Was neues für den Dance-Floor...

  • Nix FEA.
    Hat einige entscheidende Nachteile, die ich hier jetzt nicht ausführen werde.
    Und weil es so toll ist:
    Boundary Element Methode, Dual Burton Miller Integralformulierung (Fast Multipole).
    500 Frequenzen, f0=20Hz, f1=30000Hz, MeshFrequency=40000Hz (somit bessere Ergebnisse), NoNodes=1.400.000


    Es geht ja nicht allein nur um den Waveguide, sondern auch um die 2" Hörner.
    Und wer ein System mit "nicht gut, sondern perfekt" tituliert und das auch noch verteidigt hat keine andere Antwort zu erwarten ;-)

  • Mich interessiert nur das Waveguide das du schon simuliert hast. Aber gerne mehr.


    Es ist schön wenn du dich komplexer Fachbezeichnungen und dem Detail verschreibst. Doch wie ein weiser Mann einst zu sagten plegte: Maßlose Genauigkeit beim rechnen mit Zahlen zeugt von mathematischer Unkenntnis.
    Die BEM ist ein Teilgebiet der FEA wie dir offensichtlich entgangen ist. Du sprichst über Nachteile von FEA die du dann in Form einer BEM verwendest... ein Absurdum.
    Ich bin jetzt etwas frech und frage nach einer zeitabhängigen Lösung damit wir Reflexionsprobleme und die Wellenausbreitung genau studieren können.

  • Oh je...
    Maßlose Genauigkeit sähe anders aus.
    Die einzige Gemeinsamkeit zwischen BEM und FEM ist, dass es numerische Methoden zum Lösen partieller Differentialgleichungen sind.
    Bei der FEM muss der komplette Betrachtungsbereich diskretisiert werden und künstliche Randbedingungen eingeführt werden, dies ist bei der BEM nicht der Fall, denn hier betrachten wir nur die Ränder.


    Eine zeitabhängige Lösung erfordert erhöhten Rechenaufwand, denn die Gleichungen sehen da aufgrund fehlender Fourier Transformation nochmal anders aus.

  • "LechnerTom" schrieb:

    Schwer verständlich für mich ist, warum derartige Hi-End-Systeme heutzutage in nackten Industriebetonhallen aufgebaut werden? "Präzise", "atemberaubend" "fein aufgelöst", etc... kann das ja nur im Nahfeld klingen. Wie groß ist dort der Hallradius?


    Das Kraftwerk ist Kult. Berlin tickt so. Mehr als ein großes Hornstack mit viel Richtwirkung aufbauen kann man dort relativ schwer.
    Ich spreche hier über die Lautsprecher und nicht die Halle und deren Akustik. Beurteilen kann man das natürlich nur im Nahfeld. Die ersten 10m hast du quasi fast nur Direktschall. 30m in den Raum hat es ganz gut geschafft. Es gibt nahezu keine frühen Reflexionen und keine störenen Moden aufgrund der Größe. Der Nachhall ist allerdings wirklich ewig. Ich schätze ohne große Erfahrung etwa 3-4 Sekunden? Genau das macht das Ambiente und den Charm dieser Location erst aus.


    Wenn man am anderen Ende der wirklich rießigen Halle steht herrscht natürlich Gemumpfe und Gedröhn. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Die Halle ist nackter Beton.


    "ThoSchu" schrieb:


    Perfekt war da ganz sicherlich nichts. Weder Raum, noch Aufstellung.
    Alleine bei dem Foto der Anlage wird mir "schwummerig".
    2 von 4 "Boxen" strahlen an die Wand oder in sich selber...
    Zu den BMS Treibern (oder BMW, lach): Mengen an Klirr und übles Zischen. Gut, ich verstehe... Die sind mit Absicht so schlecht um Coda verkaufen zu können. /Ironie off!


    Genau das geschieht, wenn Leute ohne Kenntnis der Lage inkompetente (sorry nicht persönlich böse gemeint sondern das PA Forum betreffend) Fehldiagnosen stellen. Manche Dinge haben mehr Sinn als man auf den ersten Blick erkennen kann.
    Die 4 Tops und Kickfiller je Seite wurden nur dazu aufgestellt um im Lowmidbereich möglichst viel Richwirkung aufzubauen und die Energie fokusiert abzugeben. Um eben wie erkannt die eben schwierige Halle nicht so stark anzuregen.
    Die Hochmitteltonsektionen können jeweils 15° weise einzeln angesteuert werden. Die äußeren 15° Elemente waren nicht angesteckt um eben nicht so breit abzustrahlen. Ich hatte die gleiche Frage weil mir das selbst an der hinten sichtbaren Verkabelung aufgefallen ist.


