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EQ Einstellungen

  • tufkaklto
  • 15. Mai 2011 um 14:12
  • Geschlossen
  • tufkaklto
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    • 17. Mai 2011 um 17:18
    • #41
    Zitat

    Hallo Leute,

    meine generelle Meinung, die durch solche Dinge belegt wird: Es schwirren leider in unserem Beruf viel zu viele Ahnungslose rum, ohne fundiertes theoretisches Wissen. Das sind typische Ergebnisse von Autodidakten. Das Ergebnis kann durchaus brauchbar gewesen sein. Aber der Weg dahin ist völliger Quatsch und wäre natürlich Fatal, wenn nun zum Redner doch noch eine kleine Instrumenteneinlage (mit Kontrabss ) dazukommt.
    Auch mal Hand aufs Herz an Euch Forenuser: Wer hat Tontechnik in irgendeiner Form gelernt?? Das ist ein Branchengrundproblem, aber ich gratuliere jedem, der mit diesem Kenntnisstand Geld verdienen kann. Da wir in der Regel keine Menschenleben gefährden, ist das auch OK, wenn auch schade für die Konkurrenz, die hochqualifiziertes Personal hat, aber das nicht entsprechend bezahlt bekommt. Eigentlich müßte ein selbstständiger Tontechniker mindestens 30,- Euro eher aber 40,- Euro die Stunde verdienen. Tut er aber nicht. Das liegt an dieser Kindergartenkonkurrenz.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

    _________________
    Tobias Kammerer, Dipl Audio Engineer SAE
    Pro PA Veranstaltungstechnik
    (Inhaber)
    http://www.pro-pa.de

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    Sorry, völliger Blödsinn.

    Ich erlebe leider gerade von SAE Abgängern genug solche EQ Einstellungen.
    Das besagt Erste Bild war übrigens von einem SAE Abgänger.
    Eine SAE Ausbildung heißt genau gar nichts!!!!!!!!
    Die Praxis macht den Unterschied.

    Zitat von "djgolle"

    Richtig ist´s, wenn´s gut tönt!

    Ich kenne genug Autodidakte, wo das nicht so aussieht und die richtig Ahnung haben.
    Es ist auch eine Frage von Interesse und Weiterbildung.
    Und ich kann versichern, das ich solche EQ in meinen Anfangszeiten nicht gemacht habe.
    Da hätte ich alles auf Null gestellt und wieder von vorne angefangen.
    Mir war damals schon klar, das das nicht richtig sein kann.

    Das Problem sind Anfänger ohne Ahnung, die das aber nicht zugeben können und sich selbst überschätzen.
    Ein Anfänger, der weiß, das er nichts weiß, aber lernen will ist kein so ein Problem.
    Der weiß auch, wann er nein sagen muß.

    Zitat von "djgolle"


    Richtig ist´s, wenn´s gut tönt!


    JEIN
    Das tat es in dem Fall anscheinend nicht.
    Und mann kann sich so richtig die Energie aus einem System nehmen.
    Irgendwann stimmt dann die gesamte Gain Struktur einfach nicht mehr.
    Ist das dann richtig?

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  • djgolle
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    • 17. Mai 2011 um 17:20
    • #42
    Zitat von "Jens Droessler"

    Und wer bestimmt, ob es gut tönt?


    Auf der Bühne die Band und vor der Bühne der Veranstalter, der auch die Kohle dafür flott macht. Und zu guter letzt das Publikum, das sich freundlich bei mir bedankt 8)

    Zitat von "Jens Droessler"

    Solche Aussagen sind irgendwie Troll-artig.


    Klar, ich hab ja auch nicht studiert :wink:

    Zitat von "Jens Droessler"

    Was hilft es, wenn die Sprache gut rüberkommt und man bei den Musikeinspielungen oder der kleinen Band dann das Brechen bekommt? Dann hat es größtenteils gut getönt, das machts aber nicht richtig.


    Fast gut getönt gibts halt nicht! Drum hat´s in deinem angesprochenen Fall NICHT gut getönt.

    Zitat von "Jens Droessler"

    Ich kann auch versuchen, mein Essen einzufrieren, indem ich den Kühlschrank auf höchste Stufe stelle anstatts nebenan in den Gefrierschrank zu legen. Oder mir die richtige Zimmertemperatur herzustellen, indem ich die Heizung voll aufdrehe und das Fenster so weit aufmache, dass es wieder kühl genug wird. Hälst du das auch für den richtigen Ansatz?


