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Leidensbericht eines (Party-)DJs

  • tufkamagi
  • 15. September 2008 um 14:08
  • j ö r g
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    Beiträge
    31
    • 17. September 2008 um 16:37
    • #21

    Beitrag gelöscht.

    Einmal editiert, zuletzt von Jörg Hoffmann (8. Februar 2012 um 07:26)

  • ralle14
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    2.512
    • 17. September 2008 um 16:44
    • #22

    Dem Publikum kann mans nie recht machen, Beispiel:

    18. Geburtstag, Durchschnittsalter so 20, zwischendurch auch einige Rentner.

    Tanzfläche ist brechend voll und gute Stimmung -> Oma kommt zu mir und meint es sei viel zu laut, sie könne sich nicht unterhalten. Gut etwas Rücksicht genommen und etwas leiser gemacht, 30sek später wurde mir vom VA zugerufen ich soll wieder lauter machen, Kunde ist König -> lauter gemacht. Ein Paar Minuten später wird die Rentnerin stinkig und beschwert sich wieder bei mir, ich sage sie solle das mit dem VA klären, danach hab ich sie nicht wieder gesehen.

  • Eliminator
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    3.105
    • 17. September 2008 um 21:03
    • #23

    Es gibt zwei Sachen, die man nie allen recht machen kann: Fressen und Musik. Ich weise meine Auftraggeber, die meistens explizite Vorstellungen bezüglich der Musik haben, gleich darauf hin, daß sich die Musikrichtung meistens durch die Gäste ergibt.

    Aus gleichem Grund lehne ich Veranstaltungen, wo man sich auf Musikrichtungen festlegt, die mir selbst nicht geläufig sind (z.B. diese ganze House-, Hiphop-, Technoecke) kategorisch ab. Soll sie jemand machen, der es kann.

    Streß gibt es bei mir trotzdem schon mal, wenn z.B. jemand ca. 20mal am Abend ankommt und sich irgendeinen Mist wünscht, der partout nicht paßt. Die einen sehen es ein, die anderen nicht.

    Wir Plattenleger sind nunmal Nutten, wir müssen den Kunden zufrieden stellen und nicht uns selbst, dafür werden wir schließlich bezahlt. Ich muß immer schmunzeln, wenn jüngere Leute ankommen und es cool finden, DJ zu sein. Denen erzähle ich dann genau das Gleiche.

    Man darf einfach nicht den Kopf hängen lassen. Es ist unser Job und wenn wir frustriert sind, merkt das der Kunde und nimmt das nächste Mal jemand anderes.

    Es gibt leider genug, die saugut sind und es umsonst machen.

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • uncelsam
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    • 17. September 2008 um 21:28
    • #24
    Zitat von "Chiefrocker"

    also tut mir leid: aber m.E. geht diese Playlist gar nicht!!!

    Auch wenn es die Hits der lezten 40 Jahre sein sollen so sollte man doch je eine Richtung auch ein paar Songs fortführen und vor allem darauf achten das die Dinger Partyformat haben... und noch mal sorry: da sind ja zu 60% Schnulzen drin wo einem die Beine bei einschlafen...

    und ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen ob Ü-irgendwas, 80, 90, Motto oder Hochzeit: Es entscheidet sich immer AM Abend WAS gespielt wird - schön wenn es im gesteckten Rahmen funktioniert, aber jeder Veranstalter will das der Laden "rockt" - nicht mehr udn nicht weniger!

    Full ACK!

    Wer meint mit einer fertigen Playlist ankommen zu müssen, und diese dann auch noch stur abspielt, hat den Namen DJ nicht verdient!

  • tufkamagi
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    945
    • 17. September 2008 um 22:44
    • #25
    Zitat von "Holger Schrade"

    Fulll ACK!

    Was heisst das denn :shock:

    Zitat von "Holger Schrade"

    Wer meint mit einer fertigen Playlist ankommen zu müssen, und diese dann auch noch stur abspielt, hat den Namen DJ nicht verdient!

