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[gesucht] Gut lötbare Netzwerkkabel

  • Walgesang
  • 27. September 2022 um 23:10
  • Walgesang
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    • 27. September 2022 um 23:10
    • #1

    Moin,

    kann mir jemand RJ45 Patchkabel empfehlen, die gut Lötzinn annehmen?

    Hintergrund ist, das ich ein Paar Custom Adapter RJ45->XLR und D-Sub -> RJ45 bauen möchte/muss.

    Fast alle mir bekannten Kabel lassen sich nur sehr schwer bis gar nicht dauerhaft löten. Das Zinn perlt einfach ab.

    Danke und Grüße,

    Hannes

  • wora
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    • 27. September 2022 um 23:32
    • #2

    den effekt kenne ich, das gleiche phänomen hatte ich letztes jahr bei den kabeln unserer DPA headsets, auf die ich andere stecker drauflöten wollte. ich habe es nicht hinbekommen - so ging der auftrag an Teqsas, die haben es irgendwie geschafft.

    ich würde in deinem falle mal direkt bei den kabelherstellern anfragen, denn das löten von netzwerkkabeln dürfte eine sehr ungewöhnliche anfrage sein. die werden ja fast immer nur mit schneid/klemmtechnik verarbeitet

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • floger
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    • 28. September 2022 um 09:23
    • #3

    Bei solchen Problemen hilft nur das richtige Lötzinn und Flussmittel.

    Mit Netzwerkkabeln hatte ich aber ehrlich gesagt noch nie solche Probleme. Die sollten aus einfachem Kupfer sein. Vielleicht nicht die aller billigsten kaufen. Ich hab meine meistens von Reichelt.

  • Walgesang
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    • 28. September 2022 um 10:42
    • #4
    Zitat von floger

    Bei solchen Problemen hilft nur das richtige Lötzinn und Flussmittel.

    Mit Netzwerkkabeln hatte ich aber ehrlich gesagt noch nie solche Probleme. Die sollten aus einfachem Kupfer sein. Vielleicht nicht die aller billigsten kaufen. Ich hab meine meistens von Reichelt.

    Was wäre denn das richtige Lötzinn und Flussmittel?

    Ich hab es mit diversen Kabeln probiert, von billig bis teuer und habe verschiede Zinne von Stannol ausprobiert. Also auch eher den teuren Krams.

    Ich vermute dass es eigentlich gehen muss und mir nur das Wissen fehlt wie ich die Litzen vorbehandeln muss, aber ich hatte gehofft das nicht über try and error herausfinden zu müssen.

  • Walgesang
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    • 28. September 2022 um 10:45
    • #5
    Zitat von wora

    den effekt kenne ich, das gleiche phänomen hatte ich letztes jahr bei den kabeln unserer DPA headsets, auf die ich andere stecker drauflöten wollte. ich habe es nicht hinbekommen - so ging der auftrag an Teqsas, die haben es irgendwie geschafft.

    ich würde in deinem falle mal direkt bei den kabelherstellern anfragen, denn das löten von netzwerkkabeln dürfte eine sehr ungewöhnliche anfrage sein. die werden ja fast immer nur mit schneid/klemmtechnik verarbeitet

    Die DPAs haben meines Wissen Stahllitzen, das ist kein Kupfer.

    Wie das gemacht wird weiß ich aber auch nicht.

    Ich suche eigentlich nur Patchkabel die ich in der Mitte durchschneiden kann...

    Die gibt es ja. Kollegen von mir haben gute Erfahrungen mit den Patchkabeln gemacht die d&b bei den D12 Verstärkern mit dazu gelegt hat. Aber das ist leider keine Lösung für mich :)

  • audiobo
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    • 28. September 2022 um 11:02
    • #6

    Habe gerade mal irgendein SFTP CAT5e 26AWGx4P zerschnitten und getestet:

    Die Adern nehmen das Lötzinn (zugegebenermassen habe ich noch eine grosse Rolle mit altem bleihaltigem hier) bei ca. 250°C gut an, beim Schirm hat es Kupfer und Stahllitzen, wenn die zusammen sind geht's nicht ganz so einfach, da muss ich schon beim Lötkolben Vollgas geben.

  • floger
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    • 28. September 2022 um 11:06
    • #7
    Zitat von Walgesang

    Was wäre denn das richtige Lötzinn und Flussmittel?

    Also ich hab bisher alles mit Flussmittel und bleifreiem Lötzinn von Edsyn gelöted bekommen. Probleme mit nicht angenommenem Zinn hatte ich nur mit Kabeln von Sennheiser MKE4. Und selbst das ging mit viel Geduld.

    Zitat von Walgesang

    Ich vermute dass es eigentlich gehen muss und mir nur das Wissen fehlt wie ich die Litzen vorbehandeln muss, aber ich hatte gehofft das nicht über try and error herausfinden zu müssen.

    Netzwerkkabel machen höchstens Probleme durch schmelzende Isolierung. Mir sind noch keine untergekommen, die nicht aus reinem Kupfer bestehen. Keine Ahnung was bei der falsch läuft. Nur der Schirm macht, je nach Ausführung, gerne mal Probleme.

    Eine Weller WECP-20 mit 2,4mm Meißel darf es aber schon sein. Temperatur 330°C (bei Bleifrei).

