Also Männer, anbei der Arbeitsbericht
Location: Fabrikhalle eines niederrheinischen Stahlbauers, ca. 650 Gäste
Veranstaltung: Frühjahrsfest
Programm: Ein bischen Gelaber und die von mir betreute Top40 Kapelle
AAAlso…. Für die Front waren je 2 AD24 Tops und 2 AD-24 Bässe im Einsatz ( also je Seite). Unter der Bühne lagen noch 6 x AD24B von denen ich aber erstmal noch nichts wusste. Das ganze wurde betrieben mit RAM Audio Endstufen, DQL Serie und controlled mit dem DSC28. 3 Weg Aktiv ( pseudo 4 Weg Aktiv – dazu später mehr ) !
Die insgesamt 4 Stacks wurden in einer Höhe von ca. 4m geflogen was das ganze sehr sinnvoll erscheinen lies um nur die Aktionsfläche und den vorderen Bereich der Halle mit dem Frontsystem akustisch auszuleuchten. Als Nearfill wurden die ebenfalls neuen AD-12 genutzt ( 12“/2“) . Diese wurden an die Flugschiene des 24er Basses gehangen und im U-Bügel betrieben. In die Halle wurde noch ein Delaycluster aus 3 x MA15 quer untereinander geflogen um den hinteren Teil der Halle mit Ton während der Sprachgeschichten zu versorgen. Insgesamt ein sehr gutes Soundkonzept ( nach meinem Dafürhalten ).
Meine Eindrücke vom Sound: Anlage an, Toto Live CD drauf, Gain auf halbe Lautstärke hoch und GRINS….
Mittelhochton stand vor der Nase, Kein Gemulme im System, keine quäkfrequenzen - alles wirklich gut. Im Controller waren zwei EQ´s gesetzt. Einmal 100Hz, -3db und 2,5k -2db ( Güte weis ich nicht mehr ) Der Bass, ja er wa da hat aber nicht so wirklich gedrückt ( noch nicht !)
Einer der Jungs vom Vertrieb kam nach einer viertel Stunde hören auch dazu und ich klagte ihm mein Leid mit dem „Nur OK“ Bass. Er schaltete das Preset vom DSC28 um und dann zog es mir die Socken aus. Bis zu diesem Zeitpunkt liefen die Bässe nur im Rig ! Er hat die Bässe unter der Bühne aufgrund der Laufzeit etc. auf den Sub-Weg des Controllers gelegt. D.h. die 6 AD-24B unter der Bühne ( ca. 1m auseinander stehend auf die gesamte Bühnenbreite verteilt ) liefen von 30-75 Hz - und die 24erBässe im Rig liefen von 75-150Hz und die Tops ab 150. Jungs – die Geilheit in Tüten, das war richtig tief.
Das Phasing zwischen den 2 Top war nur in einem leichten Peak im HF im Übergang auszumachen. Der Bass war richtig richtig richtig gut – absolut keine Diskussion ! Mitteltonbereich war einfach nur auf die Nase nud die Höhe lösten bekanntermaßen ( DE750 läßt grüßen ) sehr gut auf.
DSC28 - eijeijei - ein abgefahrenes aber geniales Tool. Ich habe es mir wie folgt erklären lassen: man macht eine Messung des Systems im schalltoten Raum und erhält folglich einen "akustische Fingerabdruck" der zu verwendenden Systeme. Mit der Software vom Monkey Forest erstellt man nun ein Crossoverprogramm. In diesem werden die Messungen nebst Frequenz und Phasengang hinterlegt, man gibt die Anzahl der Wege, die Trennfrequenzen, Limiterwerte, gewünschte Frequenzgangkorrekturen etc. ein und das Tool erstellt ein Programm welches auf den DSC28 gespielt wird. Das Ergebnis - ein Phasen- und Frequenzlineares System ! ( ich habe mir das ganze natürlich vorführen lassen : das hat mit einem 08/15 digitalen Crossover gar nichts mehr zu tun !) Da das AD24Top passiv getrennt ist, hat man die Möglichkeit, eine virtuelle Trennung im Controller vorzunehmen. D.h. Ich kann einen Weg ab beispielsweise 1.250 Hz generieren ( also aus einem Weg für das Top zwei Wege machen. z.B. von 150-1300Hz und 1300 - 19000). Diesen kann ich separat delayen, muten, phasendrehen etc. Den Hochtöner zum TMT 12er zu delayen macht natürlich absolut keinen Sinn, bei einem passiven System der Sinn ergibt sich im Bereich des Limiting. Hier ist es wohl so, dass nicht nur ein Peak-Limiter seinen Dienst versieht, sondern auch ein Thermolimiter den Schutz der angeschlossenen Pappen gewährleistet ( konnte ich aber noch nicht ganz nachvollziehen). Auch im virtuellen 4. Weg wir entsprechend der Bereich "beobachtet" und limitiert. Ergo : Am Controller konnte ich mit dem System wie ein 4Weg aktives arbeiten, tatsächlich wurde die ganze Kiste aber nur mit drei Wegen angefahren. Sehr geiles Teil !
Kurzum – Sound 1+, Service von AD mit der lokalen PA-Firma, 1+ ! Mehr kann man nicht verlangen.
Eine gelungene Veranstaltung und ein mehr als gelungenes PA-System.
Jetzt löchtert mich mit Fragen.
thorsten : der DSC28 resepektive ein 2rein 8raus Controller würde dem Concert Audio sicherlich auch sehr gut zu Gesicht stehen ! Die Lösung mit dem 3Weg aktiv Betrieb ist doch auch nur Pseudo. Wie soll ich denn, wenn mein Top zusammen mit dem Fillerdriver im Rig hängt, eine vernünftige Laufzeitkorrektur zum Bass auf dem Boden zu erzeugen ?Aber nun gut. Du hast sicherlich alle Antworten parat !