1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Boxen und Amps

abschied vom "herkömmlichen" linearray

  • oops
  • 28. Juni 2010 um 16:53
  • HEngels
    Verifiziert
    Beiträge
    36
    • 3. Juli 2010 um 10:56
    • #41

    Just 5Cent

    Da ich ja auch schon "etwas" älter bin, meine ich mich erinnern zu können schon vor 20 Jahren Systeme gehört zu haben die brilliant geklungen haben und man glaube es kaum "ohne DSP".

    Andererseits habe ich in den letzten Jahren auch immer wieder Systeme (LA´s und auch andere) gehört die sich mit DSP mal richtig scheiße angehört haben!

    Ich bin kein verweigerer von Hilfsmitteln und auch nicht von moderner Technik aber letztendlich gibt es offensichtlich viel zu wenig Leute die diese Technik dann auch wirklich bedienen können :lol:

    Und: Einem Tontech oder TonIng, der schon mit analoger Technik versagt dann soviele Hilfsmiitel zur Verfügung zu stellen das es dann trotzfem nicht funzt ist, naja, sagen wir mal peinlich!

    Mir ist auf jeden Fall ein System, das ohne großes Verbiegen bzw. geradebiegen auch klingt, tausendmal lieber.


    Ich bin jetzt nur mal gespannt wann eine Firma endlich das vollautomatische LA rausbringt.
    Nur noch an 4 Punkten Messmikros auf dem Venue nach Vorgabe plazieren, was von jedem Vollpfosten erledigt werden kann, und das System errechnet sich selbst die optimale Einstellung.
    Das wäre mal endlich innovativ und würde teure Kosten für Systechs einsparen ;)

    Go MartinAudio, go!

    Der Ton macht die Musik.
    Der Rest ist oftmals nur persönlicher Geschmack!

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 3. Juli 2010 um 11:05
    • #42

    Ich kenne genug Techniker, die haben vor 15 - 20 Jahren auch schon herkömmliche Systeme falsch bedient.

    Ich denke, das ist eine Kopfsache, ob man was kann oder nur denkt, das man was kann.
    Natürlich erfordern moderne Systeme auch mehr Know How.
    Aber das zu erlangen, wenn man will, ist heutzutage in Wahrheit kein Problem.

    Es hat die selbe Diskussion vor 15 Jahren auch schon gegeben, ob ein LA überhaupt funktionieren kann, wir wissen, was daraus geworden ist.

    Und ich finde es faszinierend, das viele Leute hier darüber diskutieren, ob sowas funktionieren kann, ohne es überhaupt gehört zu haben.

    Ich traue mich erst ein Urteil abgeben, wenn ich es gehört habe und wenn ich ev. selbst darauf gearbeitet habe.
    Dann weiß ich, ob das was kann......

    Interessieren tut es mich mal. :D

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Jueof
    Verifiziert
    Beiträge
    529
    • 3. Juli 2010 um 15:25
    • #43

    Wenn ich bedenke das es heute schon für viele zu schwierig ist ein la zu bedienen kann ich nur hoffen das martin das teil selbstrerklärend bedienbar macht.

    Zitat

    Da ich ja auch schon "etwas" älter bin, meine ich mich erinnern zu können schon vor 20 Jahren Systeme gehört zu haben die brilliant geklungen haben und man glaube es kaum "ohne DSP".


    Volle zustimmung.

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 3. Juli 2010 um 15:33
    • #44

    ich erwähne es nochmal, damit es richtig verstanden wird:

    Es war für Viele vor 20 Jahren auch schwierig, herkömmliche Systeme richtig zu bedienen.
    Die Zeiten ändern sich, aber das eben immer, früher war das so wie heute.

    Und nur weil es Leute gibt, die was nicht richtig bedienen können, heißt es noch lange nicht, das was schlecht ist.

    Und weil die Diskussion aufkommt: " früher war alles besser":
    Ich wäre da vorsichtig, das einem die Erinnerung da keinen Streich spielt.
    Es sind mit heutigen Technologien Veranstaltungen möglich, die hätte man in der Art früher so definitiv nicht durchführen können.

    Und im konkreten würde ich mal sagen, warten wir doch ab, hören es uns an und urteilen dann.

    Was hält ihr davon???

