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  5. Konzert-Sound Praxis

Beatboxer abmischen

  • --patrick--
  • 9. April 2010 um 08:27
  • --patrick--
    Beiträge
    99
    • 9. April 2010 um 08:27
    • #1

    Einen wunderschönen Guten Morgen allerseits


    Ich hab' am Wochenende n' Job, bei dem n' Beatboxer mit im Programm steht....
    (Warscheinlich nicht mit ner' A Capella Truppe zu vergleichen)

    Jetzt hab ich solche "Solo-Vocal-Akrobaten" bislang noch nicht selber abgemischt...

    Gibt es irgendwelche Tricks mit denen man da noch was rausholen kann an Sound?

    Ansonsten würd' ich das ganz easy laufen lassen

    -EQ
    -Compressor
    -evtl. n' bissl Hall wenn's zu trocken rüber kommt


    Achja... und welches Mikro nehm ich da am besten?
    Die decken den Korb ja immer gerne mit den Händen ab und blasen da ne menge Luft/Wasser rein :lol:

    Ich würd daher warscheinlich n' Stinknormales SM58 nehmen, wenn mir jetzt nicht jemand dringend davon abrät :D


    Danke schon mal für eure Antworten!

  • tufkamar
    Gast
    • 9. April 2010 um 08:48
    • #2

    Wenn der Junge das ernsthaft betreibt - hat er ein eigenes Mikro dabei.

    Compressor - würde ich vorsichtig sein, die Jungs leben von der Dynamik und den Effekten, die sie damit erreichen.

    Hall - weglassen, versaut normalerweise den Sound.


    (so jedenfalls aus den wenigen aber sehr beeindruckenden Erlebnissen, bei denen ich "so jemanden" hatte)

    Interessant ist auch: was braucht er dazu: Playback? Band? Und das leidige Thema des Monitoring...

  • Campfire
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    • 9. April 2010 um 09:09
    • #3

    ich habs bisher meistens mit nem normalen Gesangsmikro gemacht, was zu beachten ist: so ein beatboxer benötigt wesentlich mehr High-und Lowend als ne Sing-oder Sprech-stimme, also anders Eqen, ggfs. könnten also auch andere Mikros gut passen, wenn zeit zum ausprobieren ist würde ich das tun, bei mir wars immer "Festivalsituation", d.h. linecheck und los.

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • cheesy
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    579
    • 9. April 2010 um 10:19
    • #4

    Grundsätzlich geht es mit einem SM/Beta 58.

    Allerdings benutzen Beatboxer, die das regelmäßig machen ihr eigenes Mikro, was auch oft eine Kondensator-Kapsel hat. Falls du also ein günstiges Kondensator mit hast (das man anschließend wieder sauber machen kann...) kannst du das auf jeden fall mal probieren.

    Was auch immer nett ist: bereite einen Pitch-Shifter (- 1 Oktave) auf einem Effektweg vor. Falls du ein Digitalpult hast, kannst du in den Return-Weg noch einen High-Cut setzten (ca. 120 Hz). Dadurch kannst du über den Effekt-Send nochmal zusätzliche Bässe dazu schieben. Sozusagen als "Bass enhancer".
    Wie Campfire beschrieben hat, die Jungs brauchen Höhen und Bässe. Wenn du dann beim Soundcheck noch ein bischen "Magenkribbeln" durch den Pichtshifter dazu geben kannst, bis du der Held ;)

    Viel Erfolg,
    Cheesy

  • QSC Audio
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    • 9. April 2010 um 13:31
    • #5

    Wir hatten auf der Musik-Messe am Samstag auch einen Beatboxer am Stand.
    Generell würde ich sagen: keine Angst vor kräftigen EQ Eingriffen. Schliesslich hast Du HiHat und Bassdrum gleichzeitig in einem Kanal (und Bass und Vocals und...).
    Kompressor habe ich ganz leicht drin gehabt da einige Sounds doch sehr explosiv waren oder weil bestimmte Basssounds sehr extrem waren. Hall wollte der Beatboxer von sich aus ein wenig auf dem Signal haben.

    Gruß
    Marcus

    Kontakt bitte über qscaudio.de

  • Campfire
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    • 9. April 2010 um 16:13
    • #6

    also ich würde auch nen Kompressor einsetzen....
    was auch sehr schön kommen kann (aber auch nur wenn ausprobieren möglich):
    nen DBX 120 XP (Subharmonic-Synthesizer) auf nem Effektweg.
    ählich wie mit dem angesprochenen Pitch-Shifter kann mans so noch fetter machen....
    (beim DBX hast halt wenn den Low-out nimmst den Highcut gleich mit eingebaut).

    http://www.facebook.com/peter.trinkle

  • simonstpauli
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    • 9. April 2010 um 16:21
    • #7

    Ich hatte gute Ergebnisse mit einem BSS 901 Dynamic EQ. Das gefiel mir besser als eine grobschlächtige Breitbandkompression.
    Alternativ kann man auch 2 Kanäle nutzen und die Frequenzbereiche unabhängig bearbeiten (der berüchtigte "Vertical Frequency Split").

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Online
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    • 9. April 2010 um 19:00
    • #8

    Tacho!

