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Fragen an die URPS Praktiker...

  • Anonymous
  • 27. November 2002 um 18:57
  • Anonymous
    Gast
    • 27. November 2002 um 18:57
    • #1

    Verfolge nun schon länger die ganzen URPS Threads und habe nachgedacht, wie man so ein Ding vor dem Bau abschätzen kann - Chassisanzahl, Gehäusegrösse, Schalldruck etc.
    Damit ich mich mit der kompletten Theorie nicht blamiere, erst mal einige Fragen:

    1.)
    Wenn ich n Chassis nahe beieinander betreibe, müsste doch jedes das sqrt(n)-fache seiner normalen Luftmasse von 2,24*r*r*r (kg, m) bewegen. Bei 128 Stück 20-cm-Chassis sind das rund 24g, das ist etwa soviel Luftmasse wie die Membran wiegt(!). Dadurch müsste die Resonanzfrequenz auf etwa 70% sinken.

    Habt Ihr das mal genau gemessen? Resonanz eines Chassis einzeln betrieben z.B. 120 Hz, von 128 Stück zugleich dann 80 Hz?

    2.) Für jede Verdoppelung der Chassiszahl gewinnt man 3 dB Schalldruck aus dem besseren Strahlungswiderstand und weitere 3 dB aus der doppelten Leistung. Bei 128 Stück also +42dB. Ein Chassis hat z.B. 90dB/1W/1m, bei 100W also max. 110dB, 128 Stück davon max. 152 dB. Aber das nur oberhalb der Resonanzfrequenz von z.B. 80Hz, darunter Abfall mit 12 dB/Oktave. Bei 20 Hz wären max. 128 dB @ 1 m möglich.
    Bei üblichem Equalizing auf linearen Frequenzgang 20 Hz - 80 Hz kommt man aber dann doch nirgends über 128 dB hinaus, ist das richtig?

    3.)
    Die dB(A)-Bewertung für 20 Hz ist -50dB, und max. 78 dB(A) scheint wenig. Wenn der URPS Bass trotzdem laut scheint, liegt das vielleicht daran, dass Musik selten 20 Hz Vollpegel hat? (Carbass schon, was noch? Dub? Techno? Welche?) Weil der URPS bei "normalen" Bassfrequenzen ja auf >140 dB ausgesteuert werden kann und dann immer noch 20 Hz mit 128 dB kann? Was vergleichbare 40Hz- Basshörner wegen ihres extrem steilen Tieftonabfalls nicht können?


    So, genug für heute. Weitere Berechnungsversuche demnächst auf diesem Kanal. Kann aber ein paar Wochen dauern bis ich wieder online bin 8-(

  • JF
    Verifiziert
    Beiträge
    2.934
    • 28. November 2002 um 01:09
    • #2

    Grüsze!

    Na dann probier ich mal trotz nächtlicher Stunde.

    Zitat


    Habt Ihr das mal genau gemessen? Resonanz eines Chassis einzeln betrieben z.B. 120 Hz, von 128 Stück zugleich dann 80 Hz?

    Der URPS ist so supergut, das man garnicht messen braucht! :sad:
    Sprich wirklich was gemessen wurde noch nie ...

    Zitat


    2.) Für jede Verdoppelung der Chassiszahl gewinnt man 3 dB Schalldruck aus dem besseren Strahlungswiderstand und weitere 3 dB aus der doppelten Leistung. Bei 128 Stück also +42dB. Ein Chassis hat z.B. 90dB/1W/1m, bei 100W also max. 110dB, 128 Stück davon max. 152 dB.

    Man muß zusätzlich aber noch bedenken, das das Nahfeld des Großarrays deutlich weiter reicht wie von einem einzelnen Speaker, sprich er "wirft" weiter.

    Zitat


    Aber das nur oberhalb der Resonanzfrequenz von z.B. 80Hz, darunter Abfall mit 12 dB/Oktave. Bei 20 Hz wären max. 128 dB @ 1 m möglich.