    Ich hab einen ganz anderen Kritikpunkt und zwar wäre es meines Erachten sinnvoll gewesen die Topteile höher zu platzieren damit man die vorderen Reihen nicht ganz so stark umballert. Es war sogar mir schon einen Ticken zu laut.
    Alle Hörer bei der Demo waren sich eigentlich relativ einig, das muss man draußen nochmal hören und sehen wie es auf größere Distanz funktioniert. Meines Wissens sollte es eben aufgrund der Betonhallenakustik gar keine Vorführung geben. Das Ergebnis war jedenfalls deutlich besser als gedacht und wenn man nahe genug steht kann man schon relativ viel an Raum ausblenden und die Speaker beurteilen.


    Ironie on: Vielleicht wurde Coda deshalb von den Besitzern von BMS (und damals auch Coda) verkauft? Diese Beziehung hinkt wohl etwas wie du selbst zugeben musst :)

  • "schlecksn" schrieb:

    Deshalb bitte ich und empfehle euch, vor allem auch in Hinblick auf eure eigene Glaubwürdigkeit:
    Zerreist keine Produkte, egal welchen Herstellers, ohne sie vorher selbst gehört und getestet zu haben. Wenn Kollegen sich dann die Systeme wirklich mal selbst anhören und evtl. einen von eurer Prophezeiung komplett abweichenden Eindruck erfahren, überlegen sie sich vielleicht das nächste Mal, euren Rat wieder derart hoch anzusiedeln.


    Ohh nein. Majestätsbeleidung! Steinigung! Da hat jemand verraten, was der Subwoofer für ein Konstrukt ist und auf systemimmanente Nachteile verwiesen. Das grenzt ja schon an üble Nachrede!

  • "HenrySalayne" schrieb:


    Ohh nein. Majestätsbeleidung! Steinigung! Da hat jemand verraten, was der Subwoofer für ein Konstrukt ist und auf systemimmanente Nachteile verwiesen. Das grenzt ja schon an üble Nachrede!


    Noch einmal die gleiche, simple Frage: Hast du diesen Subwoofer schon einmal selbst gehört?

  • "schlecksn" schrieb:


    Noch einmal die gleiche, simple Frage: Hast du diesen Subwoofer schon einmal selbst gehört?


    Genau da liegt dein Problem. Du bist so engstirnig darauf eingeschossen, dass jemand dein Lieblingsprodukt beleidigt hat, dass dir komplett entgangen ist, dass ich überhaupt gar nichts zum Klang des Konstruktes geschrieben habe. Ich habe überhaupt nichts konkretes angesprochen, sondern nur auf die generellen Eigenschaften eines Tapped-Horns verwiesen. Klang ist absolut subjektiv, besonders bei Subwoofern. Da muss ich weder meine eigene Meinung zu kund geben noch fremde Meinungen hören.


    Nervig ist nur, wenn immer so getan wird, als hätte man das Rad neu erfunden und es lässt jetzt vierdimensionale Bewegungen quer durch Raum und Zeit zu. Ich verweise da mal auf den URPS-Thread: Was uns als Lösung aller Probleme und bestes Subwooferkonstrukt aller Zeiten verkauft wurde, ist heutzutage ein stinknormaler, riesig großer, schlecht zu transportierender Hornsubwoofer. Siehst du jetzt die Parallelen?

  • "HenrySalayne" schrieb:


    [...]
    Was da über diesen Subwoofer aber wieder auf der Homepage steht, kann man zu großen Teilen unbesorgt dem Reich der Brüder Grimm zuordnen.


    Klingt nicht nach "generellen Eigenschaften eines Tapped-Horns", sondern nach einer ganz bewussten, eigenen Meinung, die du ja gar nicht "kund geben" wolltest.
    Nach wie vor ist das DH-18 kein reines Tapped-Horn, diese Aussage von mir ignorierst du einfach. Wäre ja ein weiter Grund, sich tiefer mit einer Materie zu beschäftigen, bevor man gegen sie schießt. Zum Glück bist du nicht so engstirnig wie ich...


