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Mini-PA, klein aber fein. Teil II :)

  • Christian Engel
  • 24. Juni 2014 um 09:37
  • Christian Engel
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    • 24. Juni 2014 um 09:37
    • #1

    Hallo werte Kollegen,

    vor kurzem hatte ich hier nach Meinungen bzgl. hochwertiger Klein-PAs der Klasse 15" Sub und 12"/1.4" Top gefragt. Hintergrund war, dass ich für einige wenige Klein-VAs im Jahr ein erstklassiges (möglichst aktives) PA-System brauche, das zugleich kompakt ist. Außerdem sollte das Topteil multifunktional auch mal als Fill oder Monitor einsetzbar sein.
    Gelandet bin ich dann bei der Seeburg TSM-Reihe. Angeschafft wurden TSM12dp, TSM-Sub dp und für kleinere Applikationen TSM10dp. Nach einigen Einsätzen muss ich leider sagen, dass das anfangs zwar ganz nett spielte, die Sonne - im akustischen Sinn - ging jedoch leider nicht auf. Vor allem drei Dinge fielen mir auf: mit steigender Lautstärke stark zunehmende Aggressivität im kritischen Bereich zwischen 2 und 4 kHz, verwaschene Höhenwiedergabe, insgesamt eher indirekter, nicht "auf der Nase sitzender" Sound (ein wenig wie hinter einem Vorhang).
    Einige dieser Punkte kenne ich direkt von größeren Seeburg-PAs, auf denen ich on the road immer mal wieder arbeite, insbes. TSE 4030 oder auch K2. Ganz schlimm war das Arbeiten mit den K24 Tops vor einigen Tagen...

    Nun ist es eher unbehaglich, wenn die wenigen Jobs, auf denen man mit dem eigenen kleinen "Sahne-System" unterwegs ist, auf Grund der genannten Punkte eher nicht soviel Spaß machen, wie sie eigentlich sollten. Kurzum: ich möchte da wirklich keine Kompromisse eingehen müssen.
    Deshalb suche ich nun erneut und lande wieder da, wo ich damals schon fast zugegriffen hätte: L'Acoustics 112P + SB15P. Später ergänzend dann noch die 108P.

    Ich darf nicht selten im Jahr mit ARCS und auch KARA arbeiten. Das macht einfach Spaß. Ich weiß nicht genau, was in den braunen Kisten anders läuft, aber egal ob Festzelt, Saal oder Open-Air, es ist immer das Gleiche. PA an, Pult an, Fader hoch, minimale Korrekturen am EQ, Catering :D
    Dieses Material spielt einfach in vielen Lebenslagen wunderbar und ohne große Handstände. Auch bei hohen Lautstärken bleibt ein sehr angenehmes Klangbild erhalten. Es plärrt nicht, kreischt nicht, der Sound sitzt auf der Nase. Genau so möchte ich das auch in klein. Daher würde ich mich über Meinungen zu 112P und SB15P freuen. Insbesondere interessiert mich, ob diese klanglich in die Fußstapfen ihrer großen Brüder treten, oder ob es doch eher große Unterschiede gibt. Auch die Frage nach der Eignung der 112P und 108P als Monitor ist von hohem Interesse.

    Besten Dank & Grüße
    Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • guma
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    • 24. Juni 2014 um 10:02
    • #2

    Jetzt bist Du genau an dem Punkt angelangt, an dem einige von uns schon ein Weilchen sind und gleichzeitig auch am Grund dessen warum ich im Boxenboard so wenige Beiträge schreibe:
    Willst Du keine Kompromisse eingehen, kommst Du an den braunen Boxen oder den schwarzen Boxen der beiden Marktführer nicht vorbei.

  • Christian Engel
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    • 24. Juni 2014 um 10:07
    • #3

    Ich habe doch aber versucht, mich dagegen zu wehren :D

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Online
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    • 24. Juni 2014 um 10:33
    • #4

    guma: ich denke schon das es noch andere Optionen gibt als nur zwei Marken, diese sind in der Regel aber ähnlich in Preis und Ausstattung, nur fehlt dann das vermietprestige.
    Ist einem das egal kann es sogar material geben was für den eigenen Geschmack noch besser klingt.
    Den heiß ersehnten Schnapper "genau so gut für die hälfte" gibt es aber wirklich nicht.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • wora
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    • 24. Juni 2014 um 11:07
    • #5

    ich bin der meinung, dass man die "marktführer" nur benötigt, wenn man absolut riderfest sein muss. dann kommt man um diese tatsächlich fast nicht herum!
    falls das aber nicht nötig ist, dann gibt es gerade bei den kleineren systemen doch einige alternativen, die meist auch preislich deutlich unter den marktführern liegen. und zwar ohne klangliche kompromisse eingehen zu müssen!