    Wer hat je behauptet, dass sei eine PLaylist????
    Es sind lediglich DIE Songs, die nach dem Wunsch des Veranstalters in Frage kommen, mehr nicht.
    Ich bin mit Sicherheit kein guter DJ, das können andre viiiiel besser.
    Aber ein klein wenig was von Musik versteh selbst ich. Und gefallen tun mir die meisten dieser Lieder ganz gut. Ich steh mehr auf die älteren Sachen, ganz egal welche Richtung. Und bei Dieter Thomas Khun kannst du kein Beatmatching oder wie das heisst machen. Dir bleibt größtenteils nur, den richtigen Song zur richtigen Zeit in den Player zu schmeissen und zu gucken, dass du das Ende des letzten Songs nicht verpennst. (wie gesagt: größtenteils. Es gibt auch hier ausnahmen.)
    Grüßle,
    elefelle

    ja, es geht noch lauter!

  • Jürgen Klingel
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    508
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    4.857
    • 18. September 2008 um 00:03
    • #26
    Zitat von "elefelle"

    Was heisst das denn :shock:

    Wer hat je behauptet, dass sei eine PLaylist????
    Es sind lediglich DIE Songs, die nach dem Wunsch des Veranstalters in Frage kommen, mehr nicht.
    Ich bin mit Sicherheit kein guter DJ, das können andre viiiiel besser.
    Aber ein klein wenig was von Musik versteh selbst ich. Und gefallen tun mir die meisten dieser Lieder ganz gut. Ich steh mehr auf die älteren Sachen, ganz egal welche Richtung. Und bei Dieter Thomas Khun kannst du kein Beatmatching oder wie das heisst machen. Dir bleibt größtenteils nur, den richtigen Song zur richtigen Zeit in den Player zu schmeissen und zu gucken, dass du das Ende des letzten Songs nicht verpennst. (wie gesagt: größtenteils. Es gibt auch hier ausnahmen.)


    Grüßle,
    elefelle

    Und auch hierzu: Full ACK(nowledge) = Volle Zustimmung :wink:

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • philipp giezenaar
    Verifiziert
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    24
    • 8. Oktober 2008 um 15:12
    • #27

    Tolles Thema! Meine Erfahrungen sind recht ähnlich. Wenn kein Wert auf die Musik gelegt wird und es sich eigentlich mehr um ein kräftiges Besäufniss geht, dann kann man vorher eine Liste zusammenstellen und gut ist. Der Wunschtraum, dass daran keiner rumfummelt und den ganzen Abend Musik läuft kann man sich sehr schnell von der Backe putzen. Sowas geht im aller engsten Freundeskreis mit max. 30-40 Personen.

    Habe auch bei einer größeren Fete (ca. 100-200) mal den Dj gespielt. es war wenig Technik im spiel und das auf und abbauen (am nächsten Tag) war kein Thema. Aber als ich um 4 Uhr da gegangen bin war ich total fertig. Alle 2 Minuten kam ein Rocker, Hiphopper, Techno und Pop Fan zu mir und meinte mit mir zu diskutieren wie die Musik zu sein hat. Eine Schlägerrei ist auch nur knapp glimpflich ausgegangen...

    Wenn verschiedene Bevölkerungsschichten, verschiedenen Musik-Geschmäcker und Alkohol sich verbinden gehts los....
    Ich mach nur noch Life Mucke (Mischen, Beschallung, Selber Musiker). Damit hatte ich nicht halb so viel ärger.

    Obwohl ich auch sagen muss, dass ich auch schon genug Arger mit irgendwelchen möchtegern Dj's auf VA's hatte. Manche von denen sind wirklich unglaublich arrogant. Wir hatten mal die Technik für einen 50sten Geburtstag gestellt. Geburtstagskind war selber Musiker also noch nicht eingerostet. Da 2 meiner Bandkollegen die Söhne vom besagten Geburtstagskind sind haben wir dort auch ein kleines Ständchen gegeben und eine PA mitgebracht. Vorher hatte der DJ groß getönt: "Stellt mir da bloß was Vernünftiges hin! Sonst kann ich auch meine JBL Eon Topteile mitbringen. Kostet dann wohl extra."
    Wir hatte dann pro Bühnenseite 1x (2x18") Bass + 1x (2x12"+1x1") Top stehen :grin:
    Es war ein 50 Geburtstag und den Master Fader vom Pult durfte man nichtmal angucken und es war zu laut... Dazu kam noch das er mir kein Signal per XLR geben konnte... Sein Stageline Pult hatte nur Cinch out

    Ich hoff mal das die Knalltüte eine ausnahme war, aber eine befreundete Gastwirtin meinte das sie andauernd Probleme mit den DJ's hätte...

