controller steht ja eh an der Bühne. Allerdings würde ich diese Delaystrecken keinem Systemcontroller anvertrauen. Dafür gibts bei uns das Rane-Rack. Bisher immer bestens gefahren.
Vielleicht sind die Ergebnisse deshalb nicht so erbaulich????
Grüße der Andy
Moin
habe sowohl Rane AD22 als auch BSS 336 und komme mit o.b. Methode bestens klar.
Bei größeren Entfernungen wird natürlich der zweite Mann gebraucht am Controller mit
Funke oder Handy.
Dieter
...für das einstellen der delays geht natürlich auch eine x-beliebige funkstrecke. es muss kein spezielles messmikrofon sein.
wie erwähnt, per funkgerät und willigem kollegen geht sowas ganz bequem.
wenn das delay aber in einem 80m entfernten zelt (?!?!) steht, ist der direktschallanteil von der front wohl nur noch sehr gering. einerseits aufgrund der entfernung, andererseits aufgrund der dämpfung durch die zeltwände. also überschlägig die entfernung geschätzt (+/-10m, genauer muss es nicht sein) und früher feierabend gemacht
.
Für "Quick and Dirty" nehme ich gerne Sprache, ich habe einen Track, auf dem jemand in englisch von 1 bis 99 zählt.
Das nervt meistens weniger als Musik.
Bis auf das eine Mal, wo ich es in einem entfernten Saal 1-2 Stunden hab laufen lassen, in der Annahme, daß die Hausanlage noch nicht an ist. An dieser Stelle nochmal eine Entschuldigung unbekannterweise. ![]()
Ansonsten messen mit Funkstrecke.
Zitat von "F.A.Bi.A.N."
wenn das delay aber in einem 80m entfernten zelt (?!?!) steht, ist der direktschallanteil von der front wohl nur noch sehr gering. einerseits aufgrund der entfernung, andererseits aufgrund der dämpfung durch die zeltwände. also überschlägig die entfernung geschätzt (+/-10m, genauer muss es nicht sein) und früher feierabend gemacht.
Da steckt die wichtigste Kernwahrheit fürs delayen drin:
Das Delay muß um so genauer stimmen, je ähnlicher die Lautstärken sind. Was zieht ihr daraus für Schlußfolgerungen für die eigentlich interessanteste Frage nämlich den Messort ?
Hi,
was mir aus der Beschreibung nicht klar wird ist, wie laut höre ich im Zelt die eigentliche Anlage (incl. dem 35m Delay) ?
Sollte von dem Frontsound fast nichts im Zelt ankommen (oder nur so leise, dass es von der Anlage im Zelt vollständig übertönt wird) würde ich auf dieses Signal überhauptkein Delay geben. Weil dann stimmt das, was ich evtl von der Bühne sehe mit dem was ich höre wieder überein. Z.B der Schlagzeuger schlägt einen Abschlag auf seine Becken und höre in das dem Moment auch. Soetwas kann man auch auf diese Entfernung sehen und bei 80m Delay würde dazwischen schon eine deutliche Pause sein.
Eine andere Möglichkeit für das unpassende Delay im Zelt kann natürlich auch sein, dass du eine ganze Reihe von unterschiedlichen Reflexionen der Umgebung im Zelt hörst (Hauswände etc.) hier kannst du fast nichts mit Delay machen, weil dann mehrere unterschiedliche Laufzeiten ankommen und du zu keiner richtig Bezug nehmen kannst. Dann hilft vielleicht auch nur noch, das Zelt etwas lauter zu beschallen, damit die anderen Signale überdeckt werden.
Viel Erfolg,
Cheesy
ganz praktisch für alles was weiter weg ist als der Disto reicht, oder das Messmik-kabel lang ist:
ein monokularen Laserentfernungsmesser (Leica, Nikon, und viele mehr):
Der Jäger peilt damit den Elch oder Hirsch an, der PA-Mensch peilt die PA an, oder den nächsten Anwohner, je nach Aufgabe halt.
(Man schaut da durch wie durch ein Fernglas...)
