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Haas Effekt

  • zegi
  • 28. Dezember 2018 um 14:27
  • zegi
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    • 28. Dezember 2018 um 14:27
    • #1

    Hallo zusammen

    Mich würde es interessieren, wie ihr das in der Praxis handhabt. Macht ihr das konsequent immer, dass ihr die Bühne delayed? Global (Durchschnittswert der Distanz) oder jedes Instrument einzeln?

    Und wie gross muss die Bühne sein, bis sich das Delay hörbar auszahlt? Ich schätze ja mal, dass bei ganz kleinen und ganz grossen Events der Effekt nicht so ins Gewicht fällt. Am meisten wohl so in der 200 - 600er Grösse.

    Der Ton macht die Musik.

  • paranoize
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    • 28. Dezember 2018 um 14:42
    • #2

    Hallo,

    Inputs einzeln delayen funktioniert nur wenn nur eine Ausspielebene hast, denn der Abstand ist ja schon bei einem Outfill anders als zur MainPA. Und selbst bei der MainPA müsstest du das dann eher über Laufzeitpanning lösen, denn die Delayzeiten wären für L und R ja auch unterschiedlich.

    Für mich als bester Mittelweg hat sich eine Verzögerung der Ausspielebene auf das lauteste Instrument (Snare) herauskristallisiert für akustische Setups.

    Manchmal will ich auch die PA etwas früher als den "Bühnenlärm".

    Ein weiterer Vorteil die MainPA mit einem Delay zu belegen, ist dass man beim Einmessen die Subs davorsetzen kann, falls nötig. Entsprechend beginne ich eigentlich jeden Einmessvorgang mt Delay auf den Mains. Am Ende kann man das ja noch in jede gewünschte Richtung anpassen. Nicht so sehr Haas, aber für mich praktikabel ;)

  • floger
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    • 28. Dezember 2018 um 15:52
    • #3
    Zitat von zegi

    Macht ihr das konsequent immer, dass ihr die Bühne delayed?

    Dank Aktivboxen und Digitalpult bin ich bei einem Gesamtdelay von 8ms. Damit bin ich bei den üblichen Veranstaltungsgrößen, die ich betreue, sowieso schon beinahe auf der Ebene der Quellen.

    Ansonsten versuche ich schon des öfteren Snare/HiHat <=> Overhead <=> PA aufeinander abzustimmen.

    Zitat von zegi

    Ich schätze ja mal, dass bei ganz kleinen und ganz grossen Events der Effekt nicht so ins Gewicht fällt.

    Bei kleinen Events, fällt das sehr wohl ins Gewicht. Wenn man die PA z.B. mittels Delay akustisch hinter einen Chor stellt, erhält man die natürliche Ortung der Sänger.

  • ERICH
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    • 28. Dezember 2018 um 18:04
    • #4

    Gerade bei kleinen Veranstaltungen ist das Delay auf der PA wichtig.

    Dort ist der Direktschall Anteil am höchsten.

    Die Latenzen der verwendeten Geräte müssen dabei natürlich berücksichtigt werden.

    Ich Stelle gern das Delay nach Entfernung und Erfahrung ein, mache einem A/B Vergleich und wenn es förderlich ist ( was eigentlich immer der Fall war) gehe ich von diesem Startpunkt aus mit der Verzögerung hoch und runter, um den idealen Wert zu finden.

    Der ist je nach Räumlichkeit und Programm immer etwas anders - ich denke da spielt zu viel rein, um es einfach nur zu messen, zumal wir viel in Kirchen unterwegs sind, was so seine eigenen Tücken hat.

  • zegi
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    • 28. Dezember 2018 um 18:08
    • #5

    Es spielt aber sicher eine Rolle, was "klein" ist, oder? Wenn die Bühne 2x3m gross ist, kommt der Effekt vermutlich nicht so extrem zum Tragen.

    Der Ton macht die Musik.

