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Die Sache mit den CD-Playern (inkl. Test)

  • TWOsider
  • 10. September 2009 um 03:43
  • TWOsider
    Beiträge
    83
    • 10. September 2009 um 03:43
    • #1

    Hallo allerseits.

    Zur Zeit suchen wir für ein kleines Rack mit 19"-Pult, einem Kompressor und zwei Funk-Empfängern noch einen simplen CD-Player für Zuspielungen und Pausenmusik. Wichtig ist eigentlich nur:

    • 1 HE Bauhöhe
    • Auto-Cue
    • Zuverlässig
    • Alle wichtigen Funktionen direkt am Gerät bedienbar
    • wenigstens ein kleiner Anti-Shock-Puffer
    • Etwaig von Künstlern mitgebrachte Fremd-Techniker, die mit der Bedienung betraut werden, sollten nur mittelbar das Gesicht verziehen (zumal der Rest vom Rack eigentlich keinen Anlass zu Kritik bieten wird)

    Das Rack ist für kleinere Theater- und Kleinkunst-VAs gedacht, wo der Platz für den FOH eher begrenzt ist, daher "ein-Rack-mit-allem-drin", Stecker rein und los. Wir haben bereits einen Tascam CD-01U (ohne Pro) im Siderack für den "großen" FOH-Platz und sind mit dem Gerät soweit super zufrieden, so dass wir in der Theorie auch noch einen kaufen würden. Wenn das Ding nicht so unverschämt teuer wäre ...

    Es gibt ja haufenweise billige CD- und DVD-Player aus dem HiFi-Bereich, nur haben die bekanntermaßen weder Auto-Cue noch kann man ohne Fernbedienung etwas mit denen anfangen, fällt also raus. Von DAP gibts den DS-610, der auf dem Papier alle Forderungen erfüllt, also gekauft. Viele würden das Gerät wahrscheinlich auch eher Party-PA zuordnen, aber der Fall "wir brauchen einen Soundcheck- und Stadtfest-Player, der dem Einsatz angepasst kostet" tritt doch eher im "Profi-Lager" auf, oder?

    Nach dem ersten Test - quasi ein kleines Shoot-Out, Tascam vs. DAP mit dem ich mich die vergangenen paar Stunden beschäftigt habe und den ich dem Forum nicht vorenthalten möchte - bin ich aber nicht mehr so ganz überzeugt von der Mühle, aber der Reihe nach.

    Zum Setup: Beide CD-Player mittels gleichwertiger Kabel an die Line-Inputs von einem Audio-Interface MotU 828 mkII angeschlossen, das via USB ans Laptop, darauf Adobe Audition im Multitrack-Modus. 48 kHz Sample-Rate, gleiche Settings für alle Kanäle, logisch.
    Der erste Test-Parkur ist eine normale Audio-CD mit drei Tracks:

    • 440 Hz Sinus bei 0 dBFS
    • 440 Hz Sinus bei -1 dBFS
    • White- und Pink-Noise


    Warum 440 Hz? Weil das ein Preset vom Audition-Oszillator ist ;)

    Beide Player geben sich beim voll ausgesteuerten Sinus-Track keine Blöße. Das Rausch-Spektrum sieht auch unauffällig aus, es sind keine offensichtlichen Einbrüche oder verfrühte Abfälle im Frequenzgang erkennbar. Genauer habe ich das nicht gemessen, war mir aber auch nicht so wichtig, ich denke da würden auch keine bösen Überraschungen zu Tage treten und mir fehlt auch das passende Equipment.

    Auffällig beim DAP-Player ist ein kurzer Einbruch in der Signalamplitude - jeweils immer ziemlich exakt 697 ms nach dem Start der Wiedergabe. Es geht dann schlagartig etwa 4-5 dB runter und dann linear wieder rauf, siehe Bild. Nach 20 ms ist der Pegel dann wieder normal. Bei den Sinus-Tönen hört man dieses Artefakt ganz deutlich, beim Rauschen schon weniger, mit "normaler" Musik muss man schon extrem drauf achten. Aber trotzdem: WTF?