    Für mich hat sich das Dj sein schon nach 1-2 VA erledigt. Ich bin einfach nicht der Typ dafür.

  • Chiefrocker
    Beiträge
    508
    • 8. Oktober 2008 um 16:04
    • #28

    Wenn man ein "Problem" mit Gästen & Musikwünschen hat ist man kein Party DJ!

    Da wär dann eher Club DJ das richtige wo man sein "Set" spielt und gut ist!

    Nachteil: Gibbet meistens nur wenig Kohle für!

    Als Party DJ nimmt man alkoholisierte Gäste mit 1000 Musikwünschen in Kauf und zwar sollte es in erster Linie Soaß machen aber auch die Gage dort ist um ein vielfaches höher! Man ist dort Dienstleister aber auch keine Jukebox!

    m.E. ist man ein "guter" Party DJ wenn der Laden rockt - ob mit Musikwünschen der Gäste oder eigenen Vorschlägen bzw. alles zusammen unter einen Hut zu bekommen ist die Königsklasse!!!

    ...leider machen aber immer mehr "geklautemp3sirusboxenbillignotebookundkeineahnugnvonmusikgeschichtehabendjs" den Markt kaputt oder (kaum zu glauben aber letzte Woche erleben dürfen) mittlere VA Firmen mit Truss, 4 MH, Leinwand & Beamer, Hazer und DJ den Job allinclusive für 350,- € den GANZEN ABEND!!!

    Sorry dafür bleibe ich dann am Wochenende und Nachts lieber zuhause bzw. der Materialeinsatz vs. Gage stimmt da ja gar nicht mehr!!!

    Ehrgeiz ist die letzte Zuflucht des Versagers!

  • hendrik fischedick
    Beiträge
    643
    • 9. Oktober 2008 um 12:04
    • #29

    Schwer wirds vor allem bei VAs bei denen man noch wenig Erfahrung hat (jeder hat mal so angefangen) und wenn es sehr unterschiedliche Altersgruppen in großer Anzahl gibt.

    Ich mach hobbymäßig etwas Musik und das nur bei Bekannten etc. Vor 10 Tagen sonntags sollte ich Musik auf dem 50. beim Onkel meines Kollegen machen. Ich war anfangs nicht sonderlich begeistert von der Idee, aber da er mich darum gebeten hat und er mir schon diverse Teile für meine Lichtanlage umgeschlossert hat, konnt ich nicht nein sagen.
    Es war ein Frühschoppen welches um 11 losging. Bis nachmittags um 14.30 alles kein Problem. Es liefen langsame 60er und 70er Jahre Titel als Hintergrundbeschallung. Da kam der erste an und meinte ich würde mein Geld mit Stimmung und Musik machen verdienen und sollte doch mal "Gas geben". Ich machte die Musik etwas lauter. 5 Min später fragte der Gastgeber, ob ich es nicht etwas leiser machen könnte, da einige Karten spielen wollten. Gastegeber ist Chef, also machte ich leiser. Daraufhin beschwerte sich der erste bei mir und ich erklärte ihm, dass das so vom Gastgeber gewünscht und annlässlich des Publikums auch angebracht ist. Aber er wollte nicht locker lassen. Er fragte ob ich lautere Musik spielen würde, wenn der Gastgeber tanzt. Kurze Zeit später hat er den Gastgeber (gegen seinen Willen;ging nur mit damit der Gast ruhig ist) in Richtung Musik gezerrt. Dann gab 10 Minuten Walzer alle haben geschunkelt und geklatscht und alles war gut.
    Dann fing das Kaffe trinken an. Alle versammelten sich wieder an den Tischen und ich spielte wieder leise Hintergrundmusik, damit sich alle unterhalten können. In der ersten Tischreihe (direkt vor der Musik) saßen 30 Personen die 65 Jahre aufwärts waren. ICh spielte leise ein paar alte Kammellen alla "der Tag an dem Jonny Kramer starb" etc. Die erste Reihe war glücklich. Da kam jemand aus der zweiten Reihe (Alter Reihe 2: 30-45) mit dem Hinweis, alte Musik wäre ja schön und gut, sie wären aber noch nicht tot. Ich sollte doch Schlager spielen und das ganze mal laut machen. Ich sagte ihm, dass die Musikrichtung sich gleich ändern würde aber die Lautsärke währen des kaffeetrinkens so bleiben würde und verwies auf die betragten Leute in Reihe 1. Dann kam für mich der Spruch des Tages: "Dann mach doch nur die 2. Reihe lauter".
    Diese Antwort brachte mich etwas aus dem Konzept, da ich nicht wußte ob ich lachen oder weinen sollte. Zu dem Zeitpunkt habe ich die Minuten gezählt und gehofft, dass der nachmittag schnell rumgeht, da ich mich nicht kompetent genug fühlte um auf einer solchen VA allen gerecht zu werden. So ab 17.30 wurden ein paar Tische zur Seite gesetzt, denn schließlich sollte ja auch getanzt werden.
    Dann fing ich an mit Tanzmusik an (Schlager, 80s) und hatte von dort an bis um 21.30 die Tanzfläche voll. Das war ein Bereich, wo ich mich songtechnisch auskenn und sicher fühle und das lief. Angetrieben vom Alkohol wurde nachher sogar auf Liedern wie Infinity (musikwunsch) getanzt. Im Nachhinein habe ich viel Lob bekommen und alle waren zufrieden. Obwohl ich von meinem Kollegen bezahlt wurde, weil ich quasi das Geburtstagsgeschenk war habe ich vom Gastegber auch noch Trinkgeld bekommen, da er sehr zufrieden war.