    schade, dass du bei Seeburg nichts für dich passendes gefunden hast. ich kenne diese lautsprecher leider nicht und kann nichts dazu sagen. meine früheren erfahrungen mit Acoustic-Line (in den 90ern hatte ich da mehrfach etwas angemietet) waren aber sehr ähnlich.
    schau dich doch mal z.b. bei AudioZenit oder bei Ritterbusch um. mit diesen beiden habe ich sehr gute erfahrungen gemacht, gerade auch was die klangliche seite angeht können die mit den "grossen" durchaus mithalten.

    die frage ist dabei also:
    muss es möglichst ridertauglich sein: ja oder nein?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Christian Engel
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    • 24. Juni 2014 um 11:17
    • #6

    Nee, gar nicht. Es soll einfach Spaß machen und klanglich ähnlich sein.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • wora
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    • 24. Juni 2014 um 11:50
    • #7

    tja, dann wären das mal meine tipps ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • sebastian
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    • 24. Juni 2014 um 11:54
    • #8

    'ne weitere Betrachtung:

    Mal sehr gutes Matrial vorausgesetzt, klingen verschiedene Boxen - eines Herstellers- halt anders.
    Erfahrungen habe ich mit 8''/1'' und 12''/ 2'' Boxen (15'' kommt immer das Gleiche an den Start). Obwohl ich gerade in der Anfangszeit gerne am Controller geschraubt habe und die Boxen meiner Arbeitsweise entgegen kamen, könnte ich trotzdem sagen, welche Boxenkonfiguration ich klanglich- trotz optimierten Preset- besser finde. Beide benutze ich und beides ist von dem selben Hersteller.

  • Christian Engel
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    • 24. Juni 2014 um 12:20
    • #9

    Ich finde, dass das von mir beschriebene klangliche Verhalten bei der Mehrzahl an Seeburg-Topteilen wiederzufinden ist.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • sebastian
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    • 24. Juni 2014 um 14:05
    • #10

    Ich muss bei Seeburg passen. Früher bei Acoutic- Line hätte ich noch eine Meinung gehabt. Zwar etwas unhistorisch, aber zu "meiner obigen Betrachtung" zähle das Material/ Firma nicht.

  • Volker
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    • 24. Juni 2014 um 14:56
    • #11

    zum wiederholten Mal:
    Wir haben braune Boxen im Lager, das oben beschriebene stimmt.

    Als Kleinsystem in der o.g. Konfiguration setzen wir aber ein:
    Fohhn XT 4 active mit XS30 Sub (passiv...).
    Ich mag einfach bei den Stangen-PAs keine aktiven Bässe. Die sind zu flüssigkeitsgefährdet, da ein Bass leider (egal auf was für einer Veranstaltung) als Abstellfläche genutzt wird.
    Bei der Fohhn ist der nötige Amp-Kanal ins Top integriert.

    Wenn Du jemanden in der Umgebung kennst, der das obige Set hat, schau es Dir mal an.

    Wenn Budget keine Rolle spielt, kaufe Dir die passiven Versionen der braunen Schachteln und eine LA4X oder besser LA8.
    Mal unterstellt Du hast zwei dieser "Brot und Butter"-Anlagen, dann hast Du neben der Möglichkeit mit 4 Monitoren auch die Möglichkeit mal 2 SB15 pro Seite anzufahren (bei Verwendung LA8). Außerdem bist Du mit dem Amp mittelfristig flexibler, leihst Dir (pro Seite) auch mal ne Arcs Wide oder ein/zwei Sb18 oder einen SB28 je nach Anforderungsänderung.

    Das ist der einzige mir bisher aufgefallene Nachteil bei der o.g. Fohhn: Der Amp im Topteil akzeptiert leider immer nur einen einzelnen 15" Sub.

    Die Qual der Wahl :wink:

    Ansonsten bin ich (inzwischen) voll und ganz bei der Meinung eines Posters oben: alles was nicht braun oder schwarz(aus der Region deutscher Edelautobauer) ist, ist erstmal kompromissbehaftet. Auch die aktiven schwarzen Boxen aus dem Land der Burger. Aber alles ist bekanntlich Geschmacks- und Ansichtssache, sonst wäre es ja langweilig.
    Vom Zubehör her sind auch die braunen Schachteln aber eigentlich noch nicht ganz optimal...


    VG,
    Volker

  • guma
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    • 24. Juni 2014 um 15:03
    • #12

    ... und bezüglich schwarzer Boxen würde ich an eine Y7P oder eine Y10P mit Y-Sub ( cardioid ) oder B6 ( nomaal ) denken :wink: ... und das Zubehör ist perfekt.

