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Tips und Tricks für Soundverbesserung in einer Halle?

  • Pappenheim
  • 18. Mai 2015 um 20:37
  • Pappenheim
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    18
    • 18. Mai 2015 um 20:37
    • #1

    Schönen Abend allerseits,

    gleichmal vorweg: Ich bin kein Beschallungsprofi, wie es hier im Forum doch viele gibt. Aber ich lerne gerne und hoffe auf eure Hilfe :)

    Ich spiele in einer 5-Mann-Coverband und trage die Bürde, alles von der Bühne aus zu mischen, was nicht immer ganz einfach ist.

    Vor ein paar Wochen haben wir beim Feuerwehrfest in meiner Heimatgemeinde gespielt. Eine große Halle aus Beton mit glatten Wänden und einer miesen Akustik; und ca. 400 Leuten Publikum auf Bierbänken, die sich lautstark unterhalten. Also die mieseste vorstellbare Ausgangssituation.

    So hat das in etwa ausgesehen (leider gibts kein Foto von der inneren Gesamthallensituation).


    Als Equipment in unserem Eigentum befinden sich zwei 12"-Aktivboxen von RCF (für größere Sachen und im Freien) und zwei Bose L1-Compact-Säulen (für kleinere Lokale). Wir haben uns mal gedacht, lieber vier Schallquellen mit moderater Lautstärke statt zwei voll aufgerissen. Die RCF haben wir links und rechts der Bühne platziert, das Publikum frontal beschallend; die Bose-Säulen ca. 12 Meter weiter hinten, das Publikum seitlich beschallend.

    Tja, der Sound war dann eben dem entsprechend: mumpfig und hallend. Es waren auch Musiker im Publikum, die meinten, dass man da halt garnichts machen könne und dass wir eh noch das Beste aus der Anlage rausgeholt hätten. Gegen Ende der Veranstaltung, nach Mitternacht, waren nur noch die Hälfte der Leute da, also weniger Menschen, die sich unterhielten, dann wurde die Akustik logischerweise um einiges besser.

    Nun die Frage an euch Profis: Kann man da wirklich nichts machen? Ich hab dann am Summen-EQ die Frequenzen um 500 Hz etwas rausgenommen und ein wenig mehr Höhen dazugetan. Auch die Effekte (Hall) ein wenig rausgenommen. Dann wurde es auch schon besser. Aber: Kann man noch mehr machen? Gibts da Tricks?

    Danke euch schon mal im Voraus! :)

    LG vom Pappenheimer

  • Online
    zegi
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    2
    • 18. Mai 2015 um 21:44
    • #2
    Zitat von "Pappenheim"

    Gegen Ende der Veranstaltung, nach Mitternacht, waren nur noch die Hälfte der Leute da, also weniger Menschen, die sich unterhielten, dann wurde die Akustik logischerweise um einiges besser.

    Dazu würde ich "jein" sagen. Hallende Räume werden mit schallschluckenden Gästen eher besser als schlechter. Wenn die sich allerdings laut unterhalten, ist es eh sinnlos, sich durchsetzen zu wollen.

    Vielleicht müsstest du die Frage präzisieren - geht es darum, mit dem vorhandenen Equpment das beste zu machen, oder darum, mit wenig Zusatzmaterial mehr zu erreichen?


    Mit dem vorhandenen Equipment hätte ich auf jedenfall komplett auf den Hall verzichtet, Mitten und Höhen tendentiell etwas angehoben, Bässe etwas raus gedreht (wobei das schwierig pauschal zu sagen ist). Dann hätte ich die Bose als Front eingesetzt (in der Hoffnung, dass das Säulenprinzip den Schall weiter trägt), die RCF als Delays mit entsprechend verzögerung.


    Wenn Zusatzmaterial eine Option wäre - Molton an den Wänden hätte vielleicht etwas gebracht.


