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Defekte PSE SM2000

  • bastibasti1001
  • 2. Mai 2015 um 12:40
  • bastibasti1001
    Verifiziert
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    2
    • 2. Mai 2015 um 12:40
    • #1

    Hallo und servus aus Bayern,

    ZU MIR
    Ich bin neu hier im Forum und bin gerade im 3. Lehrjahr Elektroniker für Automatisierung.
    Ich habe mir seit 3 Jahren für meinen Hobby-verleih ausgerüstet und hab jetzt schon einiges an PA und licht.

    PSE SM 2000
    Vor 2 Jahren habe ich von einem Freund eine SM2000 bekommen und war bis letztens auch sehr zufrieden.
    Bei einer Veranstaltung sind mir im Brückenbetrieb 2 18" abgeraucht. Bei der Stufe sind sowie im linken und im Rechten kanal die Sicherungen der Versorgungsspannung durchgebrannt.
    Weiterhin sind einige Widerstände und Transistoren abgeraucht.

    Mein Versuch :D
    1. Alle Transistoren/Widerstände ausgelötet getestet und Defekte ersetzt.
    2. Im Stereobetrieb die Railspannungen mit 2 Labornetzteilen simuliert um den Strom zu beobachten.
    3. Linke seite funktioniert wieder (erster Lichtblick)
    4. Rechte seite ist mir mit den Netzteilen kein Strom abgehauen und Messpunkte bei +- 30V gleich wie Linke Seite (Messpunkte alle füße Der Transistoren)
    5. Rechte seite mit Orginaltrafo inbetriebgenommen -> Stufe geht aus dem Protect raus -> Lautsprecherrelais zieht an -> 5 sekunden später ein leises Whiiiiiip (:D) -> Beide Railssicherungen durch und 90 % Alle Transistoren durch.
    6. Gegen Wand Geklatscht (achtung ironie)

    Da ich ja noch in der Ausbilung bin und des Zeug regelmäßig viel zu billig hergebe :D ist es mir rel. wichtig das die Stufe wieder läuft.
    Will nicht auf Tamp oder Behringer Umsteigen. (Kann mir leider keine QSC... etc leisten)


    Vll hat ja jemand Erfahrungen mit der Stufe und kann mir sagen was denn die "Schwachstellen" sind.

    Danke schonmal und schönes Wochenende.

    mfg Basti

    PS: Schaltplan vorhanden (gibts auf Anfrage)
    Es handelt sich bei der Stufe um die "Version 2" also Drahtbrücken und Widerstände auf der Rückseite

  • wora
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    • 3. Mai 2015 um 02:09
    • #2

    hallo und willkommen im forum!

    wahrscheinlich kann dir hier nur eine fachwerkstatt weiter helfen. gerade azubis sollten nicht ohne fachliche unterstützung an leistungsgeräten herumschrauben, denn das kann durchaus mal "ins auge gehen". ok, drittes lehrjahr ist ja schonmal was, die gesellenprüfung ist sicherlich nicht mehr weit entfernt... dennoch würde ich eindringlich empfehlen, eine entsprechende werkstatt aufzusuchen. oder du fragst mal deinen ausbilder, ob er das nicht irgendwie als projekt in die ausbildung reinnehmen könnte.

    und dann solltest du das mit deinen vermietpreisen gleich mal überdenken, denn technik kann eben auch mal kaputt gehen - und dieses risiko muss ja auch irgendwie fianziell abgesichert sein. sonst ist die ganze sache von vorne herein nicht einkömmlich. 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Online
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    • 3. Mai 2015 um 12:03
    • #3

    Auch von mir ein "hallo willkommen" im PA-Forum.

    Dein Verstärker stammt von Maintronic aus Schweinfurt. Da bekommst Du auf jeden Fall fundierte Unterstützung.

    Gruß Wolf

  • madmax
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    • 3. Mai 2015 um 18:15
    • #4

    Das Problem kommt aus dem Netzteil selbst.
    Es handelt sich da um eine -sagen wir mal- recht eigenwillige Konstruktion mit einigen Problemen in der schaltungstechnischen Auslegung.
    Um's mal vorsichtig auszudrücken.
    Wenn man das verstehen / reparieren will; muß man gut Ahnung haben. :wink:

    Gab hier mal vor 10 Jahren einen Thread dazu. Mußt' mal suchen...

    Never stop a running System

  • marcoboy
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    • 3. Mai 2015 um 21:12
    • #5

    Der große Knall kam nicht aus dem Netzteil ;) Der ist die folge dessen wenn man keine Erfahrung mit so etwas hat. Ich will gar nicht erst fragen ob die Bauteile bei Reichelt :D bestellt wurden.

    Wenn das Relais schon mal zog war es ein Zeichen das kein DC auf dem Ausgang wahr. Das schwingen ist wohl für diese Stufen so üblich. Zu mindestens die Neigung dazu. Das kann je nach Schaltung dazu führen das sich Arbeitspunkte enorm verschieben.

