Komisch nur, dass ich das Problem nicht habe und ich quäle das Pult seit einigen Monaten ziemlich intensiv und ich habe bis zu 8 FX sends am laufen. :wink: Ich denke nicht, dass ich etwas falsch mache, damit der Fehler bei mir nicht auftaucht, sondern dass ich etwas richtig mache. :wink:
Anwenderfragen DiGiCo SD Konsolen
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deine vermutung ist durchaus nachvollziehbar.
es wäre sinnvoll zu ergründen, WARUM anderen usern diese probleme bekannt sind, und niemand weiss, warum sowas passiert. -
Hallo,
wenn der Strom ein Pult verläßt und anschließend wieder kommt, hat alles wieder so zu sein wie es ist. Da gibt es keine Diskussion (bei mir). So lange gilt: Kein Digico.
Gruß, Stefan
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Zitat von "sw474"
....
wenn der Strom ein Pult verläßt und anschließend wieder kommt, hat alles wieder so zu sein wie es ist....
Das ist zwar schön, wenn es das tut, aber:
1. ist 250,- € für eine USV für ein Pult im 5-stelligen Bereich ja wohl pille-palle und erinnert mich an manche Hobbyisten, die nach einer Major-Investition kein Geld mehr für Kabel und Cases haben.
2. wird dieses "Problem" in ca. 2 Wochen der Vergangenheit angehören. :wink:
3. Hat es durchaus positive Seiten, an einem Pult weiter arbeiten zu können, wenn der Strom weg ist. :wink:
4. werde ich daher auch nach dem update die USV behalten. :wink:
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Eine USV ist immer ein Muss an einem Digitalpult.
Unabhängig davon bin ich aber schon auch der Meinung, das ein Pult zwingend mit den Einstellungen von vorher wieder da sein muss.
Auch eine USV kann einmal ein Problem haben.Es wäre aber auch interessant, warum manche User so ein Problem haben, Andere nicht.
Ich kenne zB einen altgedienten Digico User, der bootet immer neu, wenn er Veränderungen gemacht hat, die über das normale am Kanal Arbeiten hinausgehen.
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Zitat von "klauston"
Eine USV ist immer ein Muss an einem Digitalpult.
ICH geh sogar noch weiter, sobald ein processor/"computer" oder digipult, egal welcher art in der hauptsignalkette ist, ist eine USV pflicht! hatte leider schon mal das vergnügen, als bei einer gala der processor nach "strom-weg" neu booten musste, und die herrschften sich nicht 20 sec gedulden konnten :cry:
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Und Du läßt dann Deine PA und Dein Monitoring auch einfach angeschalten und wartest, daß der Strom wiederkommt?
Ist die Vorgehensweise nach Stromausfall nicht mehr folgende?
1. Amps und Backline physisch ausschalten
2. auf Strom warten, eventuell messen
3. Pult anschalten, Inputs muten (würde durch Pult-USV wegfallen, aber kaum Zeitersparnis, da das zusammen mit 4. erfolgen kann)
4. Backline anschalten
5. Amps anschalten
6. EntmutenUnd was passiert eigentlich mit dem DiGiRack auf der Bühne? Braucht das dann auch eine USV? Stellt die SD8 (z.B. dieses Pult) automatisch wieder den Kontakt her zu dem Rack, welches bei Stromausfall ausgeht? Das müßte ja dann auch zusammen mit 4. passieren. Wenn man natürlich trotzdem rebooten müßte, wäre die kleine Zeitersparnis weg.
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Ich hatte schon mal die Erfahrung gemacht, das nach einem Stromausfall ein sehr beliebtes Mischpult in diesem Forum ewig benötigt hat, um sich wieder mit dem Stagerack zu syncen.
Strom war wieder da, nach kurzer Zeit hat die Band weitergespielt und es waren eben die Einstellungen drin, die noch von vorher im Stagerack waren.
