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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Passive Frequenzweichen

  • reinhard heilmann
  • 5. September 2013 um 21:54
  • Jobsti
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    • 17. September 2013 um 11:01
    • #21

    Ich selbst hatte auch schon Fälle, in welchen ich mit einfachster Passivweiche ein super Ergebnis bekam,
    aktiv getrennt aber zig EQs setzen musste.
    Ob mir nun die Passive Weiche die Leistung an bestimmten Stellen weg frisst oder sperrt,
    oder ob das der EQ im Controller ausbügelt, der vielleicht am Ende doch mehr verbiegt als man denkt.

    Kommt auf den Fall an.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • billbo
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    • 17. September 2013 um 12:45
    • #22
    Zitat

    Auch in der Zumietung finde ich's dann doof, da man hier die Kisten net alleine vermieten kann, sondern den Controller oder gar Amprack mit rausgeben muss,
    klar, kommt drauf an für was zugemietet wird, aber gerade "MuFu" Kisten sollte Plug & Play sein.

    Denk' das doch bitte mal konsequent zu Ende. :wink:
    (ich habe noch nie eine Kiste ohne dazugehöriges Amping vermietet, auch in der Nichtselfpoweredzeit nicht. Ich bin doch nicht lebensmüde!)

    Zitat

    Allein schon wenn man z.B. viele gleiche Systeme aufhängt (Discoanwendungsfall: Einfach mal ein Rudel 12"er aufgehangen) - würde jede Box aktiv gefahren, müsste man zigfach DSP,PSU, etc... bezahlen - so reicht ein Amp, fertig.

    Würde mir als Discobesitzer jemand so was verkaufen wollen, dürfte er gleich wieder nach hause fahren. Der gesamte Laden abhängig von einem Einzelgerät? Das wäre in etwa so, als würde der Wiesenschankwirt zum Eröffnungswochenende auf eine einzige Hightech Zapfanlage bauen. Macht das Ding Freitag Abend die Grätsche, kann er die Saison abhaken.
    Gerade im Alltagsbetrieb ohne ständig anwesendes/ erreichbares Fachpersonal ist Redundanz lebenswichtig. Bei 10 autarken Aktivkisten ruft mich der Chef am nächsten Montag entspannt an. Hömma, die 2. von rechts macht seit dem WE irgendwie Ärger. Kannst du bei Gelegenheit mal nach dem Rechten schauen?

    Standalone – Holzschachteln ohne Amping/ Processing, dafür eventuell gar noch mit Passivweichen drin und Ampracks irgendwo in der Ecke oder im Nebenraum, sehe ich mittelfristig ähnlich wie PAR Lampen mit Farbfilterhalter und Dimmerschrank. Es wird sie noch sehr lange geben – dort wo's auf Wirtschaftlichkeit nicht groß ankommt, in bestehenden Altinstallationen, als nostalgisch angehauchte Liebhaberei aus der 'guten alten Bastelzeit' der 70er und 80er. Wenn ich dagegen für die Zukunft plane (planen muss), bleiben sie bereits jetzt außen vor.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Jobsti
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    • 17. September 2013 um 12:53
    • #23

    Ich schrieb Zumietung, hier gehe ich davon aus, dass ein gewerblicher Kunde die Kisten zumietet
    und hier gehe ich normal davon aus, dass dieser damit umgehen kann. Limiter setzen, evtl. HP und fertig.
    was will oder noch Amping und Controller zumieten, wenn er diese schon selbst hat?

    Solche Fälle gibt's natürlich nicht bei jedem, bei mir allerdings schon.
    Falls was stirbt, gibt's den Mietvertrag, wird sich mit ach und Krach da doch irgendwie drum gedrückt,
    war's eben das letzte mal mit diesem Kunden, zumal sich sowas ja auch noch schnell rumspricht, man kennt sich ja ;)


    An deinen, Reiners und meinem Beitrag sieht man wiedermal wie komplett unterschiedlich das ganze hier jeder handhabt.
    Wir könnten da sicher noch 20 Seiten weiter drüber diskutieren, Vor- und Nachteile aufzählen und kämen zu keinem Ende.