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • gert
    Profi
    Reaktionen
    1.405
    Beiträge
    1.754
    Marktplatz Einträge
    4
    • 3. Juli 2010 um 15:47
    • #45

    Die Diskussion ist doof. Weil man kann auf jede Antwort sofort auch die Gegenteilige Sache sagen. Es gab aber auch schon vor 20 Jahren Scheiss Pa Systeme ohne DSP usw.
    Es gibt sowohl als auch von beiden Arten.

    PA Systeme mit DSP sind Schlecht!
    PA Systeme ohne DSP sind Gut.

    Diese beiden Aussagen sind einfach nicht pauschal richtig.

    So das zu dem Thema. Nun dann wer mal das Papier von Martin gelesen hat der weiss auch das das was die dort machen ohne DSP nicht geht. Das macht es aber auch nicht automatisch zu einem schlechten System.
    Das ist eine Wissenschaftliche Weiterentwicklung. Ob das nun gut ist oder nicht kann ich nicht daran festmachen ob Elektronik verwendet wird oder nicht.
    Ich finde es gar nicht verwerflich das sich die Entwickler von Martin aller modernen Hilfsmittel bedienen und diese von vornherein in die Entwicklung mit einfliessen lassen.
    Ich weine den alten Tagen mit schweren Ampracks und phasender Pa aus der nix rauskommt nicht nach! Aber jeder wie er gerne möchte.

    Practice, Practice, Practice

  • HEngels
    Verifiziert
    Beiträge
    36
    • 3. Juli 2010 um 15:54
    • #46
    Zitat von "klauston"

    ich erwähne es nochmal, damit es richtig verstanden wird:

    Es war für Viele vor 20 Jahren auch schwierig, herkömmliche Systeme richtig zu bedienen.


    Mir ist eine Anlage die ich mit nem normalen EQ ohne großes Schrauben einstellen kann trotzdem lieber!
    Und das ist mit Sicherheit einfacher wie mit den komplexen Geräten heutzutage.

    Zitat von "klauston"

    Und nur weil es Leute gibt, die was nicht richtig bedienen können, heißt es noch lange nicht, das was schlecht ist.


    Hat niemand behauptet.

    Zitat von "klauston"

    Und weil die Diskussion aufkommt: " früher war alles besser":
    Ich wäre da vorsichtig, das einem die Erinnerung da keinen Streich spielt.
    Es sind mit heutigen Technologien Veranstaltungen möglich, die hätte man in der Art früher so definitiv nicht durchführen können.


    Ah, ich meine mich erinnern zu könne es gab da schon mal richtig große VA´s vor meiner Zeit (Woodstock oder LiveAid z.B.)und die, die dabei waren, schwärmen noch heute!
    Weißt Du auch warum? Damals waren Dinge wie "erleben und miteinander Spass haben bei geiler Mucke" einfach wichtiger als sich über totkomprimierte und totgegatete Instrumente und Vocals zu freuen ;)
    Ob die heutige Technik in diesen Bereichen immer nur Segen ist weiß ich nicht !

    Zitat von "klauston"

    Und im konkreten würde ich mal sagen, warten wir doch ab, hören es uns an und urteilen dann.

    Was hält ihr davon???


    Ich urteile nicht über dieses System sondern stelle nur ein "einfache Bedienbarkeit" in Frage!
    Das da natürlich klanglich wie outputmäßig viel drinn ist, ist jedem von uns klar!

    Der Ton macht die Musik.
    Der Rest ist oftmals nur persönlicher Geschmack!

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 3. Juli 2010 um 16:21
    • #47
    Zitat von "HEngels"

    Ah, ich meine mich erinnern zu könne es gab da schon mal richtig große VA´s vor meiner Zeit (Woodstock oder LiveAid z.B.)und die, die dabei waren, schwärmen noch heute!
    Weißt Du auch warum? Damals waren Dinge wie "erleben und miteinander Spass haben bei geiler Mucke" einfach wichtiger als sich über totkomprimierte und totgegatete Instrumente und Vocals zu freuen
    Ob die heutige Technik in diesen Bereichen immer nur Segen ist weiß ich nicht !

    Da hast Du ein echt gutes Beispiel gebracht.

    gerade Woodstock war sowas von unterdimensioniert, das kaum wer was wirklich von der Musik mitbekommen hat, weil 10 x so viele Zuseher kamen, als die PA konzipiert war.

