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Einspieler bearbeiten als ob sie aus einem Nebenzimmer kämen

  • janos buttgereit
  • 4. März 2010 um 16:29
  • janos buttgereit
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    • 4. März 2010 um 16:29
    • #1

    Hi,

    für ein Theaterstück haben wir einige Geigenstücke aufgenommen welche in der Vorführung so klingen sollten als ob sie aus einem Nebenzimmer kämen. Dafür haben wir jetzt schon Lautsprecher hinter den Kulissen monitert, es klingt aber immer noch eher nach Lautsprecher hinter einer Holzwand. Wie würdet ihr es bearbeiten um den gewünschten Effekt zu erreichen?

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • SebastianJaeger
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    • 4. März 2010 um 17:20
    • #2

    Ich würde mir erstmal überlegen, wie eine Geige aus einem Nebenzimmer denn wohl so klingt.
    Es gibt auf jeden Fall einen Höhenabfall, also Highshelf und schonmal etwas absenken.
    Dann mit dem EQ weiterspielen. Problem könnte natürlich sein, je nachdem wie groß der "Raum" hinter der Kulisse ist, wird es nie so richtig nach Nebenzimmer klingen, weil die Reflexionen einfach nicht passen. Man könnte ausserdem versuchen insgesamt noch einen Raum auf die Geigen zu legen.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • discodude
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    • 4. März 2010 um 18:22
    • #3

    ......
    1.
    Warum nicht einfach den Menschen an der Geige in ein Nebenzimmer setzen und dann mit einem Mikro das ganze aufnehmen?

    Soll heissen das man einfach den Natürlichen Raum nutzt.

    Compressor drauf mit hohem Ratio und kurzen Release und Attack Zeiten ( Software ist da klar im Vorteil - z.B. der schnöde Comp der zu Cubase dazu geliefert wird ).
    Das ganze sollte zur Folge haben das die Raumanteile ( Nebengeräsche . ! ) lauter werden.

    Was Nutz du als Hall..... Hardware oder Software????
    Da sollte es bei beiden doch ein BEHIND STAGE Preset geben !? Da kann man das mit dem Comp auch mal versuchen.


    2.
    An einem Hall Prozessor stellt man eine starke Höhenbedämpfung ein und ein langes PreDelay ( ich glaube das war so - bitte berichtigen ).
    Dann noch den Mix auf wet......das signal soll ja den Eindruck erwecken, das es nicht direkt zu hören ist und dann kommt die Hallfahne... sonndern man hört nur ein diffuses Signal ohne die orginal Anteile.


    3.
    Plug- ins : z.B. http://www.audioease.com/Pages/Speakerp…eakerphone.html

  • SebastianJaeger
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    • 4. März 2010 um 20:18
    • #4

    Wenn das Signal weiter weg erscheinen soll, muss das Predelay kurz sein.

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • discodude
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    • 5. März 2010 um 07:24
    • #5

    Ok........ja das Stimmt.

    Kurzes Predelay = weiter weg da ja der Direktschall fast zur gleichen Zeit wie die Rückwürfe der Wände ( early reflections ) am Ohr ankommen

    Langes Predelay = logischerweise kommt der Diffusschall etwas später wie der Direktschall.......man nimmt eine nahe Schallquelle mit einem großen Diffusen Raumanteil wahr.

    Ich schrieb das man den Mix Regler auf 100% WET drehen soll ( ja ich hätte das bestimmter schreiben können ).
    Daraus Folgt das das Direktsignal nicht wiedergegeben wird ( hoffentlich trifft das auch deine effekte auch zu ) und nur die EARLY REFLECTIONS und die HALLFAHNE zu hören sind.
    Demzufolge kann das Gehör sich nicht am Direktschall orientieren.

  • Mister.Lange
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    • 5. März 2010 um 11:08
    • #6

    Vielleicht kannst Du auch einfach den Lautsprecher noch anders installieren. Noch einen Raum weiter weg. Schallrichtung nicht Richtung Bühne. Vielleicht habt Ihr auch einen Gang wo der reinkann.

  • tobias kammerer
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    • 5. März 2010 um 12:49
    • #7

    Hallo Leute,

    wenn man ein Signal außerhalb eines Nebenraumes hört, muß folglich der Hallanteil mit garkeinem Predelay drauf, das Nutzsignal ja Zeitgleich an z.B. der Türe ankommt, durch die man das dann hört.
    Man macht folgendes:
    Erst das SIgnal möglichst direkt abnehmen (also OHNE Raumanteil, da dieser in der Regel eher unpassend ist), dann einen möglichst natürlichen Raum drauf (kann z.B. der TC-M3000 sehr gut), dann, wenn man es hat Eine High cut setzen mit wenig Güte (6dB pro Oktave). Das kommt der Natur schon deutlich näher, als der Shelving Filter. Dann eventule nochmal einen anderen Hall drauf, wenn das Signal aus der Box dann zu unräumlich klingt. Leider kann man damit noch keine Eigenresonanzen der Wände oder Türen mit draufbringen, aber gerade wenn sich dieses Signal später vielleicht ändert (z.B. die Tür geht auf= Filter fährt hoch, 1. Raumanteil sinkt, Predelay steigt), erscheint die Simulation so bereits sehr glaubhaft.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer
    Tobias Kammerer

  • discodude
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    • 5. März 2010 um 15:08
    • #8

    ......
    so ......jetzt haste mich soweit das ich selber erstmal probieren muss ob nun predelay oder nicht...........