    PS: was machst du in einer bestehenden Location, welche komplett neuen Sound benötigt,
    LS-Kabel liegen schon, Schlitze sollen keine gekloppt werden und Strippen ebenfalls keine neuen verlegt?
    Richtig, da kommste um externes Amping nicht drumherum... Wär auch doof bei 4- oder Mehrpunkt über all nochma Saft hinzulegen.
    gerade wenn mehre Kisten geclustert werden, wieso sollte da in jede nen Modul rein?
    Klar, Reiners Beispiel war etwas extrem mit 4-Kanal Amp und 4x2 Ohm, aber das kann man genau so gut mit 2-3 Amps lösen
    und kommt immernoch günstiger weg.
    AUCH macht's eine Reparatur einfacher, die Kisten müssen nur abgehängt werden, wenn wirklich die Chassis durch sind,
    Amp und Controller im Nebenraum (oft auch gesehen schick in der Wand mit Glastür davor) sind hier viel schneller
    getauscht, falls net sogar eh schon ein Ersatzgerät provisorisch mit dabei steht.
    (Amp oder DSP kaputt am Abend? 5 Minuten Ausfallzeit, Kabel umstecken im Rack fertig. Akitv? Abend ohne die Kiste weiter machen und am nächsten Tag mit Aufwand abhängen und neue kommen lassen)


    Ich würde speziell unter diese Diskussion jetzt einen Punkt setzen mit
    "Es kommt auf den jeweiligen Fall/Einsatz/Handhabung an. Jeder wie er meint"

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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  • sabbelbacke
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    • 17. September 2013 um 21:44
    • #24
    Zitat von "billbo"

    Würde mir als Discobesitzer jemand so was verkaufen wollen, dürfte er gleich wieder nach hause fahren. Der gesamte Laden abhängig von einem Einzelgerät? Das wäre in etwa so, als würde der Wiesenschankwirt zum Eröffnungswochenende auf eine einzige Hightech Zapfanlage bauen. Macht das Ding Freitag Abend die Grätsche, kann er die Saison abhaken.
    Gerade im Alltagsbetrieb ohne ständig anwesendes/ erreichbares Fachpersonal ist Redundanz lebenswichtig. Bei 10 autarken Aktivkisten ruft mich der Chef am nächsten Montag entspannt an. Hömma, die 2. von rechts macht seit dem WE irgendwie Ärger. Kannst du bei Gelegenheit mal nach dem Rechten schauen?


    Nun, ich kenne nicht wenige Mobildiscobetreiber, die genau das machen - an eine Vierkanal Endstufe eine Menge Tops hängen - und selbst wenn sie eine Ersatzstufe mitnehmen ist das immer noch kostengünstiger als komplett aktiv zu fahren. Natürlich stimme ich DIr teilweise zu, dass die Abhängigkeit von einem Gerät statistisch ungünstiger ist als die Verteilung auf viele - aber wenn wir schon bei Statistik sind:

    Im Anwendungsfall zwei Aktivboxen für Kleinbeschallung sollte man dann also in jedem Fall eine Ersatzbox (oder besser zwei) mitgeben ? :)

    Stark übverspitzt sind alle Beispielszenarien schnell anfechtbar - die Realität ordnet sich meist irgendwo dazwischen ein und ganz so eindeutig sehe ich die Abkehr von Passivboxen in der Zukunft nicht wie Du. Aber wie Jobsti schon sagt - da gibt es viele Sichtweisen (und eine Menge Passivboxen, die besser funktionieren als manches, wo ein DSP und ein Class-D billiger Machart drin sind - es kommt halt oft auch darauf an, wie man es macht.. )

    hornresp

  • Jens Droessler
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    • 18. September 2013 um 01:05
    • #25