    Aber am Ende ist es die Frage, was war das Ziel? War die Band Hintergrundbeschallung und die Leute wollten quatschen - dann ist es letztlich egal, wenn es nicht den "auf die Fresse" Sound gibt. Und wenn die Band im Zentrum stand, dann wäre vielleicht eine gute Anmoderation mehr wert gewesen als die geilste PA der Welt ;)

    (PS: Profi bin ich auch nicht. Bin selber auch gespannt, was die "alten Hasen" noch für Ideen haben)

    Der Ton macht die Musik.

  • Pappenheim
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    18
    • 18. Mai 2015 um 22:07
    • #3
    Zitat von "zegi"

    Dazu würde ich "jein" sagen. Hallende Räume werden mit schallschluckenden Gästen eher besser als schlechter. Wenn die sich allerdings laut unterhalten, ist es eh sinnlos, sich durchsetzen zu wollen.

    Mhm, schon klar. Durchsetzen ist in der Tat nicht möglich, obwohl lautstärkemäßig noch einige Luft nach oben gewesen wäre :D

    Zitat von "zegi"

    Vielleicht müsstest du die Frage präzisieren - geht es darum, mit dem vorhandenen Equpment das beste zu machen, oder darum, mit wenig Zusatzmaterial mehr zu erreichen?

    Sowohl als auch... :)


    Zitat von "zegi"

    Mit dem vorhandenen Equipment hätte ich auf jedenfall komplett auf den Hall verzichtet, Mitten und Höhen tendentiell etwas angehoben, Bässe etwas raus gedreht (wobei das schwierig pauschal zu sagen ist). Dann hätte ich die Bose als Front eingesetzt (in der Hoffnung, dass das Säulenprinzip den Schall weiter trägt), die RCF als Delays mit entsprechend verzögerung.

    Also Hall wirklich komplett raus? Nur bei den Stimmen oder auch beispielsweise bei einer Akustik-Gitarre?

    Und zum Delay: Braucht man sowas bei bloß 12 Metern Abstand wirklich schon? Oder anders formuliert: Ab welcher Distanz braucht man Delays?


    Zitat von "zegi"

    Wenn Zusatzmaterial eine Option wäre - Molton an den Wänden hätte vielleicht etwas gebracht.

    Das glaube ich auch, aber, puha, das wäre schon ein ziemlicher Aufwand bei so einer riesigen Halle. Oder bringen da schon wenige Quadratmeter hinter der Band was?

    Zitat von "zegi"

    Aber am Ende ist es die Frage, was war das Ziel? War die Band Hintergrundbeschallung und die Leute wollten quatschen - dann ist es letztlich egal, wenn es nicht den "auf die Fresse" Sound gibt. Und wenn die Band im Zentrum stand, dann wäre vielleicht eine gute Anmoderation mehr wert gewesen als die geilste PA der Welt ;)

    Ja, das war schon klar, dass die Band eindeutig Hintergrundbeschallung ist (die Veranstaltung war ja eine Art Zeltfest, nur halt in einer Halle). Das war durchaus mit dem Veranstalter so abgesprochen. Also böse Überraschung war es keine, und als "Konzert" im eigentlichen Sinn war es nicht geplant. Sowas veranstalten wir dann selber, und vorzugsweise im Sommer im Freien, wo die Akustik meiner Meinung nach noch immer am besten formbar ist (vorausgesetzt es geht kein starker Wind).

    Zitat von "zegi"

    (PS: Profi bin ich auch nicht. Bin selber auch gespannt, was die "alten Hasen" noch für Ideen haben)

    Jopsi, ich auch :wink: aber ich danke dir schon mal herzlich für deine Anregungen!

  • Online
    Loloverde
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    • 18. Mai 2015 um 23:02
    • #4

    Hi

    Bei Schlagzeug und klassischen Monitoring bringt ein Molton hinter der Band auf jeden Fall was. In der Halle hätte man den super an dem Kabelkanal festmachen können.