    Der Tascam-Player hat einen um etwa 6 dB besseren Signal-Rauschabstand und bringt zusätzlich 6 dB mehr Pegel am Ausgang (der DAP hat einen regelbaren "Line"-Ausgang und einen "Rec"-Ausgang mit festem Pegel - den habe ich gemessen). Der DAP-Player überlagert ähnlich wie schlechte Laptop-Soundkarten Geräusche vom Laufwerk in das Ausgangssignal, man kann deutlich verfolgen, wie die CD eingezogen wird, hochdreht, seekt und wieder abbremst. Das ganze ist zwar leise, aber trotzdem wahrnehmbar. Beim Tascam herrscht "Stille" während Einzug, Spin-Up, Seek und Spin-Down. Zum Nachhören hier alle Aufnahmen in einem ZIP-Archiv; etwa 1,4 MB.
    http://rapidshare.com/files/277908180/dap-tascam.zip

    Mit einem zusätzlich am MotU angeschlossenen Mikrofon habe ich dann die Startverzögerung gemessen. Dazu habe ich parallel das Signal von CD-Player und Mikrofon aufgenommen und die Verzögerung vom akustischen "klicken" des Play-Tasters bis zum Start des Tracks auf der anderen Spur ausgewertet. Ergebnis:

    • Tascam: ~880 Samples = 20 Millisekunden
    • DAP: ~11730 Samples = 244 Millisekunden

    Zugegeben, die 1/4-Sekunde ist kein Weltuntergang. Alle Funktionen sind beim DAP-Player aber so träge, egal ob ich Tracks skippe oder Play/Pause bzw. Cue drücke: eine gefühlte halbe Sekunde vergeht, bis sich was tut; das gilt auch für das Display. Der Tascam reagiert direkt auf alle Eingaben.

    Bei Audio-CDs zeigt der DAP-Player eine Balken-Fortschrittsanzeige in der oberen Display-Zeile an, CD-Text wird nicht unterstützt (zumindest nicht bei den von mir getesteten CDs). Bei MP3-CDs wirds dann interessant, ID3 scheint nicht oder irgendwie fallweise zu gehen, manchmal kommt aber einfach nur sinnloses dabei raus (siehe Bild, da hätte eigentlich "Hammer" stehen sollen), obwohl das Tag am Rechner mit diversen Programmen problemfrei zu lesen geht. Sind auch keine besonderen Zeichen oder UTF-8 oder noch schlimmer, plain ASCII. Vielleicht wird auch einfach nur der Dateiname angezeigt, dann ist aber noch unverständlicher, das da Murks rauskommt; dem auf den Grund zu gehen hat mich aber dann nicht weiter interessiert. Der CD-01U hat keine alphanumerische Anzeige, daher ist mit CD-Text bzw. Text allgemein Essig.

    MP3 vom USB-Speicher geht auch, auch mit USB-Kartenleser von einer SD-Karte. Festplatte habe ich nicht getestet, ist aber auch nicht unser Anwendungsfall. Angezeigt werden nur die Dateien im Root-Verzeichnis, Unterverzeichnisse werden nicht direkt beachtet. Drückt man dann den "Prog"-Knopf hat man entweder Glück (ca. 10% der Fälle) und er springt ins erste Unterverzeichnis oder man hat Pech (eher 90% der Fälle) und der Kasten legt reproduzierbar einen Absturz hin. Die Track-Nummer wird dann zwar auf dem Display noch angezeigt und lässt sich auch skippen, Dateiname wird aber nicht angezeigt und Audio kommt auch keins mehr raus. Erst habe ich vermutet, das die Kiste jetzt im Programm-Modus ist (was aufgrund der Tastenbeschriftung ja auch logisch erscheint), aber die sonstigen Bedienelemente sind auch tot. Längeres gedrückthalten des "Prog"-Tasters zum Abbrechen des Programm-Modus (laut Handbuch) hilft auch nicht. Aufs CD-Laufwerk kann man auch nicht mehr wechseln, tot eben. Der Netzschalter geht zum Glück noch ;)
    Beim Tascam kann man mittels Shift die Skip-Tasten zum Wechseln des Verzeichnisses verwenden, funktioniert auch. Ist zwar ohne Text-Anzeige nicht komfortabel, aber das erwarte ich bei einem 1 HE-Gerät auch nicht.