    Klar tut eine 1500 Euro Passivbox mit Sicherheit besser als eine 200 Euro Vollaktivkiste. Aber das ist ja nun auch kein fairer Vergleich. Ganz klar ist auch, dass ordentliche Ampmodule mit brauchbaren DSPs dran nicht nur 50 Euro kosten. Aber mal ab von LA-Anwendungen, wo einzelne Module 16 Ohm haben, kommen selbst vier amtliche Ampmodule samt DSP immer noch billiger als eine amtliche 19" Endstufe. Und das muss man vergleichen, nicht billig mit teuer. Es ist dann eben auch klar, dass der Mobil-DJ, der seine Passivboxen mit ein oder zwei TSA-Endstufen von Thomann nebst Behringer-Controller betreibt, billiger wegkommt als wenn er RCF TT-Serie oder gar Meyersound kauft. Aber kommt er billiger weg als mit Nexo PS-R2 nebst NXAmp4x4? Man muss schon fair bleiben beim Vergleichen.

    Ums nochmal zu sagen: Passivweichen haben unabsprechbare NAchteile, gerade wenns um hohe Leistungen geht. Das hat nichts mit Dimensionierung zu tun. Keine Dimensionierung der Welt hilft, wenn das Tiefmitteltonchassis nicht mehr 7,2 Ohm, sondern 13 Ohm hat. Da macht die Passivweiche sonst was, aber keinen glatten Frequenzgang mehr. Ich habs nun schon unzählige Male selbst getestet, mit Direktstrahlern, Horntops und LAs, teils Selbstbau (die ich logischerweise wie meine Westentasche kenne), teils mit Kaufsystemen, die sich umstellen lassen von Passiv- auf Aktivtrennung (inkl. jeweils passender Herstellerpresets). Die aktive Trennung war durch die Bank besser, teils sogar schon im mittleren Pegelbereich. Und an dem Punkt ist dann die Frage berechtigt, ob man für optimale Performance tatsächlich zwei oder drei Ampkanäle guter Qualität pro Seite allein für ein, maximal zwei Tops zur Verfügung stellen will oder nicht doch zu einer Aktivbox greift, wo diese zwei bis drei Kanäle nebst DSP integriert sind, man nichts mehr falsch einstellen kann etc.
    Was den Aktivsystemen derzeit fehlt, ist ein einheitlicher Standard für Hybridkabel nebst wasserdichten Steckern. Dann gibt es wirklich keinen Grund mehr für Passivboxen.

  • billbo
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    • 18. September 2013 um 11:36
    • #26
    Zitat

    Ich selbst hatte auch schon Fälle, in welchen ich mit einfachster Passivweiche ein super Ergebnis bekam, ...

    Privat bin ich voll und ganz bei euch. Wenn ich Musik höre, dann am liebsten über Breitbänder, allenfalls plus koaxialem Höchsttöner über passive 6dB "Weiche".

    Beruflich betreibe ich Lautsprecheranlagen unter täglich wechselnden Einsatzbedingungen in allen nur denkbaren Konstellationen und Größenordnungen. Dabei sind persönliche Vorlieben irrelevant; ob am Ende etwas übrig bleibt entscheidet auf der Materialseite vor allem dessen Flexibilität und Problemlosigkeit bei Disposition, Logistik und Handhabung. Dafür ist der Schritt weg von starren, veralteten, unflexiblen, komplizierten Prozessor – Amprack – LaKa – Passivbox – Konzepten hin zum integrierten, netzwerkgesteuerten Aktivlautsprecher ein Quantensprung, dessen Vorzüge ich im Arbeitsalltag nie wieder missen möchte.

