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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

PU / Polyurea ausbessern?

  • skyworker
  • 19. Juli 2011 um 10:01
  • skyworker
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    • 19. Juli 2011 um 10:01
    • #1

    Was gibts da? Gibts da was? Wer weiß was?

    THX

    SKY

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Jens Droessler
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    • 26. Juli 2011 um 01:27
    • #2

    Ein PU-Beschichter hat mir gesagt, man könne PU einfach mit Acrylfarbe oder sogar 1K Warnex ausbessern. Für die ursprünglichen Eigenschaften von PU wird es keinen einfachen Ersatz geben, die Beschichtung ist einfach zu kompliziert, um es von Hand zu machen.

  • tamaris-pa / mts
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    • 26. Juli 2011 um 09:00
    • #3

    warnex als auch acryl sieht eher sehr bescheiden aus......man müsst was richtung flexible pampe versuchen, das könnte gehen.....

  • klangcharakter
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    • 7. August 2015 um 17:03
    • #4

    Gibt es mittlerweile schon neue Erfahrungen mit dem ausbessern von der PU Beschichtung ?

    Bei meinen Seeburg Gsubs hab ich das Problem, das die Beschichtung zwar nicht beschädigt ist,
    aber leicht weißliche Flecken auf der Oberfläche großflächig verteilt sind...

  • djobi
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    • 7. August 2015 um 21:04
    • #5

    Irgendwo hatte ich mir mal einen schwarzen Wachsstift zum Ausbessern von schwarzen Struktur-Cases mitbestellt.
    Sowas sollte auch bei Löchern von PU Beschichtungen funktionieren - freilich nicht bei grossflächigen Flecken

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • madmax
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    • 8. August 2015 um 10:31
    • #6

    Sind die weißlichen Flecken vielleicht Schimmel?
    Hatten wir schon von Getränkeresten, welche nicht sofort entfernt wurden.

    Viele haben mit der PU-Beschichtung ihrer Boxen lange gezögert; weil zwar sehr hart aber dadurch auch spröde bei hartem Aufschlag und dann bei Schäden, besonders den Ecken nicht wirklich reparabel.
    Vielleicht sollte man mit Epoxid 2-K Klebern experimentieren...

    Never stop a running System

  • ukw
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    • 14. August 2015 um 12:33
    • #7

    PU kann man in alle Richtungen "einstellen". Der PU Härter ist kein "Hartmacher" sondern ein "Vernetzer"
    PU ohne Härter wird spröde wie Glas. Die Komponente "Isocyanat" entspricht dem Sekundenkleber der 90iger Jahre.
    Je mehr Härter verwendet wird, desto zäher (weicher/ Leder artriger) wird das Endprodukt.
    Neben der Vernetzung kann die Rohdichte eingestellt werden - von "Montageschaum" bis Gapelstabler Rad/Schwerlastrollen Laufbelag bishin zu "Plexiglas" (PMMA).
    "härter" = spröder
    "weicher" = zäher, ledriger

    PU Lack ist äußerst stabil und unempfindlich gegen Lösemittel. D.H. man kann auf einen technisch einwandfreien PU Lack mit jedem beliebigen Lack ausbessern - ohne das der PU Untergrund "instabil" wird.
    instabil werden bedeuted, daß die neu aufgetragenen Lösemittel die darunterliegende PU Grundierung/PU Lackschichten ablöst oder anlöst und sich Blasen bilden.

    Am besten natürlich mit PU Lack ( zuvor /leicht anschleifen, damit eine einwandfreie Adhäsion möglich ist).

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Pfälzer
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    • 14. August 2015 um 13:00
    • #8

    Wenn die Boxen großflächig und Professionell wieder hergerichtet werden sollen wende Dich an folgende Firma:
    http://www.holz-audio.de/agb.htm
    Dort lassen vorsichtig ausgedrückt noch etliche andere Deutsche Lautsprecherschmieden ihre Gehäuse machen.

    Gruß Wolf

  • ukw
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    • 14. August 2015 um 14:34
    • #9

    70% Overspray? :shock: (% Anteil des Lackes, der nicht auf dem verkauften Gehäuse landet)

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • audio-zenit
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    • 17. August 2015 um 01:35
    • #10

    70 % halte ich für etwas überzogen, aber es ist schon nicht unerheblich, was da vom Boden und den Wänden der Spritzkabine im Container landet.