Diese Geräte zeigen die Entfernung mit +-1m bei mehreren hundert Metern genau an; und das innerhalb weniger Sekunden, je nach Qualität der Optik auch bei Dämmerung. Und man muss durch die Gegend düsen ...
während in Villa Riba noch die Entfernung zum Delay Tower gemessen wird, wird in Villa Bacho schon das erste Kaltgetränk ... ![]()
ach ja, und das nicht vergessen :
letzter Absatz..
http://www.sengpielaudio.com/Haas-Effekt.pdf
Howdy
Tja und jetzt habt ihr auf den cm genau gemessen und den Controller genauestens eingestellt und dann liest man, daß der Hass-Effekt ein Delay von "etwa 20ms" (Sengspiel) oder von 10-30ms (Wikipedia) benötigt.
Da nehme ich doch lieber meinen genormten 1m Tontechniker Schritt und latsch die Strecke ab. Ist eh gesünder und billiger ![]()
Gruß
Rainer
P.S.
Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.
In einem Zelt lassen sich z. B. die Felder (genau 5m) zählen. Oder Abschreiten, ich mach das oft so, darum liege ich gar nicht soweit daneben.
Bei den meisten Controller kann man eh Meter eingeben. Feintuning mit einem Klick (Test CD).
Funzt immer und brauche keinerlei Messgeräte.
Schöne Grüße, Faxe
Zitat von "sven"ganz praktisch für alles was weiter weg ist als der Disto reicht, oder das Messmik-kabel lang ist:
ein monokularen Laserentfernungsmesser (Leica, Nikon, und viele mehr):Der Jäger peilt damit den Elch oder Hirsch an, der PA-Mensch peilt die PA an, oder den nächsten Anwohner, je nach Aufgabe halt.
Um Missverständnissen vorzubeugen, sei hier angemerkt, dass die Intention des PA-Menschen beim Anpeilen des nächsten Anwohners in der Regel andere ist als die des Jägers.
Zitat von "Volker Holtmeyer"Um Missverständnissen vorzubeugen, sei hier angemerkt, dass die Intention des PA-Menschen beim Anpeilen des nächsten Anwohners in der Regel andere ist als die des Jägers.
.....solange man es nicht mit schwer hörgeschädigten weltkriegsveteranen zu tun hat, die dennoch jeden huster des publikums zu hören meinen...DANN... ja, eventuell dann kann vom o.g. regelfall sprechen. :wink:
Tach allerseits. Hier nun mein Senf dazu.
Zu erst muessen wir mal feststellen was eine Delayline ist und was ein falsch positionierter Lautsprecher. Da gibt es komischerweise immer noch Probleme.
Als Faustregel kann man da sagen das sich die Delaylautsprecher innerhalb der Haupt PA befinden sollten. Je dichter zur Mitte desto besser. Wir haben es im Idealfall immer mit Gleichschenkeligen Dreiecken zu tun. Auf der ersten Zeichnung kann man das gut sehen. Ist nicht 100% parallel gemalt :oops:
Nun als naechstes geht es um die Auswahl des besten Messpunktes ( Unabhaengig vom Messverfahren ). Der ist entgegen weiter Meinung nicht in der Mitte. Ich bevorzuge immer ueber Kreuz zu messen. Das hat mehrere Gruende. Als erstes schliesst man so aus das eins der Signale zu frueh kommt und als zweites kann man im gezeigten Bild auch noch das Stereobild erhalten. Das macht man hier in dem man Delayline 1 mit dem Linken Signal versorgt und Delayline 2 mit dem Rechten Signal. korrekt verzoegert natuerlich.
Ich messe auch immer die akuraten Zeiten. Kein Haas oder so. Ich glaube mehr an vernuenftige Position der Systeme. Man sollte aber wirklich im Jahre 2009 schon mit einem Messsystem wie SatLive messen. Dort kann man solche Messungen sehr schnell und sauber ueber die Impuls Funktion machen. Einfach anhand der roten Linien messen und die Werte voneinander abziehen. Dieses System habe ich schon viele Male erfolgreich eingesetzt.