    Heute klassisch Banane 2x12; morgen 2x6 plus separat steuerbare Outfills/ Infills/ Nearfills/ Downfills? Kein Problem. Heute standard Monosub unter der Bühne, morgen Zahnlücke, übermorgen CSA, dann Offday, dann kombiniertes EFA – Zahnlücken - Multiarray? Kein Problem. Heute 24 Kisten auf einem Weg, morgen 24 Kisten auf 24 Wegen? Kein Problem. Heute 'Gesamtkunstwerk' mit 2 Aufbautagen und 120 Schachteln, jede einzelne davon über Netzwerk direkt ansprech– überwach- und steuerbar; morgen quick & dirty/ Plug & Play 4 Kisten auf Kurbelstativ, einschalten, anfangen? Kein Problem. Zwischendurch muss ich weder ins Lager noch irgendwas 'umkonfigurieren'.

    Vielleicht kann man das auch nur richtig einschätzen, wenn man beide Welten ausreichend kennen gelernt hat. Ich habe rund 30 Jahre lang Ampracks und LaKas konzipiert, konfiguriert, disponiert und durch die Gegend gewuchtet. Und möchte das nach Möglichkeit nie wieder tun. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • sabbelbacke
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    • 18. September 2013 um 12:07
    • #27
    Zitat von "Jens Droessler"

    ... kommen selbst vier amtliche Ampmodule samt DSP immer noch billiger als eine amtliche 19" Endstufe. Und das muss man vergleichen, nicht billig mit teuer.


    Natürlich muss man Gleiche Leistungs- und Qualitätsklassen vergleichen, das wäre ja sonst Äpfel mit Birnen verglichen. Aber genau bei so einem Vergleich sehe ich den Preisvorteil nicht zwingend bei den Aktivmodulen. Mach doch mal konkrete Beispiele, wo das der Fall wäre. Ich lern gern dazu, aber von den Firmen, die mir bekannst sind, die sowohl Fertige 19" Amps als auch Module anbieten, ist mir keine Konstellation bekannt, wo 4 DSP Ampmodule billiger wären als eine 19" der gleichen Leistungsklasse und Machart. Und erst Recht nicht bei 6 Aktivboxen.

    Man darf natürlich nicht in die Argumentationsfalle geraten und Endstufenendkundenpreise mit den industriellen EKs für 1000er Chargen der Hersteller verwechseln. Klar kostet RCF das Ampmodul im Einkauf nur ein paar läppische Euro, wenn sie davon 10000 Stück bauen/kaufen - und wenn man jetzt einen vernünftigen Amp als Endkunde kaufen will, der die gleichen Boxen passiv in gleicher Qualität antreiben soll, ist der teurer. Aber dann hat man ja hier wieder den Äpfel-Birnen Vergleich - nur eben im Einkaufspreis/Beschaffung.

    Versteht mich nicht falsch, ich weiss sehr wohl um die Vorteile einer DSP Aktivbox - mir misfällt nur die Pauschalisierung, die der Passivbox in der Härte fast schon die Daseinsberechtigung abspricht. Und wenn ich mit Vertrieblern oder Entwicklern zusammensitze, dann ist der Anteil der passiven Brot und Butterboxen im Verkauf nicht klein.

    Dass natürlich mit zunehmender Kompaktheit und Einfachheit im Aufbau der Ampmodule dankt PWM-Amps und Schaltnetzteil und DSP als Massenware es immer einfacher wird, eine Box "mal eben aktiv" zu machen - ist klar... Natürlich gibts für die 12" Mittelklassebox ein Ampmodul, dass vor 20 Jahren noch 10kg gewogen hätte und sündhaft teuer gewesen wäre (damals ohne DSP) heute für den preis des Hochtöners in der Box - aber genau die selbe Entwicklung findet ja auch bei den externen Amps statt...

    Ich glaube, so weit liegen wir alle gar nicht auseinander...

    hornresp

  • Mechwerkandi
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    • 18. September 2013 um 12:25
    • #28

    Der durchschnittlich minderbemittelte PA Techniker wehrt sich mit Händen und Füssen gegen aktive Lösungen.
    So etwas widerspricht seiner Grundeinstellung zu notwendig allumfassender Manipulationsmöglichkeit und Herrschaftswissen.