    Ausbessern sollte man aber nicht mit Acryllack sondern mit einem Lack auf Kunstharzbasis ( lt. Gehäusebauer ).

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • ukw
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    • 28. August 2015 um 20:29
    • #11

    Bei "kleinen" Beschädigungen auf schwarzen Poly... würde ich dieses Produkt versuchen / bevorzugen:

    http://schwanheimer-industriekleber.de/industrieklebe…-black-50g?c=10

    Das Produkt aus Pfälzers Posting wird hier erklärt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Polyharnstoffe

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Reini
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    • 29. August 2015 um 01:41
    • #12
    Zitat von "ukw"

    Bei "kleinen" Beschädigungen auf schwarzen Poly... würde ich dieses Produkt versuchen / bevorzugen:

    http://schwanheimer-industriekleber.de/industrieklebe…-black-50g?c=10


    Stolzer Preis
    das Kilo = 1000 €

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • Dosenfutter
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    • 30. August 2015 um 03:32
    • #13
    Zitat von "ukw"

    Bei "kleinen" Beschädigungen auf schwarzen Poly... würde ich dieses Produkt versuchen / bevorzugen:

    http://schwanheimer-industriekleber.de/industrieklebe…-black-50g?c=10


    Das ist ein KLEBER, nix für Fläche oder gar Volumen! Und mit den extremen Eigenschaften vollkommen oversized für die Anwendung. Davon abgesehen bekommt man damit keine brauchbare Oberfläche hin.

    Zitat von "Reini"

    Stolzer Preis
    das Kilo = 1000 €


    Das ist nur für Verklebungen sinnvoll und da braucht man nur ein paar Tropfen. Für die (extremen) Eigenschaften ist der Preis vollkommen okay, kleine Gebinde sind immer teurer als große, große sind aber eh nicht sinnvoll, da man das Zeug nicht sehr lange aufbewahren kann.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • Reini
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    • 29. Juni 2016 um 22:27
    • #14

    inzwischen habe ich ein Polyurea mit Warnex ausgebessert;
    mit Pinsel getupft, recht brauchbares Ergebnis

    leichter Farbunterschied ist nur mit dem blosem Auge zu erkennen, nicht auf den Foto's

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • AlphaC
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    • 30. Juni 2016 um 12:04
    • #15

    Anmerkung am Rande: Zur Reinigung von mit Polyurea beschichteten Gehäusen eignet sich (Haushalts-) Kunststoffreiniger sehr gut. Am besten mit einem Schwamm verwenden, da textile Lappen auf der rauen Oberfläche gern Fäden lassen... 8)

  • tobias kammerer
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    • 30. Juni 2016 um 21:17
    • #16

    Hallo,

    Warnex hält leider nicht gut auf PU. Das fällt irgendwann ziemlich großflächig ab. Acryl Lack geht seht gut. Ganz toll Acryl Lack mit PU Anteilen. Das gibt es sogar bei OBI. Nachteil hier: Die finde ich bisher nur seidenmatt und nicht ganz matt, weshalb die ausgebesserten Stellen leicht glänzen. Wenn man es schöner haben will kann man das JBL 30052 Duraflex Repair Kit kaufen. Das ist ein passendes 2K Zeug. Kostet aber ziemlich viel.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • tobias kammerer
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    • 1. Juli 2016 um 13:07
    • #17

    So,

    nun habe ich endlich mal einen Boxenbauer ans Rohr bekommen, der mir das ausführlich erklärt hat. Das Zeug, das auf den Boxen drauf ist, kann man so eigentlich nicht ausbessern, da es ein 2K PU Überzug ist, der erst während des Spritzvorganges in der Luft gemischt wird und innerhalb von etwa einer Sekunde aushärtet. Also ohne Spezialmaschine nicht machbar.

