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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Sound 12 Hochtonschutz (Sofitten)

  • Matthias Süß
  • 13. Dezember 2010 um 16:36
  • Matthias Süß
    Beiträge
    31
    • 13. Dezember 2010 um 16:36
    • #1

    Hallo,

    erstmal vorab, sorry falls das schonmal gefragt wurde, ich habe nicht herausgefunden wie man die Suche davon überzeugt, nach "Sound 12" zu suchen. Sagt mir immer zu viele Treffer, da beide Worte einzeln gesucht werden.

    Nun zu meiner eigentlichen Frage:

    Ich habe zwei Sound 12 nach der Anleitung im Monacor Selbstbauheft gebaut. Die Frequenzweiche habe ich auch genau nach Anleitung gebaut, und am Gehäuseboden platziert. Betrieben wird das ganze an einer Behringer DCX2496 bzw. LDPA 1000.

    Beim letzten Einsatz sind nun die Sofitten (zwei Stück, 24V 18W parallelgeschaltet) durchgebrannt, und zwar nach etwa fünf Stunden bei gleichmäßiger Belastung. Nun frage ich mich, ob es vielleicht an einem Hitzestau im Gehäuse (Bassreflexröhren oben, Frequenzweiche unten am Boden) oder zu klein dimensionierten Sofitten gelegen haben könnte? Die Boxen klangen dabei nicht übersteuert. Ich habe direkt eine Box abmontiert und aufgeschraubt, im Gehäuseinneren war es warm, aber die Schwingspule des HT war höchstens lauwarm.

    Könnte eine dritte Sofitte, die den beiden vorhandenen parallel geschaltet wird hier Abhilfe schaffen, oder brennen mir dann die Schwingspulen der HTs vor den Sofitten durch?

    Was ich natürlich nicht hoffe, aber auch nicht ausschließen kann, ist eine Überlastung der Boxen. Ich hatte den Limiter am Anfang auf -23,7dBfs eingestellt, wobei dieser dann aber dauerhaft aktiv war. Also habe ich den Limiter weiter oben angesetzt (im Bereich von -5dBfs) und dafür den Verstärker soweit zurückgedreht, dass es vom Höreindruck -23dBfs und Regler am Verstärker auf Maximum entsprach. Ich hoffe, dass das kein krasser Fehler war und bin auf eure Einschätzung gespannt.

    Vielen Dank schonmal fürs Lesen!
    Schönen Gruß,
    Matthias
    Matthias

  • SRAM
    Profi
    Reaktionen
    6
    Beiträge
    5.548
    • 13. Dezember 2010 um 19:08
    • #2

    Sei doch froh, daß der Schutz funktioniert hat !

    Wärmestau kannst du ausschließen, dazu werden die Sofitten viel zu heiß, denen ist es egal ob in der Box 20 oder 50°C sind.

    Und bei dreien riskierst du den Hochtöner.

    Bau die Sofitten so ein, daß du von außen drankommst, noch besser diese im Betrieb sehen kannst (Rückwand). Einfach Kabel von Weiiche zur Sofitte ziehen.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • sabbelbacke
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    11
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    5.171
    • 14. Dezember 2010 um 09:41
    • #3
    Zitat von "Matthias Süß"

    Was ich natürlich nicht hoffe, aber auch nicht ausschließen kann, ist eine Überlastung der Boxen. Ich hatte den Limiter am Anfang auf -23,7dBfs eingestellt, wobei dieser dann aber dauerhaft aktiv war. Also habe ich den Limiter weiter oben angesetzt (im Bereich von -5dBfs) und dafür den Verstärker soweit zurückgedreht, dass es vom Höreindruck -23dBfs und Regler am Verstärker auf Maximum entsprach. Ich hoffe, dass das kein krasser Fehler war und bin auf eure Einschätzung gespannt.