    Eigentlich sollte die Resonanzfrequenz noch deutlich tiefer rutschen, Messungen werden wohl nie kommen ....

    Zitat


    Bei üblichem Equalizing auf linearen Frequenzgang 20 Hz - 80 Hz kommt man aber dann doch nirgends über 128 dB hinaus, ist das richtig?

    Das ist natürlich Quatsch.
    Bei 20Hz hat man immer sehr viel weniger Energie wie bei 50-80Hz! Daher kann man da auch mal kräftig boosten. Und 100%ig linear muß es dann ja auch nicht sein.

    Zitat


    Die dB(A)-Bewertung für 20 Hz ist -50dB, und max. 78 dB(A) scheint wenig.

    Hm, aber die dB(A) Bewertung würd' ich da eigentlich nicht mit reinziehen? Auch hat die nur bedingt was mit dem tatsächlichem Hörempfinden zu tun, gerade bei diesen Lautstärken.

    mfg
    JF

  • Brain
    Beiträge
    1.144
    • 28. November 2002 um 09:21
    • #3
    Zitat


    JF schrieb am 2002-11-28 01:09 :
    Eigentlich sollte die Resonanzfrequenz noch deutlich tiefer rutschen, Messungen werden wohl nie kommen ....

    Die Resonanzfrequenz sinkt nur bei erhöhung des Imaginärteils, nicht aber bei erhöhung des Realteils.

  • maha
    Beiträge
    663
    • 28. November 2002 um 11:28
    • #4

    Brain!

    Bedeutet:
    -Steigere ich die Membranmasse imaginär.... beispielsweise denke ich mir, dass sich ein schwerer Fehlerteufel daran festklammert.... dann sinkt die Reso?
    - Pinsle ich die Membrane mit realem Material ein.... dann steigt sie? ... bleibt gleich? Oder was?

    Gruß, maha
    PS: nicht ernst nehmen.....

  • SES'lab
    Beiträge
    147
    • 28. November 2002 um 13:22
    • #5

    Ein Chassis hat z.B. 90dB/1W/1m, bei 100W also max. 110dB, 128 Stück davon max. 152 dB. Aber das nur oberhalb der Resonanzfrequenz von z.B. 80Hz, darunter Abfall mit 12 dB/Oktave. Bei 20 Hz wären max. 128 dB @ 1 m möglich


    [/quote]


    Obwohl ich kein Freund dieser systeme bin (wer schon den Impuls gemessen hat weiss wo von ich rede) kann ich dir einige Tips geben.

    90db 1m/1w und 100w = 110db ist Pi mal Daumen, richtig. Mann sollte jedoch bedenken
    das die Mechanische Belastbarkeit bei 20Hz und einem 8"Bass weit(!!!)vor der Elektrischen Belastbarkeit erreicht ist.
    Je nach Treiber ist bei 20Hz schon bei ca.10watt die Mechanische Belastbarkeit erreicht. Jagst du dem Chassis 100watt bei 20Hz rein, kann es sein das dir die Membrane um die Ohren fliegt :smile:
    Dein Projekt ist ziemlich Komplex und ich frage mich, ob es da nicht Effizientere lösungen gibt, laut, 20Hz zu Produzieren.

    Ansonsten, Könnte ich dir ev. weiter Helfen mit der Mechanischen Belastbarkeit (x-max).
    dazu brauche ich jedoch Sämtliche Chassisparameter!!!
    Es ist zwar auch nur "Theorie", es könnte dich jedoch trotzdem ein ganzes Stück weiter helfen...

    Gruss...Sesto.

  • Anonymous
    Gast
    • 28. November 2002 um 15:05
    • #6

    Ähm ich denke, dass hier das Urpsprinzip etwas missverstand wurde.
    Aufgrund des gigantischen Strahlungswiderstand geht den Chassis nicht wirklich so schnell das Xmax aus.
    Außerdem wieso soll die Impulstreue schlecht sein....ich denk gerade bei solchen Systemen ist sie sehr gut....zum einen durch die kleinen Chassis, aber auch durch die kleinen geschlossenen Gehäuse....