    Für mich war der Nachmittag auch wieder ein Beispiel dafür, dass man sehr starke Nerven benötigt und das aller Anfang schwer ist.

  • Mechwerkandi
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    1
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    7.712
    • 9. Oktober 2008 um 14:20
    • #30

    Tja, wer in der Küche arbeitet, muss Hitze ertragen können...

  • heinzerl2000
    Verifiziert
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    733
    • 9. Oktober 2008 um 15:02
    • #31

    @ chiefrocker 350€?
    das bekomme ich auf ner Hochzeit nur fürs auflegen, ohne Material!

    ansonsten teile ich eure Erlebnisse, 60 und aufwärts mache ich garnicht mehr, sonst nur nach Laune.
    wenn ich bei uns im Club auflege, kommen die Leute wegen der Musik, die ich auflege, dann macht es richtig Spaß.

    Nichts ist so schlecht, dass es nicht noch als abschreckendes Beispiel dienen kann!

  • bassbandit
    Gast
    • 10. Oktober 2008 um 08:52
    • #32

    :grin: :grin: :grin:

    wie ich sehe ist die deutsche Einheit zumindest im Partybereich nahezu abgeschlossen.

    zu Hendriks Post:
    Das ging mir früher auch oft so, bis ich auf den Trichter gekommen bin, das ich eigentlich der Chef bin, was die Musik angeht. Also wird auch das gemacht, was ich sage. Wenn dann wirklich einer oder zwei kommen und mäkeln, sollte das den Blutdruck nock kein Stück nach oben bringen.
    Erst wenn die "Wünsche" zahlreicher werden und in eine ähnliche Richtung gehen, gibts Veranlassung zum Handeln.

    Beispiel:
    40er, 50er, 60er Geburtstag und 5 Kids/Teens mit "Spiel mal 50Cent/House/Ramstein!!". Das interessiert mich überhaupt nicht, auch wenn die 10mal hochkommen. Wenn dann aber Erwachsene dazukommen, sieht das wieder anders aus. Da besteht auch ne Chance, das auf der Tanzfläche was passiert.

    Das nötige Selbstbewusstsein gabs bei mir natürlich auch erst nach ein paar Jährchen Praxis, aber ohne das wird man sich nicht lange halten können.

    Achja:
    Lasst bitte die Preisdiskussionen in der "Öffentlichkeit" ohne konkreten Angebotsvergleich. Das ist nicht gerade förderlich fürs Geschäft. What you get is what you pay - und Material ist nicht alles. Wenn der Mann am Pult/Mikro gut ist, kann man ne 200 Mann-Fete auch mit 2xSub,2xTop und 2-4 Viererbars rocken. Der umgekehrt Fall geht nat. auch.


    mfg
    Ingo

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