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STI-Wert in der Praxis

  • wora
  • 4. Oktober 2022 um 11:45
  • wora
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    • 4. Oktober 2022 um 11:45
    • #1

    ich will mal ein beispiel bringen:

    früher hatte ich meinen locut für gesangsmikros standardmässig immer bei 80Hz. das hatte lange zeit (meistens) gut funktioniert - auch für sänger, die keine deutlichen bassanteile haben (für den stimmumfang von sängerinnen spielt dieses thema hier in aller regel keine rolle).

    davon bin ich stück für stück abgekommen, mittlerweile liegt mein startwert bei 120Hz. und das liegt auch daran, dass sich die klangcharakteristiken der PAs in den letzten geschätzen 25 jahren geändert haben. ich will es mal so sagen: früher war einfach das bassangebot nicht so überbordend wie heute. manchmal habe ich ja schon den eindruck, dass sich einige PA verleiher darüber definieren, wie viel bass ihre anlage kann. das geht manchmal so weit, dass die musikalische wiedergabe deutlich in mitleidenschaft gezogen wird. ich habe nicht nur einmal zu örtlichen beschallern gesagt: bitte nehmt die bässe 6dB zurück, für unsere musik ist das viel zu viel bass.

    wie gesagt, mittlerweile bin ich da bei 120Hz als startwert. damit habe ich nur in wenigen situationen probleme mit den subwoofern. dünn muss das dann aber nicht unbedingt klingen, dafür gibt es ja in den digitalpulten genügend möglichkeiten. ausserdem sind diese 120Hz nicht wirklich festgeschrieben: wenn ich mal einen sänger auf der bühne habe, der richtig bass in der stimme hat, kann man das heute ja ganz bequem mit einem griff an den entsprechenden encoder korrigieren, wenn es erforderlich sein sollte.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • zegi
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    • 4. Oktober 2022 um 12:18
    • #2

    Geht mir wie Wolfgang. Ich setze den Lowcut auch relativ hoch und ziehe je nach PA/Mic/Stimme Situation auch noch mehr tieffrequente Anteile raus. In kritischen Situationen, wo es nur um reine Sprachverständlichkeit geht, auch bis zur Schmerzgrenze.

    Damit erziele ich sehr oft gute Ergebnisse.

    Ich bin gespannt, ob ich mit/ohne Sub wirklich Unterschiede hören werde.

    Der Ton macht die Musik.

  • secluded
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    • 4. Oktober 2022 um 12:36
    • #3

    Ich setze da auch eher auf einen guten STI-Wert, als auf mulmiges Drunterrum, von daher gehen meine Vokal-Mikros nie auf den Mixbus für den Subwoofer und haben auch zwischen 16 und 135Hz 'n LoCut drinne - zusätzlich öfters auch noch 'ne Absenkung bei (je nach Stimme) 140 bis 180 Hz.

    ...aber falls jemand 'n NTi XL2 zur Hand hat, kann er da gerne 'mal den STI anzeigen lassen, wenn Sprache im Sub mitläuft oder nicht :) - ich tendiere dazu, daß ab einem gewissen Schallpegel der STI in den Keller geht, wenn die Stimme im Sub ist, bzw. kein LoCut gesetzt ist ...

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • wora
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    • 4. Oktober 2022 um 12:40
    • #4
    Zitat von secluded

    bzw. kein LoCut gesetzt ist ...

    na ja, mittlerweile sollte ja eigentlich jedem professionellen tontechniker der sinn eines locuts auf gesangsmikrofonen bewusst sein ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • secluded
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    • 4. Oktober 2022 um 12:41
    • #5

    sicher - aber mich würde es nur interessieren, was der STI machen würde ;)

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  • wora
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    • 4. Oktober 2022 um 12:45
    • #6

    der STI wird bei tiefen frequenzen doch gar nicht ermittelt, denn dabei geht es ja nur um sprache. wo liegt denn die unterste frequenz, die beim STI gemessen wird? 125Hz?

    insofern ist es durchaus eine interessante frage, ob der STI dadurch beeinflusst würde...


    EDIT:

    meine vermutung bestätigt: STI wird bis 125Hz hinab gemessen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • secluded
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    • 4. Oktober 2022 um 12:50
    • #7

    ...die STIPA wurde vor 2 Jahren angepasst - da wurde die Frequenz in der Edition 5 (aktuell) zwischen 125 und 250 Hz abgesenkt, was in der Edition 4 noch linear war...

    siehe News von NTi (März 2021)

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  • floger
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    • 4. Oktober 2022 um 14:12
    • #8

    Die 80 Hz waren ja eigentlich ein Kompromiss.

    Ich setzte den Low-cut, seit ich die Möglichkeit habe, auch deutlich höher. Selbst bei tiefen Stimmen. Denn meist passiert weiter unten musikalisch schon genug. Da brauch ich nicht noch das gemulme von nem Sänger. Außer natürlich beim Bass einer Acapella Gruppe z.B.