    Apropos Daten-CDs: Bei Enhanced-CDs, die vorne ein paar Audio-Tracks und hinten noch einen Daten-Track haben (was ja nicht so unüblich ist) erkennt der DAP-Player den Daten-Track als Audio und versucht den auch "lautstark" abzuspielen, hat Ähnlichkeiten mit White-Noise bei gefühlten +10 dBFS (geht nicht, ist klar, hört sich aber so an ;-)). Sehr, sehr böse, wenn man im Ernstfall auf Veranstaltung ausversehen mal einen Track zu weit skippt und es nicht rechtzeitig merkt. Mixed-Mode-CDs, also solche die zuerst einen Daten-Track und danach Audio-Tracks haben, werden gar nicht erkannt, d.h. im Display bleibt "LOAD CD" stehen und länger als 3 Minuten wollte ich nicht warten. Der Tascam erkennt alle Enhanced- und Mixed-Mode-CDs die ich auf die Schnelle finden konnte korrekt und ohne merkliche Verzögerung im Vergleich zu reinen Audio-CDs. Bei Mixed-Mode-CDs zeigt er zwar einen Track (den ersten) zuviel an, spielt diesen aber nur gemutet ab, d.h. die Zeit läuft zwar aber kein Signal am Ausgang.

    MP3 mit DRM-Zeugs drin konnte ich mangels entsprechender Dateien nicht testen. Die normalen Test-MP3s in folgenden Formaten wurden von beiden Playern alle erkannt und konnten auch dekodiert werden, der DAP verschluckt aber manchmal (nicht reproduzierbar in gefühlten 5% der Fälle) die ersten paar 100 Millisekunden einer Datei.

    • MPEG ADTS, layer III, v2, 32 kBits, 16 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v2, 40 kBits, 16 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v2, 48 kBits, 22.05 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v2, 56 kBits, 24 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v2, 64 kBits, 24 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 80 kBits, 32 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 96 kBits, 32 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 112 kBits, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 128 kBits, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 128 kBits, 48 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 160 kBits, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 160 kBits, 48 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 192 kBits, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 192 kBits, 48 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 224 kBits, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 224 kBits, 48 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 256 kBits, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 256 kBits, 48 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 320 kBits, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, 320 kBits, 48 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, VBR, 44.1 kHz, JntStereo
    • MPEG ADTS, layer III, v1, VBR, 48 kHz, JntStereo

    Sonst noch beim DAP positiv aufgefallen:

    • Frontplatte angenehm schwarz, könnte aber dicker sein
    • Eject ist während der Wiedergabe gesperrt
    • Verarbeitung dem Preis entsprechend gut, Tasten haben einen guten Druckpunkt und wackeln wenig bis gar nicht
    • Netzschalter ist amtlich und kein reiner "Standby"-Taster
    • Netzstecker ist zwar Euro-Flach, sitzt aber ordentlich fest
    • Single-Play- bzw. Auto-Cue-Modus funktioniert tadellos und lässt sich über einen beleuchteten Taster umschalten
    • Anti-Shock der seinem Namen alle Ehre macht, selbst "auf den Kopf stellen" und "Barkeeper"-Schütteln lassen die CD-Wiedergabe nicht abbrechen
    • Zwei Ausgänge, einer mit festem Pegel und ein zweiter mit Level-Poti vorne

    Soweit der Vergleichstest. Wegen so Sachen wie dem Verzeichnis-Absturz oder dem Enhanced- bzw. Mixed-Mode-CD-Debakel ist der Player bei mir aber eigentlich durchgefallen. Ich kann dem Kunden bzw. Künstler gegenüber ja schlecht erzählen, das seine Zuspielung ausfällt, weil mein CD-Player seine im Laden gekaufte CD nicht liest, wenn sie bei ihm im Auto bzw. zu Hause problemlos läuft. Wie schwer kann es denn sein, aus seit Jahrzehnten verfügbaren Komponenten einen CD-Player in Serie zusammenzubauen, der Auto-Cue kann, alle praktisch auftauchenden CD-Formate und Sondersachen wie "Kopierschutz" verarbeitet und dann noch zuverlässig läuft? Und muss so eine Kiste dann im Bereich ab 600 EUR aufwärts kosten?