    Es kann jeder seine Anlage so einstellen, wie er selbst will.

    Das uns heute Werkzeuge möglich sind, mit denen man bessere Einstellungen am System hinbekommen kann, ist auch klar, oder??

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • terrine
    Reaktionen
    5
    Beiträge
    541
    • 3. Juli 2010 um 18:59
    • #48
    Zitat

    über totkomprimierte und totgegatete Instrumente und Vocals zu freuen

    Vorsicht! Jetzt nicht persönlichen Geschmack und Technik miteinander vermischen. Gute Gates und Compressoren gab es auch schon "früher"! Das der Sound so klingt wie er klingt ist größtenteils dem Mainstream zu verdanken. Wenn jemand am FoH steht, entscheidet ALLEIN er, was er rein oder rausdreht.
    Dieses Thema hat erst einmal NICHTS mit einer PA und schon garnichts mit der aktuellen Entwicklung von Martin zu tun. Sprich, mit diesem Thread.
    Dein Satz klingt sogar ein wenig bitter... Wieso?

    Das was Martin da macht ist nichts weiter als sich weiter entwickeln....auch die Autos vor 100 Jahren hatten 4 Räder und kamen von "A" nach "B", aber wieso sollten sie nicht neue/reife Technologien einsetzen, wenn es Vorteile bringt?

  • Jueof
    Verifiziert
    Beiträge
    529
    • 3. Juli 2010 um 23:38
    • #49
    Zitat

    Es war für Viele vor 20 Jahren auch schwierig, herkömmliche Systeme richtig zu bedienen.
    Die Zeiten ändern sich, aber das eben immer, früher war das so wie heute.

    Im gleichem maße wie sich die bedienung eines telefons oder tv verändert hat ist es durch die digitalisierung auch hier. Unendlich viele möglichkeiten die sicher auch vorteile bringen aber wer kann schon behaupten irgendeines dieser gerätschaften zu mehr als 50% zu nutzen oder gar zu verstehen bevor sie ausgewechselt werden. Ich behaupte einfach mal das der mensch als anolg denkentes wesen da nicht immer mithalten kann. Einfache, intelligent programmierte software die den anwender in allen bereichen unterstützt ist deshalb von nöten. Bleibt zu hoffen das dies martin gelungen ist.

    Zitat

    ch auch - gleichwohl bleibt das Abstrahlverhalten der einzelnen Elemente ein limitierender Knackpunkt

    Das ganze la thema bisher ist ein kompromiss der im großen wo mit vielen engen einzelstrahlern gearbeitet wird funktioniert. Sobald da in irgendeiner richtung zu viele kompromisse gemacht werden wird es schnell inauditiv. Kann mir schon vorstellen das der weg von martin da abhilfe zu schaffen in der lage ist aber ich hätte es gerne erst gehört. Aber wie hier schon gesagt wurde muß es einfach zu bedienen bleiben. Eine herausforderung

  • HEngels
    Verifiziert
    Beiträge
    36
    • 4. Juli 2010 um 01:14
    • #50
    Zitat von "klauston"

    Da hast Du ein echt gutes Beispiel gebracht.
    gerade Woodstock war sowas von unterdimensioniert, das kaum wer was wirklich von der Musik mitbekommen hat, weil 10 x so viele Zuseher kamen, als die PA konzipiert war.


    Ich markiere jetzt mal den Teilsatz hinter meiner Aussage der eigentlich der wichtigere war!

    Zitat von "HEngels"

    Ah, ich meine mich erinnern zu könne es gab da schon mal richtig große VA´s vor meiner Zeit (Woodstock oder LiveAid z.B.)und die, die dabei waren, schwärmen noch heute!
    Weißt Du auch warum? Damals waren Dinge wie "erleben und miteinander Spass haben bei geiler Mucke" einfach wichtiger als sich über totkomprimierte und totgegatete Instrumente und Vocals zu freuen
    Ob die heutige Technik in diesen Bereichen immer nur Segen ist weiß ich nicht !

    Der Ton macht die Musik.
    Der Rest ist oftmals nur persönlicher Geschmack!