    Da steckt potentiell die Gefahr drin, dass einer im Betrieb dann lauter dreht und somit der Limiter irrelevant wird. Wenn Du selber am Regler bist, macht das nix, wenn es in den Verleih geht oder Fremd-DJs an die Anlage können ist das aus Sicherheitsaspekten ungünstig.
    Dann kommt noch dazu, dass wenn der Limiter Dauer-An ist, dass das je nach Einstellungen natürlich den Sound verändert. Bei -23,7dB hast Du auch eine Limitierung des Rauschabstandes und der Dynamik im Signal (ob man das hört sei dahingestellt..).
    Das "Problem", dass die Ausgangs/Eingangspegel nicht so recht zur jeweiligen Peripherie passen, gibt es öfters. Bevor man da zu krasse Pegelanpassungen auf der digitalen Ebene machen muss, bauen wir teilweise einfach Dämpfungsglieder in die fest installieren Kabel oder Adapter ein - wenn der DCX zu laut in den Amp geht, der Amp aber keinen umschaltbaren Gain hat (sondern nur den Regler), dann wird im Kabel gedämpft und schon kann man den Amp auf "volle Suppe" laufen lassen und keiner kann ihn lauter machen - für den Verleih schön sicher.

    hornresp

  • Matthias Süß
    Beiträge
    31
    • 14. Dezember 2010 um 12:08
    • #4

    Vielen Dank erstmal für die Antworten!

    Noch eine Sofitte parallel fällt damit dann flach, hatte gehofft, dass diese etwas zu konservativ gewählt wurden um eine größere Sicherheit zu haben. Ob ich die von Monacor oder einem anderen Hersteller verwende ist doch egal? Ich habe nämlich eben welche bei Mükra-Elektronik gekauft, die identische technische Werte haben. Bei diesen ist zwischen dem gewickelten Teil in der Kolbenmitte noch ein kurzes Stück ungewickelter Draht, wobei bei der Monacorversion die Wicklung direkt an die dickeren Zuführungen angebracht wurde.

    Ich hatte ganz vergessen, dass der LDPA 1000 eine einstellbare Eingangsempfindlichkeit hat, dazu muss man den Verstärker wohl aufschrauben und kann dann zwischen 0,775V, 1V und 1,5V wählen. Momentan steht er auf 1,0V, wenn ich auf 1,5V umstelle gibt mir das DCX Limiterberechnungstool einen Threshold von -20,2dBfs = +1,8dBu (bei 200W RMS = Angegebene RMS-Belastbarkeit der Boxen) bzw. -17,2dBfs = = +4,8dBu(bei 400W RMS = Spitzenbelastbarkeit).

    Verstehe ich das richtig, dass der Limiter dann nie ansprechen dürfte solange der DCX-Eingang nicht übersteuert wird? Die Besucherzahl bei unseren eigenen Veranstaltungen liegt so um die 300, nicht dass es dann zu leise wird wobei die Boxen noch Potential nach oben haben.

  • siedfleisch
    Beiträge
    379
    • 14. Dezember 2010 um 12:44
    • #5
    Zitat von "Matthias Süß"

    Beim letzten Einsatz sind nun die Sofitten (zwei Stück, 24V 18W parallelgeschaltet) durchgebrannt, und zwar nach etwa fünf Stunden bei gleichmäßiger Belastung.


    Hmm, etwas merkwürdige Konstruktion. Wenn die erste der beiden Sofitten durchgeht, ist es klar, daß kurz danach auch die zweite kommt. Die werden nie so gleich sein, daß sie sich wie eine einzelne verhalten.
    Wenn Du wirklich wissen willst, was da passiert, mußt Du die Leistung am Hochtöner im Betrieb messen. Dann kannst Du sagen, ob der Schutz zu stark eingreift.
    Empirisch kannst Du eine einzelne Halogenlampe ausprobieren, die kleinen Stiftsockel gibts ja in diversen Wattstärken. Das ist dann natürlich auf eigenes Risiko. Konntest Du denn die Lampen im Takt leuchten sehen? ;) Bei manchen Boxen geht das durch die Reflexöffnung...

    -sf-

  • Matthias Süß
    Beiträge
    31
    • 14. Dezember 2010 um 19:30
    • #6

    Die Leistung am Hochtöner im Betrieb messen kann ich leider nicht, dafür fehlen mir die technischen Hilfsmittel. Die Lampen sieht man im Betrieb leider auch nicht, da die ganze Front (und damit auch die Bassreflexöffnungen) mit Schutzgitter + Akustikschaum bedeckt ist. Eine andere Möglichkeit, wie das Leistungsverhältnis Sofitten/HT zu erfahren/abzuschätzen gibt es wohl nicht?