    Ich muss dir auch die Illusion nehmen das man die Transistoren so einfach austauschen kann. Sie müssen in ihren Kennlinien zueinander passen. Zumal sollten sie Original sein, was sich als sehr schwierig herausstellen kann. Selbst dann würde immer alle tauschen, da man in die anderen nicht hineinschauen kann. Dazu braucht man mehre Stangen von den Transistoren. Um sie zu selektieren aber nicht mit dem Transistortester. Der Strom ist viel zu gering man misst nur im untersten Teil der Kennlinie.

    Wenn man schon kein Netzteil hat was die Betriebspannung zur Verfügung stellt kann man sich auch mit Glühlampen oder soffitten behelfen. Diese begrenzen den Strom wirksam und brennen im zweifel einfach durch.

    Allen im allen ein sehr teureres vergnügen, erst recht wenn wieder Rauch aufsteigt. :D

  • bastibasti1001
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    • 4. Mai 2015 um 15:56
    • #6

    Danke schonmal für die Antworten.

    Die Transistoren sind definitiv orginal. (Hab einige aufgebrochen)
    Die kennlinien wurden mit einem Digitaloszi verglichen und die passensten eingebaut.
    Werde jetzt mal Maintronic selbst um rat bitten, vll bringt das ja was.
    Ich bin jetzt mal so frei zu sagen das ich doch ein wenig Ahnung von dieser Materie hab (ist nicht die erste Defekte Stufe), wenn ich seh was andere Ausgelernte Kollegen so treiben :D.
    Ich denke das mit der Ansteuerung etwas nicht stimmt. (vll. NPN u. PNP gleichzeit aufgesteuert)
    Die 8A träge fliegt ja nicht ohne grund. Werde übermorgen mal schritt für schritt die ansteuerung genauer unter die Lupe nehmen.
    Mit der wärmebildkamera sieht man am Trennstelltrafo leider auch nichts.(gleichmäßige erwärmung)

    mfg
    Basti

  • marcoboy
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    • 5. Mai 2015 um 15:15
    • #7
    Zitat von "bastibasti1001"

    Ich bin jetzt mal so frei zu sagen das ich doch ein wenig Ahnung von dieser Materie hab (ist nicht die erste Defekte Stufe), wenn ich seh was andere Ausgelernte Kollegen so treiben :D.

    Zitat von "bastibasti1001"


    5. Rechte seite mit Orginaltrafo inbetriebgenommen -> Stufe geht aus dem Protect raus -> Lautsprecherrelais zieht an -> 5 sekunden später ein leises Whiiiiiip (:D) -> Beide Railssicherungen durch und 90 % Alle Transistoren durch.
    6. Gegen Wand Geklatscht (achtung ironie)

    Sieht so aus :roll: Die Fehlersuche mit der Wärmebildkamera ist mir allerdings auch neu. Nach dem Motto "wo es Qualmt und Knallt muss etwas faul sein"

    Zitat von "bastibasti1001"


    Ich denke das mit der Ansteuerung etwas nicht stimmt. (vll. NPN u. PNP gleichzeit aufgesteuert)

    Dann würde dein Trennregeltrafo eine hohe Stromaufnahme anzeigen und der Netztrafo würde sich mit lauten brummen sofort bemerkbar machen. Es bringt nichts einfach Teile zu wechseln. Man muss Stufen trennen und messen um Fehler zu finden. dazu muss man die Schaltung auch verstehen. Das ist aber leider kein Ausbildungsinhalt mehr er wie man ganze Baugruppen tauscht.

    Schmeiße das Ding in den Eimer und kauf dir was neues.

  • Reini
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    • 7. Mai 2015 um 13:39
    • #8
    Zitat von "marcoboy"

    Schmeiße das Ding in den Eimer und kauf dir was neues.


    warum?

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • marcoboy
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    • 7. Mai 2015 um 17:33
    • #9

    Weil es sich einfach nicht lohnt. Teile,Arbeit und am Ende Zuverlässigkeit. Es sei denn man will es unbedingt reparieren um Erfahrungen zu sammeln.

    Für um die 300€ bekommt man ähnliches mit 3 Jahren Garantie. Wenn er die defekte bei ebay verkauft hat er schon eine kleine Anzahlung. Dort laufen auch sehr viele herum die in voller Erwartung defekte Endstufen kaufen, das zu beachtlichen Preisen. "Sicherung löst aus " da ist zu 90% schon klar was passiert ist.

    Solche defekte sind wirtschaftliche Totalschäden. Erst recht wenn Reparaturversuche fehl schlagen. Ganz schlimm sind Konstrukte die sehr eigenartig sind. Mit z.Bsp Hexfets usw. die schon zu Produktionszeiten problematisch waren. Diese Bauteile sind auch schnell wieder vom Markt verschwunden und auch die Geräte. Da kann sich so ein ebay Schnäppchen recht schnell zum Reinfall werden da kein bezahlbarer Ersatz zu bekommen ist.