    Kannst Du gerne machen, aber vorher musst Du mir den Zusammenhang erklären! Denn ich produziere keine Mehrkosten!

    Abgesehen davon hab ich nicht behauptet, dass meine EQ´s so aussehen, zumindest meistens nicht :roll: Ein Bild ohne Ton von einem EQ ist halt maximal so aussagekräftig wie ne grüne Picknickdecke :idea:

    Ignoranz ist der Feind des Wissens!

  • Jens Droessler
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    • 17. Mai 2011 um 17:37
    • #43

    Was hat das mit Studieren zu tun? Solche Aussagen ohne weitere Erläuterungen bringen Ärger ins Forum, und die Poster solcher Aussagen werden Troll genannt.

    Es hat auch nichts mit Mehrkosten zu tun. Es geht darum, dass etwas FALSCH angewendet wird, dass auf der einen Seite Energie fast gleichmäßig breitbandig rausgenommen wird, die dann hinten wieder reingepustet wird. Im Falle des EQs kommen noch Phasensauereien, unnötige Signalbearbeitungen etc. dazu. Das ist einfach kein sauberes Arbeiten und wer seinen Job gut macht, wird solche Einstellungen so gut es geht vermeiden. Natürlich ist letzendlich das Ergebnis entscheidend, aber in solchen Fällen sieht man auf den ersten Blick, dass da was ganz und gar nicht rundlief.

  • djgolle
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    • 17. Mai 2011 um 18:05
    • #44

    Was muss an der Aussage "Richtig ist´s wenn´s gut tönt" erklärt werden???

    Und wer definiert was FALSCH ist? Jemand, der gar nicht auf der Baustelle war, der lediglich ein Bild von einer EQ Kurve gesehen hat, ohne überhaupt zu wissen, wo das Ding dransteckt und für was er überhaupt ist? Darf man so unwissend über Kollegen lästern? Ist das RICHTIG? Können wir uns nicht alle irgendwelche Situationen vorstellen, bei denen ein EQ genauso gefoltert werden muss um das beste Ergebnis zu erzielen? Wohlwissen, dass es nicht der Weißheit letzter Schluss ist, aber einfach keine andere Möglichkeit besteht.
    Was macht der beste Mischer, wenn ihm der SysOp n Sch... hingestellt hat? Er lässt in den 20 min Umbau neu stacken. Klar. Oder er kämpft dagegen an, so gut es eben geht, und das erfordert manchmal einfach ungewöhnliche Mittel. Was ist jetzt falsch?

    Drum bleib ich dabei: Richtig ist´s wenn´s gut tönt

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  • oton
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    • 17. Mai 2011 um 18:29
    • #45
    Zitat

    Im Übrigen denke ich auch nicht, dass man allzuviel über die Instrumente im Einzelnen wissen muss. Es reicht, wenn man Ohren hat, die funktionieren, und ein Gehirn, welches die Verbindung vom Gehörten zu den Pulteinstellungen herstellen kann.

    Zitat

    Die Beschallung lässt sich in einen wissenschaftlichen und einen künstlerischen Teil gliedern.
    Systemdesign und Mikrofonieren bekommt man mit Fachwissen und erfahrung hin, am Pult reicht das dann leider nicht mehr aus.

    offtopic: von was wir hier reden ist mischen, imho genauso eine Kunst wie Musik machen, auch wenn es sogar viele Mischer, die das sehr gut können, verneinen. Um richtig gut mischen zu können, braucht es eine menge musikalisches Verständnis, Geschmack, etc. pp., das hat mit mikrofonieren/Gainstruktur no soweit etwas zu tun, das ich damit das gewünschte Klangbild erzeugen kann oder auch nicht, je nachdem wie gut auch diese technischen Dinge gelöst sind.