    Wenn du schon mehr als genug Naturhall hast, dann mache den eigenen komplett aus.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • bemi
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    • 18. Mai 2015 um 23:11
    • #5

    1. Raumakustik verbessern, z.B. Molton
    2. besser zielen - Tops hoch rauf und neigen, Raum möglichst wenig anregen
    3. eine Beschallungsrichtung - kein zusätzliches System an und v.a. von der Seite
    4. wenn weiter hinten doch Lautsprecher: möglichst Beschallungsrichtung einhalten und passend verzögern
    5. Monitoring so leise wie irgend möglich
    6. Raummoden möglichst wenig anregen (EQ - hast du ja schon gemacht, wobei da tiefer sicher auch noch was mulmt)


    Im Prinzip: für möglichst viel Direktschall sorgen

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • yamaha4711
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    • 18. Mai 2015 um 23:46
    • #6

    Zunächst mal ist es sehr vermessen zu meinen, dass man mit 2 12" RCF Tröten und ner "wir-haben-die-Physik-neu-erfunden" Säulensystem irgendwas bei 400 Pax in so einer Halle etwas zu reissen. Selbst bei nur Hintergrundbeschallung muss das in einem mehr oder minder großem Desaster enden.

    Der Reihe nach was ihr so falsch gemacht habt:
    Die Aufstellung der LS sollte immer zielgerichtet sein. Wenn man LS auseinander stellt, dann müssen diese in ihrer Laufzeit angepasst werden. Bei 12m Distanz ist das Weglassen eines Delays mehr als suboptimal. Warum?
    Reflexionen und die damit einhergehenden Interferenzen bzw. bei nicht angeglichener Laufzeit Kammfiltereffekte, Echos und Matschsound, von einer nicht mehr vorhandenen Sprachverständlichkeit mal ganz zu schweigen.

    Wenn die Halle eh schon hallt und die Boxen es einfach nicht hergeben, dann ist Hall auf der Front der endgültige Tod einer noch irgendwie vorhandenen Sprachverständlichkeit.

    Dass du dann auch noch die unteren Mitten gezogen hast und damit zum Teil den Grundtonbereich gekillt hast.... aber lassen wir das. Die Böxleins waren halt am Ende, gell?
    Das sinnvollste war es den Hall raus zu nehmen.
    Wo hast du angehoben?

    Das beste ist, man hat nur eine Punktschallquelle. Damit ist jeder Ärger bezgl. Laufzeiten und damit Interferenzen und all den anderen Unzulänglichkeiten vom Tisch. Jede weitere Schallquelle macht eben ärger und man muss sich dessen bewusst sein. Ich empfehle daher sich einfach mal mit den Grundlagen der Akustik auseinander zu setzen.

    Was du hättest machen können:
    Wenn ihr keine Subs (die von dem Bose Dingens zählen nicht) habt, dann wäre das erst die Bässe so grob bei 180 Hz abzuschneiden. Damit entlastest du deine Topteile und sie können "mehr" in dem relevanten Frequenzbereich leisten. Der Bass kommt dann eben nur vom Instrument auf der Bühne.

    Wie schon angemerkt die Bose Dinger als Frontholz nehmen. Allerdings erreichen die eben nur die Leute bis zur 5 Reihe. Dann wirds mau wegen dem großen Öffnungswinkel. Da ist nix mit in die Tiefe. Die Frage ist, wie man die Dinger zum Teufel noch eins auf Höhe bringt.

    Ab 8-10m die Delayline stellen (die RCF's) und diese dann auch per Delay an die Front angleichen. Pegel kann hier schon mehr sein als nur Stütze und Aufholung des Pegelverlustes. Damit hätten auch die weiter hinten sitzenden Gäste etwas gehabt. Zudem werden dadurch die direkten Reflexionen von den Wänden in diesem Bereich ein wenig überdeckt.
    Man sollte sich immer über das Verhältnis Direktschall zu Diffusschall im Klaren sein.

    Die LS grundsätzlich auf Höhe bringen (über die Köpfe) und nach unten neigen, also auf das Publikum bzw. die zu beschallende Fläche ausrichten. Damit verhindert man Reflexionen an schallharten Auf- und Anbauten wie Glasscheiben, Betonmauern, etc.