  • Dimension
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    • 24. Juni 2014 um 15:50
    • #13

    @ Volker: es gibt auch Aktivsubs mit Topteilausgängen denen Flüssigkeit nichts ausmacht
    http://voice-acoustic.de/produkte/voice…ie.html#image-3

    solange es Menschen mit Ohren gibt, wird sich Qualität durchsetzen.

  • marcoboy
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    • 24. Juni 2014 um 15:57
    • #14

    So pauschal kann man das nicht sagen. Aber eins wird deutlich wenn man über die PLS geht. Für welchen Kundenkreis Hersteller Produkte entwerfen. Für meine Bedürfnisse zum davon laufen...

    Es gibt sehr wohl kleine Hersteller die gute Entwicklungen hervorbringen. Vorteile bringen natürlich AMP/Controller Systeme. Da sind die genannten Beispielhaft drin. Meiner Meinung nach steckt darin auch das größte Potential. Wie man Holzkisten baut ist glaube ich schon aus entwickelt. Die Kunst ohne viel Elektronik Lautsprecher zu bauen beherrschen nur noch wenige.

  • R880
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    • 24. Juni 2014 um 16:56
    • #15

    Ich nehme für kleinere Gigs gerne Fohhn 2x XT33 und 3-4 PS7 Subs. Leistungstechnisch sind die Tops teilweise sicherlich an der Grenze, aber spielen trotzdem sauber.
    Die Musiker sind jedesmal sehr angetan von den kleinen Tops.

  • simonstpauli
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    • 24. Juni 2014 um 21:57
    • #16

    Ich sehe es ähnlich wie guma, es gibt den einen oder anderen Ausreißer (am Kudo wird ja wohl noch gefeilt, war anfangs klanglich so gar nicht auf der Linie der anderen braunen Boxen), ansonsten weiß man, was man für das Geld bekommt, und muß nicht diskutieren, weder mit Künstlern, noch beim Dry-Hire...

    Ich kenne nur die 12XT, die sind wie erwartet gut, auch als Wedge. Beim Subwoofer ähnlich, der SB15m macht was er soll. LA-4X-Amp dran und gut. (Auch wenn das am Anfang etwas weh tut, für die Perspektive würde ich bei den Franzosen keine Self-Powered-Systeme kaufen, dazu ist das System der Amps nebst Network Manager viel zu gut). Andererseits, wenn Du denkst, es wird nichts Größeres dazukommen, spricht bei solch einem System wenig gegen self-powered.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Grossmembran
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    • 24. Juni 2014 um 22:03
    • #17

    Wir haben dafür die PAT MT12 mit SW18 und der Hoellstern 8.4 auf Lager. Das System hat richtig Eier und macht Spaß. Ist auch nur Holz, aber m.M. seeehr geiles Holz...

    Wir nutzen das viel für kleinere Gigs auf Straßenfesten o.ä., bisher kein einziges mal abgelehnt worden. Ganz im Gegenteil, jeder wollte wissen, was das ist ...

    Seit dem wird der Bestand an Seeburg deutlich reduziert :D

    Ach ja; das Amp nutze ich auch für andere Lautsprecher und seit K2 auch auf Mac läuft ist das für mich mit großem Abstand eins der besten Amps/ Systeme zur Zeit.

    sound pressure level

  • Christian Engel
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    • 25. Juni 2014 um 08:53
    • #18

    Sagen wir mal so: Riderkompatibilität muss nicht, wohl aber wäre ich gern "kompatibel" mit dem Materialpark der Kollegen, mit denen ich in Sachen PA zusammenarbeite und über deren Anlagen ich zu 90% arbeite. Da habe ich folgende Möglichkeiten:

    - HK Audio (da bin ich weg von)
    - Seeburg (da bin ich gerade)
    - L'Acoustics

    Z.B. wäre es dann so, dass die braunen 108p vermehrt als Delay oder Nearfill zu einer ARCS zum Einsatz kommen würden bzw. die 112p dann als Monitor. Bzgl. aktiv und passiv bin ich am hin und her überlegen :D

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Mister.Lange
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    • 25. Juni 2014 um 09:06
    • #19

    Was ich noch nachfragen wollte: hast du die Seeburg PA vorher getestet? Das konnte ich nicht rauslesen.

  • Christian Engel
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    • 25. Juni 2014 um 09:35
    • #20

    Ich kannte bis dato nur die TSM Subs und TSM10 bzw. größere Seeburg PAs. Die TSM12 kamen ins Haus, weil es eine sinnvolle Ergänzung zum Seeburg-Bestand der lieben Kollegen hier vor Ort war. Ich habe da einfach das Bestmögliche gekauft und ging davon aus, dass es "super" spielt. Macht es ja auch und zu 90% bin ich zufrieden damit. Mit persönlich reicht das aber nicht.

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