    Zurück zum Ausgangsproblem: Kennt hier jemand aus praktischer Erfahrung einen CD-Player mit den oben genannten Features, der nicht mehr als 200 EUR (absolute Schmerzgrenze 300 EUR) netto kostet und den er oder sie mit gutem Gewissen empfehlen kann? Oder darf ich mir das aus dem Kopf schlagen und sollte mich mit dem Gedanken anfreunden, mindestens das Doppelte auszugeben? Wir sind ja durchaus bereit, für qualitativ hochwertiges Gerät auch quantitativ viel Geld auszugeben, aber irgendwo sind dem auch Grenzen gesetzt.

    Alternativ: Hat jemand einen der üblichen Verdächtigen wie Tascam CD-01U (mit oder ohne Pro), Sony CDP-D11 oder Denon C620 bzw. C640 zufällig gebraucht aber funktionstüchtig zuviel und möchte den unbedingt im genannten Preisrahmen loswerden? Wahrscheinlich nicht, aber man kann ja mal fragen ;)

    Trotzdem Danke & Grüße ;)
    Joern

    Faderfreaks Veranstaltungstechnik GbR

  • Insomnia
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    • 10. September 2009 um 10:06
    • #2

    Hallo Joern,

    hatte vor kurzem das selbe Problem, kurz zusammengefasst findest Du das hier:

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=25&t=76304

    Der Swissonic sieht dem DAP sehr ähnlich, die Probleme sind auch die selben.
    Ich habe meinen wieder zurückgeschickt und hab über eine Ersatzteilbörse im Ausland eine neue Lasereinheit für meinen Tascam erstanden.
    Da bleibe ich lieber bei 2HE und meinem bewährten Gerät. Und billiger war es auch :P

    Grüße
    Insomnia

  • mirkot
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    • 11. September 2009 um 17:22
    • #3

    Ich habe seit ein paar Wochen den DenonC620 im Siderack und bin maßlos enttäuscht.

    Beim einlegen der ersten MP3-CD ist er abgestürzt. (Und das bei der CD auch reproduzierbar immer wieder.)
    Bei sämtlichen anderen CD´s springt er beim kleinsten Staubkorn/Kratzer schlimmer wie alles was ich jemals zuvor hatte.

    Einzige positiv ist die Ausstattung...AES/EBU ins Pult funktioniert gut, man kann das Display gut lesen, die Tasten gut drücken,...nur CD´s spielt er irgendwie nicht soooo gerne. Schade eigentlich. :evil:

    Besitzer einer 10-kanaligen DMX-Kaffeemaschine mit stufenloser RGB-Farbmischung und Remote-Brühvorgangsauslösung.

  • rockline
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    • 11. September 2009 um 21:05
    • #4

    Ich habe inzwischen ein paar Stage-Line CD194DJ eingekauft, die als Zuspieler usw Verwendung finden. Die Geräte klappen 1A, haben Antishock und MP3 Abspielmöglichkeit.
    Ist zwar kein 1HE Spieler, dafür aber ein sehr zuverlässiger und preiswerter Kollege am FoH Platz.

  • matthias falke
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    • 11. September 2009 um 21:36
    • #5

    Hallo.
    Ich habe folgenden Player vor einem Jahr in einem Zoofachmarkt verbaut. Das Teil läuft da jeden Tag ca. 12 Sth., scheint also zuverlässig zu sein. Ich glaube das Teil gibt es auch mit einem Laufwerk.
    http://www.monacor.de/de/FLE/CD120.pdf
    Gruß Matthias

  • sw474
    Gast
    • 12. September 2009 um 20:10
    • #6
    Zitat von "matthias falke"

    Hallo.
    Ich habe folgenden Player vor einem Jahr in einem Zoofachmarkt verbaut. Das Teil läuft da jeden Tag ca. 12 Sth., scheint also zuverlässig zu sein. Ich glaube das Teil gibt es auch mit einem Laufwerk.
    http://www.monacor.de/de/FLE/CD120.pdf
    Gruß Matthias

    Für Live- und Theater Zuspielungen unbrauchbar mangels Auto-Cue, etc... und Geschwindigkeit.