    Mfg Andreas

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 28. November 2002 um 15:32
    • #7

    nicht schon wieder ein urps thread.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • SES'lab
    Beiträge
    147
    • 28. November 2002 um 15:39
    • #8
    Zitat


    Anonymous schrieb am 2002-11-28 15:05 :
    Ähm ich denke, dass hier das Urpsprinzip etwas missverstand wurde.
    Aufgrund des gigantischen Strahlungswiderstand geht den Chassis nicht wirklich so schnell das Xmax aus.
    Außerdem wieso soll die Impulstreue schlecht sein....ich denk gerade bei solchen Systemen ist sie sehr gut....zum einen durch die kleinen Chassis, aber auch durch die kleinen geschlossenen Gehäuse....

    Mfg Andreas


    Bauen, Messen, Hören und dan sehen wir weiter...

  • trockenbassfetischist
    Beiträge
    3.555
    • 28. November 2002 um 16:03
    • #9

    nich schon weider ein urps thread ...
    zustimmung mal ausnahmsweise :smile: - langsam frage ich mich obdie leute nciht lesen können :smile:

    noch zur impulsresponse wer da nichts kapiert solls lieber lassen

    MEssen ist halt aufwand weiso soll ich bei einem vergleich moskwitch favorit (18relflex) gegen Ferrari (Örps) massivtesn Messaufwand bzgl. leistugn aufbauen das sieht man auch "so" ohne viel messen

    bzgl. sinken REso: sie sinkt im homäopattischen umfang

    klang: speaker entscheidet alles der falsche speaker und es klingt scheisse

    Auslenkung: sehe ich beim Reset PC: ja da macht das dann halt 3 cm hub pro speaker (800W - 8 Speaker) - ein guter hälts aus ein schlechter ned schad drum

    im stack - praxis fast nich wahrnehmbare auslenkung - wei auch - kleines volumen (< 4liter, Lochlos, Stahlungswiderstand uind wenig leistung / speaker)

    -------------------------------------------------------
    erst wenn die letzte Membran mit Pampe behandelt, der letzte Bass mit Resonator versehen ist ........... werdet ihr merken dass aus Messwerten keine Musik kommt :)

  • maha
    Beiträge
    663
    • 28. November 2002 um 17:57
    • #10

    @ SeS´lab!

    Du meinst: Mann sollte jedoch bedenken
    das die Mechanische Belastbarkeit bei 20Hz und einem 8"Bass weit(!!!)vor der Elektrischen Belastbarkeit erreicht ist.
    Je nach Treiber ist bei 20Hz schon bei ca.10watt die Mechanische Belastbarkeit erreicht. Jagst du dem Chassis 100watt bei 20Hz rein, kann es sein das dir die Membrane um die Ohren fliegt

    EBEN!!!
    Bedeutet: Auch billigste Massenware verträgt untenrum eher elektrische Leistung. Mechanisch sind sie schon lange im OUT.

    Und was bewirkt das "kleine Gehäuse" im Zusammenspiel mit dem EQing?

    Gruß, maha

  • Anonymous
    Gast
    • 28. November 2002 um 21:37
    • #11

    es gibt doch so schöne 8 x 10" Ampeg Kabinette für Bassisten!
    Stellt davon 12 pro Seite auf und fertig ist das Urpswunder!
    Stefan

  • Jens Droessler
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    • 28. November 2002 um 23:43
    • #12

    Der war gut :smile:

  • maha
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    • 29. November 2002 um 00:01
    • #13

    *lol*.... aber tun muss man es!!! Die Idee ist nämlich echt nicht schlecht.

    Gruß, maha

  • rockline
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    • 29. November 2002 um 13:41
    • #14

    hört sich vielleicht lustig an, aber ich vermute, dass das nichts anderes ist.

