Verfolge nun schon länger die ganzen URPS Threads und habe nachgedacht, wie man so ein Ding vor dem Bau abschätzen kann - Chassisanzahl, Gehäusegrösse, Schalldruck etc.
Damit ich mich mit der kompletten Theorie nicht blamiere, erst mal einige Fragen:
1.)
Wenn ich n Chassis nahe beieinander betreibe, müsste doch jedes das sqrt(n)-fache seiner normalen Luftmasse von 2,24*r*r*r (kg, m) bewegen. Bei 128 Stück 20-cm-Chassis sind das rund 24g, das ist etwa soviel Luftmasse wie die Membran wiegt(!). Dadurch müsste die Resonanzfrequenz auf etwa 70% sinken.
Habt Ihr das mal genau gemessen? Resonanz eines Chassis einzeln betrieben z.B. 120 Hz, von 128 Stück zugleich dann 80 Hz?
2.) Für jede Verdoppelung der Chassiszahl gewinnt man 3 dB Schalldruck aus dem besseren Strahlungswiderstand und weitere 3 dB aus der doppelten Leistung. Bei 128 Stück also +42dB. Ein Chassis hat z.B. 90dB/1W/1m, bei 100W also max. 110dB, 128 Stück davon max. 152 dB. Aber das nur oberhalb der Resonanzfrequenz von z.B. 80Hz, darunter Abfall mit 12 dB/Oktave. Bei 20 Hz wären max. 128 dB @ 1 m möglich.
Bei üblichem Equalizing auf linearen Frequenzgang 20 Hz - 80 Hz kommt man aber dann doch nirgends über 128 dB hinaus, ist das richtig?
3.)
Die dB(A)-Bewertung für 20 Hz ist -50dB, und max. 78 dB(A) scheint wenig. Wenn der URPS Bass trotzdem laut scheint, liegt das vielleicht daran, dass Musik selten 20 Hz Vollpegel hat? (Carbass schon, was noch? Dub? Techno? Welche?) Weil der URPS bei "normalen" Bassfrequenzen ja auf >140 dB ausgesteuert werden kann und dann immer noch 20 Hz mit 128 dB kann? Was vergleichbare 40Hz- Basshörner wegen ihres extrem steilen Tieftonabfalls nicht können?
So, genug für heute. Weitere Berechnungsversuche demnächst auf diesem Kanal. Kann aber ein paar Wochen dauern bis ich wieder online bin 8-(