A&H AHM64 Matrix

  • der hersteller hat heute eine neue audio-matrix vorgestellt:

    https://www.allen-heath.com/ahm-64/


    als nachfolger der iDR4 und iDR8, die ja schon letztes jahr ausgelaufen sind, kann man diese matrix wohl nur eingeschränkt sehen, denn sie ist ja gleich wesentlich größer ausgelegt.

    wenn man sich mal die featureliste ansieht, ist das für festinstallationen aber sicher eine sehr interessante sache.

    je nach dem, was das ding kostet, könnte ich mich vielleicht von meinen Bose ESP und XTA Controllern trennen... vermutlich werde ich aber warten und hoffen, dass es irgendwann mal eine kleinere version gibt, die ich als lautsprechercontroller einsetzen kann.

  • So richtig verstehe ich noch nicht, was ich damit machen kann, wofür eine DM0 nicht taugt. Mir wäre das zu unflexibel (von den Anschlussmöglichkeiten, was Software/Routing/Frequenzweichenfunktion u.ä. angeht schweigt sich Allen&Heath ja noch aus)
    Aber vielleicht ist der Preis ja unschlagbar, mal sehen. Bei den derzeitigen Produktionszyklen sehe ich das Gerät aber dieses Jahr noch nicht auf dem Markt.

  • Bei den derzeitigen Produktionszyklen sehe ich das Gerät aber dieses Jahr noch nicht auf dem Markt.

    normalerweise sind neue Produkte bei A&H schon relativ schnell verfügbar

    zumindest in kleinerer Stückzahl

    So richtig verstehe ich noch nicht, was ich damit machen kann, wofür eine DM0 nicht taugt

    eventuell gibt es ja Synergien für uns...;)

    8 Band PEQ für die Outputs, Lautsprecherprozessing

  • na ja, es gibt hier auch 8 Automatikmixer, das sind doppelt so viele wie in der dLive. ausserdem wird explizit die möglichkeit von lautsprecherprozessing und ANC genannt. das kann also schon ein paar andere dinge als in der dLive und ist damit wohl eher nicht für den livemix, sondern für installationen gedacht.

    aber klar: was mir im moment noch fehlt, ist die software dazu. erst wenn man die mal in den fingern hatte, kann man das besser einschätzen.

    bin mal gespannt, ob noch ein paar meiner ideen eingeflossen sind. Markus hatte vor ein paar jahren mal nach ideen gefragt, weil ich eben auch schon einige erfahrungen mit installationen habe.

  • Ich konnte mir das Gerät und eine frühe Softwareversion auf der ISE ansehen. Das ist definitiv nicht für Livemix gemacht, eher etwas für Festinstallation und noch sehr gewöhnungsbedürftig. Ob die Kiste auch als PA Controller taugt hängt nach meiner Meinung von den Einstellmöglichkeiten der Limiter ab, die habe ich mir aber nicht so genau angesehen. Filter sind wohl aber genügend vorhanden. Vorteil sind auf jeden Fall die digitalen Schnittstellen in die dLive- und Sq-Welt.


    Micha

  • ich verstehe das AHM64 als gehirn der anlage, so wie das Mixrack in der dLive.

    das heisst, die maschine ist erstmal rudimentär nur mit 12 analogen In- und outputs bestückt, wenn man mehr/andere/spezielle funktionen haben möchte, kann man das system entsprechend erweitern.

    AES/EBU möglichkeiten ergeben sich da z.b. über die DX32, wenn man nur outputs benötigt auch über die DX12.

    so kann man das system genau so zusammenstellen, wie es in der jeweiligen installation benötigt wird.


    ich nutze z.b. überhaupt kein AES3, sondern fahre meine digitalen signale mehr und mehr über Dante. ausserdem nutze ich auch noch viele analoge signalführungen zu meinen amps.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von wora ()

  • so kann man das system genau so zusammenstellen, wie es in der jeweiligen installation benötigt wird

    ja irgendwie ja nicht... dann hätte es modulare I/O Ports


    es hat ja auch eine feste Architektur...
    ich bin mir nicht sicher ob das diesmal so genau auf den Bedarf der Welt zugeschnitten ist

    der Installationsmarkt ist ja schon sehr umkämpft und es tummeln sich da Anwender
    die im Live Markt relativ unbekannt sind

  • dann hätte es modulare I/O Ports

    modular = DX32 ;-)


    die installationswelt ist in der tat etwas völlig anderes. ich hatte da z.b. regelmässig mit digitalen matrixmischern von biamp, Polycom und Clearone zu tun. die sind ja in der live-welt quasi unbekannt. aber da ist auch nicht alles gold, was glänzt. will heissen: ich denke dieser markt verträgt durchaus noch eine alternative - und sowohl die klanglichen werte als auch die bereits jetzt bestehenden möglichkeiten des I/O systems bei A&H sind da sicher nicht ganz uninteressant.

  • Biamp spielt noch mit, Polycom ist raus, ClearOne ist nur selten anzutreffen. Dafür sind jetzt ganz andere Player am Markt. Ich glaube es wird schwer für die A&H Kiste außerhalb des eigenen Universums. Dafür gibt es zu viele sehr gute und mittlerweile schon etablierte Alternativen, zumal der mir zugerufene Preis nicht wirklich attraktiv scheint. Für einen einzelnen Raum macht das finanziell wenig Sinn und für Raumübergreifende Systeme geht nach meiner Meinung nichts über ein frei programmierbares System.


    Micha

  • Ich glaube es wird schwer für die A&H Kiste außerhalb des eigenen Universums. Dafür gibt es zu viele sehr gute und mittlerweile schon etablierte Alternativen

    ...

    das ist sicher richtig. die installations-szene ist ja von den live-mischpultherstellern sehr lange vernachlässigt worden, obwohl man gerade dort noch geld verdienen kann. es dürfte wirklich schwer sein, da fuß zu fassen. wir werden sehen, ob und wie A&H das angeht.

    immerhin haben sie ja einen fuß in der kirchenbeschallungs-ecke, das könnte helfen. und es gibt ja ausser D noch andere länder auf der welt, also gibt es insgesamt auch einen großen markt.


    für meine anwendungen wäre die AHM64 eh zu groß dimensioniert. ich warte da eher auf was kleineres.

  • Für einen einzelnen Raum macht das finanziell wenig Sinn und für Raumübergreifende Systeme geht nach meiner Meinung nichts über ein frei programmierbares System.

    jo, das sehe ich auch so
    zumal ich mit frei programmierbaren Systemen oft auch noch andere Sachen mitbedienen kann


    es wird sicherlich das eine oder andere gerät verkauft werden, aber es wird schwer

  • nun ja, wenn ich mir überlege, wie viele frei programmierbare systeme ich schon bearbeiten durfte, die schlampig programmiert waren, dann kann man sich schon überlegen, ob festgelegte oberflächen für einen großteil der systemintegratoren nicht doch eher hilfreich wären ;-)

    mit schlampig programmiert meine ich z.b. verbindungslinien, die kreuz und quer zu den einzelnen prozessorblöcken laufen, unsinnige reihenfolgen dieser blöcke, keinerlei beschriftungen der ein- und ausgänge sowie der funktionsblöcke, usw... wer derlei missratene systeme erstellt, dem würde eine feste und logische oberfläche sicher helfen.:thumbup:


    ihr dürft bei der betrachtung nämlich nicht vergessen, dass solche installationen seltenst von gut ausgebildeten tontechnikern umgesetzt werden! 8)