    Dass das DH-18 mein Lieblingsprodukt ist, habe ich nie behauptet. Es gibt nur aktuell aus meiner Sicht nichts sinnvolleres für mich.


    Da du selbst schreibst, dass das DH-18 "beleidigt" wurde, siehst du das scheinbar so. Findest du es gerechtfertigt, solche Aussagen über ein Produkt zu treffen, das du (und einige andere hier) noch nie selbst gehört hast? Da du meine Frage nicht beantworten möchtest, sondern immer drum herum redest, gehe ich davon aus, dass du es noch nicht gehört hast.


    Ich werde weiterhin niemanden davon überzeugen wollen, dass das DH-18 ein guter oder schlechter Subwoofer ist, ich habe euch hier nur von meinen eigenen Erfahrungen berichtet - und das in drei Zeilen. Klingt für mich nicht sehr engstirnig eingeschossen, aber vielleicht sehen das andere Leute ja anders...


    Hört euch einfach die Teile mal an ;-)

  • Lambda Labs erklärt das sogar selbst:


    Das ist eine komplizierte Frage, die wir vermutlich nicht mit einem handelsüblichen Konstruktionsprinzip abfertigen können. Jedenfalls macht sich das DH-18 beide Membranseiten als schallabstrahlende Fläche zunutze und ist in der allgemeinsten Form ein Rear Loaded Horn. Doch auch das trifft es nicht ganz, denn bei einem auch Back Loaded Horn genannten Prinzip sind weder diskrete Hornabschnitte im Spiel, noch würde laut Lehrbuch die Hornmundfläche für die Wiedergabe bis unter 30Hz annähernd groß genug sein.


    Das DH-18 behilft sich im untersten Frequenzbereich einem Effekt, welcher in Transmission Lines genutzt wird. Es nutzt die akustische Lambda/4 Längswelle, wie es auch Orgelpfeifen tun. In größeren Stacks verliert sich dieser Effekt und wird zunehmend durch einen exzellenten akustischen Abschluss substituiert. Dieses Vorgehen gewährleistet die vollumfängliche Einsatzfähigkeit der unteren Grenzfrequenz im Singlebetrieb.


    Das Lautsprecherchassis befindet sich ähnlich wie bei einem Tapped Horn mit seiner Rückseite im Gehäuse. In dieser Anwendung jedoch mit dem maßgeblichen Ziel, die vorbeiströmende Luftmenge als Kühlung im Betrieb zu verwenden und eine entsprechend hohe Belastbarkeit anzubieten. Zudem ist diese Anordnung mechanisch notwendig, um beide Betriebsmodi anwenden zu können. Ein Tapped Horn würde den in das Horn rückwärts einlaufenden Schallanteil nutzen und ein Hornsegment nach dem Anzapfungspunkt erfordern. Beim DH-18 befindet sich die Membranrückseite jedoch direkt am Hornmund. Auch bei einem nach dem Lehrbuch entworfenen Back Loaded Horn gibt es eine rückwärtig einlaufende Welle. Simulationen haben gezeigt, dass diese sowohl für ein konventionelles Rear Loaded Horn als auch für unser Digitalhorn keinen nennenswerten Einfluss hat. Weiters noch wird die rückwärtig einlaufende Welle durch die diskreten Hornsegmente sogar gezielt verhindert und wieder nach außen reflektiert, um Resonanzen durch ungewollte Laufwege erst gar nicht anzuregen.


    Das Transflex Prinzip nutzt einen Transmission Line Effekt mit sehr tiefer unterer Grenzfrequenz und Vereinigung von Direktschall und Hornschall direkt am Hornmund schon seit Mitte des vorherigen Jahrhunderts. Im untersten Frequenzbereich sind der DH-18 Subwoofer und ein Transflexaufbau von Ihrer Wirkungsweise tatsächlich sehr ähnlich, da die tieffrequenten Wellen die diskreten Hornsegmente wegen ihrer räumlichen Ausbreitung als kontinuierlichen Verlauf wahrnehmen. Der Transflex nutzt jedoch keine diskreten Hornsegmente und unterliegt deshalb einer stark limitierten Übertragungsbandbreite.


