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Wünsche an ein neues drahtgebundenes Intercom-System

  • josefbecker
  • 1. August 2014 um 11:49
  • josefbecker
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    • 1. August 2014 um 11:49
    • #1

    Ich sammle Wünsche und Ideen für ein neu zu entwickelndes drahtgebundenes Intercom-System. Dies sollte für die Mehrheit der Veranstaltungstechnikfirmen erschwinglich sein. Ich denke also nicht an Beltpacks für 1000 Euro und Hauptstationen für 4000 Euro, sondern an einen Bruchteil davon.
    Ich stelle seit mehr als 20 Jahren die axxent Intercom-Komponenten her, die ihren Platz bei vielen VT-Unternehmen gefunden haben und sicher heute und auch morgen noch zuverlässig arbeiten.
    Trotzdem denke ich schon seit einiger Zeit über ein neues, digitales Intercom-System nach. Digital an sich bedeutet für mich nicht viel. Es sollte dem Nutzer Vorteile gegenüber dem analogen System bringen. Was also wäre gewünscht:
    z.B. Kompatibilität Dante/AVB, Signalführung, Anzahl der Kanäle Beltpack/Hauptstationen, Entfernung der Komponenten zueinander, spezielle Signalleuchten, Brüllboxen, Tischsprechstellen, Steuerung über PC/MAC, Anbindung an drahtlose Systeme und/oder an Handfunken, Wünsche an Headsets usw.
    All dieses und noch viel mehr könnten Features eines neuen, hoffentlich für den VTer sinnvollen Intercom-Systems sein.
    Ich sammle Wünsche und Ideen und kann hoffentlich davon einige oder viele in ein neues System umsetzen.

    Josef Becker
    axxent e.K.
    j.becker@axxent.de

  • audiobo
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    • 1. August 2014 um 17:41
    • #2

    Brainstormmäßig angerissen:

    - Dante / bzw. netzwerktauglich
    - kompatibel zum ollen 2-Draht bzw. entsprechende Konverter
    - Smartphone-App für WLAN-Anbindung (darf natürlich nicht die Grundlage für die wichtigen Kommunikations-Strecken sein)
    - Master-/Tischstationen mit mehreren Kanälen/modular (vllt. mit Touchpanel zur Steuerung, evtl. sogar über Tablet (u.U. günstiger zu realisieren?)
    - die Möglichkeit Textnachichten zu versenden (würde wieder zur Realisierung mit Touchdisplay/Tablet passen)
    - Konfiguration und Monitoring über HTML5-Seite

  • Sam Razr
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    • 1. August 2014 um 18:55
    • #3

    Meine Ideen:

    - Stationen mit konfigurierbarer Touchoberfläche (sperrbar)
    - Gruppen/Einzelpersonenfunktion
    - Einfache Anbindung verschiedener Systeme (Dante, Ethersound, etc., aber auch normale Partyline)
    - Drahtloskomponenten (evtl. ja über externe Geräte z.B. Motorolas ins System einbindbar? Also quasi eine I/O Schnittstelle mit allen vorher genannten Funktionen)

    Die Gruppen/Einzelpersonenfunktion stelle mir das so vor (denke sollte digital ja kein Problem sein):

    Ich kann vorher Teilnehmer Konfigurieren (die HTML Geschichte von audiobo finde ich super, am besten responsive und damit mit allem nutzbar). Jeder hat einen vollen Namen + Gewerk/Funktion.
    Daraus kann ich Gruppen erstellen, bestenfalls werden automatisch Gruppen angeboten (erstellt aus Gewerken und Funktionen).
    An den Sprechstellen (Beltpack/Tisch) kann ich mir dann auf mein Oberfläche die für mich wichtigsten Gruppen und Personen legen, damit ich die schnell und einfach ansprechen kann.
    Also mal eben allen Lichtern was sagen, oder schnell den Videoregisseur fragen ob jetzt der Zuspieler kommt, etc.

    Dazu vielleicht sogar Restriktionen vergeben (die zugebuchten Followfahrer können höchstens untereinander quatschen und vielleicht mit dem Lichter), etc.

  • skyper
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    • 1. August 2014 um 21:38
    • #4

    Die Möglichkeit "offene" Mikrofone von der Masterstation aus zuzumachen
    fände ich sehr nützlich.
    Gerne bleibt am Festival abends auf den Follow-Towern das Intercom-mic offen,
    und morgens geht erst mal einer die Runde um zu gucken
    welches der 20 Beltpacks wieder nicht ausgeschaltet war und
    der kompletten Produktion auf den Wecker geht.
    Mit einem allgemeinen oder selektiven "off" wäre Ruhe.
    (weiterhin sollte mittels mehrfarbiger LED der Betriebszustand des Mikrofones am Beltpack gekennzeichnet sein,
    dann schaltet man sich eben wieder ein wenn man nicht gehört wird)

    Möglichkeit zum direkten Anschluss für In-Ear-Kopfhörer oder ggf. sogar Handy-Headsets mit 4-pol Miniklinke.
    Kostet im Zubehörhandel nix, finde ich aber oft optisch angebrachter
    als Panzerheadsets oder Sprechgarnituren im McDonalds-Look.