    Die Bühne hinter dir mit Molton (sofern vorhanden nebst Hebevorrichtung) abhängen. Damit werden auch Reflexionen (vor allem die von den Instrumenten auf der Bühne) geschluckt und es macht den Raum trockener.

    Hoffen auf viel Publikum in so einer Hütte, denn je weniger Publikum, desto mehr Hall. Das Publikum wirkt als Diffusor und Absorber. Allerdings ist dann halt auch der Grundpegel entsprechend hoch und die PA muss da eben erst mal drüber. Bei dem genannten Equipment eine sehr unangenehme Aufgabe.

    Stimme grundsätzlich bei so etwas direkt und nach vorne mischen. Ja nicht die Grundfrequenzen killen. Präsenzanhebung vorsichtig dosieren. Lowcut!

    Je kleiner die Anlage, desto weniger unnütze Signal auf diese geben. Letztendlich hätte es wohl mit nur Gesang am besten funktioniert.

    Sich einen Tonmann suchen, welcher sein Handwerk versteht und euch vom Raum aus mischt. Das Mischen von der Bühne in Selfmade manier ist eben auch suboptimal, denn du hörst nicht wie es unten klingt.

    Fazit: sieh es sportlich. Edision (der mit der Glühbirne) hat auch nach jedem Fehlversuch gesagt: Und wieder kenn ich eine weitere Möglichkeit wie es nicht funktioniert.

    Zitat

    Sowas veranstalten wir dann selber, und vorzugsweise im Sommer im Freien...


    mit demselben Equipment? Oh, sehr sportlich. Wieviele Zuhörer habt ihr da?

    Zitat

    Und zum Delay: Braucht man sowas bei bloß 12 Metern Abstand wirklich schon? Oder anders formuliert: Ab welcher Distanz braucht man Delays?


    In der Regel ja. Selbst wenn man nur 0,5m Distanz hat. Kammfilter ich hör dich. Wenn man ohne Laufzeitanpassung so etwas macht, dann spart man sich den Phaser im Effektrack.
    Wie schon gesagt: Grundlagen der Akustik.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Dosenfutter
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    • 19. Mai 2015 um 00:02
    • #7

    Besseren Sound in einer Halle? Das wichtigste ist da Aufstellung der Kisten und deren Abstrahlcharakteristik. Delay-Line und nearfill kann dabei sehr viel helfen, eine enge Abstrahlung ist aber dabei schon sehr wichtig.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • kob1
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    • 19. Mai 2015 um 01:35
    • #8

    Für eine 5-Mann Kapelle ohne Tonmensch würd ich vorschlagen ihr investiert nochmal in 3 dieser L1 Systeme und verwendet sie so wie ursprünglich gedacht:
    https://www.youtube.com/watch?v=Aqw1JCq3V90
    https://www.youtube.com/watch?v=ybVli3Whr4g
    https://www.youtube.com/watch?v=XZ_F8sQt3iI
    ...

    oder eben in einen Tonmenschen mit eigenem Material - soeiner sollt sich sogar in Mistelbach (-Umgebung) finden lassen :D

    Grüße

    edith: seit wann trinken die Leut' bei euch Wasser oder sind das Weinviertler Gpritzte?! :D:D

  • guma
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    • 19. Mai 2015 um 06:46
    • #9

    Viele gute und richtige Tipps. Der wichtigste ist allerdings dieser :

    Zitat von "yamaha4711"

    ... Sich einen Tonmann suchen, welcher sein Handwerk versteht und euch vom Raum aus mischt. Das Mischen von der Bühne in Selfmade manier ist eben auch suboptimal, denn du hörst nicht wie es unten klingt.

    Zitat von "kob1"


    ...oder eben in einen Tonmenschen mit eigenem Material - soeiner sollt sich sogar in Mistelbach (-Umgebung) finden lassen :D

    Einfache Vorgehensweise:
    Ihr legt eine vernünftige Grenze dafür fest, was ihr mit eurer eigenen Anlage macht: Kneipengigs, Hochzeiten bis max. 100 Personen u.s.w.
    Darüber engagiert ihr einen ordentlichen Tonmann, ( bitte nicht die DJ-Wackellampen-Eventles-Komplettanbieterbude von neben an !!! ) und zwingt ihn nicht dazu, mit einem von euch gewählten Lautsprechersammelsurium zu agieren sondern überlasst ihm die Wahl der Waffen.