    Zitat

    Richtig ist´s wenn´s gut tönt

    topic:

    Das mag stimmen. Jemand, der sich etwas hinbastelt, kann Glück haben und es klingt "gut" . Jetzt komme ich als nächster Techniker, und es klingt nicht gut, weil ich nicht weiß wie es gebastelt ist. Saubere technische Vorgehensweisen sind doch vor allem auch dazu da, das man mit anderen zusammenarbeiten kann und nicht jeder das Rad neu erfinden muss. ich bin dankbar, wenn ich kurz ins EQ Rack schaue und sehe, das da jemand weiß was er tut und beruhigt noch einen Kaffee trinken gehe ... und das sehe ich in 5 Sekunden.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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  • guma
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    • 17. Mai 2011 um 19:42
    • #46
    Zitat von "oton"


    Das mag stimmen. Jemand, der sich etwas hinbastelt, kann Glück haben und es klingt "gut" . Jetzt komme ich als nächster Techniker, und es klingt nicht gut, weil ich nicht weiß wie es gebastelt ist. Saubere technische Vorgehensweisen sind doch vor allem auch dazu da, das man mit anderen zusammenarbeiten kann und nicht jeder das Rad neu erfinden muss. ich bin dankbar, wenn ich kurz ins EQ Rack schaue und sehe, das da jemand weiß was er tut und beruhigt noch einen Kaffee trinken gehe ... und das sehe ich in 5 Sekunden.


    Genau das ist der Punkt ! Mir fällt zu diesem Aspekt als abschreckendes Beispiel ein seit Jahren ( Jahrzehnten ? ) clubbetreuender Kollege ein, der bis heute nicht verstanden hat, dass genau da die imaginäre art/sience Grenze verläuft ! Grauenvoll, wenn der Master-EQ Ort solcher Willkür wird, und man bei einem Blick über das Pult, respektive die Kanal-EQs nicht mehr nachvollziehen kann, ob das Ergebnis der "EQ-Arbeit" nun Bearbeitung der PA, der Quelle, eines stattgehabten Feedbacks oder "künstlerische Freiheit" ist. Manchmal kann man dann doch erahnen, wenn an zwanzig von 24 aktiven inputs lowmids rausgedreht sind, wo das mögliche Problem liegt manchmal aber auch nicht und dann hilft nur 'alles nullen' und von vorne anfangen.
    Charmanterweise sind das genau solche Kollegen, die einem dann ein intrigant eingefädeltes "Das hat aber lange gedauert" über Dritte, gerne den Veranstalter, zukommen lassen. :D:D

  • Jens Droessler
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    • 17. Mai 2011 um 20:00
    • #47

    Genau das nämlich! Was richtig und falsch ist, entscheidet der Konsens von Leuten, die sich damit auseinandersetzen und praktikable Lösungen finden. Es ist völlig normal, dass zehn gute Techniker an der gleichen PA in der gleichen Location auch sehr sehr ähnliche EQ-Einstellungen finden, mal ab von ein zwei Dingen, die man auf Geschmack schieben kann.


    Zitat von "oton"

    offtopic: von was wir hier reden ist mischen, imho genauso eine Kunst wie Musik machen, auch wenn es sogar viele Mischer, die das sehr gut können, verneinen. Um richtig gut mischen zu können, braucht es eine menge musikalisches Verständnis, Geschmack, etc. pp., das hat mit mikrofonieren/Gainstruktur no soweit etwas zu tun, das ich damit das gewünschte Klangbild erzeugen kann oder auch nicht, je nachdem wie gut auch diese technischen Dinge gelöst sind.

    Ich möchte das nicht missverstanden wissen. Ich meinte, man muss weder eine Gitarre spielen noch den genauen Frequenzbereich einer Gitarre wissen, um sie gut rüberzubringen und einen schönen Gesamtmix hinzubekommen. Man muss eine Vorstellung davon haben, wie die Musik klingen soll/muss UND die Fähigkeit haben, diese umzusetzen. Wenn ich höre, dass die Gitarre zu sehr sägt, muss ich wissen, wo ich anpacken muss. Das ist die Verbindung von Gehör zur Technik, die ich meine.

  • tobias kammerer
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    • 17. Mai 2011 um 22:00
    • #48