    Das Ding muss kleiner werden - größer als eine Zigarettenschachtel ist eigentlich indiskutabel.

    Magnet auf die (Rück)seite, damit man das Beltpack direkt an den Follow oder einen Eisenträger pappen kann.
    Die Üblichen "Kabelbinder durch Haltebügel"-Montagen finde ich nicht so prall. Hosentaschenclip sollte bleiben,
    oder so gelöst werden dass man das Beltpack einstecken kann - mit dem Handy geht es ja auch.

    Lautstärke muss über Drehrad bleiben - da sollte man auch mit einem 2,5kW-Follow im Arm noch blind
    die Lautstärke nachregeln können. Call-Taste ebenfalls, Rest kann von mir aus auch mit Displayführung passieren.

    Kurznachrichtenfunktion (ähnlich Pager) auf dem Display - z.B. für Countdown bis Showbeginn, Catering-Call etc. -
    man hat das Headset nicht unbedingt immer auf und bekommt alle Cues mit.

    Evtl. Einspielmöglichkeit für Funk - muss ja nicht zwangsweise bidirektional sein.
    Gelegentlich könnte es praktisch sein den Funk mithören zu können - was mit Intercom am Kopf
    ohne darunterliegendes Tarnheadset (uh wie ekelhaft...) nicht wirklich geht,
    insbesondere im Publikumsbereich.
    Dann muss das aber gezielt verwaltbar sein - vermutlich zu Aufwändig bzw. verwirrend.
    Der Hand an Follow 1 darf den Produktionsfunk nicht hören, der Tech am Spot 2 schon...

    Taschenlampen-Funktion - damit man mal schnell den Ablaufplan in der dunklen Follow-Kanzel lesen kann

    Uhrzeitanzeige auf dem Display - im Trussspot-Sitz haben Handys als Zeitanzeige nix verloren.

    Wenn mehrere Lines parallel verwaltet werden können,
    sollte da auch eine mehrfarbige Signalleuchte oder eine Modul mit mehreren farbigen Leuchten im Programm sein.

    Ich habe es zeitlich nie geschafft mir mal eine Signalleuchte auf 230V-Relais umzubauen -
    fände ich aber cool wenn ich in der Dimmercity, Leergutlager oder dem Ladedock einen Lichtschlauch oder Baufluter als Signalleuchte verwenden könnte,
    bzw. eine ordenliche Hupe anschließen kann.

    Beschriftungsfeld auf der Kiste - wenn man schon tausend Sachen konfigurieren kann,
    dann muss das Beltpack auch individuell gekennzeichnet sein.
    Entweder eine mit wasserfestem Stift beschriftbare Fläche anbringen, oder übers Display lösen -
    dann aber mit Batteriepuffer!
    Gaffabeschriftungen sind nicht mehr zeitgemäß.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
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  • schallereignissortierer
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    • 1. August 2014 um 21:48
    • #5
    Zitat

    Gerne bleibt am Festival abends auf den Follow-Towern das Intercom-mic offen,
    und morgens geht erst mal einer die Runde um zu gucken
    welches der 20 Beltpacks wieder nicht ausgeschaltet war und
    der kompletten Produktion auf den Wecker geht.
    Mit einem allgemeinen oder selektiven "off" wäre Ruhe.


    Das hat seit langem jede analoge Clearcom "Partyline" Main Station, einfach hinten an der "Remote Kill" Buchse einen Taster anschließen und schon sind bei allen angeschlossenen Belt Packs die Mikros aus.

    Zitat

    Ich denke also nicht an Beltpacks für 1000 Euro und Hauptstationen für 4000 Euro, sondern an einen Bruchteil davon.


    Ich glaube, der gute Josef Becker hat sich preislich etwas unterhalb :wink: der genannten Preise vorgestellt und nicht eine feature überladene und sicherlich höchstpreisige Lösung...

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • skyper
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    • 2. August 2014 um 00:09
    • #6
    Zitat von "schallereignissortierer"


    Das hat seit langem jede analoge Clearcom "Partyline" Main Station, einfach hinten an der "Remote Kill" Buchse einen Taster anschließen und schon sind bei allen angeschlossenen Belt Packs die Mikros aus.

    Danke für den Hinweis, kannte ich nicht.

