Eine Spule ist zwar "elektrisch in Reihe" ein Filter für kurze Impulse, aber bei magnetischer Kopplung auf andere Spulen nicht, sonst wären Schaltnetzteile ja witzlos.
Mit den Dioden hast du allerdings Recht, das hatte ich nicht recht durchdacht.
Eine Spule ist zwar "elektrisch in Reihe" ein Filter für kurze Impulse, aber bei magnetischer Kopplung auf andere Spulen nicht, sonst wären Schaltnetzteile ja witzlos.
Mit den Dioden hast du allerdings Recht, das hatte ich nicht recht durchdacht.
@ timotimo
der Stromfluss durch die Spule müsste anfürsich die gleiche Richtung behalten, sonst würden sowohl Step-Down als auch Step-Up Konverter nicht funtionieren.
Die Polarität der Spannung müsste sich umdrehen.
Also jegliche "Stromstöße" aus ruhenden elektrischen Maschinen nach gezogenem Stecker kommen aus irgendeinem Kondensator. Alles andere ist Unsinn.
Dem ist wohl eindeutig so. Aus Spulen kann es nur wirklich direkt nach dem Ausschalten kommen, da in einer Spule zwar Energie gespeichert werden kann (genauergesagt in deren Magnetfeld), aber eben nur extrem kurz (bis das Magnetfeld kollabiert), zumindest wenn ich mich recht erinnere...
Die Theorien zur Erklärung bezüglich dieses bisweilen nicht ungewöhnlichen Stromschlag's sind schon interessant
Dabei ist die Erklärung banal wie offensichtlich. Man beachte die Bauteile rund um den Netzstecker eines gewöhnlichen NF-Verstärkers aus aktueller Produktion.
Zur Ursachensuche erklärt der Onkel gerne noch wo man fündig wird........C402, 406 und 414 sind hier besonders gemein :wink:
3µ das sollte reichen.
und gerade Schaltnetzteile sind hier deutlich gemeiner als normale.
Viele Grüße
Tobias Kammerer
Zitat von "matthias falke"
Das Teil hieß Raduga, nach einigen Wohnungbränden war man bei der Reparatur verpflichtet, die brennbaren Rückwände :shock: gegen nichtbrennbare zu tauschen. Den Stromschlag könntest Du durch eine noch aufgeladen Bildröhre (24kV) erhalten haben. Die Ladung hält ewigt. Also immer Bildröhre entladen, mit zwei Schraubenzieher, gibt einen lustigen Knall
http://katalog.nordelektrik.de/Media/Shop/raduga706inbetrieb.jpg
http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.rw6ase.narod.ru/r/raduga/raduga704_1.jpg&imgrefurl=http://www.rw6ase.narod.ru/r/raduga/raduga703_704.html&h=584&w=791&sz=108&tbnid=JlQ8N5wV-Sp-XM:&tbnh=106&tbnw=143&prev=/images%3Fq%3DRaduga&hl=de&usg=__bwZHj-mGHFPn0rLM7mWaGwWyRYs=&ei=gXyeS7fOLoXHsgak2NCtBQ&sa=X&oi=image_result&resnum=7&ct=image&ved=0CBQQ9QEwBgZum Thema, ob da ein Endstörkondensator reicht? Wie groß sind die, so um die 0,22µ? Müsste mal jemand einen Selbstversuch machen. Was war das eigentlich für eine Endstufe, welche Art von Netzteil?
Der Wohnungsbrand kam aber durch die Implodierende Bildröhre! Lustig war auch das die Russen die Masse immer gerne auf + gelegt haben. Beim Anfassen von vermeintlich ungefährlich teilen wusste man Bescheid :lol:
ZitatLustig war auch das die Russen die Masse immer gerne auf + gelegt haben. Beim Anfassen von vermeintlich ungefährlich teilen wusste man Bescheid
Fernseher hatten zu dieser Zeit für gewöhnlich keinen Netztrafo verbaut. Und manche Radios (Allströmer) auch nicht. Ob das Chassis auf dem Nullleiter oder der Phase lag hing allein davon ab, wie herum der Netzstecker in der Dose steckte. Nicht nur bei den Russen.