  • oton
    Profi
    Reaktionen
    920
    Beiträge
    3.123
    Termine
    1
    Marktplatz Einträge
    5
    • 4. Juli 2010 um 01:31
    • #51
    Zitat

    Weißt Du auch warum? Damals waren Dinge wie "erleben und miteinander Spass haben bei geiler Mucke" einfach wichtiger als sich über totkomprimierte und totgegatete Instrumente und Vocals zu freuen

    ich kann mich nicht erinnern das je ein Zuschauer hinterher zu mir ans Pult kam und sich für die totkomprimierten Vocals bedankt hat .. ich glaube das mit dem Erlebnis & Spaß bei Livekonzerten hat sich seit Woodstock nicht grundlegend geändert, NUR hört man heute die "geile Mucke" einfach besser.

    on Topic: WARUM muss die Bedienung einer Beschallungsanlage eigentlich immer einfach sein? Die meisten technischen Berufe sind nicht einfach und brauchen eine Menge Ausbildung/Erfahrung/Weiterbildung, warum soll gerade bei uns jeder Hirbel ein großes Array hängen können??

    Die Systeme heute sind komplexer geworden, aber auch ganz klar BESSER ... und die Bedienung halt komplexer ... so what? Das ich als Toningenieur alles gleich gut kann/können muss ist doch schon lange vorbei, heute ist doch eher Spezialwissen gefragt (System/Monitor/FOH etc.), und man muss sich halt ein wenig spezialisieren. Das das manche unbewegliche Semester überfordert ist normal, aber wer weiterhin den Job machen will muss sich mitentwickeln ... übrigens einer der schönsten Dinge an unserem Beruf, wie ich finde.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.279
    Beiträge
    14.938
    Marktplatz Einträge
    6
    • 4. Juli 2010 um 11:13
    • #52

    Da muß ich oton jetzt aber mal 100% zustimmen. Ich finde es ebenfalls völlig ok, dass es nicht ganz so einfach ist. Diesen Thread finde ich diesbezüglich besonders nett, denn als ich 2004 zum ersten Mal über die zu erwartenden Vorzüge einer Aufteilung von Vertikalarrays in Zonen geschrieben hatte, wurde ich hier in diesem Board fast gesteinigt. :D:D

    ...und was ich hier als alter Sack, der ich bin, auch sagen darf:

    Diese Glorifizierung der Vergangenheit ist doch nur eine faule Ausrede für Leute, die zu faul sind, ihren Zentralrechner regelmäßig zu schmieren. :!: :roll: :D

  • tufkaklto
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.116
    • 4. Juli 2010 um 13:06
    • #53

    100 % Danke an Guma und oton, ich stimme dem voll zu.

    ich kann nur für mich reden, aber Weiterbildung macht auch Spaß.
    Natürlich ist nicht immer Alles, was neu ist auch gut, aber dazu muß man es erst selbst testen, um das wirklich zu beurteilen.

    Wenn man heute in einen Metallverarbeitenden Betrieb schaut ( nur mal als Beispiel herausgepickt ), dann sind die voll mit CNC Fräs, Drehmaschienen usw.

    Den Chef interessiert keine Diskussion, wie wir die führen, ob früher alles besser war.
    Wer das nicht kann, kann ja gehen, es kommt schon der Nächste auf die Gehaltsliste der Personalabteilung.

    Zum Thema Woodstock:
    Ich hab das schon verstanden, mit dem Spaß an der Musik, aber nicht mal ein Viertel der Zuseher (!!!!) hat vom Konzert was gehört, weil die Anlage für 50.000 Leute konzipiert wurde, und über 400.000 kamen
    Das meinte ich damit, da kann man auch den Spaß an der Musik nur mehr bedingt argumentieren..........
    >Deswegen ist das ein schlechtes Beispiel gewesen.

    Aber lasst uns doch wieder um das System von Martin reden, und nicht darüber, ob früher alles besser war und eine Anlage mit einem GEQ eingestellt werden kann ( ich gebe übrigens auch terinne Recht, hatte auch das Gefühl, das es etwas verbittert wirkt, aber das hat da keinen Platz )

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Jens Droessler
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    9.074
    • 4. Juli 2010 um 17:13
    • #54
    Zitat von "terrine"

    Wenn jemand am FoH steht, entscheidet ALLEIN er, was er rein oder rausdreht.