  • audiobo
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    • 19. Mai 2015 um 10:37
    • #10

    Oder anders gesagt: Mit einem 50PS Fiesta (...Fabia, Corsa, etc.) zieht man ja auch keinen 2-Tonnen-Anhänger durch die Gegend.
    Und wer solche Anhänger fährt, sollte wiederum Erfahrung damit haben.

    Mit dem Unterschied, dass es in der Welt der Automobile dafür Richtlinien und Gesetze gibt, man also gar nicht die Wahl hat es einfach so auszuprobieren...

  • Pappenheim
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    • 19. Mai 2015 um 14:00
    • #11

    Na da hat sich doch einiges getan in dem Faden seit gestern. Danke euch allen für eure Ratschläge und Tips. Jetzt raucht mir allerdings doch ein wenig die Birne... :roll:

    Das mit den Delay-Lines habe ich nicht gewusst, ein Kollege (der zugegebenermaßen auch nicht wirklich Profi ist), meinte, dass man Delay-Lines erst ab 15 Metern Abstand braucht. Das hätte dann bei uns rückblickend doch anders laufen müssen, denn die unangenehmen Effekte des Nichtanwendens von Delay-Lines kommen mir jetzt, wie von euch beschrieben, doch sehr bekannt vor :oops: vor allem die Sprachunverständlichkeit.

    Ich werde einiges von dem, was ihr hier so beschrieben habt, in Zukunft berücksichtigen, vor allem die einheitliche Beschallungsrichtung; und den Hall ganz rauszudrehen und nicht bloß ein bisschen. Und mit Molton werde ich mich auch auseinandersetzen müssen.

    Allerdings: Wie soll ich 12"-Aktivboxen über die Köpfe kriegen und nach unten strahlen lassen? Mit einem normalen Stativ geht das ja wohl nicht.

    Das mit dem Engagement eines eigenen Tonmannes ist natürlich auch relativ: Klar hätten wir den gerne, aber dann bleibt nicht nur vom Honorar nichts mehr übrig, sondern wir würden sogar noch draufzahlen. Ist leider so.

    Was die Grundlagen der Akustik betrifft: Ich lerne ja gerne und bin selbstverständlich auch bereit dazu. Gibt es so etwas wie ein anerkanntes Standardwerk für Halbanfänger wie mich, habt ihr da eine Empfehlung?

    Nur kurz zu den Einzelfragen:

    Zitat von "yamaha4711"

    Dass du dann auch noch die unteren Mitten gezogen hast und damit zum Teil den Grundtonbereich gekillt hast.... aber lassen wir das. Die Böxleins waren halt am Ende, gell?
    Das sinnvollste war es den Hall raus zu nehmen.
    Wo hast du angehoben?

    Nein, waren sie eigentlich nicht, da wäre schon noch Spielraum gewesen. Aber auch Hörschäden :)
    Angehoben hab ich ab 4 kHz (ein wenig), 8 kHz (ein wenig mehr).

    Zitat von "yamaha4711"


    mit demselben Equipment? Oh, sehr sportlich. Wieviele Zuhörer habt ihr da?

    Bis zu 300 Leutens. Hat bis dato sehr gut funktioniert, nur mit den zwei 12"-RCFs. Klar könnte ich mit Subs und Topteilen und wasweißich noch mehr erreichen, aber he, soviel Kohle hamma nun mal nicht. :wink:

    Zitat von "kob1"

    edith: seit wann trinken die Leut' bei euch Wasser oder sind das Weinviertler Gpritzte?! :D:D

    Ja, da trinkt doch keiner Wasser... :D

  • karel noon
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    • 19. Mai 2015 um 14:51
    • #12

    Es gibt viele Varianten Lautsprecher zu Winkeln, im Regelfall ein Aufsatz für das vorhandene Stativ wie dieser relativ gute hier:
    http://www.euromet.com/en/product/sis…ica-su-stativo/

    Findet man in jedem online Musikhaus von sehr günstig bis gut :)

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Dosenfutter
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    • 19. Mai 2015 um 15:19
    • #13
    Zitat von "kob1"

    Für eine 5-Mann Kapelle ohne Tonmensch würd ich vorschlagen ihr investiert nochmal in 3 dieser L1 Systeme und verwendet sie so wie ursprünglich gedacht:[...]