    Hallo Leute,

    grundsätzlich gute Diskussion!
    Hier noch ein paar Meinungen, die ich definitiv anders sehe: Wenn ich mich mit Schall in der Basis und Tonerzeugung und Instrumentenbau auskenne, habe ich z.B. auch auf einem Weltmusikfestival eine relativ gute Chance, Instrumente, die ich nie zuvor in meinem Leben gesehen habe für Musikstücke, die sich uns Europäern übehaupt nicht erschließen, SOFORT sinnvoll und erfolgversprechend zu mikrofonieren und zu bearbeiten. Da wird es beim Autodidakten sehr dünn (Auch ein Autodidakt kann sich umfangreiches theoretisches Wissen aneignen, das ist aber selten, zumal es schon schwer fällt sinnvolle Quellen zu finden. Im Internet gibt es da bis heute wenig bis nichts.)
    Nächstes Beispiel: Wenn ich live plötzlich einen seltsamen Sound habe, kann ich mit theoretischem Wissen sehr oft sehr schnell zur Ursache finden, ohne jemals in einer vergleichbaren Situation gewesen zu sein und ohne jemals die Bassaufstellung XYZ im PA Forum diskutiert zu haben.
    Weiter: Wenn ein SAE Abgänger, der auch den Audio Engineer Kurs erfolgreich absolviert hat (da kann man nämlich auch ganz andere Dinge, wie z.B. Vidotechnik, lernen), so einen EQ hinterlässt, dann hat er die Prüfung nicht oder nur schlecht bestanden. Auch ich kenne solche Kollegen und Techniker. Negativbeispiele gibt es aus allen Rubriken.

    Ganz zum Schluss: Ich finde es fasst schon peinlich, wenn hier einem eine Fachausbildung schon eher als Nachteil angedichtet wird. Da stellt es mir die Haare zu Berge. Wenn das so ist, sollten wir Kindergarten, Schulen und Unis abschaffen, denn das ist ja eh alles nutzlos.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • tufkaklto
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    • 17. Mai 2011 um 22:16
    • #49
    Zitat

    Hallo Leute,

    grundsätzlich gute Diskussion!
    Hier noch ein paar Meinungen, die ich definitiv anders sehe: Wenn ich mich mit Schall in der Basis und Tonerzeugung und Instrumentenbau auskenne, habe ich z.B. auch auf einem Weltmusikfestival eine relativ gute Chance, Instrumente, die ich nie zuvor in meinem Leben gesehen habe für Musikstücke, die sich uns Europäern übehaupt nicht erschließen, SOFORT sinnvoll und erfolgversprechend zu mikrofonieren und zu bearbeiten. Da wird es beim Autodidakten sehr dünn (Auch ein Autodidakt kann sich umfangreiches theoretisches Wissen aneignen, das ist aber selten, zumal es schon schwer fällt sinnvolle Quellen zu finden. Im Internet gibt es da bis heute wenig bis nichts.)

    Meiner Meinung nach auch hier falsch.
    Wenn ich ein Musikalisches Verständnis habe, und vor allem Ohre(!!) und mich für diese Instrumente interessiere, dann kann ich das sehr wohl.
    Es gibt nämlich einen sehr einfachen Trick wenn man plötzlich unbekannte Instrumente erlebt. Man muß sich diese nur genau anhören, dann weiß man auch, wo man sie mikrofonieren miß :D

    Oder willst Du behaupten, das Du mit einer SAE Ausbildung sowas gelernt hast?
    ( abgesehen davon gibt es ja anscheinend wirklich nichts, was Du nicht besser kannst als Andere, Du bringst mich immer wieder zum Erstaunen )
    Nächstes Beispiel: Wenn ich live plötzlich einen seltsamen Sound habe, kann ich mit theoretischem Wissen sehr oft sehr schnell zur Ursache finden, ohne jemals in einer vergleichbaren Situation gewesen zu sein und ohne jemals die Bassaufstellung XYZ im PA Forum diskutiert zu haben.

    Gegenbeispiel: das kann auch furchtbar in die Hose gehen, da wiederum kann einen Erfahrung auch ganz weit nach vorne bringen, auch hier sehe ich immer noch nicht zwingend einen SAE Abgänger im Vorteil.

    Weiter: Wenn ein SAE Abgänger, der auch den Audio Engineer Kurs erfolgreich absolviert hat (da kann man nämlich auch ganz andere Dinge, wie z.B. Vidotechnik, lernen), so einen EQ hinterlässt, dann hat er die Prüfung nicht oder nur schlecht bestanden. Auch ich kenne solche Kollegen und Techniker. Negativbeispiele gibt es aus allen Rubriken.
    Muß nicht sein, solche EQ hinterlassen Kollegen mit und ohne SAE.
    Die SAE ist eine Private Schule, die Geld nimmt.
    Die kann auch nicht alle durchfallen lassen, sonst würde da auf Dauer keiner mehr Geld dafür ausgeben

    Ganz zum Schluss: Ich finde es fasst schon peinlich, wenn hier einem eine Fachausbildung schon eher als Nachteil angedichtet wird. Da stellt es mir die Haare zu Berge. Wenn das so ist, sollten wir Kindergarten, Schulen und Unis abschaffen, denn das ist ja eh alles nutzlos.