War wohl kein so ein Spaß für den FOH mannVon daher einfach immer USV nehmen, denn das hat so lange gedauert, da war wieder alles offen ( und nein, es war kein SD8 )
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Zitat von "mellotron"Alles anzeigen
Und Du läßt dann Deine PA und Dein Monitorring auch einfach angeschalten und wartest, daß der Strom wiederkommt?
Ist die Vorgehensweise nach Stromausfall nicht mehr folgende?
1. Amps und Backline physisch ausschalten
2. auf Strom warten, eventuell messen
3. Pult anschalten, Inputs muten (würde durch Pult-USV wegfallen, aber kaum Zeitersparnis, da das zusammen mit 4. erfolgen kann)
4. Backline anschalten
5. Amps anschalten
6. EntmutenUnd was passiert eigentlich mit dem DiGiRack auf der Bühne? Braucht das dann auch eine USV? Stellt die SD8 (z.B. dieses Pult) automatisch wieder den Kontakt her zu dem Rack, welches bei Stromausfall ausgeht? Das müßte ja dann auch zusammen mit 4. passieren. Wenn man natürlich trotzdem rebooten müßte, wäre die kleine Zeitersparnis weg.
Das Madirack braucht keine USV, da da im Wesentlichen nur Pres und Wandler drin sind. Das ist auch ein Unterschied zu anderen Konzepten.
Der Rest der hier beschriebenen Prozedur wäre bei meinem Amping ebenfalls nicht nötig, da es so konzipiert ist, dass es wie bei Festinstallationen auch mit dem "Hauptschalter" zu bedienen ist. :wink:
Das Messen entfällt bei mir ebenfalls und wird durch "Ablesen" der Spannungen an meiner schicken Stromstation ersetzt, was etwa drei Sekunden dauert. :wink: -
Ich hole jetzt doch noch mal etwas weiter aus:
Ich hatte ja bereits seit Anfang 1994 Erlebnisse mit "komputergestützten" Mischpulten unter anderem das "Ausflippen" der Mute und VCA Automation nach Stromausfall an der ersten Version meines AMEK, was dann ja in einer Folge-CPU behoben wurde. Da ich damals schon für einen sicheren Musical-Betrieb auf das Backup eines Läppes angewiesen war, dachte ich natürlich schon damals nicht nur wie alle anderen über Havarie-Netzteile sonden auch über Havarierechner nach. Unter den damaligen Möglichkeiten blieb es allerdings dabei, einen zweiten Thinkpad mit der Software bereit zu halten ohne eine "aktive" Redundanz.
Einige Zeit darauf war ich bei dem superwichtigen Einführungsseminar des PM1D. Auf meine Frage nach einem "Redundanzsystem" wurde milde gelächelt und versprochen, dass man eine entsprechende Steuerung zur Verwaltung eines redundanten Systems dann zur Verfügung stellen würde, wenn die Anwender bereit wären, dafür das Pultsystem ein zweites mal zu kaufen. :roll:

Hätte man dann zur Einführung eines PM5D oder Vi6 oder sonst einer etablierten Kiste ein internes Redundanzsystem eingebaut und für ein Wiederhochfahren folgenden Fenstertext eingeführt,Das System wird nach einem unerwarteten Ereignis neu gebootet. Wünschen sie die gesicherten Daten des letzten Betriebszustandes aus der redundancy unit zu laden dann klicken sie jetzt 'Yes'.
und hätte das die marketing Abteilung als die Supersafety schlechthin verkauft, wären wir alle schwer beeindruckt gewesen und hätten gedacht boa ey, welch ein Fortschritt.
Tatsächlich ist es ja so dass Y-Pulte oder Vi-Pulte als recht betriebssicher gelten und daher ein echtes Redundanzsystem nicht so vehement gefordert wird, allerdings ist es nicht so, dass sie nicht abstürzen. Die Erfahreneren unter uns, auch ich selbst, können da Einiges aus dem Nähkästchen erzählen.