    Exakt hier setzt das DH-18 mit neuen Ideen und modernen nummerischen Simulationsmethoden an. Zu höheren Frequenzen hin, besitzt das DH-18 ein exakt kalkuliertes und erwünschtes Reflexionsmuster, wodurch die Grenzfrequenz deutlich erhöht wird. Durch gezielte Unterdrückung und Verteilung von Hornlängswellen im oberen Frequenzbereich, konnte die Nutzbandbreite des Wiedergabebereichs auf volle 2 Oktaven erhöht werden. Da bei einem Back Loaded Horn beide Membranseiten Schall abstrahlen und auch destruktive Interferenzen das Übertragungsverhalten bei höheren Frequenzen bestimmen, war es Ziel der Entwicklung, das vorgegebene Pflichtenheft zu erfüllen und sich nicht einem gegebenem Konstruktionsprinzip unterzuordnen. Durch aufwändige Berechnungen wurde auch überhalb des Übertragungsbereiches bis zu 200Hz ein sehr glatter Frequenzgang angestrebt, um eine problemlose Anbindung an Topteile zu ermöligchen.


    Der Name Digitalhorn erklärt sehr schön das Funktionsprinzip eines Back Loaded Horns mit gezielt platzierten Unsetetigkeitsstellen im Hornverlauf um Interferenzerscheinungen zu unterdrücken und ein glattes Übertragungfrequenzband zu erzielen. Der Gewinn, für die im Vergleich zu einem Front Loaded Horn reduzierte Bandbreite, ist eine extrem hohe Empfindlichkeit bis in den Tiefstbassbereich und extrem hohe Belastbarkeit durch exzellente Wärmeabfuhr.

  • "HenrySalayne" schrieb:


    Ohh nein. Majestätsbeleidung! Steinigung! Da hat jemand verraten, was der Subwoofer für ein Konstrukt ist und auf systemimmanente Nachteile verwiesen.


    Ich vermisse deinen Verweis und führe aus, denn die Sache ist ein Pro und Contra die keineswegs schlecht für Hornbässe ausfällt. Klangliche Aspekte bleiben erstmal außen vor. Focus auf Effizienz und Nutzfrequenzgänge.
    Wir unterhalten uns über Bässe mit ähnlichen Volumina und setzen eine gleiche untere Grenzfrequenz voraus.


    Bassreflex:
    + einfach zu berechnen und zu bauen (günstig)
    + Kühlung macht keine Probleme
    ° obere Grenzfrequenz hoch, jedoch im Bassbereich irrelevant (Anm.: PA Betrieb Thema Delay Subs über 100Hz wenig sinnvoll)
    - ca. doppelte Anzahl an Treibern für Pegel X
    - ca. doppelte Verstärkerleistung für Pegel X


    Horn:
    - schwieriger zu bauen und zu berechnen (teuer)
    ° die Kühlung ist ein großes Thema
    ° jedes Horn ist ein Bandpass, jedoch bei sinnvoller Dimensionierung im Bassbereich irrelevant (Anm.: PA Betrieb Thema Delay Subs über 100Hz wenig sinnvoll)
    + ca. halbe Anzahl an Treibern für Pegel X
    + ca. halbe Verstärkerleistung für Pegel X


    Klar jetzt kann man sagen Verstärkerleistung kostet heute nicht mehr viel. Dem schließe ich mich an.
    Im Falle eines Defekts oder Alterserscheinungen an den Treiber steht man mit dem Horn besser, da man weniger Treiber tausch muss. Betrachtet man große Stacks liegt der praktische!!! (nicht theoretische) Wirkungsgrad bei Bassreflexen im Schnitt (stark frequenzabhängig - Focus auf das unteren meist schwächste Ende im Maximalpegel) im Bereich von etwa 15%. Der von Hörnern im Bereich von 30-35%. Wirkungsgrad!!! d.h. nicht Sensitivity inkl. Richtwirkung. Die ist aber bei beiden Varianten ähnlich/gleich groß.
    Ein Horn filtert Klirr vor allem höherer Ordnung aufgrund seines Bandpassverhaltens! Ein Horn produziert K2 durch die Nichtlinearität der Luft. Verschiedene Probleme, keines für mich zu bevorzugen.