    Du meinst aber jetzt nicht im Ernst, das die SAE eine Fachausbildung ist, oder? :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
    Ich sehe das ganz ernsthaft als eine Vermittlung theoretischen Basiswissens, das man dann im echten Leben draussen auf dem Job durch eine fundierte praktische Arbeit und Erfahrung ergänzen muß, um überhaupt mal wirklich eine Ahnung zu bekommen.
    Und nebenbei: Ich arbeite mit einigen Kollegen, die die SAE gemacht haben.
    Alle davon sind einhellig der Meinung, das sie die wirkliche Erfahrung auf den Jobs bekommen haben, aber nicht in der Schule
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

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    Ich habe meine Kommentare in blau dazugegeben, sonst wär das zu fummelig geworden.

    Und Lieber Herr Kammerer.
    Ich glaube, Du überschätzt eine SAE absolut.
    Und das ist auch der Grund, warum man die irrige Meinung hat, alles mit dieser Ausbildung besser zu wissen

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  • andi.bt
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    • 17. Mai 2011 um 22:41
    • #50
    Zitat von "klauston"


    Und Lieber Herr Kammerer.
    Ich glaube, Du überschätzt eine SAE absolut.
    Und das ist auch der Grund, warum man die irrige Meinung hat, alles mit dieser Ausbildung besser zu wissen

    Um ehrlich zu sein wusste ich bis vor diesem Thread noch gar nicht, dass es die SAE gibt. Ist wohl irgendwie an mir vorbei gegangen.. na gut. Passiert. Kommt mir aber eher so vor wie ne Volkshochschule für Veranstaltungstechniker.

    Um das Thema mal auszubreiten: Nur weil einer einen Pyroschein hat macht er noch lange kein gutes Feuerwerk. Oder die Tatsache, dass jemand sich offiziell "GrandMA-Operator" nennt sagt mir als Dienstleister nur, dass er schon mal ne GrandMA in der Hand hatte und da auch was programmieren kann. Ob das am Ende dann gut aussieht verraten mir eher Referenzen oder Empfehlungen (wovon die meisten Selbstständigen in der Branche ja wohl Leben und zu Jobs kommen)

    Und ums wieder zu konkretisieren und aufs Thema zurück zu führen: Als Chef wäre es mir sowas von egal ob da einer 100 Lehrgänge besucht hat oder keinen. Fakt ist, dass wenn ich so ne EQ Kurve seh derjenige ne passende Antwort parat haben sollte bevor ich nen hochroten Kopf krieg (was so etwa 3 Sekunden dauern dürfte).. Weil sowas zeugt für mich auf den ersten Blick als unfähig und dann schau ich ihm auch schon mal ganz genau über die Schulter und frag mich ob ich ihn fürs nächste mal nochmal buchen sollte oder nicht. Das es auch Ausnahmen gibt ist klar. Aber die sind nicht der Regelfall!

  • Jens Droessler
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    • 17. Mai 2011 um 22:53
    • #51

    Ich sehe das ähnlich wie klauston. Ich habe schon öfters unter "Weltmusik"-Bedingungen gearbeitet und bisher immer ALLES gut abgenommen bekommen. Wenn es sich nicht schon direkt beim Beschauen ergibt, dann eben draufhauen, dran zupfen, streichen, reinpusten lassen und hören, wo sich was genau tut. Wenns ganz arg kommt, fragt man halt, wo sonst das Mikro hinkam, die Musiker stehen selten zum ersten Mal mit Abnahme auf der Bühne und ein gebürtiger Zulu wird nicht dumm gucken, wenn man ihn als Europäer fragt, was das für ein Ding ist, wo er drauf rumklopft.

    Und seltsamer Sound, nunja gut, ich baue auch Boxen, messe selbst, da bekommt man sehr schnell eine Idee, wenns auf einer Baustelle komisch klingt, auch ohne Messen, bzw. weiß man schon beim Aufbauen, dass eine Aufstellung alles andere als ideal sein wird. Dazu brauche ich die SAE-Ausbildung nicht. Vielleicht sind Leute wie klauston, auch ich und viele andere besser ausgebildet als der Tech, der die EQ-Einstellungen getätigt hat und auch als so manch anderer. Auch müssen wir nicht immer einer Meinung sein. Aber dass wir gut bei unseren Aufgaben klarkommen und solche Fehler vermeiden beweist doch, dass es auch ohne SAE- oder ähnliche Ausbildung geht.