    Ersatz ist sowie so schwierig gerade bei Leistungstransistoren. Originale zu bekommen ist nicht einfach und wenn weiß man nicht von welche Charge sie kommen. Die Eigenschaften können durch aus unterschiedlich sein. So nebenbei erwähnt ist das ausmessen auf einen Transistortester hinfällig. Da diese nur Basisströme von wenigem mA liefern. Das lässt einen Vergleich nicht zu wenn das Bauteil 1A und mehr Basisstrom verträgt. Dreiste Kopien fliegen dabei gleich auseinander. Im Normalfall funktionieren sogar Kopien nur dort muss noch erheblich mehr sortiert werden. Die 300€ Endstufen laufen ja auch meist mit Kopien, nur eben von nachprüfbaren Quellen. Sie funktionieren aber in den Grenzbereichen fallen sie häufiger aus.

    Was keiner so registriert auch Halbleiter altern, das Risiko eines defektes steigt mit dem alter. Wenn man die Stufe mit 2 OHM quält wird die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls höher.

  • madmax
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    • 7. Mai 2015 um 21:50
    • #10

    Lohnen tut das wirklich nur des bastelns willens.
    Alte; seinerzeit amtliche Amps in der Leistungsklasse bekommt man für 300-500 Euro, wie etwa Crest, Crown, QSC, JBL oder auch mal 'ne LAB.

    Zitat von "bastibasti1001"

    Will nicht auf Tamp oder Behringer Umsteigen. (


    Und die neuen T-Amps oder die leichten Ohringers sind neu bestimmt nicht schlechter als eine alte Maintronic. :wink:

    Ein alter Beitrag zum Thema:
    Autor:
    blubbkompensator
    Betreff des Beitrags: Re:

    PSE:
    ich halte davon Abstand, man muss aber sagen dass kein anderer Amp mit weniger Bauteilen billiger Produziert ist und mehr LEistung bringt wie die Maintronic / PSE / FAT etc. Dinger, wenn sie kaputt sind dann halt Mülltonne. Achtung diese Amps Lüften entgegen dem Industriestandard von vorne nach hinten (dann fühlt sich der Amp für Laien "kälter an") wenn diese mit amps in ein Rack gebaut werden wo der Lüfter von hinten nach vorne geht dann ist der Schaden vorprogrammiert da der Thermoschutz recht spät einsetzt und der Amp einem Hochtemperaturreaktor gleicht

    @ maintronic oben:
    ich mache diese mods nicht mehr da ich zu wenig platz dafür habe, das Werkstattgebäude ist mittlerweile dem Erdboden plattgemacht und in der neuen mache ich wichtigeres, in anbetracht des Zeitwerts lohnt sich das imho auch nicht mehr
    das ominöse Heff ic ist ein Std. IC auf nachfrage kann ich das auch nennen, meist aber sind die amps aufgrund des thermischen fehldesigns so "durchgeglüht" das man da von vorne bis hinten durchwechseln muss, MAintronic ist dereinzige Hersteller der 5 pärtchen toshibas 1,5 kW zutraut entlastet von einem TO220 Mosfettchen an der heissesten stelle im kühltunnel montiert. Dass die Spannungsaufstockungsschaltung dafür bedingt durch absolute fehldimensionierung dank anktiver beheizung häufig versagt mit knall und rauch ist ebenso standard. eigentlich ist die spannuingsaufstockungsschaltung fast immer quell der probleme. Wenn ich da dann teilweise uralte Valvo (die Firma gibts seit x Jahren nicht mehr) Elkos sehe (FAT: klangverbesserung durch vorgealterte Bauteile ... ???? Hahaha und das in einem Buckconverter) ist das imho auch vorsatz, der Elko hält das nicht lange durch und dann machts peng für Laien: in einem Schaltnetzteil benötigt man Low ESR Elkos neuester Bauart wegen schnellerAlterung durch starke belastung- hier wurden "vorsätzlich" Uralt typen eingesetzt.
    Die amps können lange funktionieren wenn sie nicht mit anderen Amps in einem Rack sind und nie gefoltert werden
    Die Amps sterben wie die fliegen wenn sie ins limit gefahrenwerden (das Signal wird zusätzlich komprimiert) mit anderen Amps kombiniert werden und wenn man sie nicht sauber macht, der Amp ist als hochtemperaturreaktor designed


    Hier:
    http://www.pa-forum.de/phpBB/viewtopic.php?p=471352&sid=6ad74563b6912058f952462fc569df45
    auch ein ganzer Thread dazu

    Never stop a running System

  • e-on
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    • 8. Mai 2015 um 01:14
    • #11

    Das sollte reichen basti, es sei denn du willst Geld versenken.

    :?:

  • DJheini 14. Februar 2021 um 13:53

    Hat das Thema aus dem Forum Boxen und Amps nach Selbstbau und Reparatur Technik verschoben.

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