    Beidseitig geladene Hörner:
    + mehr Empfindlichkeit vor allem unten rum vor allem in kleinen Stacks
    - Bandbreite relativ begrenzt (Thema Laufzeit und Interferenzen)


    Einseitig geladene Hörner:
    - eher für größere Stacks gedacht, wenn man tief nach unten möchte
    + hohe obere Grenzfrequenz


    Wenn wir uns jetzt in die klangliche Welt begeben wird es schwieriger. Abstimmung der Konstrukte ist ein wichtiges Thema. Aus einem Bassreflex kann man eine, so heißt das Alignment tatsächlich - Super Boombox - bauen, oder eine präzise Impulswiedergabe mit flachen Flanken, die dann leider wieder vor allem unten rum eine mäßige Effizienz hat. Zu trocken ist übrigens auch nicht jedermanns Geschmack. Beim Horn gibt es entweder perfekten reflexionsfreien Abschluss (leider groß) oder die Hornlängsresonanz mit zu kleinem Hornmund (kompekt) stützt und hat im Ausschwingverhalten schnell ähnliche Verhältnisse wie ein Bassreflex Port. Das hier kann man jetzt beliebig ausbauen.


    Interessanterweise werden klangliche Unterschiede oft geringer als gedacht, WENN die Frequenzgänge exakt gleich EQed werden.

  • "albrecht89" schrieb:


    Das ist eine komplizierte Frage, die wir vermutlich nicht mit einem handelsüblichen Konstruktionsprinzip abfertigen können. Jedenfalls macht sich das DH-18 beide Membranseiten als schallabstrahlende Fläche zunutze und ist in der allgemeinsten Form ein Rear Loaded Horn. Doch auch das trifft es nicht ganz, denn bei einem auch Back Loaded Horn genannten Prinzip sind weder diskrete Hornabschnitte im Spiel, noch würde laut Lehrbuch die Hornmundfläche für die Wiedergabe bis unter 30Hz annähernd groß genug sein.


    Ja, nennt sich auch Tapped Horn.


    "albrecht89" schrieb:

    sind weder diskrete Hornabschnitte im Spiel


    Konstruktionssache. Die Bauart als Rearloaded Horn schließt das Einbauen von Sprungstellen nicht aus.


    "albrecht89" schrieb:

    exzellenten akustischen Abschluss substituiert.


    Fundierte Erklärung bitte (und kein Marketinggeschwafel).


    "albrecht89" schrieb:

    Das Lautsprecherchassis befindet sich ähnlich wie bei einem Tapped Horn mit seiner Rückseite im Gehäuse.


    Bezugnehmend auf das 4. Bild von Rechts würde ich das eher Vorderseite nennen, aber gut.


    "albrecht89" schrieb:

    Ein Tapped Horn würde den in das Horn rückwärts einlaufenden Schallanteil nutzen und ein Hornsegment nach dem Anzapfungspunkt erfordern. Beim DH-18 befindet sich die Membranrückseite jedoch direkt am Hornmund.


    Nö, ein Tapped Horn erfordert das nicht. Außerdem haben wir durch die Seitenplatten ein, wenn auch nicht wirklich langes, Hornsegment.

    "albrecht89" schrieb:

    Auch bei einem nach dem Lehrbuch entworfenen Back Loaded Horn gibt es eine rückwärtig einlaufende Welle. Simulationen haben gezeigt, dass diese sowohl für ein konventionelles Rear Loaded Horn als auch für unser Digitalhorn keinen nennenswerten Einfluss hat. Weiters noch wird die rückwärtig einlaufende Welle durch die diskreten Hornsegmente sogar gezielt verhindert und wieder nach außen reflektiert, um Resonanzen durch ungewollte Laufwege erst gar nicht anzuregen.


    Das würde ich dem Bereich der Brüder Grimm zuordnen.

    "albrecht89" schrieb:

    Digitalhorn


    Ist ein ganz schlimmes Wort. Wieso Digitalhorn? Weil es numerisch optimiert wurde? Dann müsste jeder Sub der bei/vor der Entwicklung simuliert wurde ein "Digitalsub" sein, denn alle Simulationstools arbeiten numerisch (Hornresp/WinISD/AjHorn/etc.)