    Stimmen meine Überlegungen zu Limiter/Verstärkerempfindlichkeit denn soweit?

  • siedfleisch
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    379
    • 15. Dezember 2010 um 14:21
    • #7

    Im Betrieb messen geht ja auch zu Hause, mit der ausgebauten Weiche neben der Box liegend.
    Um die Sofitten durchzubrennen müßten schon so ca. 2,5 Ampere für einige Zeit im HT-Zweig fließen. Das müßtest Du einfach mal probieren (ohne HT ;) ), ob das so hinhaut. Grob geschätzt wären das bei rund 30Ohm im Weg dann etwa 180W. Kommt mir viel vor.
    Bist Du sicher, daß die Frequenzweiche richtig gebaut ist?

  • Matthias Süß
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    31
    • 16. Dezember 2010 um 10:27
    • #8

    Ich werde die Frequenzweichen nochmal genau nachschauen, aber müssten eigentlich richtig zusammengelötet sein.

    Wie kann ich denn den Stromfluß im HT-Zweig messen, wenn der HT nicht angeschlossen ist? Es fehlt ja dann der Verbraucher im Stromkreis, und die Impedanz im ganzen Weg ändert sich. Oder meinst du Multimeter statt HT anklemmen, und schauen wie viel Strom man durchschicken kann bevor die Sofitten durchgehen?

    Schönen Gruß,
    Matthias

  • siedfleisch
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    • 17. Dezember 2010 um 19:30
    • #9

    Den HT durch einen Lastwiderstand ersetzen, 6,8Ohm ist der sinnvollste Normwert. Kannst Du einen Plan von der Weiche einstellen?

  • DJheini
    Moderator
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    • 17. Dezember 2010 um 20:18
    • #10

    In der Bucht verkauft jemand Weichenplatinen für die Sound 12,
    da sieht man aber nur 2 Einbauplätze pro Platine für Sofitten.
    Diese sind parallel geschaltet.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Matthias Süß
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    31
    • 17. Dezember 2010 um 20:32
    • #11

    Ich kann den Platinenbauplan morgen hochladen, habe ich bisher nicht gemacht zwecks Urheberrecht. Die Sofitten sind wie gesagt einem CLC-Glied nachgeschaltet, zwei Stück parallel.

    Den HT durch einen Widerstand zu ersetzen klingt logisch, aber wo bekomme ich einen 6,8 Ohm Widerstand her der 50-100W verträgt? Habe keine Widerstände mehr rumliegen, und mehrere 10W Typen nur dafür zu kaufen und parallelzuschalten ist ja auch nicht billig...

  • sabbelbacke
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    • 17. Dezember 2010 um 23:16
    • #12

    100W brauchts nicht. Der Hochton wird eh gedrosselt, da kommt weniger an und durch die Weiche ist ja per se schon eine Menge der Energie im Bass weg... Ein Keramikwiderstand brutzelt auch nicht sofort durch bei einem Peak. Ein 20er reicht wahrscheinlich für einen kurzen Check, wenn Du sicher sein willst nimm zwei oder drei, da bist Du ja mit unter zehn Euro noch locker dabei :)

    hornresp

  • siedfleisch
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    • 18. Dezember 2010 um 12:43
    • #13
    Zitat von "Matthias Süß"

    ...aber wo bekomme ich einen 6,8 Ohm Widerstand her der 50-100W verträgt? Habe keine Widerstände mehr rumliegen, und mehrere 10W Typen nur dafür zu kaufen und parallelzuschalten ist ja auch nicht billig...


    Das hab' ich geahnt... :roll: Aber gut, einen ham wir noch: Bei Reichelt kostet einer mit 56Ohm und 17W 75Cent. 8x17W=136W. Damit kannst Du sogar den Basszweig mal abchecken :wink: Wie von Sabbelbacke richtig angemerkt, kann man solche Dinger auch mal kurz überlasten. Noch'n Tipp: Wasserkühlung erhöht die Belastbarkeit auf das mehrfache. Einfach mal die Phantasie bisschen spielen lassen.
    Gewisse Prüfmöglichkeiten gehören zum Selbstbau dazu. Das ist mit ein Grund, warum sowas als Einzeltat nicht wirklich billig ist.