    Wo kämen wir denn da hin, wenn es auf der nächsten VA nur noch ein paar Boxen und ein Tablet hätte, das jedermann bedienen kann? :D

    IMHO besteht Einigkeit über die Ansicht, das es dem Kupfer grundsätzlich egal ist, ob eine Netzspannung oder ein Nf Signal anliegt...

  • sabbelbacke
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    • 18. September 2013 um 12:29
    • #29
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Wo kämen wir denn da hin, wenn es auf der nächsten VA nur noch ein paar Boxen und ein Tablet hätte, das jedermann bedienen kann? :D


    Ich hab so lustige Aktivböxchen fürs WOhnzimmer, die per Bluetooth und WLAN ans Tablet können und wo man allerlei Schnickschnack dann am Tablet servieren kann, die Box spült es ab - auch autark von diversen Mediaservern, usw.. Streamen, geht alles. Nett. Kann man sogar haken :)

    hornresp

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    • 18. September 2013 um 12:41
    • #30

    Der Hersteller unserer Schachteln bietet selbige in passiver und aktiver Variante an. Auf der Preisliste macht das einen Unterschied von über 1000€ aus, wo ich ziemlich gut weiß, dass der nicht nur marktpolitisch sind.
    Ein passender Controlleramp, womit ich im Notfall 8 von den Kisten biamped betreiben kann, kostet Listenpreis um die 4000€. Wenn erstmal die aktuell in Entwicklung befindlichen Controllermodule kommen, kann man mit einem Mausklick den controller "umkonfigurieren" (oder ein paar Taster am Gerät), ohne Ladezeit oder ähnliches.
    Mit dem Amp kann ich (außer Subwoofer) alles vom Hersteller ansteuern.
    Mit 4 Ampracks im LKW kann ich deine genannten Geschichten genauso fahren, und dabei die Leistungsteile noch regensicher verstecken. Wo ist das Problem? Beides hat Vor- und Nachteile. Aktivgeschichten deshalb als heiligen Grahl hinzustellen...
    Zudem ist mir kein bezahlbares Aktivsystem bekannt, womit ich digital per Dante meine Signale hinschicken kann und damit so universell wie es nur geht bin

  • billbo
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    • 18. September 2013 um 15:25
    • #31
    Zitat

    ... womit ich im Notfall ...

    Ich will keine Notfälle mehr. Ich will und muss meine Schachteln jederzeit und in jeder Situation frei konfigurierbar betreiben können. So was ist heute bzw. wird gerade ganz selbstverständlicher Standard.

    Zitat

    IMHO besteht Einigkeit über die Ansicht, das es dem Kupfer grundsätzlich egal ist, ob eine Netzspannung oder ein Nf Signal anliegt...

    Richtig. Allerdings gibt es da intelligentere und weniger intelligente/ rohstoffschonende Anwendungsmöglichkeiten. :wink:

    Zitat

    Ich hab so lustige Aktivböxchen fürs WOhnzimmer, die per Bluetooth und WLAN ans Tablet können und wo man allerlei Schnickschnack dann am Tablet servieren kann, die Box spült es ab - auch autark von diversen Mediaservern, usw.. Streamen, geht alles. Nett. Kann man sogar haken

    Das gibt's auch in groß. Okay, ohne Bluetooth. Und auch das wird in Zukunft eine Selbstverständlichkeit sein.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • Jobsti
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    • 18. September 2013 um 21:14
    • #32

    Gerade heute hatte ich nen kleinen Grabbelverleiher hier, der sich doch arg über seine EV Aktivkisten geärgert hat,
    vor allem überall Netzkabel dran klemmen hat ihn tierisch genervt.

    Hätte er ne ganze Ecke mehr investiert, gäb's sicher auch Kisten mit Powercon-In Out, dann wäre schonmal das Thema "3er Steckdose hinter'm Stack" verschwunden ;)
    Ein System à la Fourtyline mit All-in-Ohne Modul in einer Kiste für alle Kisten kam nicht in Frage, da auch mal nur Tops, oder Tops mit einem Bass zum Einsatz kommen.