    Das sehe ich nicht ganz so. Wenn ein Tontechniker seine Arbeit gut macht, ist in vielen Fällen das, was er rein- und rausdreht eher Notwendigkeit als freie Entscheidung. Wenn die PA nur schmutzige Lowmids liefert, dann zieht man sie raus. Wenn Mitten fehlen, dreht man sie rein. Wenn die 3kHz bei dem Pegel nerven kommen sie weg. Das ist logische Konsequenz, wenn man weiß, worums geht... Es spielt keine Rolle, woher diese Defizite kommen, sei es das Mikrofon, die Weiche, die Lautsprecher oder was auch immer, es muss auch kein Gedake wie "Igitt, die Lowmids sind eklig" sein, man hört einfach hin und dreht aus Erfahrung da, wos stört und "gut is". ICh glaube zudem, dass sich viele Tontechniker garkeine Gedanken machen, warum ein System so klingt und warum die EQ-Kosmetik nötig ist, es wird einfach gemacht, das Ergebnis ist akzepatel, die PA ist gut. So kommt es, dass Mittelklassesysteme in den Himmel gelobt werden, obwohl ein Topclasssystem viel weniger Arbeit an den EQs, Gates, Kompressoren etc. gemacht hätte. Ich kann daher nur auffordern, drüber nachzudenken, warum der eine oder andere EQ-Eingriff, das Gate hier und der Kompressor dort notwendig ist bei dieser PA und dieser Mikrofonierung, und nicht pauschal "weils immer so ist" alles mit zusätzlicher Technik zuzuknallen.


    Ansonsten sehe ich es auch so: Es spielt doch überhaupt keine Rolle, womit ein System getrennt wird. Fakt ist: Es MUSS getrennt werden. Ob passiv, analog-aktiv oder digital spielt doch keine Rolle, solange das Ergebnis stimmt. Natürlich ist es auf keinen Fall ein Fehler, wenn eine passiv getrennte Box schon nur mit Endstufe dran gut klingt (solang man keine 10kg Passivweiche dafür braucht) und für viele Anwendungen wäre vollaktive Trennung unpraktisch. Aber warum sollte man nicht einen Teil der Passivweiche in den heute obligatorischen Controller verlagern? Man hat ihn eh zum Trennen (nur Nostalgiker kaufen im PA-Bereich heute noch Analogweichen neu), man optimiert die Frequenzübergänge damit (oder ist hier jemand der Meinung das BW18 oder LR24 symmetrisch und ohne Zeitversatz immer und überall passen? Mehr hat man mit Analogweichen nicht!) und benutzt ihn auch, um Aufstellungen zu optimieren (Delay für Tops oder Subs, die eben bei dieser Veranstaltung nicht genau aufeinander stehen. Warum soll man also zusätzliches Gewicht für mächtig filternde Passivweichen und zusätzliche elektrische Verluste (nebst größeren klanglichen Abweichungen von Box zu Box) in Kauf nehmen? Ich sehe Hochpass/Tiefpass/EQs und die einzelnen Treiber als Gesamtsystem, das ein Ergebnis liefert, und wo die einzelnen Vorgänge geschehen ist dabei für das Ergebnis egal. Es ist pur eine Frage der Praktikabilität.
    Und trotzdem hat Sound-Klinik Recht damit, dass es genug schwarze Schafe gibt, die ihre minderwertig konstruierten und bestückten Boxen per DSP pimpen und sie so überhaupt ertäglich machen. Aber an die selbe Stelle kann man dann eben auch besagte 10kg-Passivweichen setzen. Der Entwicklungsaufwand ist für die Passivweiche höher, aber die Box wird dadurch nicht besser... Wozu man aber sagen muss, dass ein Entwickler schon blöd sein muss, wenn er lieber 100 Euro in Form von zusätzlichen Weichenbauteilen in der Box versenkt, anstatt es für bessere Chassis in geeigneteren Einbaulagen auszugeben. Das ist der Grund, warum einfach beides unterlassen wird, und die zusätzlich nötigen Filtervorgänge in den wie gesagt obligatorisch vorhandenen Controller verlegt werden. Die 100 Euro wären im Sack!