    Gruß, Stefan

  • tobias kammerer
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    • 13. September 2009 um 21:22
    • #7

    Hallo
    IMG Stageline CD-110, liest auch MP-3 von USB-Stick, 1 HE, Antishock, Ordnernavigation...
    Viele Grüße
    Tobias kammerer

  • niggles
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    • 13. September 2009 um 23:09
    • #8

    Bitte, was wollt ihr alle mit dem Spielzeug? Es gibt:

    - Denon DN-C 630/635: Die Referenz für alles was silberne Scheiben fressen, Töne hergeben und auf Knopfdruck möglichst bald starten soll. Auch und vor allem bei Radio und Fernsehen, und die Jungs wissen in der Regel was "no margin for error" heißt :wink: Der 680er war mal gut, leider gabs für den nie ein Laufwerksupdate, damit er auch mit billigen CD-R's zurechtkommt.
    - Das ganze Tascam-Zeug mit Drehknopf (160 usw.): Funktioniert auch, ist aber letzen Endes nur zweite Wahl. Richtig gut war die 01er Broadcastserie (3HE 1/3 19"), die Teile werden aber seit Jahren nicht mehr hergestellt und haben üble Probleme mit gebrannten CD's.
    - DN-C 620/640, Tascam CD-01U: Im Prinzip die gleiche Elektronik wie die 2HE-Player mit weniger Tasten und kleinerem Display im 1HE-Gehäuse. Mit den gleichen Vorteilen und Problemen.
    - Die Marantz-Broadcastserie (340 etc.) Wird auch nicht mehr hergestellt und ist damals über den Cactus-Kopierschutz gestolpert, der schlicht und einfach das Abspielen in CD-ROM-Laufwerken blockiert. Blöd nur daß Marantz sich ausgerechnet ein solches als Basis für ihre Industriegeräte ausgesucht hat...
    - Die Studer 730er Serie. Allein der eingebaute Abhörlautsprecher in der 19"-Version (genial für Radio- TV- und Theatereinsatz...) isses wert. Einer der letzten Player ohne Fernost-Billiglaufwerk mit Schneckenantrieb. Blöderweise schon vor Jahren eingestellt, weil die Schweizer nicht bereit waren ihren Qualitätsanspruch den Preisvorgaben von Harman zu opfern.

    ...und das wars schon mit ernstzunehmenden Single-CD-Playern für professionellen Einsatz. Man merkt ganz klar daß die Entwicklerkohle die letzten Jahre woanders hin geflossen ist :( .

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • tobias kammerer
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    • 14. September 2009 um 13:58
    • #9

    Zitat Threadstarter: nicht mehr als 200 EUR

    Deswegen der ganze Krempel.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • christopher hafer
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    • 14. September 2009 um 15:24
    • #10

    Man fragt sich oft warum für allen (un)möglichen Kram genug Budget vorhanden ist, für einen ordentlichen Zuspieler aber nur zu selten...

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • Nemesis
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    • 14. September 2009 um 16:19
    • #11

    Wohl weil es um einen "simplen" CD-Spieler geht, der ja wirklich nicht viel können muss.
    Es ist schon sehr erstaunlich, dass es hier kein passendes Produkt auf dem Markt zu einem konkurrenzfähigen Preis gibt.

    Die Preissensitivität bei CD-Playern mag individuell sein, ich persönlich allerdings bin auch nicht gewillt, viel Geld für ein Produkt auszugeben, dessen Kernkomponenten man in DVD-Playern nachgeschmissen bekommt.

    Davon abgesehen: sind maximal 300€ nicht genug für einen vernünftigen CD-Player? Der Markt sagt wohl leider nein :(

    Imho krankt die Sache mit den Playern aus Fernost vor allem an absolut mieser Firmware - wenn die besser wäre und die CD-Laufwerkseinheit eine zumindest durchschnittliche Qualität aufwartet (was zumindest bei dem o.g. DAP der Fall scheint), so wären einige Geräte deutlich brauchbarer!