    Am besten/ ähnlichsten kann man die Löcher mit einem 2K PUR Strukturlack ausbessern. Den kann man Pinseln/ Rollen streichen/ spritzen. Auch Acryl ist langfristig keine gute Idee, da das offenbar über lange Zeit zu Rissen im PU Mantel führt. 1K PUR Lack könnte man auch nehmen, aber das hat den Nachteil, dass er sehr hart wird und deswegen gerne bei Stößen großflächig abplatzt. Dagegen ist der PU Überzug mit Abstand am weichsten, der 2K PUR Lack mittelweich und 1K PUR Lack eben hart.
    Jetzt kommt noch die Gemeinheit: Alle PUR Lacke und auch PU Überzüge sind wohl fleckig. Das scheint auch die Ursache für den grauen Schleier der Boxen nach einiger Zeit zu sein. Es kommt nämlich die PU Oberfläche zum Vorschein. Um das so schön hinzubringen wie man es vom Hersteller kennt, muss man die Boxen wieder mit einem Finisher Lack überstreichen. Das wird auch bei der Herstellung so gemacht. Auch der muss wieder für PU oder PUR Oberflächen geeignet sein und ist offenbar hauchdünn.
    Im Grunde hätte ich jetzt noch evtl. Fabrikate mit Gewalt erfragen können, aber: Gäng Case hat mir beide Teile, nämlich den 2K PUR Strukturlack und den Finisher so günstig angeboten, dass ich keinen Grund sehe, nicht genau dort zu bestellen (Gäng Case ist der Kisten-Produzent sehr vieler namhafter Boxenhersteller). Die Preise waren weit unter allen gängigen Onlineshop PUR Lack Preisen.

    Ich mache das jetzt und wenn ich daran denke, kann ich ja evtl. nach getaner Arbeit mal einen Erfahrungsbericht schreiben.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Dimension
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    • 6. Juli 2016 um 18:41
    • #18

    Weiß jemand von euch warum TW-Audio bei den Line-Arrays und BSX das Gehäuse mit Polyurea Beschichtung ausliefert und alle anderen Lautsprecher (auch die neueren Modelle) weiterhin mit Warnex Lack? Preislich ist in der Herstellung kein oder kaum ein Unterschied, dass kann der Grund also nicht sein.
    Schon klar dass die Line-Arrays und großen Bässe eher draußen stehen und dem Wetter standhalten müssen. Aber warum sind dann nicht gleich alle Boxen mit Polyurea Beschichtet.
    Es muss ja dann doch etwas für den Warnex sprechen, so dass TW Polyurea nur da einsetzt, wo es wirklich gebraucht wird und sonst lieber Warnex favorisiert?
    Kennt jemand den Grund?

    L-Acoustics ist jetzt auch auf Polyurea umgestiegen. Wie sind eure Erfahrungen oder Meinungen lieber 2K Strukturlack oder Polyurea Kunststoffbeschichtung?

    solange es Menschen mit Ohren gibt, wird sich Qualität durchsetzen.

  • AlphaC
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    • 7. Juli 2016 um 10:56
    • #19

    Dimension: Eine PU-Beschichtung ist mehr als doppelt so teuer wie eine Warnex-Lackierung! Deine Annahme, dass da kaum ein Unterschied bestünde ist falsch!

    Besonders ungünstig ist die Beschichtung bei kleinen Gehäusen, da dort damit relativ viel Arbeitsaufwand und Materialverlust (Overspray) verbunden ist. Polyurea ist in der Verarbeitung sehr viel aufwändiger: Die Boxen müssen sehr sauber gespachtelt und geschliffen sein, da bei PU jede kleine Unebenheit sofort sichtbar wird. Warnex kaschiert kleine Unsauberkeiten besser, da es selbst "auffüllende" und "verlaufende" Eigenschaften hat. PU ist hauchdünn und sofort fest, wenn es die Oberfläche erreicht. Außerdem sind oft zwei Arbeitsgänge nötig, da auf das eigentliche PU noch eine klare, glanzmindernde Deckschicht draufkommt (Top Coat).

    Die Arbeit ist körperlich sehr anstrengend, da der Beschichter im Ganzkörperkondom steckt, Atem- und Augenschutz trägt und die schwere Mischeinheit auf dem Buckel hat, welche er dann ganz präzise und wohldosiert führen muss. In seinem Anzug herrschen schnell mal Saunatemperaturen...

  • hermste
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    • 7. Juli 2016 um 11:07
    • #20

    Klingt ja gar nicht mal so umweltfreundlich... kann man ganz schlecht reparieren... Tolle neue Welt?

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