Bei einem SD8, dem 'Urmodell' der kleineren SD-Pulte gibt es auf der linken Seite diese sehr nette Aufstellfläche für einen Läppe, d.h. der Entwickler hatte sich aus seiner Sicht gedacht, dass der dort aufzustellende Läppe integraler Bestandteil des Mischsystems sein sollte. Wie klug er wirklich ist, kann ich nicht genau sagen, allerdings treffen unter dem Gesichtspunkt 'Redundanz' einige Kriterien zu, die diese platte Idee sehr sinnvoll machen.
Da die Software auf einem 'embedded XP' basiert, wird unter dem Aspekt 'Redundanz' Folgendes erreicht: der Läppe, der das redundante System darstellt, wurde nicht vom Pulthersteller gebaut, nicht von ihm konfiguriert und nicht gehosted. Also haben wir hardwaremäßig einen entscheidenden Schritt zur sichersten Form der Redundanz, der diversitären Redundanz. Die dadurch mögliche Sicherheit kann ein vom Hersteller eingebautes System nicht leisten, da damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass eingebaute Fehler wiederholt werden. Der einzige Schritt, der noch sicherer wäre, wäre wenn auch softwareseitig das Betriebsystem und die Software aus einem anderen Stall kämmen, was natürlich utopisch ist.Der Witz ist nun, dass diese sehr hochstehende Form der Redundanz durch die XP basierte software leicht zu realisieren ist und fast nichts kostet !!! Tatsächlich ist es so, dass der Remoterechner nach einem Stromausfall bei intaktem Akku nicht seine Verbindungsdaten vergisst ( von mir inzwischen 100 fach getestet ! :wink: ) und tatsächlich durch einen einzigen click 'mirror to selected' der letzte Zustand des Pultes zuverlässig rekonstruiert wird und zwar nach der Redundanzlehre sogar zuverlässiger als es ein internes System könnte, und das für 500 € + einen ordentlichen Akku !!!!! Hierdurch wird aber eben nicht nur das Stromausfallsszenario abgefespert, sondern auch andere mögliche Abstürze, bei denen bei anderen Pulten erst mal Schluß ist.
Ich hoffe der eine oder andere Leser kann nachvollziehen, worauf ich hinaus will. SAC-ler dürfen an dieser Stelle jetzt gerne milde lächeln. :wink:
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@ guma: Ich schätze Deine Ausführungen immer sehr, muß aber sagen, daß sich da jetzt bei Dir doch eine gewisse Subjektivität des Pulteigentümers einschleicht, oder?
Geschichten von früher mit AMEK und so sind interessant, aber m.E. völlig irrelevant für den heutigen Stand der Technik.
Und dieser Stand existiert sogar schon ein paar Jährchen, seit es nämlich Yamaha-Pulte gibt, die man quasi nicht auszuschalten braucht, sondern dies durch Ziehen des Steckers tun kann - und trotzdem sicher sein kann, das nach dem Reboot alles wie vorher ist.
Was eine Vi macht, und auf welchem Stand die Stagebox bis zum Verbindungsaufbau weiterarbeitet - da habe ich leider auch schon ungutes (aus 1. Hand) gehört. Ich selbst bin damit noch nicht in einer solchen Situation gewesen.SD8: Redundanz mit Laptop - das ist Workaround und nicht Workflow, noch dazu bei dem nach wie vor unbrauchbaren Editor.
USV, Laptop, Pult schräg stellen bei Sitzkonzerten, EQ-Potis unterscheidbar markieren, sehr helle Pultleuchten kaufen, F11 und F12 aus den Tastaturen herausbrechen... Dann kann man damit anfangen zu arbeiten, oder was?