    Das ist exakt das, was man in der Situation NICHT machen sollte! Die Dinger strahlen sehr breit (~100°), beschallen also sämtliche Wände und bringen den maximalen Matsch, den man sich nur einhandeln kann! Eng strahlen ist angesagt, sonst geht das nach hinten los!

    Zitat von "kob1"

    oder eben in einen Tonmenschen mit eigenem Material


    Das sehe ich auch so - der muß aber vorher über die VA bzw. Probleme informiert werden.

    Zitat von "Pappenheim"

    Allerdings: Wie soll ich 12"-Aktivboxen über die Köpfe kriegen und nach unten strahlen lassen? Mit einem normalen Stativ geht das ja wohl nicht.


    Doch, das geht. Über einen Neiger oder über einen anderen Lautsprecher-Einbauflansch.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • HenrySalayne
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    • 19. Mai 2015 um 15:51
    • #14

    Bei Verwendung eines Boxenschrägstellers verlagert sich der Schwerpunkt und das Stativ wird nicht mehr zentrisch belastet. Also bitte, bitte ordentliche Stative Verwenden und diese maximal sicher aufstellen. Auch ein Plastikkübel mit 20 kg kann einen die Birne aus knapp 2m Höhe einschlagen.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • yamaha4711
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    • 19. Mai 2015 um 16:04
    • #15
    Zitat

    ...ein Kollege (der zugegebenermaßen auch nicht wirklich Profi ist), meinte, dass man Delay-Lines erst ab 15 Metern Abstand braucht.


    Er meinte damit den absoluten Abstand und auch das ist je nach LS, Raum und Anwendung unterschiedlich. Man kan eine Delayline auch schon nach 3m setzen. In Kirchen wird das sehr gerne gemacht. Bei OA Anwendung steht der Delayturm dann eben erst nach 70m.
    ABER und jetzt kommt das was dir der Kollege womöglich verschwiegen hat und was die Kollegen hier auch schon geschrieben haben. Die Laufzeitanpassung, d.h. pro Delayline benötigt man einen extra Endstufenkanal nebst einstellbarer Verzögerung, sonst wird das nix und dann ist es auch keine Delayline.

    Zitat

    Bis zu 300 Leutens. Hat bis dato sehr gut funktioniert, nur mit den zwei 12"-RCFs.


    Wie ich schon schrieb: sehr sportlich. Wenn es für euch passt. Ich hätte da sehr viel Bauchweh dabei nach dem Motto Klirr lass nach.

    Anheben ein wenig bei 8 kHz ist OK, sofern das der HT bei dem Pegel kann. Bringt Brillianz in das ganze. Man muss aber vorsichtig sein, denn das fängt auch sehr schnell an zu zischeln und klingt dann spitz.
    4 kHz würde ich eher flat lassen, da unser Gehör hier doch noch recht empfindlich ist.

    Zitat

    ...soviel Kohle hamma nun mal nicht.

    und

    Zitat

    Das mit dem Engagement eines eigenen Tonmannes ist natürlich auch relativ: Klar hätten wir den gerne, aber dann bleibt nicht nur vom Honorar nichts mehr übrig, sondern wir würden sogar noch draufzahlen. Ist leider so.