    Wenn der gewünschte Low-cut bei der Übernahmefrequenz des Systems liegt, hat das Deaktivieren des Subs natürlich den Vorteil, dass es weniger Phasenschweinereien und Auslöschungen gibt. Bleibt die Frage ob dieser Vorteil die Risiken und die geringere Flexibilität rechtfertigt.

  • secluded
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    • 4. Oktober 2022 um 20:02
    • #9

    ... vielleicht könnte man die STI-Diskussion abtrennen, da diese ja nix mit der AUX-Ausspielung Sub zu tun hat, sondern sich zu einer (in meinem Verständnis) interessanten eigenständigen Diskussion entwickeln könnte

    Danke an die Moderatoren / Super-Moderatoren / Administratoren im Voraus :)

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  • hell&dunkel
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    • 4. Oktober 2022 um 22:52
    • #10

    Beim Abtrennen der STI-Diskussion auf Bitte Secludeds hatte ich noch einen Spambeitrag im Zwischenspeicher der zu bearbeitenden Beiträge. ||

    Der verschwindet als Threadstarter, wenn ich die Funktion dafür in der aktuellen Version der Forumssoftware gefunden habe. Versprochen.

    Edit:

    Hat funktioniert.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • secluded
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    • 4. Oktober 2022 um 23:07
    • #11

    Danke :)

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  • TomyN
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    • 5. Oktober 2022 um 07:58
    • #12
    Zitat von secluded

    ...die STIPA wurde vor 2 Jahren angepasst - da wurde die Frequenz in der Edition 5 (aktuell) zwischen 125 und 250 Hz abgesenkt, was in der Edition 4 noch linear war...

    siehe News von NTi (März 2021)

    Wobei hier nur der Energiegehalt des Messsignals geändert wurde, bei der eigentlichen Auswertung bleibt die (ohnehin geringe) Bedeutung der Messwerte bei 125 / 250 Hz erhalten.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
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  • wora
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    • 5. Oktober 2022 um 16:44
    • #13

    festzustellen bleibt aber, dass der STI im subwooferbereich eigentlich gar nicht gemessen wird, da er ja ein messwert für die sprachverständlichkeit ist.

    das beträfe dann sowieso nur relativ kleine beschallungsanlagen, bei denen der übergang zum sub recht hoch liegen muss (>ca.100Hz)

    insofern fand ich das abspalten in dieser diskussion nicht wirklich nötig. zum STi machen wir doch lieber ein eigenes thema auf, oder?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • secluded
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    • 5. Oktober 2022 um 21:02
    • #14

    wäre hiermit (Dienstag Abend) getan :)

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  • lisa f.
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    • 6. Oktober 2022 um 11:37
    • #15

    Re Lowcut bei Vocals: 100-160, je nach Stimme und Situation.

    Weiß nicht warum manche Digitalpulte da noch den analogen Kleinstpulten hinterherhängen und Lowcut bei 80 als Default haben.

    Re Sprachverständlichkeit: Key sind (für much) gut verständliche Konsonanten und Klarheit in den Vokalen (sprich kein Mulm). Da ist mir beim Umzug in ein englischsprachiges Land aufgefallen, dass „die Konsonanten“ hier ein gutes Stück tiefer im Frequenzspektrum liegen als im Deutschen.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen vielleicht auch mit anderen Sprachen erlebt?

  • guma
    Moderator
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    • 6. Oktober 2022 um 17:50
    • #16

    Ich entschuldige mich mal für meinen Komoderator. Der Titel ist in Kontext unglücklich gewählt. Wie wollen wir weiter vorgehen?

  • sw474
    Gast
    • 6. Oktober 2022 um 21:17
    • #17

    Wenn es rein um Sprachverständlichkeit geht: 350-500Hz LoCut. Das ist natürlich nix für Gesang und auch nix für kunstvolles Vorlesen. Eher für Möglichst verständliche Durchsage.

  • ThoSchu
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    • 6. Oktober 2022 um 21:33
    • #18
    Zitat von sw474

    enn es rein um Sprachverständlichkeit geht: 350-500Hz LoCut. Das ist natürlich nix für Gesang und auch nix für kunstvolles Vorlesen. Eher für Möglichst verständliche Durchsage.

    und noch 1,5k +6 1 Oct. :D

  • robert müller
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    • 6. Oktober 2022 um 22:11
    • #19

    Da fräst sich die Durchsage auch direkt ins Gehirn so richtig schön rein, auf dass man das Gesagte nie mehr vergessen möge... ;)

  • Online
    nojunk
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    • 6. Oktober 2022 um 23:23
    • #20
    Zitat von ThoSchu

    und noch 1,5k +6 1 Oct. :D

    ... werd ich nächste mal probieren 8o8o8o
    *duckundweh*

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

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