  • simonstpauli
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    • 28. Dezember 2018 um 18:13
    • #6

    Ich delaye die PA bei Musik die PA meist ohne Haas-Aufschlag direkt auf die Quellen. Dabei ist dann auch der Ort entscheidend, an dem das ganze System in Phase ist.

    Bei szenischen Beschallungen sieht das Ganze anders aus, da ist mir die Ortung oft wichtiger als die perfekte Addition. Also in diesen Fällen Haas und Imaging-Lautsprecher.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 28. Dezember 2018 um 20:56
    • #7

    ich delaye die PA nur dann, wenn ich genug zeit für das setup habe.

    wenn´s mal wieder schnell gehen muss, lass ich das weg.

    und manchmal will ich mit meinem signal auch einfach ein bisschen vor dem band-mulm sein ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • zegi
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    • 28. Dezember 2018 um 21:05
    • #8

    Hat das Delay auf der PA eigentlich einen positiven Einfluss auf den GBF?

    Der Ton macht die Musik.

  • robert müller
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    • 28. Dezember 2018 um 21:26
    • #9
    Zitat von zegi

    Hat das Delay auf der PA eigentlich einen positiven Einfluss auf den GBF?

    *Die* Frage hab ich mir allerdings auch schon öfter gestellt. Mangels Zeit allerdings noch nie wirklich vergleichen können, ob der GbF mit oder ohne Delay besser ist.

    Theoretische Überlegungen dazu:

    Die Verhältnisse bezüglich vom Mikrofon wieder aufgenommener Schallenergie aus den Boxen bleiben ja gleich, aber wegen der längeren Laufzeit verschieben sich vielleicht die Resonanzfrequenzen des Gesamtsystems (also des "Schwingkreises" Lautsprecher - Mikrofon - Mischpult - Peripherie) nach unten, so dass diese vielleicht in unproblematischere Bereiche fallen bzw. im Extremfall durch den HPF der Quelle sowieso schon eliminiert sind. Vielleicht ist das aber auch totaler Quatsch, was ich mir da zusammen fabuliere...

    Daher schließe ich mich der Frage einfach Mal an.

  • wora
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    • 28. Dezember 2018 um 21:43
    • #10
    Zitat von zegi

    Hat das Delay auf der PA eigentlich einen positiven Einfluss auf den GBF?

    meiner ansicht nach nicht.

    begründung:

    wenn das aufschwingen ganz langsam passiert, ist das koppelnde mikro ausserhalb des hallradius, hier spielt die "startzeit" des signals quasi keine rolle.

    wenn das feedback sehr schnell kommt, das mikro also sehr nah an der PA ist, dann müsste das delay schon sehr, sehr lang sein, um das einschwingen zu verhindern. in der regel liegen wir hier aber eindeutig im millisekunden bereich.

    deshalb denke ich, das es keinen nennenswerten einfluss hat.

    eine verschiebung in andere frequenzbereiche könnte man nur durch einen frequenzshift erzeugen. solche geräte gab es früher tatsächlich mal, das hat sich aber bei musikwiedergabe nicht durchsetzen können, weil der ton ja leicht verstimmt wurde. bei manchen sängern könnte das aber helfen ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • zegi
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    • 28. Dezember 2018 um 21:52
    • #11

    Könnte ein Delay nicht auch zu einer Phasenverschiebung führen, die dann im Feedback quasi zu einem Kammfilter führt und somit das Feedback etwas unberechenbarer machen würde?

    Der Ton macht die Musik.

  • ERICH
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    • 28. Dezember 2018 um 22:21
    • #12

    Die Luftleitung ist auch ein Delay und da passiert das auch nicht.

  • zegi
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    • 28. Dezember 2018 um 22:29
    • #13

    Ja schon. Aber elektronische Delays und Delays, die durch Positionsunterschiede entstehen, wirken sich ja auch nicht immer gleich aus.

    Der Ton macht die Musik.