    Was bleibt für so Leute dann?
    Wesentlich mehr investieren oder doch zum passiven System greifen (was er machen wird, laut seiner Aussage)

    Anders wieder nen kleiner Alleinunterhalter hier, der liebt seine JBL Aktivtröten, immer das gleiche 2.2 System am Start unmittelbar bei seinem Keyboard ;)


    Um grad einfach mal 2 Sachen zu nennen die mir heute in den Kopf schossen, bei den ganz Kleinen Usern.


    Mir kommt gerade mal so eine Frage auf....
    So mittelgroße Unternehmen, welche 8-16 Bässe aufstellen, wie werden diese als Aktivbässe denn am sinnvollsten verkabelt, wie schaut das mit der Zuleitung aus?
    Main-verteiler hinter die Bühne, dann Verteiler samt 32er (wegen mir auch 16er CEE) Strippe unter die Bühne und dann überall per langem Schuko/Powercon an die jeweilige Kiste, bzw. jeweils 2-4 Kisten?
    Dann noch nen Verteiler auf oder neben die Bühne und zu den Tops und Infills, nochma das gleiche Spiel?
    An den Verteilern dann jeweils aus den Multikabeln raus und zum FOH (per Muco) zurück?

    Ist's da net doch einfach sein Amprack hinter die Bühne zu Rollen, direkt den 32er einstecken und nochnoch paar mehrpolige Speakons zu ziehen?
    Vor allem wenn schlecht Wetter angesagt ist...
    Und was is DSP-technisch? Zusätzlich nochma an jede Kiste LAN dran oder wie?
    (Gäbs da nen einheitlichen Standard mit Saft, Signal und LAN in einem (und auch sinnvolle Geräte und Verteiler), wär das Bombe)


    Ich selbst ziehe übrigens gerne mit einem Amp + Controller rum (jetzt mit 1HE PKN 4 Kanäle), geh da mit 2x 4 Polig in die die 4-8 Subs und dann weiter in die Tops, fertig.
    gerade bei so kleinen und Open Air Events (Ohne Bühne) bin ich fron, wenn ich nur einmal Netz zu mir lege.
    Zum Kostenfaktor: 2k Amp, 300,- Controller... Aktiv? Mindestens 6 Module samt jeweils DSP, im Sonderfall sogar 10)
    Amprack steht bei mir, Saft rein, hinten ne Schuko, Mixer rein, 2 Strippen legen fertig, brauch ich ne Delayline muss ich auch net extra
    nochma irgendwie mit ner Netzdose rumpopeln, sondern steck einfach nur 2 Speakons mit ein und sag Controllerout 5+6 "mach delay"
    Will ich was umstellen, braucht's auch kein Laptop und kein LAN, sondern ich dreh am Controller selbst.


    Ich finde es Quatsch hier Aktiv für alle Gegebenheiten in den Himmel zu loben, gleiches gilt für passiv.

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
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    Marian Humann
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    • 19. September 2013 um 09:38
    • #33
    Zitat von "billbo"

    Ich will keine Notfälle mehr. Ich will und muss meine Schachteln jederzeit und in jeder Situation frei konfigurierbar betreiben können. So was ist heute bzw. wird gerade ganz selbstverständlicher Standard.


    Kann ich doch auch mit den Racks ;) Ich kann 1 oder 8 Array-Lautsprecher an einen Amp hängen. In der Regel sinds vier, und wir haben zwei Amps im Rack. Wenn einer ausfallen sollte, kann der andere immernoch das Amping der restlichen Lautsprecher übernehmen, dafür muss ich nur umstecken. Wenn ich will kann ich (ausgehend von den neuen Controllern) auch 4 Arrayelemente und 2 Wege Monitoring über ein Amp fahren.
    Was mich an Aktivgeschichten immernoch stört, hat Jobsti bereits angesprochen. Mal eben ne Delayline stellen ist super, aber wenn ich sie richtig nutzen will muss ich Strom, Netzwerk und Signal hinschicken und irgendwie womöglich durchs Publikum bekommen. Bei Passivgeschichten zieh ich genau ein Kabel zum Lautsprecher, das zudem noch günstiger ist als das roadtaugliche Netzwerkkabel der Aktivlösung allein.