    Zumieten und auf die Gage aufschlagen.
    Engagieren und ebenfalls auf die Gage aufschlagen.
    Ihr habt dann eben eueren Preis und liefert dafür dann auch Qualität. Anderesherum macht man sich nur den Namen kaputt.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • simonstpauli
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    • 19. Mai 2015 um 16:32
    • #16

    Zum Thema Lautsprecher neigen:

    Es gibt viele Möglichkeiten, das zu erreichen:

    1. Schwenkbügel
    2. balanced tilter (Neigeadapter, der den Schwerpunkt nicht oder kaum verschiebt)
    3. Lautsprecher fliegen (unter Beachtung aller Sicherheitsaspekte)

    Zum Thema Techniker beauftragen: es stößt mir ein wenig auf, daß kein Geld für einen Profi da ist, ansonsten aber hier gerne Ratschläge von Profis angenommen werden.
    Andererseits ist der Ton angenehm und daher noch ein weiterer Tip:

    Die Beschallung auf das Publikum ausrichten und reflektierende Flächen meiden. Dabei versuchen, die zu beschallende Fläche möglichst gleichmäßig abzudecken. Dazu zu Abstrahlung der Lautsprechersysteme beachten. Im Prinzip ist das erstmal nur Geometrie und Mathematik.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Pappenheim
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    • 19. Mai 2015 um 22:41
    • #17
    Zitat von "Dosenfutter"


    Das ist exakt das, was man in der Situation NICHT machen sollte! Die Dinger strahlen sehr breit (~100°), beschallen also sämtliche Wände und bringen den maximalen Matsch, den man sich nur einhandeln kann! Eng strahlen ist angesagt, sonst geht das nach hinten los!

    Laut Herstellerangaben sollen es sogar fast 180° sein.

    Zitat von "HenrySalayne"

    Bei Verwendung eines Boxenschrägstellers verlagert sich der Schwerpunkt und das Stativ wird nicht mehr zentrisch belastet. Also bitte, bitte ordentliche Stative Verwenden und diese maximal sicher aufstellen. Auch ein Plastikkübel mit 20 kg kann einen die Birne aus knapp 2m Höhe einschlagen.

    Danke an alle für den Tip mit den Boxenschrägstellern. Ich wusste echt nicht, dass es so etwas gibt. Klarerweise verwenden wir ordentliche Stative, kippen soll das Zeug ja schließlich nicht.

    Zitat von "yamaha4711"

    ABER und jetzt kommt das was dir der Kollege womöglich verschwiegen hat und was die Kollegen hier auch schon geschrieben haben. Die Laufzeitanpassung, d.h. pro Delayline benötigt man einen extra Endstufenkanal nebst einstellbarer Verzögerung, sonst wird das nix und dann ist es auch keine Delayline.

    Also sowas wie das hier reicht nicht?

    Zitat von "simonstpauli"

    Zum Thema Techniker beauftragen: es stößt mir ein wenig auf, daß kein Geld für einen Profi da ist, ansonsten aber hier gerne Ratschläge von Profis angenommen werden.

    Ja, ich weiß, ich hab eh ein schlechtes Gewissen... :oops: ... vielleicht werden wir bei Veranstaltungen dieser Größenordnung das mit dem Tonmann mal durchkalkulieren...

    Noch eine Frage:

    Kennt ihr dieses Buch?

    Wäre das was für mich, wenn ich mich mal vom Semilaien zum Semiprofi hocharbeiten will? :)

  • oton
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    • 19. Mai 2015 um 22:54
    • #18
    Zitat von "Pappenheim"


    Noch eine Frage:

    Kennt ihr dieses Buch?

    Wäre das was für mich, wenn ich mich mal vom Semilaien zum Semiprofi hocharbeiten will? :)


    Ja es hilft auf jeden Fall, und ist ein sehr gut gemachtes Buch. Lesen hilft aber nur bedingt, hinterher auch machen .. :D ... aber du kannst ja quasi bei der Arbeit üben, gar nicht die schlechtesten Vorraussetzungen.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • Online
    zegi
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    • 19. Mai 2015 um 22:57
    • #19

    Das Buch sollte Pflicht sein für jeden Einsteiger. Das ist extrem gut investiertes Geld!

    Der Ton macht die Musik.

  • Pappenheim
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    • 19. Mai 2015 um 23:09
    • #20

    Schon bestellt! :wink:

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