    Um zu wissen, dass diese Technik von Martin funktioniert, brauche ich das System NICHT zu hören. Es ist kein Voodoo, sondern Physik. Der theoretische Idealfall hinter dieser Geschichte verspricht sehr gute Ergebnisse. Die Frage ist, was Martin aus der Technik macht, und das ist der Punkt, wo das Hören notwendig wird. Genauso umgekehrt. Wenn ich die Box vorne mit einem Brett komplett dicht mache, wird wohl keiner erwarten, dass sie in irgendeiner Weise befriedigende Ergebnisse liefert, oder? Jedes Kind fragt mich, wo denn "die Musik" rauskommt, solang ich noch die Rollbretter an der Box hab. Warum soll sich das nur auf solch extreme Beispiele beziehen? Mit der Erfahrung kommt auch die Fähigkeit, etwas einzuschätzen, ohne es auszuprobieren. Ich weiß, dass ich vor einer scharfen Kurve bremsen muss, auch wenn ich genau diese Kurve noch nicht gefahren habe. Manch einer weiß es eben nicht, und baut dann einen Unfall. Ums auf den Punkt zu bringen: Wenn besagter theoretischer Idealfall einer Konstruktion schon keine guten Ergebnisse verheißt, kann es nicht besser werden als das. Mit viel Bastelei am DSP kann es vielleicht erträglich gemacht werden, mehr aber auch nicht.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 4. Juli 2010 um 18:25
    • #55
    Zitat von "Jens Droessler"

    Aber warum sollte man nicht einen Teil der Passivweiche in den heute obligatorischen Controller verlagern?

    Vom Ergebnis her ist dies unerheblich ... beides führt (meistens) zum gewünschten Ergebniss.

    Zitat von "Jens Droessler"

    ... es genug schwarze Schafe gibt, die ihre minderwertig konstruierten und bestückten Boxen per DSP pimpen und sie so überhaupt ertäglich machen.

    Was viele immer wieder übersehen: Selbst ein beliebig hoher Aufwand per DSPs kann aus einer Gurkenkiste keine Spitzen-PA "zaubern". Wenn ich den Amplitudenverlauf, die Phase oder gar Dynamik "steuere", ändert sich nichts am Abstrahlverhalten einzelner Wege, der Belastbarkeit und am max. akustischen Output (Stichwort "LowMids" ...) bei "gewissen" Frequenzen. Derartige Schwächen müßten (eigentlich ...) VOR einer Nachbearbeitung (oder in solchen Fällen eher "Schönfärberei) per DSP ausgebügelt werden.

    Zitat von "Jens Droessler"

    Aber an die selbe Stelle kann man dann eben auch besagte 10kg-Passivweichen setzen. Der Entwicklungsaufwand ist für die Passivweiche höher, aber die Box wird dadurch nicht besser ...

    Wie auch, wenn die verwendeten Chassis und erst recht die Schallführung hier Grenzen setzen. Die Performance einer Kiste hängt nun mal nicht nur vom Amplituden- und Phasenverlauf über Frequenz ab. Nebenbei bemerkt: Wirklich gut durchentwickelte PA-Systeme benötigen "zum Klingen" auch keine 10 kg-Weichen. :)

    Zitat von "Jens Droessler"

    Das ist der Grund, warum einfach beides unterlassen wird, und die zusätzlich nötigen Filtervorgänge in den wie gesagt obligatorisch vorhandenen Controller verlegt werden. Die 100 Euro wären im Sack!

    Du hast die "Mechanismen" des PA-Marktes gut erkannt (bzw. durchschaut). Darum schrieb ich ja auch

    Zitat

    DSPs sind nicht der Nabel der Welt.

  • Blancblue
    Reaktionen
    205
    Beiträge
    2.246
    • 4. Juli 2010 um 20:14
    • #56

    So langsam nervt es! Hier geht es zum einen um das neue Martin LA und zum anderen um einen neuen Ansatz bezüglich der Optimierung des Arrays (mal stark vereinfach ausgedrückt).

    Kommentare a la:

    - "früher war alles besser"
    - "scheiss DSP"
    - "LA braucht kein Mensch"
    - "DSPs nur was für zu doofe Entwickler"
    - "die meisten Tontechniker hören eh nix"

    usw. braucht hier keiner bzw. diskutiert das doch woanders. Danke.

    ________________________________

    Signatur?

  • Jens Droessler
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    9.074
    • 4. Juli 2010 um 21:45
    • #57
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Nebenbei bemerkt: Wirklich gut durchentwickelte PA-Systeme benötigen "zum Klingen" auch keine 10 kg-Weichen.