    Zitat

    wenn man ein Signal außerhalb eines Nebenraumes hört, muß folglich der Hallanteil mit garkeinem Predelay drauf, das Nutzsignal ja Zeitgleich an z.B. der Türe ankommt, durch die man das dann hört.

    Aber an der Türe kommt doch schon ein Direktsignal und die Erstreflexionen an. Richtig?
    Nur muss sich jetzt der Schall noch durch die besagte Tür quälen und den Flur herunter in Richtung Nebenraum.
    Das hat natürlich auch wieder Reflexionen an den Flur Grenzflächen zur Folge.


    Letztendlich würde ich den Versuchsaufbau als Hallerzeuger bevorzugen :
    eigenes Wohnzimmer > Buchenholz furnierte Türzarge > Flur mit ein paar Jacken an der Garderobe > Türzarge mit helleren Furnier ( k.A. bin kein Tischler ) > Schlafzimmer.
    Da ich ausm Osten bin fällt die Wohnung etwas kleiner aus - ist aber keine Plattenwohnung aus Beton fertig Teilen. Genaue Massangaben würden jetzt aber den Rahmen sprengen.
    So ... hätte ich alles damit bedacht???

    Diesen Hall- bzw. Raumsimulator kann man dann in beide Richtungen nutzen.
    Wiedergabegerät und Schallwandler können auch nach Gusto verändert werden.

  • schallereignissortierer
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    • 5. März 2010 um 17:39
    • #9

    Darf ich in diesem Zusammenhang -Einspielung, die klingt, als würde sie aus einem Nebenzimmer kommen- einfach mal auf Altiverb verweisen?


    Da gibts solche Presets zuhauf und man kann sich auch aussuchen, ob das selbe Stockwerk, wie viele Türen dazwischen, Türen offen oder Türen zu usw.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • Audiowerk
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    • 5. März 2010 um 20:03
    • #10

    Mein Gott, was es alles Krankes gibt für jeden möglichen Anwendungsfall :shock:

    In irgendeinem Lexicon-Prozessor kann man doch auch die Simulation eines Ölfasses abrufen, wenn ich mich recht erinnere...?

  • tobias kammerer
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    • 5. März 2010 um 21:09
    • #11

    Ha

    so muß das sein!
    Echt cooles Teil. ist der Freeware? Ich denke eher nicht oder?
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • niggles
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    • 5. März 2010 um 22:13
    • #12
    Zitat von "Audiowerk"

    Mein Gott, was es alles Krankes gibt für jeden möglichen Anwendungsfall :shock:

    In irgendeinem Lexicon-Prozessor kann man doch auch die Simulation eines Ölfasses abrufen, wenn ich mich recht erinnere...?

    Das war (bzw. ist...) das legendäre Preset "10W-40" im 480er. Der typisch schepprige, aber trotzdem warme Reggae-Snaredrumhall der 80er 8) Gabs später auch in den PCM's, iirc ab dem 80 oder 81...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • schallereignissortierer
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    • 5. März 2010 um 23:44
    • #13
    Zitat

    ...ist der Freeware? Ich denke eher nicht oder?

    Nein, der kostet schon einiges. ~500 Euro.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • hias.h
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    • 6. März 2010 um 19:29
    • #14
    Zitat

    Mein Gott, was es alles Krankes gibt für jeden möglichen Anwendungsfall

    Wieso denn krank? Für Musik ist sowas natürlich sehr "speziell", aber zur Vertonung von Filmen ist das doch eine Brot&Butter Anwendung. Die 500€ sind dann eher als günstig einzustufen..

  • bwaack
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    • 6. März 2010 um 20:13
    • #15

    Ich würde einfach ein Kissen auf den Lautprecher in der Hinterbühne legen.
    Ihr müsst Reflektionen in dem engen Raum der Hinterbühne vermeiden, also den Raum dort mit Molton abhängen.
    Noch einfacher wäre es, den Lautsprecher auf der Bühne in einem ungenutzen Möbel zu verstecken - Schrank oder ähnliches. Diesen dann auch mit Molton oder Kissen bedämpfen.
    Fertig ist der Nachbarsgeiger.

    Was hier bisher über das Predelay philosophiert wurde, halte ich für falsch.

    Grüße
    B.

  • discodude
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    • 7. März 2010 um 02:50
    • #16
    Zitat

    Was hier bisher über das Predelay philosophiert wurde, halte ich für falsch.

    ok.......dann bitte Richtigstellen wo der Denkfehler liegt.

  • SebastianJaeger
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    • 7. März 2010 um 12:38
    • #17

    Was ist daran falsch?
    Das Predelay ist die zeitliche Differenz zwischen Originalsignal und erster Reflexion.
    Steht jemand vor mir, ist diese Zeit eher groß, da ich zuerst den Direktschall höre und deutlich später die Reflexionen.
    Steht jemand weit weg, kommen beide Signale womöglich zeitgleich bei mir an, die Differenz geht also gegen null.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
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  • discodude
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    • 11. März 2010 um 17:32
    • #18

    Hey...wo ist denn der Beitrag von dem mein Zitat ist hin???????

    Sonderbare Sachen passieren hier im Forum??? :shock:

  • Schrumpeln
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    • 11. März 2010 um 17:36
    • #19

    Ist das nicht der letzte Beitrag auf der vorhergehenden Seite?

    Zitat von "discodude"

    Hey...wo ist denn der Beitrag von dem mein Zitat ist hin???????

    Sonderbare Sachen passieren hier im Forum???

    Nennt sich Seitenumbruch :D

  • discodude
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    • 11. März 2010 um 22:48
    • #20

    wow....Sachen gibts...hehe...........
    ja..jetzt hab ichs ;)

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