Moin,
Zitat von "martin"Bernd, ja is an sich klar, 7db sind rein ueber den thermischen Weg nicht machbar. Ich kann aber nochmal nachfragen. JF Messungen zweifle ich ansonsten nicht an, der Mann kann das.
Vielleicht kann ich ja erfahren, was da genau los war.
Nur die Spulentemperatur wohl nicht...
Zitat von "martin"Das mit dem Crest! Kannst mir das wenn du Zeit und Lust hast erläutern? Fuer mich war das eigentlich eine fixe Groesse, egal ob Noise oder Musiksignal. Spitzen halt 6db ueber Durchschnittspegel.
Im uebrigen gibt es ja durchaus Musik, die zumindest im Mittenbereich entfernt an Rauschen erinnert
Rauschen ist ein völlig chaotisches Frequenzgemisch, Folgen von Sinuswellen einer Frequenz sind unendlich selten. Vielleicht könnte man auch sagen : Rauschen ist eine Ansammling von Impulsen. Bei Musik gehört Sinus dazu, Töne.
Da Rauschen unendlich selten mehrere Perioden eines Sinustones enthält, zeigt sich mit Rauschen recht wenig DC-Displacement. Mit isolierten Sinus-Tönen, oder auch mit musikalischen Tongemischen sieht das ganz anders aus. Bei eher klassischen Rocktiteln repräsentierten Snare und Bassdrum für kurze Impulse das Amplitudenmaximum, der Pegel z.B. von Bassläufen liegt weit, sehr weit darunter. Eine frühe Ausnahme machte die norwegische Band Motorpsycho, die Live regelmäßig einseitig abgebrannte Bassschwingspulen hinterließ, ...Orgelpedale. Bei modernen Party/Dance- Titeln sieht das ähnlich aus, über die erlebten Folgen habe ich oft geschrieben. Es ist eher die Regel als eine Ausnahme, daß die Schwingspule über mehrere Sekunden eines Titels nicht überhaupt nur einen mechanischen Nulldurchgang macht, also mehr als die Hälfte der Spule ungekühlt außerhalb des Spaltes bleibt. - Mit thermischen Folgen, Klirr, und Pegelreduktion wegen Antriebslosigkeit. So können auch 7 dB zustandekommen
Das gilt natürlich nicht nur für den Bassbereich, sondern trifft auch Tiefmitteltöner, und sogar Hochtontreiber, wobei hier die veränderte Mittellage hauptsächlich das Vorkammervolumen ändert.
Es bleibt also spannend herauszufinden, woraus sich die Klangänderung, die allgemein hilflos der Spulenerwärmung zugeschrieben wird, tatsächlich herrührt. Genauso wie das Messen der Spulentemperatur lohnt sich Hubforschung.
Gruß
PS >>120°C VCTemp<< ... es lohnt sich zu wissen unter welchen Betriebsumständen Teile der Schwingspule zerstörerisch heiß werden. In der Praxis sehe ich keinen Grund eine sture Regel aufzustellen. Bei meinen Tops habe ich (unter Anderem
) die Schwingspulenabwärme reduziert und die Wärmeabfuhr aus dem Gehäuse optimiert. Ich erlaube mir kalt abzustimmen, da ändert sich auch nach 24 Stunden Vollast nichts wesentliches. ...Und was will ich mit einem Beschallungslautsprecher, der "kalt" nicht funktioniert :roll: Und doch vermute ich, daß die mit der Temperatur geänderten Parameter auch bei "klassischen" Aufbauten eine weit kleinere Rolle spielen als das, zum guten Teil durch DC-Displacement bedingte (Klirr-) Verhalten.