    Das ist mir durchaus klar. Mir ging es ja gerade darum, dass genau das, was am Controller versucht wird, um Box X geradezurücken, größtenteils auch per Passivweiche gemacht werden könnte, nur eben mit finanziellen, gewichtsmäßigen und evtl. auch leistungsmäßigen Nachteilen.

    Zudem muss ich noch sagen, dass sehr viele Leute sich um die Abstrahlung nicht scheren, das habe ich schon öfters feststellen müssen. Hauptsache es kommt Ton raus...


    Zitat von "Blancblue"

    So langsam nervt es! Hier geht es zum einen um das neue Martin LA und zum anderen um einen neuen Ansatz bezüglich der Optimierung des Arrays (mal stark vereinfach ausgedrückt).

    Kommentare a la:

    - "früher war alles besser"
    - "scheiss DSP"
    - "LA braucht kein Mensch"
    - "DSPs nur was für zu doofe Entwickler"
    - "die meisten Tontechniker hören eh nix"

    usw. braucht hier keiner bzw. diskutiert das doch woanders. Danke.


    Versteh ich nicht. Ich hab nirgends gesagt, dass Tontechniker nichts hören, sondern dass nicht nachgedacht wird, WAS da gehört wird. Um es wiedermal mit Autos zu vergleichen: Es ist als wenn dein Auto Öl frisst und du immer nur nachfüllst ohne nach der Ursache zu suchen, um es abzustellen. Klar funktioniert das so, aber soll das so sein?

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 4. Juli 2010 um 22:08
    • #58
    Zitat von "Blancblue"

    So langsam nervt es!

    Was für ein Kleingeist. Dinge hinterfragen und drüber nachdenken tut dir also weh. :D

    Zitat von "Blancblue"

    - "früher war alles besser"

    Wer behautet das denn ? :roll:

    Zitat von "Blancblue"

    - "scheiss DSP"

    Flachsinn (ich verwende selbst sowas - allerdings nicht um Pfusch zu kaschieren) ...

    Zitat von "Blancblue"

    - "LA braucht kein Mensch"

    ... "kein Mensch" wäre übertrieben ... aber nicht jede Zeltmuckerband oder Strassenfestcombo brauch ein (Plastik-) LA !

    Zitat von "Blancblue"

    - "DSPs nur was für zu doofe Entwickler"

    ... nicht immer - aber immer ö... :D

    Zitat von "Blancblue"

    - "die meisten Tontechniker hören eh nix"

    Interessante These ... wieviel (richtige) Tontechniker in der Verleih-Szene kennst du denn ? :wink:

  • Blancblue
    Reaktionen
    205
    Beiträge
    2.246
    • 4. Juli 2010 um 22:12
    • #59

    Jens, du hast mit Sicherheit recht und ich finde auch, dass viele User öfters im Selbstbaubrett mitlesen sollten um die Grundlagen der Kisten vor sich mal zu verstehen. Aber dann kannst du das quasi copy-paste mäßig in jeden dritten thread hier posten.

    edit: SK, les Dir doch bitte mal den ganzen Thread genau durch und google nach der Bedeutung von "überspitzt". Vielleicht schaffst Du es dann meinen Beitrag zu verstehen und/oder etwas on-topic zum neuen Martin-LA beizutragen. Danke.

    ________________________________

    Signatur?

  • Jens Droessler
    Reaktionen
    2
    Beiträge
    9.074
    • 5. Juli 2010 um 04:31
    • #60

    @ Blancblue: Da hast du vielleicht nicht unrecht, aber hier passte es zur aktuellen Diskussion. Ich wiederhole meine Statements auch gern, wenn es sich ergibt.
    Im Übrigen schließe ich aus dem Threadtitel, dass es eher um die Technik hinter dem Martin-System geht als um das System an sich. Da dieses System im hohen Maße auf DSPs setzt, empfinde ich eine derartige Diskussion nicht off-topic...

Anstehende Termine

  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Combined seminar for experts in lifting gear and lifting beam systems (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Donnerstag, 15. Oktober 2026

Letzte Themen

  1. Eminence Kappa 15 (LF) Bauvorschläge für Bassreflex oder Horn

    soundralf
    2. Oktober 2026 um 12:44
  2. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  3. Welche DI-Box für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  4. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  5. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  6. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  7. Frontschaum in "Würfeloptik"

    Blancblue
    28. September 2026 um 15:41
  8. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  9. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  10. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™