Was macht Ihr denn, wenn Ihr nachmittags dem FOH-Betreuer Euer File geben sollt, damit er das "ins Pult baut" (weil Snapshot schieben im Livebetrieb ohne Audioaussetzer ja nicht geht)? Bringt Ihr dann USV und/oder Laptop mit? -
Zitat
SAC-ler dürfen an dieser Stelle jetzt gerne milde lächeln. :wink:
Ungefähr so?-->

Ich hab das Thema jetzt nicht ganz verfolgt, aber so wie ich es verstanden habe, gibt es einige Pulte die haben den Bug und andere nicht, richtig?
Dann wundert es mich jetzt nicht, dass dieser Bug nicht in kurzer Zeit gefunden werden kann. Die Software Jungens wären bestimmt sehr dankbar, wenn
irgendjemand ihnen ein "Step by Step" geben könnte, das den Fehler reproduzierbar macht. Ohne wird es schwierig.Dabei haben herkömmliche Digitalpulte eigentlich einen entscheidenen Vorteil im Punkto "Bugfixing" gegenüber SAC: Die Hardware ist stets identisch.
Bei SAC muss als erstes evaluiert werden, ob die individuelle Hardwarekombination des Anwenders "Schuld" ist, oder der Code des SAC Programmieres.
Zu 98% ist es das erstere. Aber ich bin gespannt, ob sich das Problem lösen lässt...LG
WW -
Zitat von "mellotron"
SD8: Redundanz mit Laptop - das ist Workaround und nicht Workflow, noch dazu bei dem nach wie vor unbrauchbaren Editor.
USV, Laptop, Pult schräg stellen bei Sitzkonzerten, EQ-Potis unterscheidbar markieren, sehr helle Pultleuchten kaufen, F11 und F12 aus den Tastaturen herausbrechen... Dann kann man damit anfangen zu arbeiten, oder was?
Was macht Ihr denn, wenn Ihr nachmittags dem FOH-Betreuer Euer File geben sollt, damit er das "ins Pult baut" (weil Snapshot schieben im Livebetrieb ohne Audioaussetzer ja nicht geht)? Bringt Ihr dann USV und/oder Laptop mit?Das interpretiere ich als sehr ausführliche Zusammenfassung von Aktionen unwilligen, uninspirierten, unverständigen, lustlosen oder schlicht zu dämlichen Bedienpersonals, also ein netter Katalog von Auschlußkriterien nicht für das Abwählen eines Pultes sondern eher für einen verständnislosen Bedienaspirant.
...wobei "Potis unterscheidbar markieren" ist natürlich sehr geil, das würde mich vielleicht zum Einzahlen in einen "Mischerhilfsfonds" erweichen können.


@ WW
... Ich meinte jetzt vor Allem das Abwählen eines "externen" Rechners als Redundanz. Das sollte doch wohl einem SACler ein mildes Lächeln entlocken können ?

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Zitat von "guma"
Das interpretiere ich als sehr ausführliche Zusammenfassung von Aktionen unwilligen, uninspirierten, unverständigen, lustlosen oder schlicht zu dämlichen Bedienpersonals, also ein netter Katalog von Auschlußkriterien nicht für das Abwählen eines Pultes sondern eher für einen verständnislosen Bedienaspirant.
Das sollte man einfach mal testen. Mittlere Indierockfestivalbühne, eigener Monitorplatz aber keine Gastpulte. Processing extern analog (Galileo), strammes LA in der Front und um die 10 Wege Monitor. 2xSD8 gegen 2x M7 mit Rocknet 100.
Rahmenbedingungen: Keine Laptops am Pult; Sind wir doch mal ehrlich, das macht in der Praxis keine Company. Wir auch nicht. Wenn dann ist es die private Maschine des FoH-Betreuers. Der am zweiten Festivaltag plötzlich früh weg muss weil sein Flieger zum Auslandsgig geht und der dann vom Systech vertreten wird ("die haben doch eh alle eigene Mischer dabei..."). Ohne passenden Läppe versteht sich.
Während der Soundchecks regelmässig Stromausfälle und Unterspannung weil die Stromjungs mit unangemeldetem Catering, Platzregen in schrabbelige zugemietete Verteiler und schlecht gewarteten Aggregaten kämpfen; der Lastabwurf für die Kühlcontainer und Bierstände lässt sich nun mal höchstens während der Show rechtfertigen.