Nun noch zur falschen Version. Diese findet man oft auf Industriejobs. Groesstes Problem hier ist das man eigentlich nie in der korrekten Delayzeit sitzt oder steht. Wenn man es so aufbaut braucht man auch nicht messen. Da reicht dann der Laser oder in kleinen Raumen auch der Daumen :D. Auf der Zechnung sieht man ganz deutlich das wenn man sich im Raum bewegt sich die Schenkel des Dreiecks unterschiedlich veraendern. Wer moechte kann es mal ausdrucken und mit dem Geodreieck versuchen mehr als einen guten Platz zu finden.
Ohne weiter darauf eingehen zu wollen. Eine gute Delayline ( Wenn es sowas gibt) faengt immer beim Aufbau an. Man sollte versuchen etwas 3D zu denken und das Einstellen einer gemeinsamen Arrivaltime ueberhaupt zu ermoeglichen. Wenn man das gemacht hat muss man noch ueberlegen das je nach verwendetem Equipment sich die Delayzeiten auch noch aendern koennen.
Ich kann dazu nur Tomys Sat Liveempfehlen. Das ist jeder der hier vorher besprochenen Methoden Haushoch ueberlegen.
Zusammenfassung ist
Gleichschenkilge Dreiecke und Messcomputer dann passt es. Sonst ist nur grob geschaetzt.
Ich hab bestimmt was vergessen aufzuschreiben. :roll:
ich kann SatLive für diesen zweck ebenfalls wärmstens empfehlen.
gert: man muss da nichtmal rechnen. wenn du die erste messung mit "D" im speicher fixierst, wird die differenz zur nächsten messung (nach dem neu setzen des cursors auf den peakwert) automatisch oben angezeigt. einfacher geht´s dann wirklich nicht mehr.
alternativ habe ich auch gute erfahrungen mit der delayoption im Acoustilizer gemacht, das ist dann aber ein bisschen umständlicher.
mit dem disto und anschliessendem feintuning gehts aber auch, es dauert dann nur noch etwas länger.
ein einfaches abschreiten der entfernung hab ich wegen mangelder technischer möglichkeiten auch mal gemacht, das ging auch erstaunlich gut. aber das lässt sich natürlich optimieren.
wenn die quelle aber wirklich so weit weg ist und auch noch zusätzliche reflektionen ins spiel kommen, ist so ein ultragenaues einmessen sicherlich etwas übertrieben... aber man hat dann einfach ein besseres gefühl ![]()
Nach einigem Nachdenken habe ich ein paar Antworten und noch einige kurze Fragen.
Habe mir gerts Bildchen genommen und einige Messpunkte eingefügt.
A- der Punkt, an dem PA L und Delay 1 (wenns denn gleiche LS wären...) gleich laut sind, hier brauche ich aber keine Verzögerung.
B- hier müsste der Delay-LS genau um den Abstand PA L zum Delay1-LS verzögert werden, aber nur genau dieser 1 Platz hätte eine
genau eingestellte Delayzeit. Das gleiche gilt für alle Zuschauerplätze, die mittig zur Bühne hinter dem Delay1-LS liegen.
C- stelle ich für diesen Platz die genaue Delayzeit ein, dann habe ich ein bißchen weiter links UND rechts davon noch einige Plätze
mit einer annehmbar eingestellten Verzögerungszeit.
D- da der Delay-LS aber nur ca. 90 Grad macht, setze ich meinen Messpunkt für die Delayzeit D1 einfach weiter nach hinten in den Bereich,
den der Delay-LS auch beschallt.
D'- ist ein "Symmetrie-Delaypunkt". Damit hab ich 2 Punkte im Publikum, für die die Delayzeit zur jeweiligen PA-Seite stimmt.
Ich würde also D oder D' als Messpunkt für die erste Delayzeit wählen, vielleicht noch ein bißchen weiter in die Mitte rein!
gert:
Die Signale für die Delaylines (L für Delay 1 und R für Delay 2) willst du nur beim messen so patchen,
während der Show laufen deine Delaylines mono, richtig?!
Was meintest du mit "Als erstes schliesst man so aus das eins der Signale zu frueh kommt"?! Das hab ich nicht verstanden...
mfg stefan