    Als Mikro würde ich da ein M88 von beyer recht nett finden. Als Kompressor ein TC Finalizer einsetzen oder ein SPX990 mißbrauchen (Multiband Kompressor), um die Spitzen frequenzselektiv ein wenig einzubremsen und evtl. einen Exciter ala SPL Vitalizer, um entsprechende Brillianz für oben und Schub von unten zu geben.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • guma
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    • 9. April 2010 um 21:12
    • #9

    Ja das M88 könnte wirklich besonders gut passen. Ich kann mich an Sprecheranwendingen erinnern, bei denen das Geboller mit dem Pulthochpass kaum wegzukriegen war. Das könnte in der "umgekehrten Anwendung" genau die Bässe ergeben, von denen Beatboxer träumen. :wink:

  • audiobo
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    • 11. April 2010 um 13:48
    • #10

    http://www.audixusa.com/docs/products/FireBall_.shtml

  • tufkaklto
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    • 11. April 2010 um 14:21
    • #11

    So, mal aus der Praxis.

    ich hatte gestern einen Gig mit einer sehr bekannten Band ( sagt man so bei sowas )
    http://www.bauchklang.de/home_flash.html?cont_bio.html~cont

    Der Beatboxer ( warum heißt das eigentlich so, der boxt ja nicht :roll: )hatte ganz ordinär ein SM58, wie alle Anderen auch bis auf die Ausnahme der Snare/HiHat.

    Effekte waren ausreichend vorhanden und das Konzert war ein echt schönes Erlebnis, was für einen Tontechniker ja schon eher selten ist.
    Ich war nur Systemer dort, aber ich hab es genossen.

    Ich hab mir gerade das file vom Pult angesehen, weil ich das hab.
    Also, im konkreten keine Dynamics.
    Und nur 3 verschiedene Hall FX ( Hall , Plate, Room ) für die einzelnen Sänger, sowie ein Delay.

    Das wars.
    Und es wummst das die Eier wackeln :D:D:D


    PS:
    Edith sagt, das oben angeführte Fireball war übrigens für die SN/HH

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  • audiobo
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    • 11. April 2010 um 15:24
    • #12

    Wenn ich dir kurz widersprechen dürfte, Klaus: Ich habe mich durch einen früheren Testbericht daran erinnert in dem es hieß, dieses Mikro wäre explizit für die geschlossene Handhaltung (also was fast jeder Tontechniker erst mal am liebsten mit Stacheldraht am Korb und gelegentlichem Schusswaffengebrauch unterbinden würde) designed. Im Produkttext steht übrigens: "... the FireBall™ is a professional dynamic instrument microphone intended for harmonica (both diatonic and chromatic) and beatbox."

  • tufkaklto
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    • 11. April 2010 um 15:33
    • #13

    Sorry, kann sein, das wie so oft die >Theorie was Anderes sagt.

    ich habe allerdings in der Praxis sowohl bei der Band gestern ( mit denen ich schon öfters gearbeitet habe, auch am Monitor - FOH macht ein eigener Mann, und das gut ) als auch bei Anderen das SM58 schon gehabt und es hat hervorragend funktioniert.
    ( ich kenn das auch von den Pickets )
    Ich war auch schon auf einem bekannten Vocal festival am Arbeiten, wo nur so Sachen liefen, und auch da kenn ich das.

    Egal was die Theorie sagt, es geht wunderbar.

    Was dazu kommt, ein echter Beatboxer verliert relativ viel "Wasser" :D beim "singen"
    Die müßen oft mal das Micro bis zu 2 mal pro Gig tauschen, das es nicht kaputtgeht!!
    Auch das ist mit einem 58er einfacher.

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  • audiobo
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    • 11. April 2010 um 15:37
    • #14

    wohl war... ich hab´s auch noch nie in der Praxis gesehen, es ist mir halt nur dazu eingefallen, weil es damals für die Anwendung als sehr gut getestet wurde.

  • tufkaklto
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    • 11. April 2010 um 15:48
    • #15

    Wie gesagt, einzig der SNare Spieler hatte das

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  • wora
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    • 20. April 2010 um 11:30
    • #16

    ich hatte vor jahren mal eine kleine tour mit grosser band, bei der auch ein (sehr guter!) beatboxer dabei war... er hiess übrigens "Robeat" und dürfte mittlerweile sicher eine grössere fangemeinde haben.
    ich habe für ihn keinerlei effekte verwendet, nur einen kompressor für die stärksten peaks. wichtig war eine kleine höhenanhebung und natürlich ein deutlich nach unten gezogener locut mit dezenter bassanhebung.
    er hatte zwar sein eigenes mikro dabei (beta58), aber das war drahtgebunden. für die grossen bühnen bekam er von uns eine funkstrecke mit 935er kapsel und kam damit gut zurecht.
    das war alles und daraus hat der kerl wirklich enorme sounds gebastelt :shock: :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • david kammerer
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    • 20. April 2010 um 13:22
    • #17

    Hallo Wora!
    OT: den Robeat hatte ich letztes Jahr in Düsseldorf auf der Bühne. Hollla die Waldfee, das war wirklich ganz großes Kino (wobei er selber doch recht klein ist) Er war da für einen Spielekonsolenhersteller unterwegs, hat also schon "Fans" in den richtigen Positionen :)
    OT ende

    Viele Grüße

    David Kammerer

  • Campfire
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    • 20. April 2010 um 18:46
    • #18

    ha, den hatte ich auch schon.... :D

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  • QSC Audio
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    • 21. April 2010 um 10:03
    • #19

    Robeat war auch der Beatboxer, den wir auf der Messe am Stand hatten. Ganz grosses Kino!

    Kontakt bitte über qscaudio.de

  • wora
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    • 21. April 2010 um 16:24
    • #20

    er scheint ja mittlerweile ganz gut rumzukommen... das hab ich schon geahnt als ich ihn kennenlernte, da war er noch in begleitung seiner eltern ;)
    und er war damals auch schon klasse.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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