  • wora
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    • 28. Dezember 2018 um 23:34
    • #14

    durch einen kammfilter, der ideal gerade bei der feedbackfrequenz dämpft, könnte sich eine gewisse dämpfung einstellen.

    aber erstens ist das sofort hinfällig, sobald sich die position des mikros im verhältnis ändert

    zum anderen: wer will sich schon absichtlich kammfiltereffekte bauen? normalerweise versucht man ja, sowas zu vermeiden ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (28. Dezember 2018 um 23:51)

  • floger
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    • 28. Dezember 2018 um 23:35
    • #15
    Zitat von zegi

    Ja schon. Aber elektronische Delays und Delays, die durch Positionsunterschiede entstehen, wirken sich ja auch nicht immer gleich aus.

    Warum nicht? Also eine Positionsänderung ändert natürlich mehr als nur das delay, und vor allem nicht gleichmäßig zwischen allen Komponenten. Deshalb bringt eine Positionsänderung vermutlich mehr als ein Delay.

    Da das Delay die Phase verchiebt, wird sich vermutlich nur die Frequenz der Rückkopplung ändern.

  • tobias kammerer
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    • 29. Dezember 2018 um 21:59
    • #16

    Zurück zur Ursprungsfrage:

    Ich delay, wenn Zeit ist, gerne auch alle Signale einzeln. Man hört das eindeutig. Natürlich gibt es nur einen idealen Punkt, an dem das alles stimmt, aber wenn ich dadurch schon einmal die Differenzen zwischen Originalsignal und Box minimiere, ist auch schon viel gewonnen. Oft trifft ja auch einiges für eine relativ große Zuhörerschaft zu. So richtig doof erwischen es immer die, die ganz vorne an der Bühne kleben, da stimmt dann eh nichts mehr.

    Viele Grüße

    Tobias

  • Pfälzer
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    • 30. Dezember 2018 um 02:08
    • #17
    Zitat von tobias kammerer

    So richtig doof erwischen es immer die, die ganz vorne an der Bühne kleben, da stimmt dann eh nichts mehr.

    Denen ist das dann aber auch egal. :D

  • simonstpauli
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    • 30. Dezember 2018 um 13:50
    • #18
    Zitat von tobias kammerer

    Zurück zur Ursprungsfrage:

    Ich delay, wenn Zeit ist, gerne auch alle Signale einzeln. Man hört das eindeutig. Natürlich gibt es nur einen idealen Punkt, an dem das alles stimmt, aber wenn ich dadurch schon einmal die Differenzen zwischen Originalsignal und Box minimiere, ist auch schon viel gewonnen. Oft trifft ja auch einiges für eine relativ große Zuhörerschaft zu. So richtig doof erwischen es immer die, die ganz vorne an der Bühne kleben, da stimmt dann eh nichts mehr.

    Viele Grüße

    Tobias

    Einzeln / in Gruppen delayen ist ein guter Ansatz.

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  • Stage Left
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    • 3. Februar 2019 um 14:14
    • #19
    Zitat von wora

    ich delaye die PA nur dann, wenn ich genug zeit für das setup habe.

    wenn´s mal wieder schnell gehen muss, lass ich das weg.

    und manchmal will ich mit meinem signal auch einfach ein bisschen vor dem band-mulm sein ;)

    Der Kollege spricht etwas an was oftmals nicht vorhanden ist, Zeit. Mir ist durchaus bewusst das wir hier von kleineren Gigs sprechen und ich bin durchaus einig egal welches holz wie und wo die null zeit ist die Snare solange direkt schall noch relevant ist, danach sollte man sich gedanken machen über die Subs, back in the days gab es einen simplen trick um halbwegs ein gut schiebendes PA zu kriegen, einmal Phase drehen beim Sub und ein Sinus ton den man solange verzögert hat bis die maximale auslöschung....you now

    PHILIPPE SCHNEEBERGER

    AUDIO ENGINEER

    AUDIO RENT CLAIR AG

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