"USV? Die Jungs vom Licht haben das auch im Griff, die GrandMA/Hog/Pearl von denen kommt gleich wieder hoch."Preisfrage: Wer wird hier weniger Nerven lassen...?
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@ niggles
Ist jetzt ganz einfach:
Du möchtest zwei Baustellen von zwei Beschallern vergleichen ? Kein Problem ! Für meine Baustelle ist es mir völlig gleichgültig, ob es bei "allen" anderen Beschallern "keine" Läppe-Pult-Netze an der Baustelle gibt. Ich mache es so und ich mache es seit 2006 auch auf den M7 Baustellen so, daher muß ich mich auch für den SD8 Remote Rechner nicht umgewöhnen. Allerdings finde ich das Gebahren, den Pultläppe als mitgebrachtes Spielzeug des FOH-Betreuers zu deklarieren so ein bisschen schäbig der Berufsgruppe gegenüber.
Du hast allerdings ein Problem, wenn Du das doppelte Umpatchen der von den Bandmischern mitgebrachten M7-files auf Dein Rocknet ohne Läppe auf dem Job erledigen willst. :wink:
Zitat von "niggles".....das macht in der Praxis keine Company. Wir auch nicht. Wenn dann ist es die private Maschine des FoH-Betreuers. Der am zweiten Festivaltag plötzlich früh weg muss weil sein Flieger zum Auslandsgig geht und der dann vom Systech vertreten wird ("die haben doch eh alle eigene Mischer dabei..."). Ohne passenden Läppe versteht sich.
Während der Soundchecks regelmässig Stromausfälle und Unterspannung weil die Stromjungs mit unangemeldetem Catering, Platzregen in schrabbelige zugemietete Verteiler und schlecht gewarteten Aggregaten kämpfen; der Lastabwurf für die Kühlcontainer und Bierstände lässt sich nun mal höchstens während der Show rechtfertigen.
"USV? Die Jungs vom Licht haben das auch im Griff, die GrandMA/Hog/Pearl von denen kommt gleich wieder hoch."Bei dieser Vorstellung von Planungs-, Führungs-, und Kommunikationskatastrophen würde ich mir als Dein lokaler Wettbewerber jetzt ganz tief ins Fäustchen lachen ! :wink:
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Zitat
Einige Zeit darauf war ich bei dem superwichtigen Einführungsseminar des PM1D. Auf meine Frage nach einem "Redundanzsystem" wurde milde gelächelt und versprochen, dass man eine entsprechende Steuerung zur Verwaltung eines redundanten Systems dann zur Verfügung stellen würde, wenn die Anwender bereit wären, dafür das Pultsystem ein zweites mal zu kaufen. :roll:

Hallo guma,
vielleicht ist bei dem Einführungsseminar etwas unklar rübergekommen, oder Du hast evtl. etwas falsch verstanden. Wenn du erlaubst, würde ich das gerne aufklären, auch vor dem Hintergrund, dass noch etliche PM1D Systeme im Einsatz sind.
Das PM1D System besteht aus der CS1D (Bedienoberfläche), der DSP1D (DSP Engine) und einer beliebigen Anzahl von Ein- und Ausgangswandlern.
Um eine Redundanz zu erreichen, muss man lediglich eine zweite DSP1D erwerben,
was grob ca. 15% des Systempreises entspricht. Diese wird dann als sog. Mirror Engine verwendet.Einsatzbeispiele:
Es wurden und werden etliche PM1D Systeme für Musicals auf Kreuzfahrtschiffen
installiert. Diese Systeme sind grösstenteils redundant ausgeführt.Bei Einsätzen des PM1D für Mobile Senderegien, z.B. Fussball EM/WM oder Olympische Spiele, sind die Pulte teilweise bis zu 18 Stunden On Air. Auch hier kommen redundante Systeme zum Einsatz, was bei mehr als 20 Mio. TV Zuschauern auch Sinn macht.