    "albrecht89" schrieb:

    Das Transflex Prinzip nutzt einen Transmission Line Effekt mit sehr tiefer unterer Grenzfrequenz und Vereinigung von Direktschall und Hornschall direkt am Hornmund schon seit Mitte des vorherigen Jahrhunderts. Im untersten Frequenzbereich sind der DH-18 Subwoofer und ein Transflexaufbau von Ihrer Wirkungsweise tatsächlich sehr ähnlich, da die tieffrequenten Wellen die diskreten Hornsegmente wegen ihrer räumlichen Ausbreitung als kontinuierlichen Verlauf wahrnehmen. Der Transflex nutzt jedoch keine diskreten Hornsegmente und unterliegt deshalb einer stark limitierten Übertragungsbandbreite.


    Oh wow, wieder so ein Pseudo-Alleinstellungs-Merkmal. Ob ich jetzt Sprungstellen einbaue oder nicht ändert doch nichts am Prinzip?

    "albrecht89" schrieb:

    Der Name Digitalhorn erklärt sehr schön das Funktionsprinzip eines Back Loaded Horns mit gezielt platzierten Unsetetigkeitsstellen im Hornverlauf um Interferenzerscheinungen zu unterdrücken und ein glattes Übertragungfrequenzband zu erzielen. Der Gewinn, für die im Vergleich zu einem Front Loaded Horn reduzierte Bandbreite, ist eine extrem hohe Empfindlichkeit bis in den Tiefstbassbereich und extrem hohe Belastbarkeit durch exzellente Wärmeabfuhr.


    Also haben wir doch ein Tapped Horn oder ein komisches Back Loaded Horn, wie man es eben nennen will...


    Alles in allem war das mehr Marketing als Erklärung.

  • "java4ever" schrieb:


    Ja, nennt sich auch Tapped Horn.


    Mitnichten. Das ist erstmal ein Backloader die die l/4 Reso nutzt.
    Dazu gleich mehr, ich fand das selbst gerade sehr spannend...


    "java4ever" schrieb:


    ...alle Simulationstools arbeiten numerisch (Hornresp/WinISD/AjHorn/etc.)


    Alle von dir aufgezählten Programme sind analytische Simulationstools und setzen konzentrierte Bauelemente voraus.
    Spannend wie du alles zerpflückst, schlecht machst und das eigene Know How bisher doch überschaubar ausfällt. Technisch verwertbarer Input fehlt bisher.


    Zur Aufklärung: Nummerische Simulation ist woran du dich versuchst, also z.b. eine BEM.


    Es wäre schön wenn du für alle nachvollziehbar technisch argumentierst:
    * Warum ist ein Waveguide dieser Art oder generell ein Waveguide nicht mit FIR Filtern korrigierbar? Wo liegen die Bedingungen für Korrigierbarkeit?
    * Was ist am diesem Waveguide schlecht? Was könnte man besser machen? Noch immer nicht dargelegte schon längst getätigte Simulationen untermauern deine Aussage.

  • Ich referenziere ganz frei eine interessante Stelle von Cowan:


    Der Transflex der hier schon im Thread ausgegraben wurde war mir bisher nicht bekannt:
    http://www.cowanaudio.com/images/transflex.jpg


    Ein Versuch von Cowan an einem Tapped Horn:


    Zugehörige Messungen


    Zitat

    Here the driver is being moved up the horn, away from the mouth and throat.
    •Red - Driver is at the mouth
    •Yellow - Driver moved up the horn by 1/8th of the line length
    •Green - Driver moved up the horn by 1/4th of the line length
    •Brown - Driver moved up the horn by 3/8th of the line length


    Offensichtlich ist das Ergebnis von Tapped Hörnern relativ gut, wenn der Treiber ganz außen sitzt. Dann hätten wir schon fast ein Backloaded Horn.
    Wer sich das Patent von Danley ansieht bekommt aber eine ganze Menge an Grafiken und auch von der Beschreibung einen Upstream präsentiert. Der Treiber sitzt dort im Horninneren. Nicht direkt am Hornmund. Interessanterweise haben viele der Tapped Hörner von Danley den Treiber auch sehr weit außen sitzen. Zumindest was ich von den Bildern erkennen kann.





    Sorry für die vielen Bilder :oops:


    Allgemeine Frage:
    Was ist das für eine Konstruktion:

    Backloaded Horn? (nicht ganz der Treiber sitzt ja innen)
    Tapped Horn? (keineswegs, dafür ist es viel zu kurz)
    Bassreflex? (auch das kann niemals zutreffen, der Frequenzgang hat absolut nichts mit Bassreflex zu tun und die Empfindlichkeit ist bemerkenswert)