Für manch einen Gitarristen dieser Zeit, der seine ersten Verstärker aus altem Radiokram selbst zusammengebastelt hatte, war daher der Griff zum Phasenprüfer damals vor jedem Gig eine lebensnotwendige Selbstverständlichkeit.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Es könnte ein Raduga gewesen sein. Der hatte jedenfalls schon ewig gestanden.
Beim Abklemmen der Anode bin ich in die Ecke geflogen. Netzspannung ist Spaß dagegen. (Wenn auch wegen der höheren Ströme gefährlicher)
"Beim S/W-Fernseher zwingt der Techniker beim anfassen die Hochspannung in die Knie, beim Farbfernseher zwingt die Hochspannung den Techniker in die Knie" ![]()
Nein,
das kann nicht sein.
a) Gibt es den Gleichrichter
b) Müsste der Impuls auf der Einspeiseseite entstehen, d.h. die Spannung auf der Sekundärseite müsste sich ändern.
c) Ganz theoretisch wäre sowas evtl. möglich über die Softstart Schaltung oder über die 'Netzspannungserkennung', die dafür sorgt, dasss das Ausgangsrelais abfällt, bevor die Endstufe bloppt.
Tomy
Zitat von "sw474"Welcher Physiker war da am Werk?
Seit wann sind Spulen Ladungsspeicher?
:shock:
Ganz einfach! Stichwort: Selbstinduktion!
Das Magnetfeld induziert nach auftrennen der Spannungsversorgung einen Strom...
ZitatDas Magnetfeld induziert nach auftrennen der Spannungsversorgung einen Strom...
Nach meinem Verständnis wird eine Spannung induziert. Der Stromkreis ist ja nicht geschlossen, bzw. erst geschlossen, wenn man an den Stecker fasst. Die Spannung ist dann aber schon da.
Der Ansatz ist aber meiner Meinung nach richtig. Beim herausziehen des Steckers bricht das Magnetfeld im Trafokern schlagartig zusammen. Eine Magnetfeldänderung induziert in der Spule eine Spannung. Wenn man dann an den Stecker fasst, bekommt man einen "gezwiebelt". Nach diesem Prinzip arbeiten auch Zündanlagen alter Motoren.
Gruß aus Korea
grobi
ehrlich gesagt halte ich Rocklines Erklärung für wesentlich richtiger
als meinen eigenen Senf auf der ersten Seite...
Habe mich irgendwie von den Kondensatoren auf der Sekundärseite verleiten lassen,
die Ursache vorher zu finden und herzuleiten -
war allerdings wohl zum erheblichen Prozentsatz Quatsch.
(Die Kondensatoren können es allerdings wie schon geschrieben nicht sein,
alleine schon weil ein Gleichrichter dazwischensitzt.)
Bei den erwähnten HIT-Flutern ist natürlich auch ein Kondensator mit im Spiel
Hi,
3uF ist schon extrem. Ist das überhaupt zulässig?
@ Matthias Falke
Ich würde lieber einen Trenntrafo als einen Stelltrafo (meist Spartrafos) nehmen.
Tomy
Zitat von "andreas grossmann"Nach meinem Verständnis wird eine Spannung induziert. Der Stromkreis ist ja nicht geschlossen, bzw. erst geschlossen, wenn man an den Stecker fasst. Die Spannung ist dann aber schon da.
Der Ansatz ist aber meiner Meinung nach richtig. Beim herausziehen des Steckers bricht das Magnetfeld im Trafokern schlagartig zusammen. Eine Magnetfeldänderung induziert in der Spule eine Spannung. Wenn man dann an den Stecker fasst, bekommt man einen "gezwiebelt". Nach diesem Prinzip arbeiten auch Zündanlagen alter Motoren.
Gruß aus Korea
grobi
Aber wie schon erwähnt funktioniert das nur für den Bruchteil einer Sekunde nach dem Rausziehen, zumindest wenn vorm Trafo nicht noch ein Kondensator sitzt, der entweder eh noch "gefüllt" ist oder dann von der Eigeninduktion noch etwas "Saft" erhält.