  • oton
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    • 17. Mai 2011 um 23:01
    • #52

    Es macht hier wohl wenig Sinn, hier über die SAE zu diskutieren. Ich war auch mal da. Lange her. Von meinem Jahrgang ist einer stellvertretender Produktionsleiter bei Radio NRW, einer mischt den Sendeton bei DSDS, einer ist bei LAWO, einer war Projektleiter bei Crystal Sound, und einer bin ich ;-)) ... vom Rest habe ich nie wieder etwas gehört. Habe ich auch nicht erwartet, ich frage mich noch heute wie manche die Prüfung geschafft haben.

    Man konnte/kann da eine Menge lernen, nur muss man es dann hinterher lernen umzusetzen, ich möchte die Ausbildung trotzdem nicht missen. Ich beneide heute auch meine eigenen Schüler, denen ich doch einige dämliche Fehler ersparen kann, die ich noch alle selber machen musste ... das sie keine fertigen Tontechniker sind, sondern nur das Rüstzeug haben, bei entsprechendem Talent einer zu werden, wissen sie aber auch ...

    und jetzt zurück zu Dilettanten an den Reglern, geschulte oder Selfmadedilettanten ...

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  • Kracky
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    • 17. Mai 2011 um 23:06
    • #53
    Zitat von "Jens Droessler"

    Ich möchte das nicht missverstanden wissen. Ich meinte, man muss weder eine Gitarre spielen noch den genauen Frequenzbereich einer Gitarre wissen, um sie gut rüberzubringen und einen schönen Gesamtmix hinzubekommen. Man muss eine Vorstellung davon haben, wie die Musik klingen soll/muss UND die Fähigkeit haben, diese umzusetzen. Wenn ich höre, dass die Gitarre zu sehr sägt, muss ich wissen, wo ich anpacken muss. Das ist die Verbindung von Gehör zur Technik, die ich meine.

    Aber beides kann einem sehr zum Vorteil sein weil man sich weit leichter tut bei anpacken wenn ich gleich weiß, das muss um Bereich dieser und dieser Frequenz liegen. Wie oft man da gerne daneben liegt alleine vom Gehör, zum Teil weil dieses nicht das einzigste Instrument ist das in dem Moment spielt merke ich immer wieder. Kann sich ja jeder mal mit dem Tool von Tomy prüfen bei dem einen der Ton vor gespielt wird und du musst den EQ entsprechend schnell ziehen.

    http://www.feedbacktrainer.de/

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • highq
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    • 17. Mai 2011 um 23:24
    • #54

    Mal eine Frage die zurück zum Thema führt:

    Heißt nicht auch jeder Eingriff in den EQ einen Eingriff in die Phase? Hole ich mir nicht derbe Phasenschweinereien wenn ich so beherzt in den EQ greife.
    Ich frage, da ich es tatsächlich nicht sicher weiß.

    Wenn ich mir aber dieses Bild ansehe, fühle ich mich bestätigt:
    http://a3.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-ash…2_7009362_n.jpg

    Das Bild zeigt einen Lowcut mittels Grafik-EQ

  • Jens Droessler
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    • 17. Mai 2011 um 23:49
    • #55

    Ich behaupte auch nicht, dass SAE ein Nachteil ist, ich sage nur, dass dadurch nicht einfach alles besser wird. Das ist die gleiche Debatte wie mit den Fachkräften für Veranstaltungstechnik. Nur durch die bestandene Prüfung können diese noch lange kein PA-System ordentlich einrichten... Qualifikationsnachweise sind im praktischen Einsatz wertlos, was zählt ist das Können. Spätestens, wenn sich herausstellt, dass die Kompetenz nur theoretisch vorhanden ist, wird die entsprechende Person nicht nochmal für einen solchen Job gebucht...