  • sabbelbacke
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    • 19. September 2013 um 09:40
    • #34

    .... oder eine wetterfeste "In den Regen stell" Box... ist passiv wesentlich einfacher betriebssicher zu bekommen. Hatten wir aber glaub schon...

    hornresp

  • ERICH
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    • 19. September 2013 um 11:48
    • #35

    Irgendwie haben wir in letzter sehr leidenschaftliche Diskussionen über selfpowered or not :D .
    Beides hat Vor- und Nachteile.

    Bei Delaylines und Monitoren liebe ich passive Boxen.
    Mein Stromverteiler und Monitoramprack sind auch ein und die selbe Kiste.

    Bei der PA ist es mir egal, solange die Verkabelung gut gelöst ist.
    Solange ich 2...3 Kabelstrippen zu jeder Box ziehen muss ist mir das aber nichts.
    Eventuell kommt da ja mal ein Standard-Multiverbinder, dann wird es wirklich Intressant.

  • billbo
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    • 19. September 2013 um 13:19
    • #36
    Zitat

    Kann ich doch auch mit den Racks :wink:

    Kannst du eben nicht. :wink:
    'Array' heißt (und wird es zukünftig noch viel mehr heißen), jeden Lautsprecher, besser noch jedes Chassis einzeln verwalten zu können. Die Zeiten von dadurch möglichen intelligenten 'Beamsteering' Lösungen haben gerade erst angefangen. Und werden in Zukunft wesentliches Element professioneller Beschallungen sein.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • billbo
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    • 19. September 2013 um 13:59
    • #37
    Zitat

    So mittelgroße Unternehmen, welche 8-16 Bässe aufstellen, ...

    Sind das die schwarz gekleideten, ernst – beflissen dreinblickenden 'guten' Profijungs, die sich alle paar Monate im Dumpingthread bitterlich darüber beklagen, dass sie mit ihren guten, wertigen Profischachteln kein Geld verdienen? Weil die lustigen 'bösen' Hobbyjungs von nebenan mit ihren bösen, unwertigen Hobbyschachteln für Umme arbeiten und ihnen die Preise kaputtmachen?

    Denkenden Menschen sollte man ohne weiteres ganz selbstverständlich zutrauen, sinnvoll gestaltete Leistungsverteilungssysteme konzipieren zu können. Okay, wie versorge ich auf wirtschaftlich möglichst effektive Weise ein Bassarray? Wenn schon, dann richtig; große Zahlen sind gerade en vogue, also los:
    Für die Verstromung von 18x "6,8kW" :roll: Aktivsubs (das ist, in Form von z. B. sechs CSA Stacks, ein respektables Bassarray für die Größenordnung 'mittleres Festival', und für uns schon eine richtig große und anspruchsvolle Nummer) benötigst du heutzutage:
    - 1x 3x63A Systemverteiler; incl. u.a. 18x 20A LSS/RCD Kombiautomaten und 5m Zuführungsleitung im handlichen 6HE Case (nicht googeln, gibt’s so weder im Baumarkt noch im Webshop),
    - 3x Auflösung Socapex auf 6x Powercon,
    - 2x Verlängerung Socapex (z. B. 1x 10m/ 1x 20m).
    Fertig. Den 63er Feed legt dir die Stromfraktion dort hin, wo du ihn brauchst; sämtliche Nearfills kriegst du da auch noch mit dran, weil der Verteiler insgesamt noch längst nicht ausgelastet ist. Fehlt noch die Steuerung/ Signalzuführung: egal wie das Array elektroakustisch am Ende tatsächlich aussehen soll – dafür reicht eine einzige kombinierte NF/ Netzwerk- Steuerleitung. Die dann einfach von Box zu Box durchgelinkt wird; schließlich erfolgt das gesamte Processing selbst ja pro Lautsprecher direkt am jeweiligen Ort des Geschehens.
    Wenn du solche Leistungen adäquat und verlustarm niederohmig von einem irgendwo im PA Wing geparkten Systemamprackverhau bis in den Graben zu den Verbrauchern vor der Bühne transportieren willst, brauchst du dafür eine komplette Kleinlasterladung Lautsprecherkabel. Wenn du dagegen den Rest deines modernen Aktivsystems ähnlich schlüssig sortierst wirst du feststellen, dass du für's 20.000er Open Air insgesamt plötzlich weniger Kabelgewicht mit dir rumschleppst als der Passivkistenkollege für seine 2000er Zeltdisko, 'Racks' im Truck vergebens suchst; und du dabei trotzdem noch flexibler auf die eine oder andere unvorhergesehene Überraschung reagieren kannst als er.