    Zu dünne Spitzen sind meist ein Grund, warum die Lötstellen nichts werden.

  • niggles
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    • 28. September 2022 um 11:09
    • #8

    Das ist eine echte Seuche seit sich CCA (copper cladded aluminium) bei flexiblen Leitern im Netzwerkbereich breit gemacht hat. Ich hab für solche Zwecke immer ein paar uralte, ausgemusterte Cat.5-Patches in einer Ecke der Werkstatt liegen die noch komplett aus Kupfer sind.

    Alternativ kann man die selber machen, Hirose TM21 nimmt ein normales hochflexibles 8x0,22 mm2 Steuerkabel (LiYY) problemlos auf, mit oder ohne Schirm. Bei den kurzen Längen und niedrigen Freqenzen von denen wir hier reden ist es auch egal dass die Adernpaare nicht verseilt sind.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • floger
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    • 28. September 2022 um 11:14
    • #9
    Zitat von niggles

    Das ist eine echte Seuche seit sich CCA (copper cladded aluminium) bei flexiblen Leitern im Netzwerkbereich breit gemacht hat.

    Echt jetzt? Steht das dann wenigstens drauf?

  • niggles
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    • 28. September 2022 um 11:23
    • #10
    Zitat von floger

    Echt jetzt? Steht das dann wenigstens drauf?

    Oft leider nicht mal das weil es stumpf Fälschungen sind. Aluminiumkabel unter 10mm2 sind in der Gebäudetechnik aus guten Gründen verboten, aber das interessiert den Einkauf halt wenig wenn es auf Amazon mal wieder sagenhaft billige Patchkabel gibt.

    Blöderweise funktionieren die in der IT-Standardanwendung (indoor, Länge <5m, keine hohen PoE-Ströme, sehr geringe mechanische Belastung) auch jahrelang einwandfrei.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • chris216
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    • 28. September 2022 um 11:37
    • #11

    Was bei nicht-lötbaren Litzen und genug Platz um die Lötstelle hilft, sind Aderendhülsen. Schirm zusammendrillen, blanke AEH ohne Kragen drum, die lässt sich dann prima löten.

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • marcoboy
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    • 28. September 2022 um 12:59
    • #12
    Zitat von niggles

    Das ist eine echte Seuche seit sich CCA (copper cladded aluminium) bei flexiblen Leitern im Netzwerkbereich breit gemacht hat.

    Angefangen hat das bei billigen USB Kabeln....

  • Jürgen Klingel
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    • 28. September 2022 um 13:17
    • #13

    ...und Ohrstöpsel und Telefonhörer und mittlerweile seeehr häufig bei allen Kabeln, wo nicht explizit "copper-wire", OFC oder Ähnliches draufsteht, was auf ausschließliche Verwendung von Kupferseelen hinweist.

    Solange das Gelump gasdicht verpresst ist, mag das lange funktionieren, aber wehe wenn Luft drankommt, oder der Lötkolben ausgepackt wird - dann ists <XKotz*

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • floger
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    • 28. September 2022 um 20:15
    • #14

    Sorry für Shoplink, aber das wäre z.B. ein Kabel von nem deutschen Hersteller aus Markenkabel mit Hirose-Stecker. Das sollte sich löten lassen und ne weile halten.

    EDIT: Link vergessen:

    https://www.reichelt.de/categorie-5e-300mhz-sf-utp-1m-blau-patch-300-1-bl-p30417.html

  • Walgesang
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    • 28. September 2022 um 22:02
    • #15
    Zitat von floger

    Sorry für Shoplink, aber das wäre z.B. ein Kabel von nem deutschen Hersteller aus Markenkabel mit Hirose-Stecker. Das sollte sich löten lassen und ne weile halten.

    EDIT: Link vergessen:

    https://www.reichelt.de/categorie-5e-3…-bl-p30417.html

    Das ist Draka SF/UTP UC 300 MHz. Mal schauen ob ich davon nicht welche da hab.

    Das UC900 CAT7 hatte ich schon mal probiert glaube ich. Das war nix.

  • niggles
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    • 28. September 2022 um 22:34
    • #16
    Zitat von Walgesang

    Das UC900 CAT7 hatte ich schon mal probiert glaube ich. Das war nix.

    Lt. Datenblatt Echtkupfer, aber das Zeug wird ja inzwischen auch gern stumpf gefälscht.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • DJheini
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    • 1. Oktober 2022 um 13:40
    • #17
    Zitat von wora

    das gleiche phänomen hatte ich letztes jahr bei den kabeln unserer DPA headsets

    Hallo zusammen, das gleiche Problem gab es damals bei den Sennheiser kopfhörerkabeln, kenne das vom HD 414 meines Bruders. Da wollte ich "damals" den original 5-pol Würfelstecker gegen eine Stereoklinke tauschen. Lötfett hat geholfen, feines Anschleifen mit Schmirgel sollte auch gehen. Die Lötfettreste habe ich dann mit Alkohol entfernt. Dabei handelte es sich ganz klar um feine Stahllitze, ähnlich Federstahl. War zumindest magnetisch. Der Vorteil sollte dabei sicher längere Haltbarkeit sein als ein Kabel aus weichem Kupfer. Verkupfertes Alu ist natürlich Käse sein und kaum zu löten.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

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