    Zitat von "Kracky"

    Aber beides kann einem sehr zum Vorteil sein weil man sich weit leichter tut bei anpacken wenn ich gleich weiß, das muss um Bereich dieser und dieser Frequenz liegen. Wie oft man da gerne daneben liegt alleine vom Gehör, zum Teil weil dieses nicht das einzigste Instrument ist das in dem Moment spielt merke ich immer wieder. Kann sich ja jeder mal mit dem Tool von Tomy prüfen bei dem einen der Ton vor gespielt wird und du musst den EQ entsprechend schnell ziehen.

    Gespielte Töne werden wohl kaum rückkoppeln. Die Problemstellen findet man, selbst wenn man per Gehör erstmal daneben liebt, doch ganz schnell per PEQ. Ich sehe da keinen Vorteil in genauer Kenntnis von Frequenzbereichen. Der Rest kommt mit der Erfahrung. So wars bei mir zumindest.

  • tufkamar
    Gast
    • 18. Mai 2011 um 01:50
    • #56

    wie ich finde ist dieser Thread hier ein sehr schönes Beispiel für das gute, alte Thema "Theorie und Praxis".

    In der Theorie ist jedem klar, daß das nicht gut ist, was man da so sieht.

    In der Praxis behaupte ich einfach mal, kann sowas (bezogen auf die 01v / PM1D-Bilder) jedem passieren. Wenn einfach die Situation, die man vor Ort vorfindet und die sich leider nicht an die schöne Theorie hält, es erfordert, daß der Job doch einfach so gemacht wird, "das es gut tönt".

  • Jonnytrance
    Gast
    • 18. Mai 2011 um 06:21
    • #57
    Zitat von "hunterstudios"

    Ich komme mit dem Auto im ersten Gang auch von A nach B, aber ist das technisch richtiges fahren?


    Technisch gesehen nicht, aber weisst du wie Geil ne Ferarri F50 beim 1 Gang und volles Drehzahl klingt?! :D
    Es soll im endeffekt funktionieren. Paar Raummoden, paar Feedbacks, paar Geschmack EQ´s... evtl. Interferenzen und schon hat man wilde Kurven.
    Wie es aufm Bild ist, wollte derjenige aber gezielt den Gesamtpegel absenken (nur ne Vermutung), warum auch immer...
    So extrem ist die Kurve doch gar nicht, nur ziemlich Pegelabsenkend + "etwas" EQing.
    Wie es geklungen hat, kann ich nicht beurteilen, genau so wenig über Professionalität. Wenn ich ein Bild von nem Apfel sehe, weiss ich noch lange nicht wie es dann schmeckt und was es kostet.

  • SebastianJaeger
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    • 18. Mai 2011 um 06:40
    • #58

    Wenn ich einen Lowcut machen will, mache ich das aber mit dem unteren Band des 01v EQs und nicht in dem ich am grafischen die gesamten unteren Bänder ziehe. Wenn ich den Pegel Senken will, mache ich das mit dem Masterfader oder eventuell aus unerfindlichen Gründen mit dem Input/Outputgain des grafischen EQs, aber nicht über die Fader der einzelnen Frequenzen.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
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  • tufkaklto
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    • 18. Mai 2011 um 06:53
    • #59
    Zitat von "andi.bt"

    Um ehrlich zu sein wusste ich bis vor diesem Thread noch gar nicht, dass es die SAE gibt. Ist wohl irgendwie an mir vorbei gegangen.. na gut. Passiert. Kommt mir aber eher so vor wie ne Volkshochschule für Veranstaltungstechniker.

    andi:
    You made my day :D:D:D:D:D

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  • karel noon
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    • 18. Mai 2011 um 07:27
    • #60

    andi hats gut getroffen :D mann kann da tatsächlich etwas lernen, aber das sind eher e-technik grundlagen, und recording, mit der live welt hat das nicht viel zu tun, hätte ich nach der ausbildung dort ohne vorherige kentnisse versucht live eine band zu mischen wäre das ziemlich katastrophal geworden, und vermutlich mit eben solchen EQ einstellungen :wink:
    wichtige dinge wie feedback durch boxen werden da nicht in der ausführlichkeit behandelt wie es für unser tägliches geschäfft sein sollte.

    was die kurven selbt angeht, kann ich auch nur die 01v kurve nachvollziehen bzw. evtl. gutheißen, der rest ist wirlkich ziemlich hefftig. kenn ich aber auch, Drei bands haben schon soundcheck gehabt, dann durfte ich mit meiner (die ersten bands haben sich übrigengs lautstark beschwert sie würden sich nicht hören...)

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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