    -sf-

  • Matthias Süß
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    31
    • 20. Dezember 2010 um 18:43
    • #14

    Ich gucke mal, dass ich möglichst schnell ein paar passende Widerstände auftreibe...von der Frequenzweiche und Frequenz-/Impedanzgang habe ich mal Bilder gemacht, Urheberrechte liegen bei Monacor.

  • Matthias Süß
    Beiträge
    31
    • 27. Dezember 2010 um 16:34
    • #15

    Ich habe jetzt endlich ein 10 Stück 39 Ohm (10W) Widerstände aufgetrieben, 6 Stück parallel geben dann 6,5 Ohm. Um nicht unnötig Sofitten durchzublasen wollte ich euch noch mal um Rat bitten, wie ich am besten messe.

    Ich habe ein Peaktech 3420 Multimeter und ein analoges Oszi zur Hand. Ersteres kann laut Handbuch AC Spannungen und Ströme leider nur richtig messen, wenn sie sinusförmig sind und die Frequenz zwischen 40 und 100 Hz liegt. Also werde ich wohl oder übel zum Oszi greifen müssen, da kann man den Wert halt leider nicht so genau ablesen.

    Und mit welchem Signal sollte ich messen? Musik, rosa Rauschen oder Sinus (Frequenz?)?

    Schönen Gruß,
    Matthias

  • Wulfson
    Verifiziert
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    • 28. Dezember 2010 um 08:01
    • #16

    zuerst solltest du dir mal gedanken darüber machen, was der limiter im dauerrot mit deinem signal macht. dann wird sich die frage nach den durchgebrannten soffitten schnell erledigen. was verlangst du denn den kleinen dingern an musik und pegel ab? für welche einsätze hast du die geplant? bei dir zu hause???

  • Matthias Süß
    Beiträge
    31
    • 28. Dezember 2010 um 11:37
    • #17

    Hallo Wulfson,

    hast du denn den ganzen Thread gelesen? Deine Antwort ist leider wenig hilfreich, aber der Vollständigkeit halber: Reggae & Dancehall, 250-300 Gäste, unterstützt von 2 LBB-115 Subs.

    Schönen Gruß,
    Matthias

  • siedfleisch
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    379
    • 28. Dezember 2010 um 18:30
    • #18
    Zitat von "Matthias Süß"

    Und mit welchem Signal sollte ich messen? Musik, rosa Rauschen oder Sinus (Frequenz?)?


    Ich würde erst mal das Messgerät durchchecken, ob das nicht doch wesentlich weiter geht. Hab ich vor vielen Jahren auch mal geprüft, meine damaligen Geräte der 2. od. 3. Digi-Generation gingen durchaus bis in den oberen kHz-Bereich ohne nennenswerte Abweichungen. 1-2% spielen keine große Rolle.
    Dann kannst Du mal mit Sinus und einigen Stützpunkten eine grobe Abschätzung des HT-Frequenzgangs aufnehmen. Und dann mit Musik einen Belastungstest machen.

  • Matthias Süß
    Beiträge
    31
    • 3. Januar 2011 um 23:04
    • #19

    Guten Abend an alle,

    bei mir macht sich so langsam Frust breit...ich habe die Frequenzweichen schonmal nachgeguckt, und keinen Fehler gefunden. Jetzt habe ich gerade einen Frequenzgang aufgenommen, und die Trennfrequenz scheint mir deutlich zu hoch zu liegen!? Bin über jeden Rat dankbar!

    Zur Erläuterung: Gemessen habe ich mit reinen Sinustönen und meinem analogen Oszi, d.h. die Spannung am Widerstand bzw. Hochtöner ist die Amplitude, nicht effektiv.

  • sabbelbacke
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    • 4. Januar 2011 um 09:33
    • #20

    Die Simu der Weiche von Seite eins sieht so aus (ein fiktiver Treiber mit 0,001mH und 6,8Ohm hängt dran, dürfte Deinem 6,8Ohm Widerstand recht nahe kommen :) ).

    Wenn ich mal ohne große Recherche oder selber nachmessen oder sonstigen Aufwand mir den Frequenzgang des MHD-172 bei Monacor kurz anschaue:

    Dann könnte die elektrisch leicht hohe Trennfrequenz akustisch doch durchaus hinkommen.
    Is jetzt nur "kurz drübergeschaut", keine Gewähr..

    hornresp

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