Die sog. Execution Racks bei Clair und Audio-Rent Clair sind immer mit 2 DSP1D bestückt. Hintergrund ist hier die Tatsache, dass die Systeme sich hauptsächlich auf Welttourneen befinden, die auch in die entlegensten Winkeln der Welt führen.
Viele Tonings haben darüberhinaus einen Laptop mit dem PM1D Manager an der DSP1D laufen. Somit könnten sie im Falle einer CS1D Havarie die Show über den Computer steuern. Das hört sich zwar sehr tricky an, wurde mir aber von den entsprechenden Kollegen beantwortet mit: " Im Notfall ist alles besser als ein Ausfall!"
In den meisten Theatern, Schauspielhäusern und Opern laufen die PM1D Systeme jedoch ohne zweite DSP1D.
Mit dem nötigen Abstand seit Einführung des PM1D vor ca. 10 Jahren muss man sagen, dass das damals eine grosse Herausforderung war und die Zeit geprägt war von vielen Fragen auch bzgl. der Redundanz des Systems. Aber es hat auch grossen Spass gemacht, sich diesen Fragen der Tonkollegen zu stellen und nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen - insgesamt eine sehr spannende Zeit für alle.
Umso schöner ist es für mich zu sehen, dass es nach wie vor viele grosse Produktionen gibt (besonders die, die live On Air gehen), bei denen die PM1D's eingesetzt werden - die Investoren freut's

PS: Sollte mein Beitrag zu sehr vom eigentlichen Thema abweichen, sorry. dann weg damit.
Viele Grüsse
Jürgen
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Hallo und Dank an Jürgen für den ausführlichen Beitrag. :wink:
Zitat von "Juergen Wilhelm"Um eine Redundanz zu erreichen, muss man lediglich eine zweite DSP1D erwerben,
was grob ca. 15% des Systempreises entspricht. Diese wird dann als sog. Mirror Engine verwendet.Das hatte ich schon richtig verstanden, allerdings war mir nicht klar, dass die DSP1D nur 15% des Systemgesammtpreises ausmacht, was allerdings immer noch ein 5-stelliger Betrag gewesen sein dürfte. :wink:
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Zitat von "guma"
@ niggles
Allerdings finde ich das Gebahren, den Pultläppe als mitgebrachtes Spielzeug des FOH-Betreuers zu deklarieren so ein bisschen schäbig der Berufsgruppe gegenüber.
Ich hab nicht gesagt das ich das gut finde, in der Praxis ist es nun mal leider so. Es wäre auch überhaupt kein Problem "unsere" M7 mit einem eigenen Studiomanager-Rechner auszustatten, aber das wird tatsächlich von unseren Freelancern (wir haben keine festangestellten Tonleute) nicht einmal nachgefragt...!ZitatDu hast allerdings ein Problem, wenn Du das doppelte Umpatchen der von den Bandmischern mitgebrachten M7-files auf Dein Rocknet ohne Läppe auf dem Job erledigen willst. :wink:
Oder auch nicht. Die haben in vielen Fällen eh ihre eigenen Rechner dabei; ich übrigens auch. Und das inzwischen jeder ein File dabei hätte ohne das er nicht kann stimmt eh nicht - es ist nach wie vor eine (qualifizierte) Minderheit. Es gibt immer noch genug Gigs mit einem digitalen Grundsetup von dem aus alle soundchecken die wunderbar stressfrei ablaufen. Wenn die Pulte so spielen wie sie sollen...Zitat von "niggles".....das macht in der Praxis keine Company. Wir auch nicht. Wenn dann ist es die private Maschine des FoH-Betreuers. Der am zweiten Festivaltag plötzlich früh weg muss weil sein Flieger zum Auslandsgig geht und der dann vom Systech vertreten wird ("die haben doch eh alle eigene Mischer dabei..."). Ohne passenden Läppe versteht sich.