    Eigentlich mag ich aber hier gar nicht den ultimativen Hardcore - Selfpoweredapostel geben. Die Welt ist groß und bunt, und jeder darf darin seine klingenden schwarzen Schachteln nach Herzenslust so verdrahten, wie er’s für richtig hält. Inclusive aller damit verbundenen Vor- und Nachteile, versteht sich :). Und Betriebsblindheit zahlt sich, nicht nur hierbei, langfristig gesehen nur selten aus.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • sabbelbacke
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    • 19. September 2013 um 15:25
    • #38
    Zitat von "billbo"

    ... dafür reicht eine einzige kombinierte NF/ Netzwerk- Steuerleitung. Die dann einfach von Box zu Box durchgelinkt wird;


    Schon interessant - die Vorstellung viele passivboxen an einen Mehrkanalamp zu hängen führt zu besorgten Blicken - den kompletten Audioverkehr auf ein Kabel zu legen dagegen wird sorglos hingenommen :)

    Natürlich gibts für alles eine Havarieabsicherung, ich musste nur gerade schmunzeln.

    hornresp

  • Mechwerkandi
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    • 19. September 2013 um 15:35
    • #39
    Zitat von "billbo"


    Und Betriebsblindheit zahlt sich, nicht nur hierbei, langfristig gesehen nur selten aus.


    Passive Systeme sind per se ausentwickelt.
    Da gibt's hier und da noch ein paar Verschlimmbesserungen, aber in der Sache ist das Pferd totgeritten.
    Wer den Kram zu Hause hat und damit zurechtkommt, na ja, es gibt auch Harley-Fahrer...

    Hochintegrierte Aktiv-Systeme stehen dagegen erst am Anfang ihrer Entwicklung.
    Signalübertragung drahtlos, Produktentwicklung via software-update und so fort.

    100V-Technik ist noch was andere, weil ich mich da mit einer Rolle Klingeldraht bis sonstwohin entwickeln kann.

  • billbo
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    • 19. September 2013 um 16:40
    • #40
    Zitat

    Hochintegrierte Aktiv-Systeme stehen dagegen erst am Anfang ihrer Entwicklung.

    ... und wir werden uns noch wundern, was das für die Beschallungswelt letztendlich bedeutet.

    100V vermeidet den technischen Kardinalfehler, Leistung niederohmig übertragen zu wollen. Denn letzteres ist eigentlich nichts anderes als eine Notlösung aus den Anfängen der Transistorzeit und funktionierte mit 2x 3m 0,75² hinter der Wohnzimmerschrankwand ausreichend.
    Bereits Jahrzehnte vorher gab es 'Home Audio' Anlagen, wo das technisch kompetenter gelöst war. Da saß der Übertrager für die externe Lautsprecherbox in der Box selbst (oder deren LS war gleich eine hochohmige Ausführung), bis dorthin lag die Anodenspannung des Endverstärkers an.

    Egal. Sowohl als auch - Schnee von gestern. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

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