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  • wora
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    • 2. August 2014 um 00:27
    • #7

    ich war vor 5 jahren mal auf dem messestand von axxent und habe um einen einfachen analog/digital umsetzer gebeten.
    und zwar einfach um meine analogen intercom komponenten in ein netzwerk einbinden zu können. drei sprechstellen sind ja nun wirklich keine grosse herausforderung ;)

    verständlicherweise hat der hersteller keinen wirklichen bedarf an einer solchen lösung, welche die bereits verkauften komponenten langlebiger machen würde... 8)
    in sofern verstehe ich natürlich, das es das immer noch nicht gibt :wink:

    ich habe mir mittlerweile einfach ein "multicore" gekauft, das neben den CAT-strecken auch analoge leitungen enthält. damit habe ich jetzt wieder eine funktionierende lösung. analog funktioniert eben immer irgendwie :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • marcoboy
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    • 2. August 2014 um 08:52
    • #8

    Es gibt bereits Geräte mit Dante und auch Wandler auf Dante <-> Draht .
    Problem Dante sind alleine die Lizenzkosten. Die Geräte sind deshalb nicht gerade günstig.
    AVB wäre eine Lösung.

    Das Board erfüllt den Traum. AVB im FPGA implementiert. 8 IN/Outs 4 Streams a 8 Kanäle(32). GPIO,i2c. Die Hardware arbeitet auch als Artnetnode ;) ein Modul mit Daisy Chain ist möglich.

    Latenz durch die ganze Hardware auch die mehre Switches <2ms.
    Das Dante Geräte AVB oder AES67 Streams direkt verarbeiten können sehe ich derzeit nicht. Die Plattform mit einen günstigen xmos zu nutzen sehe ich als einzige alternative. Ein Intercom muss auch nicht zu etwas anderen kompatible sein.

  • schallereignissortierer
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    • 2. August 2014 um 09:27
    • #9
    Zitat von &quot;schallereignissortierer&quot;


    Das hat seit langem jede analoge Clearcom "Partyline" Main Station, einfach hinten an der "Remote Kill" Buchse einen Taster anschließen und schon sind bei allen angeschlossenen Belt Packs die Mikros aus.

    Danke für den Hinweis, kannte ich nicht.[/quote]


    Sorry, hatte das anders in Erinnerung, die "kill" Funktion ist im Multistecker versteckt.

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  • skyper
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    • 2. August 2014 um 19:37
    • #10

    Hab da aus Interesse selber mal nachgeforscht - bei den aktuellen Modellen auf der Homepage gibt es dafür
    direkt einen Schalter auf der Front.
    Superschick wäre natürlich eine selektive Abschaltung der Mikrofone einzelner Beltpacks,
    ggf. sogar mit "Vorhörfunktion" - damit man nicht mit dem General-Blackout vielleicht
    den etwas tüddeligen Regisseur direkt aus der line kickt ohne dass er es merkt dass keiner zuhört :)

    So aus dem Bauch heraus vermute ich inzwischen ja auch, dass das Gehäuse nebst ordentlichen Steckverbindern mehr kostet
    als der Elektronikschrott samt Display im inneren...
    Die wirklichen Kosten sind eher in der Programmierung zu sehen.

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  • lisa f.
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    • 6. August 2014 um 11:15
    • #11

    Also nachdem ich hier mal wieder mit einer semi oken drahtlos Intercom Lösung sitze - was ich mir von jedem System am allermeisten wünsche ist sehr gute Audioqualität auch bei hoher Lautstärke!!! Vor allem bei Fremdsprachen absolut essentiell!

    Danach ist vernünftige Einbindung anderer Masterstationen / Systemen, einen selektiven Mute und ordentliche Verwaltung mehrerer Kreise und eine gute drahtlos Lösung in meiner Wunschliste. Der Klinkeninput für IEM Hörer, der hier angesprochen wurde, den fände ich auch super :)

  • Teddytaste
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    • 6. August 2014 um 18:46
    • #12

    mal nebenbei:
    ich finde meine alte analoge axxent intercom immer noch toll.
    Sie funktioniert auch immer.

    ich rüste da sogar irgendwann nochmal nach :)

    lg

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • audiobo
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    • 6. August 2014 um 21:59
    • #13
    Zitat von &quot;lisa f.&quot;

    was ich mir von jedem System am allermeisten wünsche ist sehr gute Audioqualität auch bei hoher Lautstärke!!!

    Ups, stimmt, das verdränge ich nach dem Job immer wieder... :D

  • kob1
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    • 7. August 2014 um 00:48
    • #14

    Für mich wäre interessant:
    -) 2-3 färbiges Tally, um es auch mal als einfaches Cuelight zu verwenden
    -) FBAS bidirektional
    -) möglichst lautloser Vibrationsalarm am Beltpack beim Call
    -) gerne kann das System auch einfache Steuerungsprotokolle (LANC, RS232, etc) übermitteln
    -) Daisy Chain
    -) Wireless als Option

    Ich weiß: einige Features sind schon erwähnt worden, einige sind schon Standard.

    Grüße

  • thomas seewald
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    • 7. Oktober 2014 um 11:39
    • #15

    Tally wäre wirklich gut. Steuerbar über die Tallyanschlüsse von Videomischern. Tallyanzeige durch Anschluß am Beltpack absetzbar.

    Gruß Thomas / thos-berlin

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