Während der Soundchecks regelmässig Stromausfälle und Unterspannung weil die Stromjungs mit unangemeldetem Catering, Platzregen in schrabbelige zugemietete Verteiler und schlecht gewarteten Aggregaten kämpfen; der Lastabwurf für die Kühlcontainer und Bierstände lässt sich nun mal höchstens während der Show rechtfertigen.
"USV? Die Jungs vom Licht haben das auch im Griff, die GrandMA/Hog/Pearl von denen kommt gleich wieder hoch."ZitatBei dieser Vorstellung von Planungs-, Führungs-, und Kommunikationskatastrophen würde ich mir als Dein lokaler Wettbewerber jetzt ganz tief ins Fäustchen lachen ! :wink:
Ich hab das bewusst nicht aus der Sicht der Company sondern aus der des (zugebuchten) Pultoperators bzw. Bandmischers ("Anwenderfragen") geschrieben; der leidet nämlich am meisten unter den von den Vorpostern beschriebenen und auch von mir bei Tests (wir wollten mal 2 SD kaufen) festgestellten Mängeln und kann am wenigsten an den Rahmenbedingungen ändern.
Sicherlich möchte keiner von uns in der Haut des Gesamt-Technikverantwortlichen bei so einem verkorksten Gig stecken; es gibt diese und andere "suboptimale" Baustellen aber leider immer wieder in der Praxis, und das letzte was ich dann als Pultbetreuer oder Mischer brauchen kann ist ein Werkzeug das mich im Stich lässt. Und besonders ärgern tut es mich dann wenn ich weiss dass ich mit einem *anderen* Pult diese Probleme nicht hätte. :? -
Zitat von "niggles"
Ach du Sch... :shock:
Auch wenns ein bisschen OT wird: Ich bleibe dabei dass die Jungs von DigiCo dringend mal einen kompetenten IT-Entwicklungsingenieur beiziehen sollten. So was löst man unter Profis einfach anders; z.B. über MAC-Adresse und Geräte-ID auf Betriebssystemebene. Vielleicht liest hier ja wer mit... :wink:Das finde ich hier übertrieben und unangebracht. Bei dem einen Hersteller wird bspw. mit Zusatztreibern MIDI über Ethernet getunnelt. Bei einem anderen ist die offline Software tatsächlich ausschließlich offline...
Ich finde die Idee grundsätzlich ganz gut, leider habe ich auch schon recht viel Zeit mit Netzwerkproblemen an der SD8/9 verbracht - woran auch immer das am Ende lag.
Und bezgl. der Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Nachvollziehen einiger Fehler: da haben die Entwickler auf jeden Fall welche bekommen.
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Zitat von "guessi"
Das finde ich hier übertrieben und unangebracht. Bei dem einen Hersteller wird bspw. mit Zusatztreibern MIDI über Ethernet getunnelt. Bei einem anderen ist die offline Software tatsächlich ausschließlich offline...
Ich finde die Idee grundsätzlich ganz gut, leider habe ich auch schon recht viel Zeit mit Netzwerkproblemen an der SD8/9 verbracht - woran auch immer das am Ende lag.
Genau das haben andere Hersteller eben viel besser im Griff. Beispiel aus der Videotechnik: Barco Encore. Controller ist DHCP-Server (abschaltbar, falls es einen zweiten gibt), die Prozessoren sind DHCP-Clients und haben eine per BCD-Rädchen wählbare ID von 1-16. Beim Einschalten des Controllers bekomme ich eine Anzeige wer alles im Netz ist, ob die alle die gleiche Firmware haben und die Option diese auch zentral überschreiben zu können. Einstecken, einschalten, läuft. Auch mit externen Geräten (Showsteuerungen, Laptop zum Sichern der Show). Auch nach Stromausfällen. Und das seit fast 10 Jahren und ohne Class B-Netz...
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