    Aber ich hatte es auch mehr als Gag gedacht!
    Stefan

  • tthorsten
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    • 29. November 2002 um 13:50
    • #15

    leider ist der ampeg 8x10" eine BR kiste.

    das urpst doch nicht.

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • pm-acustics
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    • 29. November 2002 um 15:49
    • #16

    Ei wie so denn nicht ???

    Ein bischen PU-Schaum in die Kiste ums Volumen zu verkleinern und dann noch die winterlichen Wollsocken ins Reflexrohr stopfen !

    Fedisch ist der Ürps :smile:

    Grüßle

    Sven

    PISA! die Freiheit nehme ich mir ! ;)

  • rockline
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    • 29. November 2002 um 17:46
    • #17

    Als ich noch ein kleiner Bubi war, fuhr ich mit meinem alten Klasse 4 Moped immer den Sperrmüll ab! Das war so um 1977, da lagen Massenweise alte Radios mit "spitzenmäßigen"
    25cm Isophon Lautsprechern herum.

    Ich war immer schon ein begnadeter Sammler, und zu meinen "Jugendheimdiscoglanzzeiten" hatte ich mal um die 20 dieser Lautsprecher in eine Dose gebaut - natürlich ohne Reflexloch.

    Mit dem sensationellen Antrieb meiner damals üblichen HiFi Verstärker klang das schon recht anständig.

    Ich hätte dieses Konzept wohl weiterbauen müssen, damit wäre ich heute Urpskönig!

    Als Hochtöner verwendete man damals übrigens die "neu" am Markt erhältlichen Piezos!
    Stefan

  • Wellenfront
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    2.083
    • 30. November 2002 um 00:41
    • #18

    Wir wollen doch nicht unsachlich werden.....
    Deine PWH,s und 2x18" Teile fress ich zum Verstärkerwarmlaufen*g*....danach wird es dann Laut.

    Gruss

    Was kostet ein Loch in der bassbox?

  • rockline
    Profi
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    • 30. November 2002 um 08:33
    • #19

    Wellenfront,
    huch......fress....nee, mal im Ernst......ich bin fest davon überzeugt, dass die enorme Anzahl an Lautsprechern in deinen Örpz sehr laut spielen wird, und das es gut klingen wird scheint keine Frage zu sein.

    Vielleicht bastel ich mal was in dieser Richtung, hab schon so eine Idee im Kopf...
    Stefan

  • Anonymous
    Gast
    • 30. November 2002 um 14:55
    • #20

    Bin der anonymous der das Thema gestartet hat, und bevor mir dieser *'#!& Pool-PC zum dritten Mal abstürzt, hier ganz kurz:

    @SES´lab: Um weder Verstärkerleistung, Boxenvolumen oder Chassis zu verschwenden, würde ich den URPS gleich so planen, dass bei maximaler Leistung gerade die maximale mechanische Auslenkung herauskommt. Demnächst schreib ich mal was dazu. Wie geht denn Deine Theorie mit dem xmax?

    @ Brain + maha: In der Tat steigen Real- UND Imaginärteil des Strahlungswiderstands, wenn n Chassis nahe beieinander sind. Beim Realteil = Schalldruck glaubt das hier jeder. Der Imaginärteil ist Membran- und Luftmasse, und im ersten Beitrag gesagt, die Luftmasse pro Chassis steigt mit sqrt(n). Stellt Euch die Luft wie einen Haufen Sand auf einer Membran vor. Auf viele benachbarte Chassis gemeinsam lässt sich ein einziger, viel grösserer Haufen auftürmen, als auf genau so viele Chassis einzeln!
    Ich bin davon ausgegangen, dass sich n Chassis so verhalten wie ein einziges mit der n-fachen Fläche. Die Messung der Einzel- und Gesamtresonanzfrequenz hätte geklärt, ob das stimmt.

    -so long

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