  • TWOsider
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    • 22. Oktober 2009 um 20:05
    • #12

    So, die Suche nach dem Gerät im Günstig-Sektor war leider nicht von Erfolg gekrönt, wäre ja auch zu schön gewesen.

    Glücklicherweise hat uns ein freundliches Foren-Mitglied seinen Sony CDP-D11 für einen fairen Kurs überlassen, der im Übrigen nach kurzem A/B-Vergleich von der Usability, Verarbeitungsqualität und den Abspielfähigkeiten dem Tascam grob gleichzusetzen ist. Ich habe zwar jetzt nicht den ganzen Parcours vom Anfangs-Post nochmal gemacht, aber die für uns kritischen Sachen wie Enhanced- und Mixed-Mode-CDs getestet: "Ein CD-Player - so wie er sein soll"* ;) Danke an den onk für die problemlose und schnelle Abwicklung.

    Der DAP-Player von oben werkelt jetzt übrigens in einer Festinstallation beim Kunden im (klimatisierten) 24/7-Dauerbetrieb. Nach jetzt etwa vier Wochen (also etwa 700 Betriebsstunden) ist von der Lesbarkeit der LCD-Anzeige allerdings nicht mehr viel übrig, die vier Jahreszeiten spielt er jedoch ohne Murren endlos ab und der Schrank leuchtet blau, wenigstens das kann er. Vielleicht ist es auch ein Einzelfall, ich kann jedoch nur von diesem und baugleichen Geräten abraten.

    Danke nochmal an alle Beteiligten & Grüße
    Joern

    * = Nein, ich trinke kein Zero - nur das Original bei 3° ;)

    Faderfreaks Veranstaltungstechnik GbR

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    • 23. Oktober 2009 um 01:08
    • #13

    <<technischer Beitrag, Inhalt bitte ignorieren>>

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • 4Art
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    • 23. Oktober 2009 um 08:01
    • #14
    Zitat von &quot;niggles&quot;


    ...und das wars schon mit ernstzunehmenden Single-CD-Playern für professionellen Einsatz. Man merkt ganz klar daß die Entwicklerkohle die letzten Jahre woanders hin geflossen ist :( .

    Das stimmt so nicht ganz :wink:

    Ein wirklich ernstzunehmendes Gerät ist dieses hier:

    http://www.audiosystems.ch/live/hhb_42847_DEU_AS.html

    Leider ein wenig ausserhalb des Budgets des Threatstarters...

  • niggles
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    • 23. Oktober 2009 um 11:47
    • #15
    Zitat von &quot;4Art&quot;

    Das stimmt so nicht ganz :wink:

    Ein wirklich ernstzunehmendes Gerät ist dieses hier:

    http://www.audiosystems.ch/live/hhb_42847_DEU_AS.html

    Leider ein wenig ausserhalb des Budgets des Threatstarters...

    Den hatte ich noch nicht selbst in der Hand, daher kein Urteil über Startzeiten, Kompatibilität und Haltbarkeit. Von der Bedienung her ist der aber schon den Katalogdaten nach durchgefallen. Ein livetauglicher CD-Player muß für wichtige Grundfunktionen wie Zeitanzeigenumschaltung und Repeat/Random Tasten an der Frontplatte haben. Kein Profi verläßt sich für so was auf die Fernbedienung.
    Im übrigen sieht die Bedienstruktur verdächtig nach Pioneer DVD-V8000 aus; wahrscheinlich hat HHB die Elektronik nur ein bißchen erweitert (symmetrische Audioausgänge, Cue) und in ein anderes Gehäuse verpackt. Und der taugt nicht als CD-Player-Ersatz weil er viel zu langsam reagiert...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Daniel M.
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    • 23. Oktober 2009 um 15:07
    • #16

    Also ich würde mir auch nochmal den Player von IMG Stageline genauer angucken.
    Den hab ich schon mal angetroffen, als ich auf ner PM5D gemischt habe, aber er hat seinen Job einwandfrei getan.

    freier Tontechniker & Eventplaner, auch Tätig im Vertrieb - hier aber rein privat unterwegs

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    • 26. Oktober 2009 um 09:13
    • #17

    <<noch ein technischer Beitrag, Inhalt bitte wieder ignorieren>>

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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